Bilder der Veranstaltung: Du hast die Wahl! Herausforderungen für Demokratie und Zivilgesellschaft in Israel und Europa


Die Flaggen von Deutschland, Israel und der EU wehen am 11.05.2015 in Berlin am Pariser Platz. (© dpa)


Vom 23. bis 26. Mai 2019 finden in Europa die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Erwartet wird nicht nur ein großer Zulauf für rechtspopulistische und euroskeptische Parteien, die die Prinzipien freiheitlicher Demokratien in Frage stellen und auf autoritäre, meist nationale Lösungen setzen. Im Kontext einer Krise etablierter politischer Kräfte und Institutionen sagen Prognosen zudem eine niedrige Wahlbeteiligung voraus.

Nach der Bekanntgabe vorgezogener Neuwahlen wird am 9. April 2019 auch in Israel ein neues Parlament gewählt. Seit langer Zeit stellen Beobachter dort die Erosion demokratischer Errungenschaften und rechtsstaatlicher Prinzipien fest. Stattdessen werden vermehrt identitätsbezogene Forderungen laut. Festgemacht wird dies unter anderem an der Verabschiedung des Nationalstaatsgesetzes im Sommer 2018, das den jüdischen Charakter des Staates Israel festschreibt. Andere Stimmen interpretieren die verstärkt identitätsbezogene Parteienlandschaft hingegen als authentischen Ausdruck der Gesellschaft des Landes. Schließlich gewinnt auch eine Pauschalkritik an "alten Eliten", den Medien oder dem Obersten Gericht an Resonanz.

Welche Parallelen und Unterschiede in der Entwicklung von Demokratie und Zivilgesellschaft lassen sich in Israel, Deutschland und Europa beobachten? Wie geht Israel mit den Herausforderungen für seine seit 1948 bestehende Demokratie um – den innenpolitischen Entwicklungen, dem israelisch-palästinensischen Konflikt oder den politischen Umbrüchen in den arabischen Nachbarländern? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Akteure in Zeiten von Polarisierung und "gespaltenen Gesellschaften"? Und: Welche Chancen der Teilhabe und politischen Partizipation bieten sich?

Während der Studienreise werden die aktuellen Debatten zur Demokratieentwicklung in Israel aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Gespräche, Begegnungen und Exkursionen gewähren einen intensiven Einblick in das Land. Ziel ist es, die Zukunft demokratischer Gesellschaften zu diskutieren und zu erkunden, inwiefern Akteure mit einer europäischen oder einer israelischen Erfahrung voneinander und miteinander lernen können.

Vorbereitungstreffen
24.05.2019 in Frankfurt/M

Allgemeine Hinweise

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit

Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.




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