Veranstaltungsdokumentation (März 2017)

Aussiedlung – Beheimatung – Politische Teilhabe



Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland



"Mit rund 2,4 Millionen Menschen stellen die Russlanddeutschen, die schwerpunktmäßig seit 1987 als Aussiedler oder Spätaussiedler aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten nach Deutschland gekommen sind, die größte Einwanderergruppe, die die deutsche Gesellschaft seit der Zuwanderung der "Gastarbeiter" aufgenommen hat. Ebenfalls in engen zeitlichen Zusammenhang mit der Auflösung der Sowjetunion siedelten sich seit 1990 ca. 215.000 'Kontingentflüchtlinge' mit jüdischem Hintergrund in Deutschland an. Schließlich leben gut 230.000 Menschen in Deutschland, die ausschließlich einen russischen Pass besitzen.

Die Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung zielt darauf ab, die in den letzten Jahren öffentlich nur unzureichend diskutierten Fragen von Beheimatung und Identitäten dieser ganz unterschiedlichen Gruppen in den Mittelpunkt eines ergebnisoffenen und konstruktiven Gesprächs zu stellen. Sie fokussiert auf die Deutschen aus Russland als einer der größten Einwanderergruppen in der Bundesrepublik, nimmt sich jedoch auch der Wechselwirkungen mit anderen russischsprachigen Gruppen und Menschen in Deutschland an.

Offene Fragen stellen sich: Wie können wir eine gemeinsame Gesprächssituation schaffen, in der Erfolge und Anstrengungen aller Seiten gewürdigt, aber auch Versäumnisse und Defizite der 'Integration' einer vermeintlich 'auffällig unauffälligen' Gruppe angesprochen werden? Wie können wir den komplexen Prozessen der Beheimatung in einer transnationalen deutsch-russischen Sphäre gerecht werden, zu der nicht zuletzt russischsprachige Medien und soziale Netzwerke im Internet gehören?

Wie können die nur vermeintlich homogenen 'Identitäten' in der Demokratie in einen Austausch und in ein Gespräch miteinander treten und eine produktive 'Wechselwirkung' anstreben? Und wie können die Probleme der politischen Diskurse in der russischsprachigen Diaspora offen und kontrovers erörtert werden? Welche Rolle kann und soll die politische Bildung spielen?

Ein Fluchtpunkt der Tagung wird die Frage nach den Möglichkeiten und Perspektiven politischer Teilhabe in der deutschen Gesellschaft sein, sowie nach der Einbeziehung neuer Perspektiven und des intellektuellen Potentials gerade auch der zweiten Generation der Spätaussiedler und russischsprachigen Gruppen. Und dies in einer Zeit, in der sich die deutsche Gesellschaft in ihrer Gesamtheit mitten in einer heftigen Auseinandersetzung um Antworten auf neue Herausforderungen befindet."

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Aus der Mediathek

Eröffnungsvorträge, Vorstellungsrunde & Eröffnungspodium

Aussiedlung – Beheimatung – Politische Teilhabe. Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland



Integration und Teilhabe als zentrale Aufgaben

Aussiedlung – Beheimatung – Politische Teilhabe. Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland



Anna Hoffmann im Gespräch mit Dimitrij Kapitelman moderiert durch Thomas Krüger

Aussiedlung – Beheimatung – Politische Teilhabe. Deutsche aus Russland in Wechselwirkung mit russischsprachigen Gruppen in Deutschland


Workshops

Gespräche während des ProjektmarktsDas ProgrammInterview mit dem ProduktverantwortlichenCaroline Hornstein-Tomic, Fachabteilungsleiterin der Bundeszentrale für politische BildungHartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale MinderheitenEröffnungspodiumIntegration und Teilhabe als zentrale Aufgaben politischer ParteienHeinrich Zertik, MdBPetra Pau, MdB, stellvertretende Präsidentin des BundestagsThomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische BildungSergey Lagondinsky und Dmitri Stratievski im Gespräch mit KrügerIntegration und Teilhabe als zentrale Aufgaben politischer ParteienHelena Goldt, Konstantine Margaritis und Freunde am Abend der VeranstaltungAnna Hoffmann, Dimitrij Kapitelman im Gespräch mit Thomas KrügerAnna Hoffmann, RegisseurinDimitrij Kapitelmann, AutorHelena Goldt und Konstantine Margaritis mit Hartmut KoschykHelena Goldt und Konstantine MargaritisGespräche im FoyerProjektmarktSusanne Ulrich, TagungsmoderationKornelius Ens, Leiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, DetmoldViktor Krieger auf dem PODIUM IPODIUM IFragen aus dem PublikumFragen aus dem PublikumPODIUM IIInformelle Gespräche in den PausenNachbereitung des Workshop V: Merle Hilbk und Helena GoldtPODIUM IIIJannis Panagiotidis mit einem zusammenfassenden AusblickSchlussbetrachtungen durch Christoph Müller-Hofstede
Aus der Mediathek

"Auf einen Espresso mit..." & Podium 1

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Podium 2

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Workshop 1: Unsere Landsleute

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Aus der Mediathek

Podium 3 & Abschlussbetrachtungen

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