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Inhalt

Geschichte besteht aus Geschichten – sie ist geprägt durch subjektive, erfahrungsbedingte Perspektiven und ihre Bewertung ist mitunter gesteuert von politischen Interessen. Historische Ereignisse werden von verschiedenen Personen und Gruppen entsprechend unterschiedlich interpretiert. Worauf die einen stolz sind, daran möchten andere sich nicht zurückerinnern. Dies zu reflektieren ist notwendig, denn in Ausprägungen gelebter Erinnerungskultur zeigen sich wirkmächtige Narrative; der multiperspektivische Blick auf Gegenerzählungen vervollständigt das Bild und lässt uns dem ereignisgeschichtlichen Kern näher kommen.

Die Ausgabe 120 der "Themenblätter im Unterricht" legt aus Anlass des Kriegsendes vor 100 Jahren und ergänzend zur Ausgabe Nr. 103 von 2014 den inhaltlichen Fokus auf verschiedene deutsche, europäische und globalgeschichtliche Formen des Erinnerns und Gedenkens. Dabei muss es bei der Behandlung der Bewertungen von Versailles und Co. (auch) um die Frage gehen, ob und was wir in der Gegenwart und für die Zukunft aus "der Geschichte" lernen können und sollen – und wie sich die Identität dieses heutigen "Wir" aus der Erinnerungspraxis an Geschichte speist. Schülerinnen und Schüler werden so dazu befähigt, unterschiedliche Interpretationen geschichtlicher Ereignisse zu bewerten und mit ihrem eigenen Weltbild und der eigenen Lebenswelt in Verbindung zu bringen.

Die Ausgabe der Themenblätter enthält einen Klassensatz von 31 doppelseitigen (identischen) Arbeitsblättern im Abreißblock. Hintergrundinformationen für Lehrkräfte bieten einen Überblick über das Thema und geben Hinweise für den Einsatz des Arbeitsblattes und der Kopiervorlagen im Unterricht. Weiterführende Hinweise zum Thema und zu aktuellen Publikationen der bpb runden die Themenblätter Nr. 120 ab.


Autor: Berthold Meyer, Seiten: 12, Erscheinungsdatum: Oktober 2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5414

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