Bonner Gespräche 2016

Bonner Gespräche 2016


Eine Herausforderung für die politische Bildung

Dies ist die Website zur Veranstaltung "Big Data und informationelle Selbstbestimmung – Eine Herausforderung für die politische Bildung" am 7. Und 8. März 2016 im WCCB.

  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Freiheit wird uns nicht vom Staat oder der Wirtschaft geschenkt – wir müssen uns sie selbst nehmen. Deshalb brauchen wir eine digitale Bürgerschaft. Dazu gehört: Verhalte dich widersprüchlich, nutze freie Software und gehe sparsam mit Daten um."

    Thomas Krüger Handlungsfreiheit in der digitalen Gesellschaft
    Handlungsfreiheit darf unter Big Data nicht leiden. Vermeintliche Daten-generierte Erkenntnisse bedürfen einer Vernunft-geleiteten offenen Debatte über Digitalisierung und einer gesellschaftlichen Bewertung. Big Data und Demokratie muss Teil politischer Bildung sein.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Datenschutz im 21. Jhd. Ist möglich, aber nur wenn die Gesellschaft das für ein sehr wichtiges Thema hält."

    Peter Schaar Datenschutz im 21. Jahrhundert
    Informationelle Selbstbestimmung, Privatsphäre und Transparenz - Mission impossible?
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Bitkom hat Rechtsidentität und Position zu Big Data entwickelt und wir haben Leitlinien entwickelt, die zur Transparenz von Big Data Anwendungen beitragen sollen. Transparenzinformation ist bei uns die Basis, um das Vertrauen von Verbrauchern und von Nutzerqualitäten zu bringen."

    Arnd Böken, Mathias Weber Big-Data-Einsatz – Chancen und Verantwortung – Leitlinien geben Unternehmen Orientierungen
    Big-Data-Anwendungen können einen hohen Nutzen für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen haben. Die Politik ist daher gefordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass Big-Data-Anwendungen in Deutschland und der Europäischen Union sinnvoll eingesetzt werden können, Rechte der Betroffenen angemessen geschützt und ungerechtfertigte regulatorische Hindernisse abgebaut werden.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Politik, Unternehmen und Verbraucher/Individuen müssen durch stetige Aufklärung über das Thema Datensammeln und Datenauswertung daran arbeiten, eine tragfähige Lösung zwischen finanziellen Interessen von Unternehmen und verbraucherfreundlichem Datenschutz zu finden."

    Markus Morgenroth Sind Daten wirklich das neue Gold?
    Dürfen wir zulassen, dass Unternehmen unsere Daten auf völlig intransparente Weise auswerten? Ist das aus Unternehmenssicht überhaupt klug? Wie kann eine tragfähige Lösung, zwischen finanziellen Interessen von Unternehmen und verbraucherfreundlichem Datenschutz aussehen? Ist so etwas in unserer globalisierten, immer mehr digitalisierten Welt überhaupt möglich?
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Digitale und reale Identität driften im 21.Jahrhundert mehr denn je auseinander und müssen daher auch gesondert und vielschichtig betrachtet werden."

    fukami Identität im digitalen Zeitalter
    Ich lehne mich selbst recht klar an die Hackerethik an, die sich zwar eigentlich an Individuen richtet, sich aber meiner Meinung nach auch gut auf Sachen wie Big Data anwenden lässt. D.h. Prinzipien, wie man grundsätzlich verantwortlich mit Technik umgeht.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Offene Daten“ - Was sind das eigentlich? Es lohnt sich: Ein großes Potential steckt dahinter!"

    Arne Semsrott, Fiona Krakenbürger Meet the Open Communities
    Die Open Community in Deutschland ist aktiver denn je - Jetzt gilt es, den Schulterschluss zu suchen und ihr Wissen und ihre Technologien in den Wandel hin zu einer Offenen Regierung und Verwaltung mit einzubeziehen.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "In der Medienpädagogik wird diskutiert, dass sich der Einzelne angesichts von 'Big Data' der Grenzen der informationellen Selbstbestimmung und der Wirksamkeit von Datensparsamkeit unter den Bedingungen von Kontrollverlust realistisch bewusst werden und die politische Handlungsdimension stärker aktivieren muss. Aber in der Praxis fällt es der Medienpädagogik schwer sich von dem jugendmedienschutzpädagogischen Ansatz zu verabschieden, dass die möglichst frühe Vermittlung der Kompetenz, sich durch Verzicht auf riskantes Medienhandeln zu schützen, die Lösung aller Probleme ist."

    Hans-Jürgen Palme, Gerda Sieben Big Medienpädagogik
    Was ist eigentlich schlimm daran, sich online zu präsentieren, Cloud-Dienste zu nutzen und sein Leben digital zu spiegeln? Ist die Jugend tatsächlich zu unvorsichtig und freizügig, oder haben wir Erwachsenen (speziell in Deutschland) ein zu verkrampftes Verhältnis zum Datenschutz? Lassen Sie uns darüber vor unserem medienpädagogischen Erfahrungshintergrund diskutieren.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Ganz unberechenbar und nicht in allen Facetten durch Big Data vorhersagbar. Wir müssen medial arbeiten und wenn dann mit den Lernenden gemeinsam diskutieren und daran basteln."

    Sandra Aßmann, Valentin Dander Lernen mit und gegen Big Data
    Digitale, mediendidaktische Lernarrangements oszillieren zusehends zwischen algorithmisierter Optimierung und Selbstbestimmung des Lernens. Solche 'überwachenden' Anordnungen des Lernprozesses werden wir problematisieren und diskutieren
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Wir brauchen eine neue technologische Aufklärung, in Verbindung mit medialer, ethischer, kultureller und politischer Bildung."

    Harald Gapski Lernen über Big Data
    Medienkompetente, ‚Digital Citizens‘ stehen zwischen Anpassungsqualifizierung und Souveränität. Es geht um die Frage, welches Wissen und Können, welche neuen Kompetenzen an welchen Orten über Big Data gefördert werden können und sollen.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Wir hatten zwei Fragen gestellt: Wo sind die Grenzen, dass das Leben noch möglich ist? Interessanterweise wurden als Grenzen nur solche Dinge genannt, die aktuell schon Gegenwart sind; also darüber hinaus würde alles ganz schlimm werden. Und was sich Menschen wünschen, wie das Leben noch gut wäre mit Big Data? Die Herrschaft über die eigene Lage behalten, also Transparenz, Mitbestimmung, Entscheidungsfreiheit und Missbrauch verhindern."

    Niels Brüggen, Isabel Zorn Leben mit Big Data
    Datendurchdrungene Mediensozialisation geschieht zwischen Userfreundlichkeit und Überwachung. Muss Medienpädagogik nur auf Mediensozialisation ‚einwirken‘ oder auch auf deren Bedingungen – für ein ‚gutes Leben mit (Big) Data Analytics‘?
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Der gesellschaftliche Diskurs über die Chancen und Risiken von Big Data muss dringend intensiviert werden. Von einer Bevormundung der Bürger durch die Politik in diesem Themenbereich halte ich nichts." Und was sich Menschen wünschen, wie das Leben noch gut wäre mit Big Data? Die Herrschaft über die eigene Lage behalten, also Transparenz, Mitbestimmung, Entscheidungsfreiheit und Missbrauch verhindern."

    Robert Stein CDU/CSU: Digitalisierung und Big Data – Chancen erkennen und Risiken abwägen
    „Big Data“, das ist in der Wahrnehmung Vieler die Datenkrake, die alles von uns weiß und uns zu manipulieren versucht. Auch wenn die Risiken genau abzuwägen sind, wird die Digitalisierung bislang zu selten als Chance gesehen.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Wie verändern große Datenmengen gesellschaftliche Werte, insbesondere im Solidarsystem? Ergebnis war, dass wir da wesentlich mehr Gewicht auf die Frage lenken müssen, neben Datenschutz: Was verändert sich gesellschaftlich und wertemäßig eigentlich durch Big Data."

    Alexander Vogt SPD: Big Data braucht kluge Datenpolitik!
    Big Data ist gesellschaftliche Herausforderung und enorme Chance zugleich und braucht eine kluge Datenpolitik!
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Digitale Selbstbestimmung verlangt Gestaltungswillen – mit Grundsatzdebatten in der Politik, der Bildung von Kindern wie auch Erwachsenen und mit Souveränität über die Verteilung und Verwertung eigener Daten."

    Malte Spitz Bündnis 90/Die Grünen: Selbstbestimmung in Zeiten der Digitalisierung
    Alles um uns herum wird digitaler und vernetzter und dadurch entsteht ein allumfassender Datenschatten von uns. Um unsere Selbstbestimmung zu gewährleisten, gehört der digitale Wandel politisch wie gesellschaftlich gestaltet.
  • 14 Botschaften in einem Satz

    "Daten, die von staatlichen Institutionen legitim gesammelt werden, sollten von diesen auch proaktiv und nutzbar aufbereitet öffentlich zur Verfügung gestellt werden.“

    Halina Wawzyniak Die Linke:Big Open Data
    Nicht nur Unternehmen sammeln große Mengen an Daten. Auch Regierungsorganisationen haben einen großen Fundus verschiedenster öffentlicher Daten angehäuft oder mit Steuermitteln erhoben. Diese Daten sollten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.


Bildergalerie: Big Data



 Die neuen "Bonner Gespräche" im alten Bundestag, der ideale Ort um gesellschaftlich herausragende Themen zu diskutieren. Eindrucksvolle Keynote von Oxford-Professor Viktor Mayer-Schönberger, Autor vieler Grundlagenwerke zu "Big Data". "VMS" - wie er weltweit bezeichnet wird – reißt zwei Stunden die Teilnehmenden mit. Multimedialer Abend: Regisseurin Angela Richter stellt im Gespräch mit Moderator Marcus Richter ihr Projekt "Supernerds" vor mit Filmausschnitten … …und szenischer Lesung "Supernerds", musikalisch begleitet von Malakoff Kowalski. Daniel Seitz kündigt die parallel stattfindenden Alternate Games an. Big Data vereint Teilnehmer aus der Medienpädagogik, politischen und kulturellen Bildung und vielen Institutionen und Behörden. Der zweite Tag beginnt mit einer Keynote von Thomas Krüger, Präsident der bpb, an alter Wirkungsstätte: vor 20 Jahren selbst Abgeordneter in diesem Bundestag… …zum Thema der Bonner Gespräche 2016 "Big Data und informationelle Selbstbestimmung – Eine Herausforderung für die politische Bildung" fukami von Chaos Computer Club zum Thema "The future that never was" mit vielen Beispielen über Trugschlüsse im Umgang mit großen Daten. Im Workshop bei Arne Semsrott über Open Data. Arnd Böken und Dr. Mathias Weber haben die Leitlinien für den Big-Data-Einsatz der deutschen Industrie im Gepäck. Markus Morgenroth über "Die wahre Macht der Datensammler". Im Workshop der Medienpädago_innen, hier im Bild Harald Gapski, … …wurde eine medienpädagogische Positionsbestimmung zu "Big Data" intensiv bearbeitet. Aus der Bundestagsregiekabine wurde der Live Stream von Andre Nagel mit der Online-Abteilung der bpb bearbeitet… Und schließlich konnte jeder persönlich seinen Wissensdurst stillen in der Lobby des Bundestages … … bei den "Bonner Gesprächen" 2016 im World-Cafe an 14 Thementischen Was ist eine kluge Datenpolitik? Das ist die Frage. 14 Botschaften zu Big Data in einem Satz, war die schwierigste Übung zum Abschluss. Das müssen wir bis zu den nächsten Bonner Gesprächen 2018 üben. Das Team der bpb sagt "Danke und auf Wiedersehen" bei den "Bonner Gesprächen" 2018.

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