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4.6.2018

15. Teepause im Café #2

Datum: 26.02.2018

Diljan ist bekannt für regnerisches Wetter – und erfüllte ihren Ruf. Gut, dass es Orte wie das Cafe No. 2 gibt, die zum gemütlichen Verweilen einladen und gleichzeitig einen Ort für Kreativität und Inspiration darstellen.

Teepause im Cafe #2 (© Ingrid Schneider)


Regen liegt über der Stadt. Dilijan eingebettet im Kaukasus, zu sowjetischen Zeiten zu einem der Kurorte des Landes ausgebaut, ist heute zu unserem Besuch sehr ungastlich. Deswegen begeben wir uns mit der ganzen Gruppe in das „Café #2“.

Ein sehr modernes, helles, freundliches Gebäude mit einer Glasfront, die auf einen angrenzenden See hinaus geht. Dieses Café ist das erste, das in dieser Region für die Bevölkerung und die Jugend eröffnet wurde. Es ist ein Zentrum für Kreatives und Soziales. Sie soll junge Menschen und die Bevölkerung aus der Gemeinde zusammenbringen und für soziale Projekte begeistern. Regelmäßig arbeiten hier Freiwillige, in dem einem Alter zwischen 14 -18 um sich erste „Berufserfahrungen“ zu erarbeiten, und für ihre kleinen Wünsche ein wenig Geld zu verdienen. Es ist eine Plattform, die jungen Menschen darauf vorzubereiten soll, in die Welt zu gehen. Hier können sie ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit fremden Menschen, lernen und Kontakte knüpfen.

Bei der Gestaltung des Cafés hat man, mit die viel Liebe für das Detail, jedes einzelne Möbelstück speziell angefertigt - auch vor Ort in der Gemeinde. Spielsachen, die in sozialen Projekten von Frauen aus der Gemeinde gefertigt wurden, werden verkauft und schaffen einen kleinen Erwerb für die Frauen. Und sie senden ein Online-Radioprogramm, DiliRadio, betrieben von den Jugendlichen selbst (diliradio.airtime.pro). Ein stabiles Internet und WLAN sind in Dilijan nicht selbstverständlich, hier funktioniert es und so kann man sich im Café in aller Ruhe über die sozialen Netzwerke rund um den Globus vernetzen.

Getroffen haben wir auch drei junge Freiwillige aus Deutschland, die sich hier engagieren und Armenien und seine Menschen sehr lieb gewonnen haben. Elisabeth, Sophie und Lena erzählen uns von ihren Erfahrungen in der Gemeinde und wir haben uns für den Abend zum gemeinsamen Essen mit der Gruppe verabredet.

Das „Café #2“ - ein soziales Projekt und eine gemütliche Community-Zone - auf jeden Fall einen Besuche und einen leckeren Kaffee wert.

Colette Choquet

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