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9.3.2019

Sektion 12: Bitte schön aufmucken! Kunst als Politik und politische Bildung | Händel-Saal

(© bpb)


Wie gestaltet sich "politische Kunst"? Ermöglichen ästhetische Formate besondere Potenziale politischer Partizipation? In welchem Verhältnis stehen politische Bildung und Kunst, politische und kulturelle Bildung? (© 2019 Bundeszentrale für politische Bildung)

Kunst hat eigene, emotionale Möglichkeiten, Erkenntnisse hervorzubringen. Dieses Potential gilt auch für politische Ein- und Ansichten. Aktuell werden der Kunst (wieder) besondere Potentiale zugschrieben, politisch zu wirken und auch politisch zu bilden. Wo der rationale Diskurs durch Fake News diskreditiert ist und der Glaube an die ordnende Vernunft durch emotionale politische Entscheidungen verwirrt, wird der Kunst Verantwortung übertragen, sich mit alternativen Erkenntnis- und Ausdrucksformen politisch einzumischen.

Wie gestaltet sich "politische Kunst"? Ermöglichen ästhetische Formate besondere Potenziale politischer Partizipation? Bietet Kunst durch sinnliche Wahrnehmung, nicht-sprachlichen Ausdruck, Leiblichkeit und Emotionalität "bessere" politische Bildungsmöglichkeiten? In welchem Verhältnis stehen politische Bildung und Kunst, politische und kulturelle Bildung? Können sie gemeinsam politische Bildungsprozesse fördern?

Referent_innen:

  1. Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, Fachhochschule Dortmund, Kulturwissenschaften – Kunst und Teilhabe
  2. Dr. des. Nana Adusei-Poku, Gastprofessur an der Cooper Union New York City
  3. Juliane Stegner, Goethe Institut Athen
Moderatorin: Mela Chu, Kuratorin und Dozentin für Creative Management

Die ReferentInnen der Sektion 12. (© Peter-Paul Weiler / BILDKRAFTWERK GbR)


Diskussion um Ausladung von Philipp Ruch
Neben diesen Fragen wurde nicht zuletzt die Ausladung eines Panel-Teilnehmenden, Philipp Ruch (Zentrum für politische Schönheit), kritisiert und diskutiert. Auch in den Medien gab es dazu kontroverse Kommentare.

Hier zwei Positionen zum Hintergundverständnis:

WELT-Autor Martin Niewendick:
"Die Bundeszentrale für politische Bildung will über Emotionen in Politik und Gesellschaft diskutieren. Sie lädt den Aktionskünstler Philipp Ruch erst ein – dann wieder aus. Dabei ist der Karneval doch gerade erst zu Ende gegangen."
zum Kommentar

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Thorsten Frei:
"Ausladung Ruchs ist richtig und war zwingend erforderlich."
zum Kommentar

Stimmen von Nana Adusei-Poku, Mo Asumang sowie Barbara Menke, Thomas Krüger und Tonio Oeftering. (© 2019 Bundeszentale für politische Bildung)

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