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Plastik ist eine geniale Erfindung – vielseitig einsetzbar und dabei leicht verfügbar und preiswert. Nur wenige Jahrzehnte nachdem es in unseren Alltag Einzug gehalten hat, scheint ein Leben ohne Plastik unvorstellbar. Es ist in unserer Infrastruktur, in unseren Haushalten, in der Technik des Alltags und sogar auf unserer Haut. Kunststoffhersteller und Petrochemie sind weltweit vernetzt. Die schöne neue, bunte und praktische Welt des Plastiks hat jedoch ihre Kehrseiten: Plastik hält eine Ewigkeit und wird – etwa als Verpackung – oft nur für Sekunden genutzt. Es verspricht uns Hygiene, aber seine Weichmacher können giftig sein. Es soll kontrollierbar sein, aber wenn es sich zersetzt, werden gefährliche Stoffe frei.

Plastik entsteht aus Erdöl, und für eine oft minimale Gebrauchszeit nutzen wir Ressourcen, die Millionen Jahre für ihre Entstehung brauchten und die endlich sind. Es wird immer klarer: Die Stoffbilanz des Ganzen geht nicht auf. Die Suche nach Alternativen rührt an die Grundlagen der Gesellschaft. Warum und wofür brauchen wir Kunststoffe? Wer bestimmt ihren Wert und Preis, wer entscheidet und setzt die Rahmenbedingungen? Welche anderen Möglichkeiten der Gewinnung, der Nutzung gibt es? Erste Antworten gibt es, Forschungen und Initiativen dazu sind entstanden. Vieles erinnert an die Debatten und Entscheidungen im Energiesektor, wo fossile Brennstoffe zunehmend durch regenerative Energien ersetzt werden. Eine vergleichbare globale und umfassende Anstrengung wird für Plastik ebenfalls notwendig sein.


Herausgeber: bpb, Seiten: 52, Erscheinungsdatum: 22.09.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5852

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