Aus Politik und Zeitgeschichte (B 13-14/2002)

Afrika



Die politische, ökonomische und soziale Lage in den meisten Staaten Afrikas südlich der Sahara ist katastrophal. Der Prozess der Entkolonisierung, der mit großen Hoffnungen verbunden war, hat in vielen Bereichen zu neuen Abhängigkeiten geführt. Einige Experten sehen Afrika erneut in den Fängen eines Neokolonialismus. Dieser zeige sich nicht in der militärischen Wiedereroberung, sondern komme in Form der Globalisierung mit all ihren Facetten daher. Vor allem aber sind die Regime Schwarzafrikas von Bürgerkrieg, Staatsverfall, Aids und einer chronischen Wachstumsschwäche geplagt. Die grassierende politische Gewalt verschärft noch die Lage. Der ganze Kontinent trägt nur zwei Prozent zum Weltbruttosozialprodukt bei. Impulse, die Anlass zur Hoffnung gäben, sind nur schwach ausgeprägt.

Bestellen

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln