1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Wege der Begegnung mit jüdischer Vielfalt im Lernort Schule

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Programm

Im Jahre 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich 1700 Jahre auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Der aus diesem Anlass gegründete Verein #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland schreibt: "Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen."

Die Kultusministerkonferenz/KMK und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb verstehen die Zielsetzung des Festjahres als Hinweis und Unterstützung einer gesellschaftlichen Daueraufgabe, die auch der Schule und der politischen Bildung aufgegeben ist.

Auch unsere jährliche gemeinsame Fachtagung widmet sich dieser Aufgabe: Wie kann in der Schule Raum für die Beschäftigung mit der Vielfalt und der Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland geschaffen und Unterricht zum Thema erfolgreich durchgeführt werden? Mit diesen Fragen verbinden sich aber leider immer auch andere: Wie können Lehrerinnen und Lehrer unterstützt werden, die Formen des Antisemitismus zu erkennen? Welche Hilfen stehen ihnen zur Verfügung, um in einer diversen Gesellschaft mit Antisemitismus im Unterricht umzugehen?

Vormittag

09:00 – 09:30
Technischer Check-In

09:30 - 09:50
Eröffnung
Einführung
Sharon Adler, Moderatorin der digitalen Fachtagung
Begrüßung
Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz
Cemile Giousouf, Fachabteilungsleiterin der bpb

09:50-10:30
Interview/Gespräch
Wege jüdischer Menschen und ihre Erfahrungen in Deutschland
In den Gesprächen werden Menschen und ihre Erfahrungen vorgestellt. Wir fragen, ob und wie sie in und außerhalb der Schule ihre jüdische Identität leben wollten und konnten. Welche Bilder von jüdischem Leben sind ihnen begegnet? Welche Strategien haben sie gegen Antisemitismus entwickelt?
10:30-11:05
Impuls-Vortrag (anschließend Rückfragen des Publikums)
Antisemitismus in deutschen Schulen
Prof. Dr. Julia Bernstein, Frankfurt University of Applied Science
Im Vortrag werden die Befunde aus den neueren Forschungen im Bereich Antisemitismus im Alltag und im schulischen Bereich präsentiert. Besonderer Wert wird auf die Perspektiven der Betroffenen und ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen gelegt. Auf welche antisemitischen Einstellungen trifft dieses Vorhaben an deutschen Schulen? Welche den Antisemitismus bestärkende Argumentationskonzepte sind im Unterricht zu vermeiden?

11:10-11:40
Arbeitsgruppen (Durchgang 1)
Antisemitismus erkennen. Mit Antisemitismus umgehen.
Wie können Lehrer/-innen gestärkt werden? Was gibt es für gute und schlechte Erfahrungen? Best-Practice-Beispiele. 11:45-12:15
Arbeitsgruppen (Durchgang 2)

12:15-13:00
PAUSE

Nachmittag

13:00-13:15
Projekt- und Objektvorstellung
Shared History 1 – 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum
Dr. Miriam Bistrovic, Repräsentantin des Leo-Baeck-Instituts in Berlin

13:15-13:30
Begrüßungsrunde
Grußworte
13:30-13:35
Objektvorstellung
Shared History 2

13:35-14:05
Impulse-Vortrag (anschließend Rückfragen des Publikums)
Jüdische Sichtbarkeit und Diversität
Dr. Lea Wohl von Haselberg, Film- und Medienwissenschaftlerin an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
In einer Gesellschaft, in der Jüdinnen und Juden vielstimmig, divers und auch widersprüchlich erlebt werden, können bundesrepublikanische Selbstverständnisse hinterfragt und der Antisemitismus anders verhandelt werden.

14:05-14:10
Objektvorstellung
Shared History 3

14:10-14:40
Arbeitsgruppen (Durchgang 1)
TEIL I: Vielfalt jüdischer Identität aufzeigen und Einbindung der jüdisch–deutschen Geschichte realisieren. Wie kann das in der Schule gelingen? 14:15-15:15
Arbeitsgruppen (Durchgang 2)

15:20-16:00
Abschlusspodium
TEIL II: Vielfalt jüdischer Identität aufzeigen und Einbindung der jüdisch–deutschen Geschichte realisieren. Wie kann das in der Schule gelingen?
Britta Ernst, Kultusministerin/ Präsidentin der Kultusministerkonferenz
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Shila Erlbaum, Referentin für Kultus, Familie und Bildung beim Zentralrat der Juden in Deutschland

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