zurück 
18.11.2019

47. bpb:forum "Konservativ heute"

Spurensuche, Bestimmungen, Abgrenzungen

Was bedeutet "konservativ" im Jahr 2019? Wer reklamiert für sich, konservativ zu sein, und was steckt tatsächlich dahinter? Diese und andere Fragen wurden im Oktober 2019 im Rahmen des 47. bpb:forums mit Dr. Jens Hacke, Prof. em. Dr. Peter Graf Kielmansegg, Diana Kinnert und Dr. Martina Steber diskutiert.

Podiumsdiskussion mit PD Dr. Jens Hacke, Universität Greifswald, Prof. em. Dr. Peter Graf Kielmansegg, Laudenbach, Diana Kinnert, Unternehmerin und Publizistin, Berlin, PD Dr. Martina Steber, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin, Moderation: Ferdinand Otto, Zeit Online, Berlin (© Bundeszentrale für politische Bildung)

"Konservatismus" ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Schlagwort in der politischen Debatte geworden – als Selbstbezeichnung, als Abgrenzung, als Angriff. Dabei geht es nicht nur um "Bekenntnisse" und "Anleitungen", um "Beobachtungen" und "Widerworte", um eine "Weltsicht" oder einem Weg aus "der Krise". In der Arena des Politischen geht es vor allem um die Deutungshoheit - bei linken, christlichen, nationalen, liberalen, revolutionären Konservativen. Um eine Frontstellung: Konservative gegen Konservative. Jeder reklamiert für sich, den tatsächlichen Konservatismus zu repräsentieren. Aber was ist eigentlich konservativ?

Die Frage ist nicht neu. Bereits in den 1950er Jahren wurde in der Bundesrepublik darüber diskutiert, was nach Hitler und Nationalsozialismus als konservativ gelten könne. Im "roten Jahrzehnt", den 1970er Jahren, zeigte sich dann das neue Selbstbewusstsein eines sich rekonstruierenden konservativen Spektrums. In diversen Publikationen bestimmte es den eigenen Standort und deutete ihn facettenreich aus. In gegenwärtigen Diskussionen scheint das vergessen. Eine archäologische Spurensuche ist daher bei der Bestimmung des Konservatismus unerlässlich, doch es bedarf auch aktueller Kontextualisierungen, um die Frage zu beantworten: Was bedeutet "konservativ" im Jahr 2019?

Auf dem Podium diskutierten: Moderiert wurde die Diskussion von Ferdinand Otto (Zeit Online, Berlin).
Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln