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Als so genanntes "spezielles Organ der Diktatur des Proletariats" war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) seinem Ursprung und wichtigsten Zweck nach eine Geheimpolizei. Unter direkter Führung der SED überwachten und bekämpften seine Mitarbeiter die Gegner des Regimes oder diejenigen, die sie dafür hielten. Zugleich entwickelte sich das MfS zu einem der weltweit erfolgreichsten Nachrichtendienste für Spionage und Spionageabwehr.

Im Laufe der Jahrzehnte wuchs dieser Apparat zu einer Großbürokratie mit einer Vielzahl weiterer Aufgaben. Zu den weniger gefährlichen Unternehmungen gehörte schließlich sogar ein Sportverein, der fast jedes Jahr DDR-Fußballmeister wurde. Das und noch viel mehr schildern der Autor und seine Mitarbeiterin Doris Hubert in einem chronologisch angeordneten Zugriff. Der systematisierenden Einleitung folgen die Vorläufer des MfS in der SBZ und in den ersten Jahren der DDR über die Phase seiner Instrumentalisierung bei der Abwehr der Entspannungspolitik bis hin zum Weg in Zusammenbruch, Entmachtung und Auflösung. Die reichlich enthaltenen Dokumente und kaum bekannten Bildmaterialien aus den Beständen des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, unter dessen Beteiligung die Publikation entstanden ist, machen den besonderen Reiz dieses Bandes aus.


Autor: Gieseke, Jens, Seiten: 120, Erscheinungsdatum: 2000, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 3954

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