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5.1.2004

Konsum psychoaktiver Substanz im Jugendalter: Der Einfluss sozialer Ungleichheit

Ergebnisse der WHO-Studie "Health Behaviour in School-aged Children"

Die Autoren gehen dem Einfluss sozialer Ungleichheit auf den Konsum psychoaktiver Substanzen im Jugendalter nach. Es wird gezeigt, dass der Schultyp größeren Einfluss auf den Substanzkonsum hat als die familiäre Herkunft.

Einführung

Der regelmäßige Konsum psychoaktiver Substanzen (wie Tabak, Alkohol, Marihuana und Ecstasy) zählt zu den wichtigsten vermeidbaren Krankheitsursachen, da die derzeit dominierenden Zivilisationskrankheiten in starkem Maße von diesem Gesundheitsverhalten ebenso wie den davon ausgehenden biomedizinischen Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck) bestimmt werden. Die gesundheitsrelevanten Alltagsroutinen stehen in der Regel in einem direkten Zusammenhang zu aktuellen wie späteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.





Das Jugendalter stellt für den Konsum legaler und illegaler Drogen in der Regel die Schlüsselphase dar. In dieser Lebensphase kommen die Heranwachsenden zum ersten Mal mit diesen Substanzen in Berührung.[1] Dementsprechend werden teils bewusst und teils unbewusst vielfältige Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf den Konsum psychoaktiver Substanzen erprobt, erlernt, verfestigt oder auch wieder verworfen. Die überwiegende Anzahl der im Jugendalter "erfolgreich" erworbenen Verhaltensweisen und Gewohnheiten werden im Erwachsenenalter beibehalten und sind damit bestimmende Faktoren für den weiteren Gesundheitszustand. Bei einer Betrachtung des Substanzkonsums ist aber nicht nur an die langfristigen Folgen zu denken. So wird die gesundheitliche Situation bereits im Jugendalter zu einem nicht geringen Ausmaß durch das Gesundheitsverhalten bestimmt.[2] Dennoch hat der Substanzkonsum ebenso wie andere gesundheitsbezogene Verhaltensweisen für die Jugendlichen keine unmittelbare gesundheitliche Relevanz, sondern wird in Bezug auf die altersbedingt anstehenden Entwicklungsaufgaben eingesetzt.





Während über die psychosozialen Funktionen desSubstanzkonsums im Jugendalter zahlreiche Erkenntnisse vorliegen, ist nach wie vor wenig über den Einfluss sozialer Ungleichheit auf den Konsum psychoaktiver Substanzen in dieser Altersgruppe bekannt. Das Fehlen von Erkenntnissen über soziale Unterschiede im Gesundheitsverhalten und hier insbesondere im Substanzkonsum ist verwunderlich, da ihr Nachweis eine besondere Herausforderung für die Gesundheitspolitik darstellt. Kinder und Jugendliche sind den sozialen Verhältnissen, d.h. den Lebensbedingungen und Lebensumwelten, in denen sie aufwachsen, mehr oder weniger ausgeliefert. Hinzu kommt, dass inzwischen keine andere Altersgruppe stärker von Armut (als extreme Ausprägung sozialer Ungleichheit) betroffen ist als Kinder und Jugendliche.[3] Darüber hinaus sind Informationen über soziale Unterschiede im Substanzkonsum für eine zielgruppengerechte Bedarfsplanung präventiver Aktivitäten, die über die Merkmale Alter und Geschlecht hinausgeht, von eminenter Bedeutung. So ist die Kenntnis derartiger Einflussfaktoren vor allem aus ökonomischer Perspektive sinnvoll: Präventionsprogramme müssen nicht flächendeckend, sondern sollten bei speziellen (sozialen) Risikogruppen zum Einsatz gelangen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Verbreitung des Substanzkonsums im Jugendalter und dem Ausmaß der Differenzen, die sich unter verschiedenen sozioökonomischen Bedingungen ergeben, mit besonderem Nachdruck.





Im folgenden Kapitel wird ein kurzer Einblick in die Funktionen des Substanzkonsums im Jugendalter gegeben. Im Anschluss daran soll auf die Problematik einer sozial ungleichen Verteilung psychoaktiver Substanzen eingegangen werden. Danach wird die Verbreitung legaler und illegaler Drogen im frühen Jugendalter auf der Grundlage nationaler Auswertungen der internationalen Vergleichsstudie "Health Behaviour in School-aged Children" (HBSC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dargestellt. Dabei wird die Differenzierung des Substanzkonsums nach sozioökonomischen Merkmalen im Mittelpunkt stehen. Abschließend wird ein Ausblick auf die Anforderungen zeitgemäßer Präventionsbemühungen im Suchtbereich gegeben.

Funktionen des Substanzkonsums im Jugendalter

Heranwachsende werden im Verlauf ihrer Persönlichkeitsentwicklung vor die Anforderung gestellt, gesellschaftlich und kulturell definierte Verhaltenserwartungen zu erfüllen, die zum Erwerb einer stabilen personalen und erfolgreich angepassten sozialen Identität führen. Hierzu gehört primär die Lösung einer Vielzahl von gesellschaftlich und kulturell definierten Entwicklungsaufgaben. Der Begriff Entwicklungsaufgaben beschreibt hierbei einzelne Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Entwicklungsaufgaben bestehen beispielsweise in der Ablösung von den Eltern, der Ausbildung der eigenen Geschlechtsrolle (einschließlich des Aufbaus sexueller Beziehungen), der Entwicklung eines Werte- und Normensystems (ethisches und politisches Bewusstsein) und in der Entfaltung eines persönlichen Lebensstilmusters.[4]

Im Rahmen der oben genannten Entwicklungsphase experimentieren die Jugendlichen mit neuen Rollen, probieren neue Verhaltensweisen und Einstellungen aus und testen diese auf ihre Funktionalität. Hierzu gehört auch und gerade das Experimentieren mit psychoaktiven Substanzen wie Tabak, Alkohol und illegalen Drogen. Der Substanzkonsum kann dabei unterschiedliche Funktionen in den genannten Entwicklungsaufgaben übernehmen. So soll dadurch u.a. der eigene persönliche Stil ausgedrückt, der Zugang zu Gleichaltrigen- bzw. Peergruppen erleichtert und die Unabhängigkeit von den Eltern demonstriert werden.[5] Die aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht kritischen Verhaltensweisen wie Rauchen, Alkohol- und illegaler Drogenkonsum werden von Jugendlichen also aktiv eingesetzt, um den spezifischen Anforderungen dieser Lebensphase zu begegnen, und dienen zur Bewältigung alltäglicher Lebensprobleme und -herausforderungen. Was von Außenstehenden als unerwünschtes Risikoverhalten angesehen wird, erscheint aus der Perspektive der aktiv Handelnden möglicherweise als ein Bewältigungsverhalten. Substanzkonsum im Jugendalter kann demnach dazu dienen, zu experimentieren, Erfahrungen zu sammeln, Grenzen zu testen und nicht zuletzt einen verantwortungsbewussten Umgang mit psychoaktiven Substanzen zuerlernen. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass es dabei durchaus zu einem kurzfristigen Missbrauch kommen kann, denn möglicherweise ist es für manche Jugendliche einfacher, kontrollierter mit Alkohol umzugehen, wenn sie die schädigenden Folgen eines Alkoholrausches bereits erlebt haben.

Probleme oder ein Scheitern bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben (z.B. durch eine enge zeitliche Abfolge der Entwicklungsaufgaben oder eine Überforderung der Adaptionsfähigkeit von Jugendlichen) können zu einer Zunahme bzw. Verfestigung des Substanzkonsums führen. Dies beinhaltet jedoch nicht nur die Gefahr des Erwerbs und der Gewöhnung an gesundheitsschädliche Verhaltensweisen, sondern steigert das Risiko des psychologisch begründeten Missbrauchs oder Suchtverhaltens.[6] Der Substanzkonsum eröffnet Kindern und Jugendlichen hierbei scheinbare Potenziale der Problembewältigung. In diesem Prozess kann Substanzkonsum "Mittel zum Zweck" werden und bekommt somit einen instrumentellen Wert. Soziale Belastungen und eigenes Versagen können kurzfristig verdrängt werden, wobei langfristige Folgen unberücksichtigt bleiben. Das Einüben eines Ausweich- oder Vermeidungsverhaltens verfestigt Handlungsdispositionen, die wiederum selbst ungeeignet sind, Aufgaben der Persönlichkeitsentwicklung zu bewältigen. Substanzkonsum wird dann zum Ersatzziel und erhält damit eine bestimmte Funktion im Rahmen der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben. So kann es zu einem Kreislauf aus steigenden Belastungen und der zunehmenden Bereitschaft, durch Risikoverhalten sozialen Anforderungen auszuweichen, kommen.

Insbesondere wenn der Substanzkonsum als Mittel gesehen wird, der aktiven Problemlösung aus dem Weg zu gehen, erhöht sich das gesundheitliche Risiko. Regelmäßiger oder exzessiver Konsum von Tabak und Alkohol führt gerade im Jugendalter zu schweren Entwicklungsstörungen; physiologische Effekte ebenso wie organische Schäden treten schneller als bei Erwachsenen ein, und auch die Zeitspanne vom Missbrauch bis hin zur Abhängigkeit ist gegenüber dem erwachsenen Organismus verkürzt.

Zusammenfassend muss angemerkt werden, dass der Substanzkonsum für die Mehrheit der Heranwachsenden eine Begleiterscheinung der Jugendphase ist, in der Entwicklungsaufgaben bearbeitet und Entwicklungsprobleme gelöst werden müssen. Mit der Übernahme von Erwachsenenrollen (Ehepartner, Eltern) tritt in den meisten Fällen auch eine Reduktion des Konsums ein. Dennoch gibt es nach wie vor Fälle, in denen der Konsum auf einem konstant hohen Niveau verbleibt.

Soziale Differenzen im Substanzkonsum

Unterschiedlichste Risiko- und Schutzfaktoren bestimmen die Wahrscheinlichkeit für Substanzkonsum in der Adoleszenz.[7] Risikofaktoren können dabei sowohl in der Person als auch dem sozialen Umfeld und den gesellschaftlichen Strukturen liegen. Dem sozialen Kontext, in den die Jugendlichen eingebunden sind, kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, da in diesem Lebensabschnitt der Einfluss verschiedener Sozialisationsinstanzen wirksam wird und Jugendliche sich im Spannungsfeld zwischen Elternhaus, Freundeskreis und Schulverpflichtungen orientieren müssen.[8] Der Einfluss der Gleichaltrigengruppe, das Vorbild- und Unterstützungsverhalten der Eltern ebenso wie elterliche Vorgaben gelten hierbei als zentrale Determinanten des Substanzkonsums im Jugendalter.[9] Auch wenn davon ausgegangen werden kann, dass mit zunehmendem Alter der Einfluss des Freundeskreises den der Eltern überwiegt, darf der elterliche Einfluss nicht unterschätzt werden. So bestimmen die Eltern beispielsweise auch darüber, mit wem die Jugendlichen zusammen sind. Zudem kann die Beziehung zu den Eltern eine bedeutsame Rolle spielen. Sind z.B. die elterliche Akzeptanz und Kontrolle gering, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche sich einer substanzkonsumierenden Gruppe zuwenden.[10]

Risiko- und Schutzfaktoren sind innerhalb einer Gesellschaft jedoch nicht gleich verteilt. Trotz erheblicher Investitionen in Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsleistungen ist der Einfluss sozialer Ungleichheit immer noch ein bedeutendes gesellschaftliches Problem. Aufgrund ihrer zentralen Stellung im gesellschaftlichen Leben beeinflussen soziale Ungleichheiten wesentlich die Chancen und Risiken der Lebensgestaltung des Einzelnen. Sozial ungleiche Lebenslagen bieten Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Lern- und Erfahrungsräume an und nehmen somit auf die Ausbildung individueller Bewältigungskompetenzen, d.h. auf die Möglichkeiten jugendlicher Problembewältigung, direkt Einfluss.[11]

Für Erwachsene konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden, dass Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status (SES) in der Regel häufiger gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen, wie Zigarettenrauchen, Fehlernährung, Alkoholmissbrauch und Bewegungsmangel aufweisen und zwar unabhängig davon, ob der sozioökonomische Status mit Hilfe der Bildung, des Berufsstatus oder des Einkommens gemessen wurde.[12] Dabei ist hervorzuheben, dass diese sozialen Ungleichheiten im Gesundheitsverhalten nicht nur eine benachteiligte soziale Unterschicht betreffen, sondern dass ein sozialer Gradient im gesundheitsrelevanten Verhalten existiert, der die ganze Gesellschaft durchzieht: Je höher der sozioökonomische Status einer Person, desto niedriger ist das Risiko, sich gesundheitsschädigend zu verhalten. Effekt dieser sozial ungleichen Verteilung gesundheitlicher Risiken ist, dass Personen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status häufiger an Krankheiten und Behinderungen leiden und früher sterben als Personen mit einem hohen Status (= gesundheitliche Ungleichheit).

Allgemein ist zu vermuten, dass Kinder und Jugendliche aus unteren sozialen Schichten zweifach prädisponierenden Faktoren für den missbräuchlichen Drogenkonsum ausgesetzt sind: Das sind zum einen familiale Determinanten, d.h., ein hoher Drogenkonsum der Eltern (in sozial benachteiligten Gruppen überproportional hoch) korreliert positiv mit dem Konsumstatus der Kinder.[13] Zum anderen wird, dem Erwachsenenmuster folgend, durch den Substanzmittelkonsum ausweichend auf Probleme reagiert (evasiver Reaktionstyp): Mangelnde Kompetenzen (in Benachteiligtengruppen wiederum wahrscheinlicher) zu einem angemessenen Bewältigungshandeln in Anforderungs- bzw. Überforderungssituationen werden durch den Drogenkonsum als Ausweichhandeln "kompensiert".

Nach wie vor ist aber nur wenig über die Beziehung zwischen sozialer Ungleichheit und dem Substanzkonsum von Jugendlichen bekannt. Bei einer kritischen Bewertung des internationalen Forschungsstandes wird zudem deutlich, dass die vorliegenden Ergebnisse inkonsistent und widersprüchlich sind. Während einige Studien auf eine sozial ungleiche Verteilung von Tabak, Alkohol- und illegalem Drogenkonsum hinweisen,[14] finden andere keine oder nur geringe sozioökonomische Unterschiede bei diesen verhaltensbezogenen Faktoren.[15]

Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass der Zusammenhang zwischen Substanzkonsum und sozialer Ungleichheit mit zunehmendem Alter der Jugendlichen deutlicher wird. So kommen Berechnungen Uwe Helmerts[16] bezüglich des Rauchverhaltens auf der Grundlage der deutschen Mikrozensus-Befragung zu dem Ergebnis, dass die Prävalenzraten für den Nikotinkonsum bei jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre) nach dem zur Verfügung stehenden Haushaltsnettoeinkommen klar erkennbar variieren. Der Raucheranteil der von prekärem Wohlstand und Armut Betroffenen (Haushaltseinkommen < 1 400 DM) ist, bezogen auf das Jahr 1995, annäherungsweise doppelt so hoch wie der Anteil in der Vergleichsgruppe (Frauen: 41,4 Prozent vs. 18,5 Prozent, Männer: 46,4 Prozent vs. 33,0 Prozent) mit dem höchsten verfügbaren Haushaltseinkommen (> 6 500 DM).

Ausgewählte Ergebnisse

Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse einer Analyse vorgestellt, die der Frage nachgegangen ist, ob sich für deutsche Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren ein Zusammenhang zwischen dem Konsum psychoaktiver Substanzen (Tabak, Alkohol und Cannabis) sowie alkoholbedingten Rauscherfahrungen einerseits und dem sozioökonomischen Status der Eltern sowie dem Schultyp der Jugendlichen andererseits nachweisen lässt. Datenbasis ist die deutsche Stichprobe der internationalen Studie "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC): A WHO Collaborative Cross-national Study" aus dem Jahr 2002. Ziel der alle vier Jahre durchgeführten Studie ist es, Daten über die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren zu sammeln und umfassende Veränderungen dieses Verhaltens im Laufe der Zeit zu bestimmen.[17] Dem internationalen Protokoll der HBSC-Studie folgend wurden ausschließlich Schülerinnen und Schüler aus einer Zufallsauswahl von Schulklassen aller Schulen in den vier beteiligten Bundesländern der fünften, siebten und neunten Klassen (Klumpenstichprobe) befragt, so dass die Altersgruppen der 11-, 13- und 15-Jährigen mit einer Abweichung von etwa einem halben Jahr repräsentiert sind. Die hier verwendete strukturtypische Stichprobe für Deutschland besteht insgesamt aus 5 650 Kindern und Jugendlichen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren.[18]

Verbreitung legaler Drogen: Tabak- und Alkoholkonsum

In der Abbildung sind die alters- und geschlechtsspezifischen Konsumraten für Tabak und Alkoholsowie die Häufigkeit von alkoholbedingten Rauscherfahrungen aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der regelmäßige Substanzkonsum bei den 11- bis 15-Jährigen noch die Ausnahme darstellt. Ungefähr 16 Prozent der Jugendlichen rauchen, und 13 Prozent trinken Alkohol mindestens einmal in der Woche. Etwa 17 Prozent berichten über mindestens zwei bis drei Rauscherfahrungen in ihrem Leben. 75 Prozent der Jugendlichen berichten über keine der drei hier untersuchten Verhaltensweisen. Mit dem Alter der Jugendlichen steigt der regelmäßige Substanzkonsum jedoch deutlich an. So sind die Anteile der regelmäßigen Raucher unter den 11-jährigen Schülerinnen und Schülern noch sehr gering. Unter den 15-Jährigen raucht dann etwas mehr als ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler mindestens einmal wöchentlich. Eine vergleichbare Zunahme zeigt sich auch für den Alkoholkonsum und die Rauscherfahrungen. In Bezug auf geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich nur für den regelmäßigen Konsum von Alkohol und alkoholbedingte Rauscherfahrungen signifikant höhere Raten bei Jungen. Regelmäßig geraucht wird von etwa gleich vielen Mädchen und Jungen.

Verbreitung illegaler Drogen

Tabelle 1 (s. PDF-Version) gibt einen Überblick über den Konsum illegaler Drogen bei 15-jährigen Jugendlichen. Allgemein wird deutlich, dass der Konsum illegaler Drogen - mit Ausnahme von Cannabis - unter den 15-Jährigen eher selten ist. Etwa 18 Prozent der 15-jährigen Jungen und Mädchen haben im Jahr vor der Befragung mindestens einmal Cannabis konsumiert, wobei Jungen (22,1 Prozent) signifikant häufiger Cannabis konsumiert hatten als Mädchen (14,9 Prozent). Der Missbrauch von Medikamenten (mit dem Ziel der Rauscherzeugung) folgt mit großem Abstand an zweiter Stelle. Aufputschmittel, zu denen die Amphetamine und "Speed" genannten Drogen zählen, wurden von 2,5 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im letzten Jahr konsumiert. Ein ähnlicher Wert findet sich auch für den Konsum von Ecstasy. Geschlechtsunterschiede konnten beim Konsum der "harten Drogen" nicht nachgewiesen werden.

Der Einfluss des familiären Wohlstands

Wie aus Tabelle 2 (s. PDF-Version) deutlich wird, übt der familiäre Wohlstand[19] nur einen sehr schwachen Einfluss auf den Substanzkonsum aus. Bei den in der Tabelle dargestellten Odds Ratios (zu deutsch etwa "Wettquoten") handelt es sich um Koeffizienten, die angeben, um welchen Faktor sich das Risiko des (regelmäßigen) Konsums von Substanzen bei Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe im Vergleich zur Referenzgruppe (in diesen Fall ein hoher familiärer Wohlstand) erhöht.

In Bezug auf den regelmäßigen Tabakkonsum lässt sich unter Kontrolle der Altersverteilung bei Mädchen mit einem niedrigen familiären Wohlstand zwar ein signifikant erhöhtes Risiko des regelmäßigen Konsums nachweisen, jedoch ist dieser Effekt nicht stark genug, um das Gesamtmodell signifikant zu beeinflussen. Für den (regelmäßigen) Alkoholkonsum zeigt sich nur bei Jungen ein schwacher, aber signifikanter Einfluss. Jungen mit niedrigem familiären Wohlstand haben demnach ein etwa 40 Prozent niedrigeres Risiko, regelmäßig Alkohol zu trinken, als Jungen mit einem hohen Wohlstand.

Ein vergleichbares Bild zeigt sich für wiederholte Rauscherfahrungen. Auch hier konnte nur bei Jungen ein Zusammenhang mit dem familiären Wohlstand nachgewiesen werden. Im Vergleich zum regelmäßigen Alkoholkonsum findet sich aber kein linearer Effekt. So hat die Gruppe mit einem mittleren Wohlstand ein signifikant niedrigeres Risiko von zwei oder mehr Rauscherfahrungen als die Referenzgruppe. Ein Effekt des familiären Wohlstands auf den Cannabiskonsum konnte unabhängig vom Geschlecht nicht festgestellt werden.

Der Einfluss des Schultyps

Während der familiäre Wohlstand nur in einer marginalen Beziehung zum Substanzkonsum steht, lassen sich für den Schultyp[20] ausgeprägtere Unterschiede nachweisen. Dies gilt besonders für den Tabakkonsum. Sowohl Jungen als auch Mädchen, die nicht auf ein Gymnasium gehen, haben ein fast 3-mal so hohes Risiko, regelmäßig zu rauchen, wie gleichaltrige Gymnasiasten.

Während der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jungen in einer signifikanten, wenn auch schwachen Beziehung zum familiären Wohlstand steht, hat der Schultyp keinen Einfluss auf den Alkoholkonsum. Bei alkoholbedingten Rauscherfahrungen zeigt sich unabhängig vom Geschlecht, dass Jugendliche, die nicht auf ein Gymnasium gehen, ein erhöhtes Risiko von wiederholten Rauscherfahrungen aufweisen. Wie bereits beim familiären Wohlstand kann auch beim Schulformvergleich kein Effekt auf den Konsum von Cannabis nachgewiesen werden.

Fazit

Es wird deutlich, dass sich der überwiegende Teil der 11- bis 15-Jährigen heute gesundheitsbewusst verhält und einen weniger gesundheitsriskanten Umgang mit dem Körper pflegt als noch vor 30 Jahren.[21] Dennoch gibt es bereits vor Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalters für Tabak- und Alkoholkonsum eine Teilgruppe von Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol trinkt (13 Prozent) und/oder Tabak raucht (16 Prozent). Eine ähnlich hoher Anteil der 15-Jährigen (18 Prozent) hat darüber hinaus in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert.

Die hier berichteten Ergebnisse zeigen weiter, dass der familiäre Wohlstand - als ein Indikator sozial ungleicher Lebensbedingungen - nur einen sehr schwachen Einfluss auf den Substanzkonsum im Jugendalter ausübt. Für keine der hier untersuchten Verhaltensweisen zeigt sich ein signifikanter sozialer Gradient in Form eines steigenden Konsums bei sinkendem familiärem Wohlstand - wie er beispielsweise im Erwachsenenalter vorliegt. Im Vergleich dazu steht der Schultyp der Jugendlichen in einem engen Zusammenhang zum regelmäßigen Tabakkonsum und zu wiederholten Rauscherfahrungen. Dieses Ergebnis bestätigt bereits existierende Annahmen, nach denen dem eigenen sozialen Status der Jugendlichen ein wesentlich größeres Gewicht bei der Bestimmung des Risikoverhaltens zukommt als Indikatoren, die jugendliche Lebensbedingungen lediglich von den elterlichen Angaben zum sozioökonomischen Status ableiten.[22]

Offenbar hat die Lebenswelt "Schule" einen eigenständigen Einfluss auf das Konsumverhalten der Jugendlichen. So haben verschiedene Studien zeigen können, dass bestimmte schul- und klassenklimatische Bedingungen (z.B. die Unterstützung durch Mitschüler, die Schulfreude oder schulische Leistungsanforderungen) in einem Zusammenhang mit der Gesundheit und dem Gesundheitsverhalten der Heranwachsenden stehen.[23] Viele dieser Einflussfaktoren ergeben sich unabhängig von der jeweiligen Schulform. Die Qualität der Schulkultur kann zudem von Bedingungen abhängen, die primär an die Einzelschule gekoppelt sind (Einzugsgebiet der Schüler, Lehrer-Lehrer-/Lehrer-Eltern-Kommunikation, Engagement der Lehrer). Der Substanzkonsum kann somit nicht ursächlich auf die soziale, d.h. hier die familiale Herkunft der Jugendlichen zurückgeführt werden. Die Schule verfügt offenbar auch heute noch über die Möglichkeit, eine wichtige Vermittlerrolle bei der Ausbildung von protektiven Verhaltensmerkmalen zu übernehmen. Sie hat im Prozess der Ablösung von den elterlichen Erziehungsmilieus eine Schlüsselfunktion.

Diese Funktion der Schule muss auch in der Prävention Berücksichtigung finden. Jüngere Ansätze in der Primärprävention basieren bereits auf Konzeptionen, die eine Steigerung der sozialen und der allgemeinen Lebenskompetenzen anvisieren. Auf dieser Grundlage sollen die Fähigkeiten zur Belastungsbewältigung erhöht und damit die Risiken für jugendliches Ausweich- oder Problemverhalten (wie den Drogenkonsum) verringert werden. Kompetenzbasierte Programme dieser Form haben sich sukzessive auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt.[24] Insbesondere Suchtprävention kann damit nicht mehr nur noch als die Vermittlung von abstraktem Wissen über die Ursachen und Folgen des Drogenkonsum und -missbrauchs aufgefasst werden. Bleibt solches Wissen nur äußerlich, wird es nicht zu einem Bestandteil der individuellen Kompetenzstruktur, werden zwar spezielle Gefährdungslagen erkannt. Ihnen können jedoch keine wirksamen Verhaltensstrategien entgegengestellt werden.

Das aktuelle Präventionsverständnis stellt daher die Steigerung der individuellen Handlungs- und Bewältigungskompetenzen in den Mittelpunkt. Prävention zielt auf das einzelne Individuum, um das Handlungssubjekt zu stärken. Damit werden auch im schulischen Bezugsrahmen die engen Grenzen einer bloßen Gesundheitserziehung - dem schulischen Lernverhältnis zwischen Sender und Empfänger immer ähnlich - überschritten. Dennoch muss auch an heutige Konzeptionen in der Suchtprävention die Frage gestellt werden, wie und in welchem Maße, d.h. mit welcher Erfolgswahrscheinlichkeit und unter welchen "idealen" Bedingungen, die Förderung suchtprotektiver Faktoren erfolgen kann. Die Frage danach, ob der individuelle Präventionserfolg in Abhängigkeit von den Einflussfaktoren sozialer Ungleichheit variiert, bleibt bisher weitgehend unbeantwortet. Wenn jedoch der Substanzkonsum im Jugendalter einem sozial hoch differenzierten Muster von Einflussfaktoren folgt, muss davon ausgegangen werden, dass der Erfolg der Suchtprävention in einem sehr ähnlichen Maße von gesellschaftlichen Faktoren der Programmeinbettung und flankierenden Unterstützungsangeboten abhängt. Der Bedarf an zusätzlicher analytischer Trennschärfe im Suchtbereich scheint damit noch längst nicht gedeckt.

Internethinweise

Internationale HBSC-Studie

HBSC-Studie (deutsch)

Deutsche Informationen der Universität Bielefeld zur HBSC-Studie

Fußnoten

1.
Vgl. Marcus Freitag/Klaus Hurrelmann (Hrsg.), Illegale Alltagsdrogen, Weinheim 1999.
2.
Vgl. Matthias Richter/Wolfgang Settertobulte, Gesundheits- und Freizeitverhalten von Jugendlichen, in: Klaus Hurrelmann/Andreas Klocke/Wolfgang Melzer/Ulrike Ravens-Sieberer (Hrsg.), Jugendgesundheitssurvey, Weinheim 2003.
3.
Vgl. Wolfgang Lauterbach/Andreas Lange, Armut im Kindesalter. Ausmaß und Folgen ungesicherter Lebensverhältnisse, in: Diskurs, 9 (1999) 1, S. 88 - 96; Sabine Walper, Auswirkungen von Armut auf die Entwicklung von Kindern, in: Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.), Kindliche Entwicklungspotentiale. Normalität, Abweichung und ihre Ursachen (Materialien zum 10. Kinder- und Jugendbericht), München 1999.
4.
Vgl. Klaus Hurrelmann, Einführung in die Sozialisationstheorie, Weinheim-Basel 2002; Helmut Fend, Entwicklungspsychologie des Jugendalters. Ein Lehrbuch für pädagogische und psychologische Berufe, Opladen 2000; Martin Pinquart/Rainer K. Silbereisen, Gesundheitsverhalten im Kindes- und Jugendalter. Entwicklungspsychologische Anätze, in: Bundesgesundheitsblatt, 45 (2002) 11, S. 873 - 878.
5.
Vgl. Martin Pinquart, Krisen im Jugendalter, in: Monatsschrift für Kinderheilkunde, 151 (2003) 1, S. 43 - 47.
6.
Vgl. Elke Appel/André Hahn, Verbreitung legalen und illegalen Drogenkonsums und die Bedeutung der Gleichaltrigen für die Drogeneinnahme bei Berliner Gymnasiasten, in: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 7 (2001) 1, S. 13 - 25.
7.
Vgl. Anneke Reese/Rainer K. Silbereisen, Allgemeine versus spezifische Primärprävention von jugendlichem Risikoverhalten, in: Thomas Freund/Werner Lindner (Hrsg.), Prävention - Zur kritischen Bewertung von Präventionsansätzen in der Jugendarbeit, Opladen 2001.
8.
Vgl. Emmanuel Kuntsche, Gesundheitsbesorgnis und Substanzkonsum unter Jugendlichen von 1986 - 1998, in: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 10 (2002) 1, S. 15 - 22.
9.
Vgl. M. Pinquart/R. K. Silbereisen (Anm. 4).
10.
Vgl. Friedrich Lösel/Thomas Bliesener, Zum Einfluss des Familienklimas und der Gleichaltrigengruppe auf den Zusammenhang zwischen Substanzengebrauch und antisozialem Verhalten von Jugendlichen, in: Kindheit und Entwicklung, (1998) 4, S. 208 - 220.
11.
Vgl. Ullrich Bauer, Selbst- und/oder Fremdsozialisation. Zur Theoriedebatte in der Sozialisationsforschung, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 22 (2002) 2, S. 118 - 142.
12.
Vgl. zusammenfassend Andreas Mielck, Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Empirische Ergebnisse, Erklärungsansätze, Interventionsmöglichkeiten, Bern 2000.
13.
Vgl. Marcus Freitag, Familiäre Determinanten des Alkoholkonsums von Kindern: Implikationen einer prospektiven Längsschnittstudie für die Prävention, in: Petra Kolip (Hrsg.), Programme gegen Sucht. Internationale Ansätze zur Suchtprävention im Jugendalter, Weinheim 1999; Dieter Henkel, "Die Trunksucht ist die Mutter der Armut" - zum immer wieder fehlgedeuteten Zusammenhang von Alkohol und Armut in Deutschland vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, in: ders./Irmgard Vogt (Hrsg.), Sucht und Armut: Alkohol, Medikamente, illegale Drogen, Opladen 1998.
14.
Vgl. z.B. Hein De Vries, Socio-economic differences in smoking: Dutch adolescents' beliefs and behaviour, in: Social Science & Medicine, 41 (1995) 3, S. 419 - 424; Richard Lowry/Laura Kann/Janet Collins/Lloyd Kolbe, The effects of socio-economic status on chronic disease risk behaviors among US adolescents, in: JAMA, 276 (1996) 10, S. 792 - 797.
15.
Vgl. Jolanda Tuinstra/Johan W. Groothoff/Doeke Post, Socio-economic differences in health risk behavior in adolescence: do they exist? in: Social Science & Medicine, 47 (1998) 1, S. 67 - 74.; Andreas Klocke, Der Einfluss sozialer Ungleichheit auf das Ernährungsverhalten im Kindes- und Jugendalter, in: Eva Barlösius/Elfriede Feichtinger/Barbara M. Köhler (Hrsg.), Ernährung in der Armut. Gesundheitliche, soziale und kulturelle Folgen in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin 1995; Bruno Challier/Nearkasèn Chau/Rosemay Prédine/Marie Choquet/Bernard Legras, Associations of family environment and individual factors with tobacco, alcohol and illicit drug use in adolescents, in: European Journal of Epidemiology, (2000) 16, 33 - 42.
16.
Vgl. Uwe Helmert, Einkommen und Rauchverhalten in der Bundesrepublik Deutschland - eine Sekundäranalyse der Daten des Mikrozensus 1995, in: Gesundheitswesen, 61 (1999) 1, S. 31 - 37.
17.
An der aktuellen Studie beteiligen sich Forschergruppen aus insgesamt 35 Ländern in Europa und Nordamerika. Vgl. auch Candace Currie/Oddrun Samdal/Will Boyce/Rebecca Smith (Hrsg.), Health Behaviour in School-aged Children: a WHO Cross-National Study (HBSC), Research Protocol for the 2001/2002 Survey, Edinburgh 2001.
18.
Die deutsche Teilstudie wurde im Frühjahr 2002 unter der Leitung der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt/Main, der TU Dresden und dem Robert-Koch-Institut in Berlin in den jeweiligen Bundesländern durchgeführt. Weitere Angaben zur aktuellen Erhebung sowie eine genaue Beschreibung der Studie in: Matthias Richter, Anlage und Methode des Jugendgesundheitssurveys, in: K. Hurrelmann/A. Klocke/W. Melzer/U. Ravens-Sieberer (Anm. 2).
19.
Die Skala zum familiären Wohlstand besteht dabei aus vier verschiedenen Variablen (Items): (1) familiärer Besitz eines eigenen Autos (0, 1, 2 oder mehr), (2) Anzahl von Urlaubsreisen in den letzten 12 Monaten (0, 1, 2, 3 oder mehr), (3) eigenes Zimmer des Jugendlichen (nein = 0, ja = 1) und (4) Anzahl von Computern im Haushalt (0, 1, 2, 3 oder mehr). Aus den vier Items wurde ein additiver Index gebildet, der Ausprägungen von 0 bis 9 annehmen kann. Anschließend wurde der Index in drei Gruppen von niedrigem bis hohem familiären Wohlstand klassifiziert. Dieser Index hat gegenüber klassischen SES-Indikatoren wie Bildung und Beruf den Vorteil, dass die Fragen problemlos von den Jugendlichen zu beantworten sind und damit nur wenige fehlende Antworten zu verzeichnen sind.
20.
Da die Schulsysteme der vier an der HBSC-Studie beteiligten Bundesländer vollkommen unterschiedlich strukturiert sind, ist nur die Unterscheidung von Gymnasiasten vs. Schülern anderer Schulformen möglich.
21.
Vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2001 - Eine Wiederholungsbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln 2001.
22.
Vgl. Anthony Glendinning/Janet Shucksmith/Leo B. Hendry, Social class and adolescent smoking behaviour. Social Science and Medicine, 38 (1994) 10, S. 1449 - 1460; Carine A. Vereecken/Lea Maes/Dirk De Bacquer, The influence of parental occupation and the pupils' educational level on lifestyle behaviours among adolescents in Belgium, in: Journal of Adolescent Health (im Druck); Minoru Takakura u.a., Patterns of health-risk behavior among Japanese high school students, in: Journal of School Health, 71 (2001) 1, S. 23 - 29.
23.
Vgl. Oddrun Samdal/Wolfgang Dür, The School Environment and the Health of Adolescents. in: Candace Currie/Klaus Hurrelmann/Wolfgang Settertobulte/Rebecca Smith/Joanna Todd (Hrsg.), Health and health behaviour among young people. Health Behaviour in school-aged children: a WHO cross-national study (HBSC). International Report, Copenhagen 2000; Ludwig Bilz/Cornelia Hähne/Wolfgang Melzer, Die Lebenswelt Schule und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Jugendlichen, in: K. Hurrelmann/A. Klocke/W. Melzer/U. Ravens-Sieberer (Anm. 2).
24.
Vgl. Petra Kolip (Hrsg.), Programme gegen Sucht. Internationale Ansätze zur Suchtprävention im Jugendalter, Weinheim 1999.

Matthias Richter, Ullrich Bauer, Klaus Hurrelmann

Zur Person

Matthias Richter

Dipl.-Soz., geb. 1971; wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Anschrift: Univ. Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld.
E-Mail: matthias.richter@uni-bielefeld.de

Veröffentlichung u.a.: (zus. mit Wolfgang Settertobulte) Gesundheits- und Freizeitverhalten von Jugendlichen, in: Klaus Hurrelmann/Andreas Klocke/Wolfgang Melzer/Ulrike Ravens-Sieberer (Hrsg.), Jugendgesundheitssurvey, Weinheim 2003.


Zur Person

Ullrich Bauer

M.A., geb. 1971; wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld.
Anschrift: wie M. Richter.
E-Mail: ullrich.bauer@uni-bielefeld.de

Veröffentlichung u.a.: Selbst- und/oder Fremdsozialisation. Zur Theoriedebatte in der Sozialisationsforschung, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 22 (2002) 2.


Zur Person

Klaus Hurrelmann

Dr. rer. soc., geb. 1944; Professor für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld; Leiter des WHO Collaborating Center for Child and Adolescent Health Promotion.
Anschrift: wie M. Richter.
E-Mail: klaus.hurrelmann@uni-bielefeld.de

Veröffentlichungen u.a.: Lebensphase Jugend, Weinheim 1999; Einführung in die Sozialisationstheorie, Weinheim 2002.


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