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Dazugehören, Teil von etwas sein, Macht haben: Günther Roos wuchs nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus auf – er lebte ihn. Er verehrte Adolf Hitler, kletterte auf der Rangleiter der Hitlerjugend bis zum Jungstammführer und kämpfte im Zweiten Weltkrieg als leidenschaftlicher Wehrmachtssoldat, der bis zum Untergang an den "Endsieg" glaubte. Umso größer war für ihn der Schock nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945.

Erst Jahrzehnte später entdeckt Günther Roos seine Tagebücher aus jener Zeit wieder – und beginnt darüber zu sprechen: über seine Indoktrination durch Familie, Schule und Hitlerjugend, die Ausbildung seines ausgeprägten Machtwillens, von seinem fanatischen Glauben an den "Führer" und über die lange Zeit seiner Orientierungslosigkeit in der Nachkriegszeit. Zahlreiche Fotografien und Zeitungsausschnitte, vor allem aber umfangreiche Tagebucheinträge und Feldpostbriefe aus den Kriegsjahren gewähren einen detaillierten Einblick in das Denken und Handeln von Günther Roos und damit in die Sozialisierung und schrittweise Radikalisierung eines Jugendlichen im Nationalsozialismus.

Dieses Buch wird um einen umfangreichen Internetauftritt ergänzt. Die Website www.roos.nsdok.de hält vielfältige Materialien in Form von Filmen, Tonaufnahmen, Bildern, Dokumenten und Zusatzinformationen bereit. Außerdem finden sich dort didaktische Anregungen bis hin zu fertigen Unterrichtsentwürfen.


Autor: Martin Rüther, Seiten: 269, Erscheinungsdatum: 07.03.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 3978

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