Prävention braucht Zuhören

Radioproduktion in der politischen Jugendbildung
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Terroristische Anschläge rufen Emotionen hervor. Damit Gefühle wie Angst und Bedrohung bei Jugendlichen nicht in Hass umschlagen, muss politische Jugendbildung es ermöglichen, diese Ereignisse in ihrer gesellschaftspolitischen Reichweite zu verstehen und ihnen so kritisch reflektiert zu begegnen. Deshalb macht die Bildungsstätte Alte Schule Anspach (basa e.V.) in ihrem Modellprojekt "Politisch motivierte Gewalt erforschen" die emotionalen Erfahrungen der Teilnehmenden zum Ausgangspunkt. Leitend für das Projekt ist die Frage, was Terrorismus und die medialen Diskurse über Terrorismus mit 'uns' und der Demokratie in Deutschland machen.

Besonders die seit den Anschlägen von 9/11 zunehmende quasi synonyme Verwendung von Terrorismus und islamistischen Terrorismus zog einen grundsätzlichen Terrorverdacht gegen Muslime nach sich, begleitet von rassistischen und kulturellen Stigmatisierungen. Eine Präventionsarbeit, die sich nur auf Radikalisierungsprozesse konzentriert, kann die Folgen des durch den Diskurs über islamistischen Terrorismus verstärkt auftretenden anti-muslimischen Rassismus weder sehen noch auffangen. Die Ergebnisse des Projektes zeigen nun, dass es aber gerade wichtig ist, diese Erfahrungen ernst zu nehmen, um mit den Zielgruppen, die im Visier der Präventionsarbeit stehen, in eine Diskussion einzusteigen. Verarbeitung fanden die jugendlichen Perspektiven in selbst produzierten Radiosendungen.

In diesem Workshop wird die Koordinatorin des Projektes, Dr. Anna Maria Kraemer, gemeinsam mit der erfahrenen Freelancerin Verena Krass, eine Einführung in die Radioproduktion als Medium von Jugendbildungsarbeit geben. Darüber hinaus wird anhand exemplarischer Methoden verdeutlicht, wie sich das Projekt mit aktuellen und historischen Diskussionen über Terrorismus auseinandersetzt, um so von einem emotionalisierten Umgang zu einer reflektierten Haltung zu kommen. Ziel des Workshops ist unter anderem die Vermittlung von Grundkenntnissen im Bereich Audioaufnahmen und -schnitt.

In einem Mix aus Input- und Gruppenarbeitsphasen sollen unter anderem die folgenden Fragen in den Blick genommen werden:

Termin

12.04.2019,12:30 bis 13.04.2019,13:30

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Ort

Haus Ohrbeck
Am Boberg 10
49124 Georgsmarienhütte (bei Osnabrück)

Für

Beschäftigte und Aktive in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sowie in Wissenschaft und Verwaltung

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

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Teilnahmegebühr: keine
Die Teilnehmer*innen-Zahl ist auf 15 Personen beschränkt. Wir behalten uns vor, die Anmeldefrist bei sehr großem Andrang vorzeitig zu beenden.
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