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Klischees bestimmen die Vorstellungen von Organisierter Kriminalität. Sie wird mit unterschiedlichen mafiösen Organisationen gleichgesetzt, von der italienischen Namensgeberin über kriminelle Gruppierungen anderer Ethnien bis zu Rockerbanden. Auch die Betätigungsfelder scheinen klar: Drogen- und Menschenhandel, Schutzgelderpressung oder illegales Glücksspiel.

In Fachkreisen wird seit Jahren um die "richtige" Definition gerungen. Sowohl die Organisation von Straftaten als auch die von Straftätern lassen sich als Problemlösungsstrategien Krimineller begreifen. Die Verwicklungen "organisierter" Straftäter verkomplizieren sich beispielsweise durch Transnationalisierung und die Erschließung des Internets für kriminelle Möglichkeiten.

Um Strategien zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität zu verbessern ist eine genaue Beobachtung vonnöten, die sich von der Mythisierung krimineller Gruppierungen ab­grenzt. Neben den Herausforderungen, die die Organisierte Kriminalität unserer Zeit mit sich bringt, stellen sich auch andere Fragen: Was unterscheidet Organisierte Kriminalität von anderem strukturellen Unrecht, wie es sich zum Beispiel in der Finanzindustrie entwickelt zu haben scheint?


Herausgeber: bpb, Seiten: 48, Erscheinungsdatum: 16.09.2013, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7338

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