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13.6.2014

DIE NEUE WELTBÜHNE: Gleichheit und Ungleichheit im Zeitalter Obamas

Afro-Amerikanische Realität in den USA heute

In diesem Jahr feiern die USA einige wichtige Meilensteine der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, wie die Illegalisierung der Segregation in den Südstaaten oder die Unterzeichnung des "Civil Rights Act". Der britisch-amerikanische Journalist Gary Younge hielt zu diesem Anlass einen Vortrag über die Situation in den USA.

 Anjana Shrivastava eröffnet die Veranstaltung. Der Veranstaltungssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gary Younge hält seinen Vortrag. Gary Younge im Interview


Die USA feiern in diesem Jahr einige wichtige Meilensteine der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Vor 60 Jahren wurde offiziell die Segregation in den Südstaaten vom Obersten Gericht in Washington für illegal erklärt. Vor 50 Jahren unterschrieb Präsident Lyndon B. Johnson den "Civil Rights Act", der Afro-Amerikanern endlich den Zugang zur politischen Teilhabe sicherte. Doch gerade im Zeitalter Barack Obamas werden diese und andere Garantien von US-Gerichten abgebaut. Was geht da vor sich im "Land of the Free"? Hat die Wahl Obamas solche rechtlichen Schutzbestimmungen tatsächlich obsolet werden lassen?

In Amerika sind erschreckende Rückfälle zu beobachten. In manchen Regionen sind Einkommensunterschiede zwischen Schwarzen und Weißen schlimmer als vor 50 Jahren. Im ganzen Land besucht der typische schwarze Schüler eine Schule, in der zwei Drittel der Eltern von Schülern ein niedriges Einkommen haben. In der politisch progressiven Metropole New York City registrieren Schulen in manchen Vierteln 99% schwarze Belegschaft. Nicht mehr die alte rassistische Gesetzgebung des Südens stellt das Problem dar, sondern urbaner Verfall sowie Deindustrialisierung schaffen enorme Herausforderungen für amerikanische Arbeiter aller Hautfarben.

Mit Gary Younge hat die Bundeszentrale für politische Bildung in der Reihe "Die Neue Weltbühne" zum Abschluss der laufenden Staffel einen der wichtigsten schwarzen Journalisten der Gegenwart nach Berlin gebracht. Younge ist Bewohner der Stadt Chicago, Obamas politischer Heimat, und Autor von Büchern wie "Who are We? And Should it matter in the 21st century?", "Stranger in a Strange Land: Travels in the Disunited States" sowie "No Place like Home: A Black Briton’s Journey through the Deep South." Es kamen rund 100 Interessierte. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Abend hat in englischer Sprache unter Mitwirkung der Heinrich-Böll-Stiftung stattgefunden. Es moderierten die in Berlin lebende, unabhängige US-Journalistin Anjana Shrivastava sowie Mekonnen Mesghena von der Böll-Stiftung. Die Begrüßung übernahm Lothar G. Kopp, Pädagoge und Historiker, Produktverantwortlicher der bpb-Reihe zum Themenfeld USA.

Termin


03.06.2014, von 19:00 bis 20:30

Ort


Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
4. Stock, Veranstaltungssaal


Kontakt


Produktverantwortung:
Lothar G. Kopp
Tel +49 (0)30 254504-433
kopp@bpb.de

Inhaltliche Fragen und Vorbereitung:


Anjana Shrivastava
www.neueweltbuehne.de
Tel 0173 248 34 19
anjana.shrivastava@gmail.com
Im Auftrag der bpb

Pressekontakt


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