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Proteste, Aufstände und Revolutionen im arabischen Raum hielten ab dem Jahreswechsel 2010 / 2011 die Welt in Atem. Der massenhafte Ruf nach Freiheit, Gerechtigkeit und Würde schien eine neue Ära in der Region einzuläuten. Darauf folgten jedoch in vielen Ländern allenfalls zaghafte Reformen, erneut repressive Regime oder gar blutige Bürgerkriege. Muss der Arabische Frühling also als gescheitert angesehen werden? Befindet sich die Region nun in einem „Winter“, und war aus heutiger Perspektive der enthusiastische Aufbruch nur der Auftakt einer Entwicklung zum Schlechteren? Oder ist dies eine auf das Politische verengte Perspektive, die Errungenschaften und zukünftige Potenziale gesellschaftlicher Veränderung ausblendet? Eine „Geschichte des Arabischen Frühlings“ im Sinne einer abschließenden Bewertung kann noch nicht geschrieben werden. Doch es ist Zeit für eine Zwischenbilanz – gerade weil die Situation in vielen der betroffenen Länder auch die europäische Außen- und Innenpolitik täglich und maßgeblich beeinflusst. Mehr als 80 internationale Autorinnen und Autoren skizzieren in diesem Buch gesellschaftliche Grundlagen, Akteure und Entwicklungen in Nordafrika und dem Nahen Osten unter Berücksichtigung des internationalen Kontexts. Der Atlas des Arabischen Frühlings ermöglicht mit Texten, Karten, Infografiken und Timelines einen Überblick, der aus den verstreuten Meldungen der Tagespresse kaum zu gewinnen ist. Durch die Vertiefung ausgewählter Themen und durch eindrucksvolle Bildstrecken entsteht schließlich ein Gesamtbild des Arabischen Frühlings in all seiner Widersprüchlichkeit, Vielfalt und Komplexität.


Autor: Daniel Gerlach, Moritz Behrendt, Robert Chatterjee, Laura Ginzel, Florian Guckelsberger, Vinzenz Hokema, Julia Joerin, Christian Meier, Seiten: 333, Erscheinungsdatum: 28.10.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 3976

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