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26.5.2000

Revitalisierung eines Industriestandortes

Das Expo-Projekt Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Das Expo-Projekt Chemiepark Bitterfeld-Wolfen liefert ein Beispiel für die Transformation alter Industrieregionen. Ausgehend von der ungünstigen ökonomischen Situation an diesem Standort im Jahr 1990 werden u.a. die wirtschaftspolitischen Maßnahmen geschildert.

Einleitung

Wie kann einer traditionsreichen, aber international nicht wettbewerbsfähigen Industrieregion neues Leben eingeflößt und wie können dabei gleichzeitig die Kerne der alten Industriebranche bewahrt werden? Wie gelingt es, einen kontaminierten Standort auf neue Nutzungen vorzubereiten und für die Bevölkerung wieder lebenswert zu machen? Was also ist ein innovativer Lösungsansatz für wirtschaftliche und ökologische Probleme im Spannungsfeld "Mensch - Natur - Technik"?


Ein Beispiel hierfür liefert das Expo-Projekt Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, das von der Korrespondenzregion Dessau - Bitterfeld - Wolfen - Wittenberg im Rahmen des Themas "Erneuerung und Strukturwandel alter Industrieregionen" auf der EXPO 2000 präsentiert wird.


Das Chemieparkkonzept - eigentlich eine "Notlösung" der Treuhandanstalt im Transformationsprozess nach der Wiedervereinigung - stellt heute ein Hauptcharakteristikum des Standortes dar. Eine am Wissenschaftszentrum Berlin veröffentliche Arbeit identifiziert dieses Konzept eines offenen Standortes als zukunftsweisend und als einen der Hauptgründe für die Erhaltung der Großchemie am traditionsreichen Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen [1] .


Im Folgenden werden die Ausgangslage in der Chemieregion und die wirtschafts- sowie umweltpolitischen Maßnahmen zur Bewältigung des Strukturwandels erläutert. Daran schließt sich eine Beschreibung der Idee und der Realisierung des Chemieparkkonzeptes an. Zum Abschluss wird untersucht, inwieweit das angewandte Chemieparkkonzept und der Standort Bitterfeld-Wolfen zukunftsfähig sind.

I. Wirtschaftspolitisches Vorgehen

Die chemische Industrie gehörte zu den bedeutendsten Industriezweigen der DDR. Zirka zehn Prozent des gesamten Industrieproduktionswertes wurde in den chemischen Kombinaten Bitterfeld-Wolfen, Buna und Leuna, dem so genannten Chemiedreieck, geschaffen. In dieser Region war nahezu jeder zweite Arbeitsplatz chemiegebunden [2] . Eine Weiterführung der Chemieproduktion war deshalb lebenswichtig für die Region. Doch die erforderliche Transformation der organisatorisch auf Planerfüllung ausgerichteten Kombinate hin zu profitablen Privatunternehmen stand im Jahr 1990 unter schlechten Vorzeichen: Produziert wurde größtenteils in stark überalterten Anlagen, in Bitterfeld war beispielsweise ein Drittel der Anlagen älter als 50 Jahre [3] . Modernisierungsinvestitionen zu DDR-Zeiten waren unzureichend. Das hatte einen überdurchschnittlichen Anteil von Arbeitskräften in der Reparatur- und Instandhaltung zur Folge. Die Produktionsverfahren basierten teilweise, die Energieversorgung zu einem hohen Prozentsatz auf der einheimischen, stark schwefelhaltigen Braunkohle. Am Standort Bitterfeld mussten daher 1990 aus ökonomischen und ökologischen Gründen 35 Betriebe sofort geschlossen werden, weitere in den Folgejahren. Die Privatisierung der übrigen Anlagen war Aufgabe der Treuhandanstalt.

Erste Privatisierungsversuche



Die Treuhandanstalt hatte 1990 von der Volkskammer der DDR den gesetzlichen Auftrag bekommen, das volkseigene Vermögen zu privatisieren, Arbeitsplätze zu sichern und die Entwicklung effizienter Unternehmensstrukturen zu fördern [4] . Für das Chemiedreieck bedeutete das - trotz der schwierigen Ausgangssituation - die Erhaltung der ostdeutschen Großchemie in einer langfristig tragfähigen Größenordnung. Die Liquidation des größten Arbeitgebers der Region hätte eine verheerende Signalwirkung für die gesamte ehemalige DDR gehabt.

Die ersten Konzepte sahen für das Chemiedreieck vor, die in Aktiengesellschaften umgewandelten ehemaligen Chemiekombinate als geschlossene Unternehmen zu erhalten. Anders als im brandenburgischen Schwarzheide, wo es gelang, das dortige Kombinat sehr schnell komplett an die BASF zu veräußern [5] , konnte die Treuhandanstalt aber keine Investoren finden, die die einzelnen Standorte im Chemiedreieck jeweils allein hätten übernehmen wollen. Der Hauptgrund war im Wesentlichen der enorme Investitionsbedarf, der sich aus der Altersstruktur der Anlagen an den Standorten ergab. Die Infrastruktur war zum Teil noch sanierungsbedürftiger als die Anlagen, was zum einen ebenfalls auf das hohe Alter der Infrastruktureinrichtungen, zum anderen auf die veränderte Struktur der Standorte zurückzuführen war: Die sanierungsfähigen Anlagen waren über weiträumige Gelände verteilt, die Neuinvestitionen mussten in die bestehende Struktur integriert werden. Zeitgleich mit dem Scheitern der ersten Privatisierungsversuche gingen die Auftragseingänge und der Umsatz dramatisch zurück, was die Betriebe noch unattraktiver für potentielle Großinvestoren machte. Hauptursache war die Währungsunion am 1. Juli 1990. Die Einführung der DM bedeutete eine Lohnexplosion und machte die ostdeutschen Produkte für die angestammten osteuropäischen Handelspartner unbezahlbar. Überdies brachen mit dem Austritt der DDR aus dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) und mit der Auflösung der Vertriebsstrukturen die in 40 Jahren aufgebauten Netzwerke von Gütern, Dienstleistungen und Informationen zusammen [6] . Im Ergebnis waren bei den Exporten in die ehemaligen Ostblockländer Rückgänge zwischen 70 und 90 Prozent zu verzeichnen. Auch die stark subventionierten Westexporte brachen ein. Der Export chemischer Produkte war für die DDR eine wichtige Devisenquelle, weshalb die Produkte auf dem Weltmarkt teilweise zu nicht kostendeckenden Preisen angeboten wurden.

Geschäftsfeldbezogene Teilprivatisierungen



Nachdem sich bis 1992 keine Gesamtprivatisierung realisieren ließ, konzentrierte die Treuhandanstalt ihre Bemühungen auf das Konzept der geschäftsfeldbezogenen Teilprivatisierungen. Dieses sah vor [7] :

- Erhaltung und Privatisierung von Kernaktivitäten unter Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf den Gesamtstandort;

- Verkauf der einzelnen Betriebe an private Investoren;

- Modernisierung von besonders kritischen technischen Infrastruktureinrichtungen, vor allem der Energieversorgung und Abwasser- und Abfallentsorgung sowie

- Aktivitäten zur gezielten Neuansiedlung.

Dabei durften die standortinternen und im Chemiedreieck auch standortübergreifenden Verbundstrukturen nicht unberücksichtigt bleiben. Einerseits lassen sich manche chemische Produkte nicht gefahrlos transportieren oder über einen längeren Zeitraum lagern. Andererseits erhält man bei chemischen Prozessen neben dem gewünschten Endprodukt oftmals eine Reihe von Nebenprodukten, die weiterverarbeitet werden müssen. Das Schließen eines Produktionsbetriebes in der stufenweisen Reaktionskette von den Rohstoffen über Zwischenstufen zum Endprodukt hätte einen Dominoeffekt auslösen und weitere Privatisierungen und Neuansiedlungen gefährden können.

Das Vorgehen der Treuhandanstalt und seit 1994 der Nachfolgeorganisation BvS (Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben) wurde und wird von der Landespolitik unterstützt. Bereits im Dezember 1990 wurde parallel zu den Privatisierungen die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für das Land Sachsen-Anhalt (WiSA) gegründet, die Industriestandorte des Landes vermarktet, und damit ein zentraler Ansprechpartner für potentielle Investoren gebildet. Sie berät u. a. in Fragen öffentlicher Fördermittel, die bei einzelnen Investitionen bis zu 50 Prozent betragen können. Die Standorte im Chemiedreieck haben unterschiedliche chemische Ausrichtungen - standortbestimmend in Bitterfeld-Wolfen ist die Chlorchemie, in Buna konzentriert sich die Kunststoffproduktion, und in Leuna liegt der Schwerpunkt auf der Erdölverarbeitung. Damit herrscht kaum Wettbewerb unter den Standorten um gleiche Investoren.

II. Umweltpolitische Maßnahmen

Das Chemiedreieck und hier speziell Bitterfeld-Wolfen galt lange Zeit als Synonym für katastrophale ökologische Zustände. Zur Verdeutlichung kann ein Zitat aus dem Roman "Flugasche" von Monika Maron dienen, in dem eine Reporterin die Stadt Bitterfeld besucht: "Und diese Dünste, die als Wegweiser dienen könnten. Bitte gehen Sie geradeaus bis zum Ammoniak, dann links bis zur Salpetersäure. Wenn Sie einen stechenden Schmerz in Hals und Bronchien spüren, kehren Sie um und rufen den Arzt, das war dann Schwefeldioxyd." [8]

Die Ergebnisse der Umweltuntersuchungen im Jahr 1990 bestätigten diese Beschreibung. So führte der erhöhte Ausstoß des im Zitat erwähnten Schwefeldioxyds zu einer Durchschnittsbelastung in den neuen Bundesländern, die siebenmal so hoch war wie in den alten Ländern. Im Raum Bitterfeld-Wolfen wurden nach Bodenuntersuchungen insgesamt 3 200 Verdachtsflächen ausgewiesen, von denen 269 ein großes Schadenpotential durch Ausbreitung und die Möglichkeit eines Kontaktes mit dem Menschen hatten. Bezeichnend ist, dass vor Baubeginn der Bayer-Anlage in Bitterfeld-Wolfen, die neben dem Gelände des ehemaligen Chemiekombinates Volkseigener Betrieb (VEB) Bitterfeld auf der grünen Wiese errichtet wurde, dennoch über 250 000 Tonnen kontaminiertes Erdreich abgetragen und deponiert werden mussten [9] . Die Verschmutzung der Oberflächengewässer hatte 1989 ein unerträgliches Ausmaß erreicht. So waren die Gewässer im Abflussbereich von Bitterfeld praktisch tot. Ursache war das Fehlen einer Kläranlage für die Stadt Bitterfeld und die Betriebsteile Bitterfeld und Wolfen. Das Betriebsabwasser wurde nach betrieblicher Abwasservorbehandlung und Neutralisation ohne weiter gehende chemisch-physikalische oder biologische Behandlung in den Fluss Mulde eingeleitet [10] . Das Chemiedreieck war damit auch für die hohe Belastung von Elbe und Saale direkt verantwortlich.

Sanierungsablauf



1990 sah sich die Umweltpolitik mit zwei Hauptproblemen konfrontiert: Die Umweltgesetzgebung der Bundesrepublik musste mit ihren strengeren Grenzwerten eingehalten werden und es galt, die immensen Altlasten zu sanieren. Zu den Altlasten gehörten einerseits Deponien (meist stillgelegte Braunkohle-Tagebaugruben ohne Abdichtung gegen Luft und Grundwasser) und andererseits die Produktionsstandorte selbst. Hier ergab sich das zusätzliche Problem, dass Investoren die Sicherheit haben wollten, nicht in der Zukunft für bereits vorhandene Umweltschäden haftbar gemacht zu werden. Die Sicherstellung einer ausreichenden Sanierung war also zwingende Voraussetzung für den Erfolg der Privatisierung. Das von der Treuhandanstalt gleich nach der Wende entwickelte ökologische Vier-Phasen-Schema lehnt sich konsequenterweise an den geplanten zeitlichen Ablauf der Privatisierung an (siehe Tabelle 1).

Um Investitionen zu erleichtern, wurde im Umweltrahmengesetz eine Freistellungsklausel festgeschrieben, nach der Neuansiedler nicht für am Stichtag 1. Juli 1990 bereits vorhandene Schäden haftbar gemacht werden können, sofern sie die Landesbehörde von der Verantwortung freistellt. Darauf besteht jedoch kein Rechtsanspruch, da die Freistellung im Ermessen der Behörde liegt und durch die finanziellen Möglichkeiten des Landes begrenzt ist. Die Kosten für die Sanierung wurden in der Regel zwischen Land und Bund bzw. Treuhandanstalt geteilt (in Bitterfeld-Wolfen zum Beispiel im Rahmen des Nationalen Sonderprogramms im Verhältnis 1:3). Um "Luxussanierungen" zu vermeiden, muss sich der Investor aber im Regelfall auch an den Kosten beteiligen. Die Freistellungsklausel verfolgt damit eindeutig wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Ziele, da die Mittel dadurch primär für die Investitionssicherung verwendet, nicht aber nach dem Gefahrenpotential eingesetzt werden.

III. Das Chemieparkkonzept

Nach dem Scheitern der Gesamtprivatisierung für den Standort Bitterfeld verfolgte die Treuhandanstalt das erwähnte Konzept der Teilprivatisierung. Zusätzlich musste entsprechend dem ökologischen Vier-Phasen-Schema mit den dringendsten Sanierungsmaßnahmen begonnen werden. Die im Rahmen der Teilprivatisierung gewollten Neuansiedlungen und Modernisierungen vorhandener Betriebe mittlerer Größenordnung waren und sind nur bei Bereitstellung von modernsten Infrastruktureinrichtungen attraktiv. Infrastruktureinrichtungen umfassen die erforderlichen Strom-, Rohrleitungs- sowie Verkehrsnetze zur Ver- und Entsorgung der Betriebe. Versorgung umfasst bei einem Chemiestandort die Versorgung mit Energie, chemischen Grundstoffen und Wasser. Modernste Entsorgungseinrichtungen waren gleichzeitig für die Verbesserung der katastrophalen ökologischen Situation in der Region notwendig. Des Weiteren können unter Infrastruktur aber auch Serviceeinrichtungen wie Feuerwehr, ärztliche Versorgung, Kantinen und Ausbildungsstätten subsumiert werden.

In Deutschland betrieben bis zur Umsetzung des Chemieparkkonzeptes die Chemieunternehmen an den Standorten ihre eigene Infrastruktur. Die damit verbundenen Kosten, so genannte Fixkosten, sind nicht von der Produktionsmenge abhängig. Ein hoher Fixkostenblock steigert das Risiko der Betriebe, bei schlechter Auftragslage in die Verlustzone zu kommen - ein Problem, das in der Rezession Anfang der neunziger Jahre bei Firmen in vielen Industriebranchen tatsächlich eintrat. Die vielfach verfolgte Lösung hieß "Outsourcing", die Auslagerung von Aktivitäten an externe Anbieter.

Die Idee



Die Möglichkeit zum Outsourcen einzelner Produktionsschritte in prozessorientierten Industriebranchen wie der Chemie ist jedoch begrenzt [11] , da Zulieferbetriebe kleiner und mittlerer Größenordnung wegen der hohen Kosten einer eigenen Infrastruktur nicht rentabel sind. Der Ausweg ist die Auslagerung der oben aufgeführten Services und Dienstleistungen. Dem von der Treuhandanstalt ab 1993 verfolgten Chemieparkkonzept liegt diese Idee der Auslagerung zugrunde. Die Chemiestandorte wurden analog zu Gewerbe- oder Industrieparks in Chemieparks umgewandelt, in denen für ansässige und potentielle neue Unternehmen die Möglichkeit der externen Inanspruchnahme von Infrastruktureinrichtungen geschaffen wurde. Den Unternehmen wird so die Konzentration auf ihr Kerngeschäft, die chemische Produktion, ermöglicht. Durch die Bereitstellung der Infrastruktur sinken für die Neuansiedler die Investitionskosten. Zudem wird die Ansiedlung von mittleren Unternehmen gefördert, die sich nun auf einzelne Produktionsschritte beschränken können. Das Nebeneinander vieler mittlerer Unternehmen im Chemiepark, die durch Stoffströme und den Austausch von Dienstleistungen miteinander verknüpft sind, erfordert einen hohen Koordinationsaufwand. Die Koordination der ansässigen Unternehmen ist Aufgabe des Chemieparkbetreibers. Er vertritt den Chemiepark nach außen und gewährleistet einen reibungslosen technischen und administrativen Geschäftsablauf. Bei unterschiedlicher Interessenlage kommt ihm dabei die Rolle eines Moderators zwischen den am Standort angesiedelten Unternehmen zu. Koordination der Abläufe und eine Vermittlung zwischen den gegenläufigen Interessen ist beispielsweise dann erforderlich, wenn ein Unternehmen die Kläranlage überlastet und andere Unternehmen daraufhin ihre Produktion drosseln müssen.

IV. Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Die Umsetzung des Chemieparkkonzeptes begann für den Standort Bitterfeld mit der Gründung der ChemiePark Bitterfeld GmbH im Jahr 1994 und den ersten Privatisierungen von Infrastruktureinrichtungen. Parallel wurde das Konzept auch im Nachbarort Wolfen durch die Gründung der Standortgesellschaft Industriepark Wolfen-Thalheim GmbH verfolgt. Nach der Auflösung der Standortentwicklungsgesellschaften im Jahr 1997 wurden Entwicklung und Koordination der beiden Standorte in der ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH zusammengefasst, an der der Landkreis Bitterfeld und die Städte Bitterfeld und Wolfen mehrheitliche Anteile trugen. Durch die Beteiligung an der Chemieparkgesellschaft wurde die Plattform für einen Dialog mit privaten Unternehmen geschaffen, so dass Industriestrukturplanungen mit kommunalen Planungen wie Siedlungs- und Landschaftsentwicklung abgestimmt werden können. Im Landkreis Bitterfeld mündete dieser Dialog in die Erstellung eines "Masterplanes" im Jahr 1996, der die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung des Industriestandortes beschreibt. Im Auftrag der EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH wird dieser Plan unter dem Thema "Gestaltung einer neuen Chemielandschaft" weitergeführt. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zur Entfaltung städtebaulicher und landschaftlicher Entwicklungspotentiale zu identifizieren. Ein Beispiel ist der Neubau des Berufsschulzentrums auf dem Gelände des Chemieparks. Städtebaulich und funktional wird der Neubau mit dem benachbarten Bitterfelder Kulturpalast und der angrenzenden Schwimmhalle eine Einheit bilden. Das Gebäude soll Sonnenlicht zur Belichtung und natürliche Luftbewegungen für die Kühlung, Lüftung sowie Beheizung nutzen; es ist nach der Fertigstellung im Mai 2000 das größte Niedrigenergiegebäude in Deutschland. Zudem bieten sich dann sowohl Schülern als auch Unternehmen aufgrund der räumlichen Nähe verbesserte Ausbildungs- und Entwicklungsbedingungen. Wie der Chemiepark ist der Neubau des Berufsschulzentrums ein Expo-Projekt.

Wirtschaftliche und ökologische Entwicklung



Die durch das Chemieparkkonzept geförderte Zusammenarbeit von privaten Unternehmen und Behörden wird von allen Ansiedlern positiv hervorgehoben. Sie führte insbesondere zu kurzen Genehmigungszeiten. So erfolgte die Genehmigung der Lackharz- und Methylcellulose-Betriebe von Bayer in der Rekordzeit von fünfeinhalb Monaten. Eine Auswahl der Privatisierungen und Neuansiedlungen am Standort Bitterfeld-Wolfen zeigt Tabelle 2.

In den Jahren nach der Wiedervereinigung hat sich die Umweltsituation in Ostdeutschland wesentlich verbessert. So wurden von 1990 bis 1997 die Luftschadstoffemissionen auf ca. zwei Prozent, die Abwassermenge auf neun Prozent, die Abwasserlast auf ein Prozent und die Sonderabfallmenge aus der Produktion auf ca. zwei Prozent des Niveaus von 1990 gesenkt [12] . Besonders zu erwähnen ist hier die Abwasserbelastung im Raum Bitterfeld-Wolfen: Die Abwässer des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen - und dazu die Abwässer von vier Landkreisen - werden nun von einem neuen Klärwerk gereinigt, das Anfang 1994 auf dem Areal des Chemieparks in Betrieb genommen wurde. Das Klärwerk ist jedoch zu groß dimensioniert worden. Die vorhandene Überkapazität wird momentan dazu verwendet, den Boden unter dem Chemiepark durch hydraulisches Containing auszulaugen. Dabei wird dem Boden kontaminiertes Grundwasser entnommen, in der Kläranlage gereinigt und im Anströmbereich des Werksgeländes wieder eingeleitet. Das Containing ersetzt infolgedessen eine großflächige Bodensanierung. Für Umweltsanierungsmaßnahmen wurden in Bitterfeld-Wolfen bislang 80,7 Millionen DM ausgegeben, in die Region insgesamt sind 500 Millionen DM geflossen. Trotz eindeutiger Fortschritte bei der ökologischen Sanierung müssen auf diesem Gebiet die Arbeiten noch weitergeführt werden [13] .

Probleme im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen



Im Mai 1998 war die Infrastrukturprivatisierung mit dem Erwerb der ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH durch ein internationales Konsortium vermeintlich abgeschlossen. Der Privatisierungsvertrag stand allerdings unter aufschiebenden Bedingungen, war also schwebend unwirksam. Beiden Seiten wurde damit ein besonderes Kündigungsrecht eingeräumt. Die Modernisierung der Infrastruktur am Standort, die in den Aufgabenbereich der ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH fiel, ging nur langsam voran und entsprach nicht den Erwartungen der BvS, die BvS kündigte daher zum Januar 2000 den Vertrag. Dabei trat auch ein grundlegender Zielkonflikt zutage: Ziel der Standort- bzw. Infrastrukturgesellschaft als privat geführtes Unternehmen ist wirtschaftlicher Erfolg. Die Ansiedler vor Ort, die Nutzer der Infrastruktur, hingegen verlangen günstige Preise für die benötigten Infrastrukturleistungen. Sie ziehen es vor, wenn die Standortgesellschaft ihre Dienste kostendeckend, nicht aber gewinnbringend anbietet [14] . In Bitterfeld-Wolfen wurden vor allem die Strompreise und die Preise für die Abwasserentsorgung als zu hoch angemahnt [15] . Nach der Vertragskündigung verfolgt die ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH als Tochtergesellschaft der BvS weiterhin ihre Aufgaben und wird zur Zweitprivatisierung neu ausgeschrieben.

V. Das Chemieparkkonzept im Expo-Kontext

In ihrer Bewerbung zur Korrespondenzregion der EXPO 2000 hat sich die Region Dessau - Bitterfeld-Wolfen - Wittenberg ausdrücklich auf den Begriff der Nachhaltigkeit als Oberbegriff für die geplanten Projekte bezogen.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit bzw. der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development) kann als Leitbild für zukunftsverträgliches Handeln interpretiert werden [16] . Nachhaltigkeit bedeutet für einen modernen Chemiestandort die Realisierung geschlossener Stoffkreisläufe.

Historisch war der Chemiestandort Bitterfeld durch die Chlorchemie geprägt. Die Chlorproduktion wurde auch von der Treuhandanstalt in ihren Privatisierungsbemühungen als existenzieller Standortfaktor für Bitterfeld erkannt. Chlor sowie viele der chlororganischen Folgeprodukte sind stark giftig und krebserregend. Durch die Realisierung geschlossener Stoffkreisläufe bei der Chlorproduktion entfällt das mit Transport und Entsorgung verbundene Gefährdungsrisiko für Mensch und Umwelt. Die Heraeus GmbH, Hanau, ist eine der Neuansiedlungen in Bitterfeld-Wolfen aufgrund der Verfügbarkeit von Chlor am Standort. Sie produziert synthetisches Quarzglas, bei dessen Produktion Siliziumtetrachlorid (SiCl4), ein Chlorfolgeprodukt, eingesetzt wird. Die Einbindung des Quarzglaswerkes in den Bitterfelder Chlorverbund illustriert beispielhaft Nachhaltigkeit im Sinne von geschlossenen Stoffkreisläufen (siehe die Abbildung).

Quarzglas wird in einem geschlossenen Produktionskreislauf erzeugt, der mehrere Unternehmen umfasst. In diesem Kreislauf werden anfallende Nebenprodukte wie die Natriumchlorid-Lösung (Kochsalzlösung) erneut als Rohstoffe eingesetzt, überregionale Chemikalientransporte entfallen und Reststoffe sowie Emissionen werden weitestgehend vermieden.

Das Expo-Projekt "Transparente Chemie"



Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ist auch integraler Bestandteil eines weiteren Expo-Projektes der Korrespondenzregion, des Projekts "Transparente Chemie". Das Projekt hat sich aus der Initiative der rot-grünen Landesregierung Sachsen-Anhalt entwickelt, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Interessenvertretern aus Wirtschaft und Umwelt einen chemiepolitischen Dialog zu beginnen. Erklärtes Ziel dieses 1995 gestarteten Dialoges ist die "Vertrauensbildung zwischen den Akteuren", um ökologisch wie ökonomisch tragfähige Konzepte gerade in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland zu entwickeln [17] .

Dieser Dialog wird im Rahmen der "Transparenten Chemie" auf die breite Öffentlichkeit ausgedehnt. Zu diesem Zweck wurde im November 1997 die Chemie EXPO Sachsen-Anhalt GmbH gegründet. Gesellschafter sind der Verband der Chemischen Industrie (VCI) Nordost, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH Dessau. Um der Öffentlichkeit die Entwicklung der Chemiestandorte transparent zu machen, bietet die Chemie EXPO Sachsen-Anhalt GmbH themenspezifische Tagestouren in die Region an. Die verschiedenen Exkursionen sollen Einblicke in die Geschichte des Chemiedreiecks, in Produktionsabläufe und in die Renaturierung der belasteten Umwelt geben. Beispielsweise bildet der vorgestellte Chlorkreislauf in Bitterfeld die Basis der Expo-Führung "Alles Chlor - oder was?". Die Arbeit der Gesellschaft soll zudem die touristische Entwicklung in Sachsen-Anhalt unterstützen.

VI. Zukunft des Chemieparks und des Chemieparkkonzeptes

Die Idee des Chemieparks wurde mittlerweile von Chemiestandorten in Westdeutschland übernommen. Die Hüls AG (heute Degussa-Hüls AG) hat ihr Werksgelände in Marl zum 1. Januar 1998 in einen Chemiepark umgewandelt und somit für weitere Investoren geöffnet. Zum gleichen Zeitpunkt hat auch die Hoechst AG (heute Aventis AG) diesen Schritt gemacht: Der Standort Frankfurt-Höchst ist nun der "Industriepark Höchst", an dem die Standortgesellschaft InfraServ GmbH Ö Co. Höchst KG ihre Dienste anbietet. Grund für die Einrichtung von Chemieparks war in beiden Fällen der Wunsch, sich auf chemische Kernprozesse zu konzentrieren und die Möglichkeit des "Outsourcings" zu nutzen. Nicht nur das Chemieparkkonzept, sondern auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für das Land Sachsen-Anhalt hat Nachahmer gefunden: In der Emscher-Lippe-Region wurde die "ChemSite", im Raum Köln-Leverkusen im Februar 1999 die "ChemCologne" als standortübergreifende Initiative mit Partnern aus Wirtschaft und Politik gegründet, zum Zweck einer besseren Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden sowie einer gemeinsamen Vermarktung der Chemie-Aktivitäten.

Die Probleme im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen haben ihre Ursache demnach weniger im angewandten Konzept. Nach vierzig Jahren Planwirtschaft bot sich der Chemieindustrie - wie der übrigen Industrielandschaft in den neuen Ländern - eine ungünstige Ausgangssituation für den bevorstehenden Transformationsprozess zur Marktwirtschaft. So war der Erhalt der Kernproduktion in Wolfen trotz erheblicher Bemühungen nicht erfolgreich, die Filmherstellung ("ORWO") musste eingestellt werden.

Forschung und Entwicklung



Die chemische und pharmazeutische Industrie ist in besonderem Maße von Innovationen abhängig. Eine Studie im Auftrag der EU belegte 1996 die positive Korrelation von Forschungs- und Entwicklungsintensität mit der Umsatzgewinnrate [18] . 1989 waren im Chemiedreieck 8 200 Arbeitnehmer in der Forschung beschäftigt. Die Forschung in der DDR litt jedoch unter systembedingten Hemmnissen - sei es die fehlende Motivation über die Bezahlung, fehlende Kommunikation mit der westlichen Wissenschaft oder sei es die übermäßige Bürokratisierung der Wissenschaft [19] . Im Jahr 1997 waren nur noch 840 Forschungs-Arbeitsplätze übrig geblieben [20] . Grund hierfür ist u. a., dass viele Investitionen im Chemiedreieck von Großkonzernen getätigt wurden, die ihre Haupt- und Grundlagenforschung meist am Stammsitz des Unternehmens gebündelt haben, die neu errichteten Anlagen also eine Art "verlängerte Werkbank" darstellen. Dies ist problematisch für den Standort. Zwar haben sich in Bitterfeld-Wolfen kleine und mittelständische Unternehmen gebildet, die Auftragsforschung betreiben, zur wirtschaftlichen Stabilität des Standorts muss der Bereich Forschung und Entwicklung jedoch weiter ausgebaut werden. Vor allem Ansiedlungen im Bereich Bio- und Gentechnologie sind schwach vertreten.

Resümee



Die Weiterführung der Chemieproduktion in Bitterfeld-Wolfen war in den Jahren nach der Wiedervereinigung fraglich. Dennoch ist es gelungen, die traditionsreiche Chemieindustrie mit modernen Produktionsverfahren und neuen Ansiedlungen fortzuführen - Chemie folgt auf Chemie. Mit der Entwicklung und Umsetzung des vorgestelltem Chemieparkkonzeptes legte die Treuhandanstalt die Grundlage für den langfristigen Erhalt der Chemieindustrie am Standort. Die Erhaltung erforderte aber auch einen enormen finanziellen Aufwand. Bis zum Abschluss der Umstrukturierungsphase hat die Treuhandanstalt 31,4 Milliarden DM für die gesamte ostdeutsche Großchemie ausgegeben [21] . Im gleichen Zeitraum ist die Beschäftigtenzahl in der chemischen Industrie der ehemaligen DDR von ca. 180 000 im Jahr 1989 auf rund 32 000 im Jahr 1997 gesunken (der Abbau von 55 000 Stellen ist dabei auf die Ausgliederung chemiefremder Leistungen zurückzuführen) [22] . Allein durch die Anzahl der Beschäftigten geteilt ergeben die Kosten von einer Million DM pro Arbeitsplatz aber ein falsches Bild, da auch bei einer vollständigen Abwicklung der Chemieindustrie hohe Kosten entstanden wären. Hinzu kommt der verheerende Signalcharakter für die Zukunft der Region, den das vollständige Verschwinden der zentralen Industrie im Wiedervereinigungsprozess gehabt hätte.

Die Entwicklung im Chemiedreieck ist zusammenfassend als positiv zu bewerten. Die flexible Struktur der Standorte ist zukunftsweisend und hat viele Nachahmer gefunden. Die Lebensqualität hat sich aufgrund der bisherigen ökologischen Erneuerung stark verbessert - in Bitterfeld kann man nicht mehr anhand von Chemikaliengerüchen seinen Weg finden. Die Auswahl zum weltweiten Projekt der EXPO würdigt diese Erfolge. Insbesondere das Chemieparkkonzept ist ein gutes Beispiel dafür, wie Probleme im Spannungsfeld "Mensch - Natur - Technik" in Angriff genommen werden können. Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen stellt nicht ein temporäres, eigens für die EXPO initiiertes Projekt dar, sondern bereichert die Weltausstellung als realer Prozess, der sich über das Ende der Weltausstellung hinaus weiterentwickeln wird. Im Gegenzug kann auch der Chemiepark profitieren: Die große Aufmerksamkeit, die die Weltausstellung auf den Standort lenkt, wird die für den zukünftigen Erfolg nötigen Aufgaben wie die Erhöhung des Ansiedlungsstandes im Chemiepark, die Weiterführung des Sanierungskonzeptes und den Ausbau der Forschungsaktivitäten am Standort erleichtern.

Internetverweise der Autoren:



www.wisa.de/chemie/index.htm

www.expo2000-sachsen-anhalt.de/projekte/p_wirtschaft.htm

www.arbeit-umwelt.de

www.vci.de

www.vci.de/chemidrom

Fußnoten

1.
Vgl. Holger Derlien/Tobias Faupel/Christian Nieters, Industriestandort mit Vorbildfunktion? Das ostdeutsche Chemiedreieck, Discussion Paper FS IV 99-16, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin 1999.
2.
Vgl. Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (Hrsg.), Umstrukturierung der ostdeutschen Großchemie. Der schwierige Weg in die Zukunft, Berlin 1997, S. 10.
3.
Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin/Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel/Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Hrsg.), Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland, IWH Forschungsreihe, Halle, 6/1998, S. 98.
4.
Vgl. Birgit Breuel, Die Praxis der Treuhandanstalt, in: Josef Krainer (Hrsg.), Ortsbestimmung: Politik-Wirtschaft-Europa, Graz 1993, S. 160-167.
5.
Hier hatten auch schon im getrennten Deutschland durch Joint-Ventures Kontakte bestanden.
6.
Vgl. ausführlich hierzu Horst Albach, Zerrissene Netze: eine Netzwerkanalyse des ostdeutschen Transformationsprozesses, Berlin 1993.
7.
Vgl. Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (Anm. 2), S. 30 ff.
8.
Monika Maron, Flugasche, Frankfurt am Main 1981, S. 16. Das Buch durfte in der DDR nicht erscheinen.
9.
Vgl. o.V., Chemiepark Bitterfeld, in: Chemieproduktion, Sonderausgabe August 1995, S. 31.
10.
Vgl. Ministerium für Umwelt Sachsen-Anhalt (Hrsg.), Umweltbericht Sachsen-Anhalt 1995, Magdeburg 1996, S. 95.
11.
Vgl. Lutz Kaufmann, Purchasing and Supply Management - A Conceptual Framework, in: Dietger Hahn/Lutz Kaufmann (Hrsg.), Handbuch Industrielles Beschaffungsmanagement, Wiesbaden 1999, S. 15.
12.
Vgl. Karl Enders, Leiter Bereich Altlasten der Bitterfelder Vermögensverwaltung Chemie GmbH im Arbeitskreis "Ökologisches Großprojekt Bitterfeld-Wolfen" am 20. Oktober 1998.
13.
Vgl. Frank Zimnol, Schlimmste Altlasten erfolgreich entschärft, in: Mitteldeutsche Zeitung vom 11. Dezember 1999.
14.
Am Standort Leuna wird dieses Prinzip verfolgt. Nach abgeschlossener Restrukturierung soll die Standortgesellschaft InfraLeuna als "cost-center" weitergeführt werden und kostendeckend, nicht aber gewinnbringend arbeiten.
15.
Die Abwasserpreise sind jedoch gerade so hoch, um die Kosten für die Kläranlage zu decken. Die Kläranlage ist, wie erwähnt, für das Abwasseraufkommen aus dem Chemiepark und den Kommunen zu groß ausgelegt.
16.
Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung wurde 1987 vom Brundtland-Bericht geprägt. Vgl. Unsere gemeinsame Zukunft, Der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, Hamm 1987.
17.
Vgl. Heidrun Heidecke, in: Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt, Der chemiepolitische Dialog in Sachsen-Anhalt, Magdeburg 1996, S. 3.
18.
Vgl. Horst Albach/David B. Audretsch/Manfred Fleischer u. a., Innovation in the European Chemical Industry, Discussion Paper FS IV 96-26, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin 1996.
19.
Vgl. Rainer Schwarz, Über Innovationspotentiale und Innovationshemmnisse in der DDR-Wirtschaft, Discussion Paper FS IV 91-26, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin 1991.
20.
Vgl. Landesverband Nordost des VCI (Hrsg.), Strukturwandel der ostdeutschen Chemie 1990-1997, Berlin 1998, S. 60.
21.
Vgl. Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (Anm. 2), S. 63.
22.
Vgl. Landesverband Nordost des VCI (Anm. 20), S. 27.

Christian Nieters, Tobias Faupel, Holger Derlien

Zur Person

Christian Nieters

cand. Ing., geb. 1974; Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Berlin und an der Universität Linköping.

Anschrift: TU Berlin, Sekretariat HAD 30, Hardenbergstr. 4-5, 10623 Berlin.

Veröffentlichung (zus. mit T. Faupel/H. Derlien): Industriestandort mit Vorbildfunktion? Das ostdeutsche Chemiedreieck, Berlin 1999.


Zur Person

Tobias Faupel

cand. Ing, geb. 1975; Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Berlin und an der University of Illinois in Urbana-Champaign.

Anschrift: University of Illinois, 1206 South Sixth Street, Champaign, Ill., 61820, USA.


Zur Person

Holger Derlien

cand. Ing., geb. 1973; Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Berlin.

Anschrift: TU Berlin, Sekretariat HAD 30, Hardenbergstr- 4-5, 10623 Berlin.


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