Aus Politik und Zeitgeschichte (B 36/2001)

Wissensgesellschaft



Wissen wird - neben dem Kapital, den Bodenschätzen, der körperlichen Tätigkeit - zu einer eigenständigen Produktivkraft. Es spielt eine immer größere wirtschaftliche Rolle und greift tief in die Gestaltung unserer Lebenswelt ein. Wissen ist verantwortlich sowohl für positive als auch für negative Entwicklungen in der Gesellschaft. Es enthält enormes emanzipatorisches Potenzial, das neben Chancen auch Risiken birgt. Mit dem Wissen wächst zugleich das Nichtwissen; Wissen ist ungleich verteilt. Ob es gerechtfertigt ist, angesichts dieser Entwicklung von einem Wandel von der Industrie- zu einer Wissens- oder Informationsgesellschaft zu sprechen, ist in der zu diesem Thema geführten Debatte umstritten.

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