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16.3.2006

Dritter Sektor: Arbeit als Engagement

Der Beitrag untersucht die wechselseitigen Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen bürgerschaftlichem Engagement und bezahlter Beschäftigung. Es werden insbesondere die integrativen Potenziale der gemeinnützigen Organisationen herausgestellt.

Einleitung

Bürgerschaftliches Engagement als Selbstorganisation von Bürgern und Bürgerinnen findet, wie die Ergebnisse des zweiten Freiwilligensurveys zeigen,[1] nicht im "luftleeren Raum", sondern überwiegend als "gebundenes Engagement" in dem breiten Spektrum gemeinnütziger bzw. zivilgesellschaftlicher Organisationen statt.

Diese bilden zusammengenommen den Dritten oder Nonprofit-Sektor. Während Ausprägung und Motive bürgerschaftlichen Engagements in den vergangenen Jahren zunehmend ins Zentrum des Interesses von Wissenschaft, Politik und allgemeiner Öffentlichkeit gerückt sind,[2] bleibt der organisationsbezogene Rahmen des Engagements - von wenigen Ausnahmen abgesehen[3] - meist unberücksichtigt.

Hier setzt der folgende Beitrag an, in dem dieorganisationale Basis bürgerschaftlichen Engagements, der Dritte Sektor und seine gemeinnützigen Organisationen im Zentrum der Betrachtung stehen. Gleichzeitig stellen die Organisationen in maßgeblichem Umfang bezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung. Zwischen ehrenamtlicher Tätigkeit und Erwerbsarbeit bestehen dabei vielschichtige Schnittstellen, Wechselwirkungen und teilweise fließende Übergänge.

Strukturbesonderheiten

Initiiert und auch zu einem beachtlichen Teil von bürgerschaftlichem Engagement getragen, zeichnen sich Dritte-Sektor-Organisationen im Vergleich zu den Organisationen und Einrichtungen der Konkurrenzsektoren Markt und Staat durch Strukturbesonderheiten aus. Hierzu zählt vor allem, dass sie nachhaltig auf die Ressource "Solidarität" angewiesen sind. Ohne kontinuierlichen Zufluss von "Solidarität", deren Gestaltungsformen von einfacher Mitgliedschaft, freiwilliger Mitarbeit und ehrenamtlichem Engagement über Geld- und Sachspenden bis hin zur Unterstützung der von den Organisationen vertreten Werte und Ziele reichen, sind Dritte-Sektor-Organisationen, im deutlichen Gegensatz zu marktwirtschaftlichen, aber auch staatlichen Einrichtungen, nicht lebensfähig. Als "Wertgemeinschaften" sind diese Organisationen daher mit einem unschätzbaren gesellschaftlichen Integrationspotenzial ausgestattet.

Neben der "Wertorientierung" konstituiert die Multifunktionalität der Organisationen eine weitere Strukturbesonderheit.[4] Handlungs- und steuerungstheoretisch betrachtet, zeichnen sich Dritte-Sektor-Organisationen durch einen Funktionsmix aus, der eine ökonomische, politische wie auch gesellschaftlich-integrative Komponente umfasst. Mit der ökonomischen Funktion der Dienstleistungserstellung haben sie Anteil am Sektor Markt. Besonders unter diesem Gesichtspunkt besitzen sie - wie noch zu zeigen sein wird - sowohl international als auch in Deutschland eine besondere arbeitsmarktpolitische Relevanz. Aufgrund ihrer Funktion der Bündelung, Artikulation und Vermittlung von Interessen sind Dritte-Sektor-Organisationen zugleich politische Akteure, denen vor dem Hintergrund zunehmender Parteienverdrossenheit als "Themenanwälte" eine wichtige Bedeutung für das politische Gemeinwesen zukommt. Gleichzeitig sind sie häufig lokal verankerte und sich über Mitgliedschaft konstituierende Gemeinschaften, die wichtige Funktionen der sozial-kulturellen Integration und Sozialisation übernehmen. Im Folgenden wird vor allem auf die integrative Funktion sowie auf die arbeitsmarktpolitische Relevanz von Dritte-Sektor-Organisationen eingegangen.

Arbeitsmarktpolitische Relevanz

International hat das Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project[5] die arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Sektors im Sinne einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erfasst. Hier wird für die neunziger Jahre empirisch gezeigt, dass die arbeitsmarktpolitische Relevanz der gemeinnützigen Organisationen im Beobachtungszeitraum kontinuierlich gewachsen ist. In den beteiligten 22 Projektländern waren im Durchschnitt knapp fünf Prozent der Beschäftigten im Dritten Sektor tätig. Anders ausgedrückt: Damit waren in den einzelnen Projektländern jeweils mehr Personen in Organisationen des Dritten Sektors beschäftigt als in dem jeweils größten nationalen Wirtschaftsunternehmen.[6]

Wie die Ergebnisse unserer Deutschlandstudie zeigen,[7] ist für den Sektor auch hierzulande und insbesondere im Vergleich zu den Konkurrenzsektoren Markt und Staat eine positive Bilanz der Beschäftigungsentwicklung zu ziehen. Im Jahr 1995 waren im deutschen Dritten Sektor rund 2,1 Millionen Personen sozialversicherungsrelevant beschäftigt. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre hat das Wachstum des Sektors in Deutschland unvermindert angehalten, so dass bei einer Hochrechnung auf der Grundlage der für 1995 zur Verfügung stehenden Daten bis zum Jahr 2000 in den gemeinnützigen Organisationen fast drei Millionen Personen eine Beschäftigung fanden.

Betrachtet man dagegen den deutschen Dritten Sektor im internationalen Vergleich, so liegt die Beschäftigungsintensität seiner Organisationen nur im guten Mittelfeld. Gemäß den Ergebnissen des Johns Hopkins-Projektes verfügen aus beschäftigungspolitischer Sicht gerade jene Länder über einen großen Dritten Sektor, in denen eine enge Kooperation zwischen Staat und gemeinnützigen Organisationen besteht. Dies trifft im besonderen Maße für die Niederlande zu, in denen der Dritte Sektor einen Anteil von 12,4 Prozent an der Gesamtbeschäftigung des Landes hat. Dieser besondere arbeitsmarktpolitische Stellenwert basiert auf enger "Public Private Partnership" zwischen gemeinnützigen Organisationen und dem Staat in nahezu allen Kernbereichen der wohlfahrtsstaatlichen Dienstleistungserstellung - nämlich Bildung (insbesondere Schulen), Gesundheit (insbesondere Krankenhäuser) und soziale Dienste (Beratungs- und Betreuungseinrichtungen).[8] Eine vergleichsweise intensive Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrtsstaat und gemeinnützigen Organisationen findet man in Europa ferner in Irland, Belgien und Großbritannien,[9] deren Dritter Sektor einen Anteil von jeweils 11,5 Prozent, 10,5 Prozent und 6,2 Prozent an der Gesamtbeschäftigung des Landes hat. Daraus leitet sich die Feststellung ab, dass die Beschäftigungswirkungen von gemeinnützigen Organisationen in engem Zusammenhang zu ihrem Stellenwert im jeweiligen landesspezifischen "Welfare Mix" zu sehen sind. Je intensiver gemeinnützige Organisationen in den Kernbereichen wohlfahrtsstaatlicher Dienstleistungserstellung - Bildung, Gesundheit und Soziale Dienste - eingebunden sind, desto größer ist die Beschäftigungsintensität des Dritten Sektors.

Nimmt man die Einbindung gemeinnütziger Organisationen in das wohlfahrtsstaatliche Arrangement oder Regime auf Länderebene näher in den Blick, so zeigt sich, dass diese sich weltweit zunehmend über Gebühren und Entgelte und damit am Markt finanzieren, während in Europa nach wie vor eine Finanzierung der in den Kernbereichen der wohlfahrtsstaatlichen Leistungserstellung eingebundenen Dritte-Sektor-Organisationen über öffentliche Zuwendungen sowie über Leistungsentgelte der Sozialversicherungen erfolgt.[10] Da dies auch für Großbritannien zutrifft, das seit der Thatcher-Ära zunehmend zu den "liberal welfare regimes" gezählt wird, kann man zumindest im Hinblick auf die Einbindung von gemeinnützigen Organisationen in die wohlfahrtsstaatliche Dienstleistungserstellung annäherungsweise von einem "Europäischen Sozialmodell" sprechen.[11] Die im internationalen Vergleich eher im Mittelfeld liegende abeitsmarktpolitische Relevanz des Dritten Sektors in Deutschland ist vor allem darauf zurückzuführen, dass eine enge "Public Private Partnership" sich hierzulande nur auf die Bereiche Soziale Dienste und Gesundheit erstreckt. Historisch bedingt haben die Wohlfahrtsverbände vor allem für das Gesundheitswesen und die personenbezogenen sozialen Dienstleistungen in Deutschland eine zentrale Bedeutung, während die Bereiche Schule und Universität, wie auch weite Teile des Kulturbereichs, überwiegend in staatlicher Trägerschaft organisiert sind.

Professionalisierung als Trend

Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht hat der Dritte Sektor in Deutschland, wie zahlreiche Studien zeigen,[12] seinen Schwerpunkt in den wohlfahrtsstaatlichen Kernbereichen: Gemäß unserer Deutschlandstudie war mehr als jedes zweite Beschäftigungsverhältnis ein Arbeitsplatz im Bereich Soziale Dienste oder Gesundheitswesen.[13] Vor diesem Hintergrund kann künftig im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen im Dritten Sektor nicht zu viel erwartet werden. Ein "Jobmotor", von dem in nächster Zeit ein "Beschäftigungswunder" in unserem Land ausgehen wird, ist der Sektor insofern nicht, als gerade die beschäftigungsintensiven Organisationen, nämlich die Mitgliedereinrichtungen der Wohlfahrtsverbände, eng in die sozialstaatliche Daseinsvorsorge eingebunden und daher von den derzeitigen finanziellen Problemen der Sozialversicherungssysteme sowie der öffentlichen Hand stark betroffen sind. Ferner lässt sich im Bereich Gesundheitswesen, insbesondere bei den Krankenhäusern, ein Trend zur Gründung von GmbHs und damit ein Wechsel vom Dritten Sektor in den Markt feststellen. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass im Rahmen des staatlicherseits forcierten Kontraktmanagements die Rechtsform des Dienstleisters keine Rolle mehr spielt.

Es waren daher auch nicht diese Bereiche des Dritten Sektors, die in den neunziger Jahren prozentual betrachtet die größten Zuwachsraten in puncto Beschäftigung aufwiesen. Dies traf vielmehr für jene vergleichsweise jungen und sich dynamisch entwickelnden Arbeitsbereiche wie etwa Umwelt- und Naturschutz oder Internationale Aktivitäten zu, die - wenn auch ausgehend von einem teilweise sehr niedrigen Niveau - Zuwachsraten bei der Beschäftigung von 90 (Internationale Aktivitäten) bis zu mehr als 300 Prozent (Umwelt- und Naturschutz) verzeichneten. Gleichfalls zeigt sich an dieser Entwicklung deutlich die zunehmende Professionalisierung gerade jener Arbeitsbereiche von Dritte-Sektor-Organisationen, die im Kontext der neuen sozialen Bewegungen entstanden und vor allem in den Politikfeldern Ökologie und humanitäre Hilfen bzw. Entwicklungspolitik inzwischen in einem beachtlichen Umfang als "Partner des Staates" tätig sind.[14] Wurden diese Tendenzen der Institutionalisierung und Professionalisierung des bürgerschaftlichen Engagements von der Forschung auf diesem Feld lange Zeit kritisch kommentiert,[15] so hat hier mittlerweile eine nüchterne Betrachtungsweise Einzug gehalten. Analog zu den Mitgliederorganisationen der Wohlfahrtsverbände, die aus einer primär lokal verankerten "privaten Wohlfahrtskultur" karitativer Vereine entstanden[16] und sich infolge der Einbindung in wohlfahrtsstaatliche Politiken zunehmend von "Wertgemeinschaften zu Dienstleistungsunternehmen"[17] gewandelt haben, lässt sich ein vergleichbarer organisationaler Lebens- und Veränderungszyklus auch für Dritte-Sektor-Organisationen feststellen, die ihren Ursprung im Bewegungsmilieu der achtziger Jahre haben.

In puncto Beschäftigung blicken diese vergleichsweise jungen Dritte-Sektor-Organisationen jedoch deutlich positiver in die Zukunft als die Mitgliederorganisationen der Wohlfahrtsverbände. Dies ist primär auf ihren jeweils unterschiedlichen Finanzierungsmix zurückzuführen. Während Dritte-Sektor-Organisationen in den Bereichen Umweltschutz und Internationales mehrheitlich eine gemischte Finanzierungsstruktur aufweisen, die sich aus selbst erwirtschafteten Mitteln, Mitgliedsbeiträgen, zum Teil beachtlichen Spendenleistungen sowie öffentlicher Förderung zusammensetzt, finanzieren sich die Organisationen der Bereiche Gesundheitswesen und Soziale Dienste primär aus Leistungsentgelten der Sozialversicherungen und öffentlichen Zuwendungen. Wenngleich nach Angaben der Wohlfahrtsverbände die Gesamtzahl der Beschäftigten in ihren Mitgliederorganisationen bisher nur deshalb nicht zurückgegangen ist, weil der Abbau von Vollzeit- zugunsten von Teilzeitarbeitsplätzen und geringfügiger Beschäftigung kompensiert wurde, wird mit Blick auf die anstehenden Sparpakete der öffentlichen Hand die zukünftige Beschäftigungsentwicklung aus der Sicht der Organisationen eher pessimistisch eingeschätzt.[18] Dies trifft nicht in gleicher Weise auf die ehemaligen Bewegungsorganisationen zu, die sich im Vergleich zu den gemeinnützigen sozialen Dienstleistern insgesamt durch mehr Selbstbewusstsein und eine stärkere politische Orientierung auszeichnen.[19]

Heterogenität der Beschäftigungsstrukturen und Engagementmotive

Gemeinsam ist den neuen und alten Organisationen, dass sich auch bei den etablierten und hoch professionalisierten Organisationen ein "Kern" ihres bürgerschaftlich bewegten Ursprungs und damit ihres spezifischen Charakters als Wertgemeinschaft feststellen lässt: Sie sind nach wie vor nicht nur attraktiv für Ehrenamt und freiwillige Mitarbeit bzw. Volunteering, sondern in ihrem Kontext findet auch tatsächlich mehr als 80 Prozent des bürgerschaftlichen Engagements statt.[20] Nach unseren Ergebnissen belief sich das Gesamtvolumen der in gemeinnützigen Organisationen in Deutschland geleisteten freiwilligen Arbeit bereits Ende der neunziger Jahre auf ein Äquivalent von umgerechnet mindestens 400 000 Vollzeitarbeitsplätzen.[21] Besonders attraktiv für freiwillige Mitarbeit sind zweifellos die in den Bereichen Kultur, Freizeit und Erholung tätigen Organisationen. Vor allem die Sportvereine schlagen hier zu Buche. Aber auch die in den Bereichen Umweltschutz, Internationales, Gesundheit und Soziale Dienste tätigen Organisationen binden in ganz erheblichem Umfang und trotz eines beachtlichen Professionalisierungsgrades bürgerschaftliches Engagement.

Damit ist gleichzeitig eine weitere Strukturbesonderheit von Dritte-Sektor-Organisationen angesprochen: das Neben- und Miteinander von Lohnarbeit als hauptamtlicher Beschäftigung und bürgerschaftlichem Engagement als ehrenamtliche Leitungs- und Führungstätigkeit wie auch als freiwillige unbezahlte Mitarbeit (Volunteering). Im Alltag der Organisationen sind die Übergänge zwischen bürgerschaftlichem Engagement und bezahlter Beschäftigung häufig fließend. So zeigen Untersuchungen zu Sportvereinen in Ostdeutschland, dass auch nach Auslaufen der ABM-Programme und -Verträge die Tätigkeit als Übungsleiter bzw. -leiterin, als Sportwart oder Trainer in den Vereinen ehrenamtlich fortgesetzt wurde.[22]

Christiane Frantz[23] hat in ihrer Studie zu Karrieren in NGOs herausgearbeitet, dass eine hauptberufliche Tätigkeit in den international tätigen Dritte-Sektor-Organisationen insofern mit hohen "Eintrittskosten" verbunden ist, als nahezu alle der von ihr interviewten Hauptamtlichen zuvor ehrenamtlich, wenn nicht bei der betreffenden Organisation, dann aber bei einer anderen Dritte-Sektor-Organisation in diesem Arbeitsbereich tätig gewesen waren. Ferner finden sich hier auch eine Reihe von "Sektorumsteigern", die gemäß den Untersuchungsergebnissen von Christiane Frantz eine gut dotierte Position im Sektor Markt ganz bewusst zugunsten einer Beschäftigung - in der Regel eine Leitungstätigkeit - im Dritten Sektor aufgegeben haben. Als Motive für den beruflichen Wechsel werden die im Vergleich zu den Sektoren Markt und Staat größeren Gestaltungsspielräume, die Sachbezogenheit der Arbeit sowie vor allem die Zielsetzungen der Organisationen und damit ihre besondere Qualität als "Wertgemeinschaften" genannt. Die Ergebnisse von im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei mehr als 2 000 Leitungs- und Führungskräften durchgeführten Telefoninterviews[24] bestätigen die Befunde zu den Berufs- und Ehrenamtskarrieren im Dritten Sektor: Beschäftigung in diesem Sektor ist demnach mehr als Lohnarbeit! Gerade auch die hauptamtlich Beschäftigten zeichnen sich durch eine starke Wertorientierung und eine hohe Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement in seinen vielfältigen Formen aus.

Doch sind in Dritte-Sektor-Organisationen nicht "traditionelle Altruisten" tätig. Besonders die Studie von Christiane Frantz zeigt, dass der Berufsalltag auch hier in hohem Maße von Pragmatismus geprägt ist. Zur Professionalität gehört auch der Blick für das Machbare. Der Wunsch, eigenen Vorstellungen und Neigungen nachgehen zu können - Selbstverwirklichungsmotive - ist ein wesentlicher Anreiz sowohl für die Aufnahme einer hauptamtlichen Tätigkeit, also für Beschäftigung, wie auch für ein Aktivsein in einer Leitungstätigkeit auf Vorstandsebene im Ehrenamt oder aber als freiwilliger Mitarbeiter bei einer Dritte-Sektor-Organisation. Hierbei variieren die Motive durchaus zwischen "Spaß an der Tätigkeit" und "Etwas dazulernen zu wollen". Letzteres ist, wie verschiedene Studien zeigen,[25] insbesondere für Frauen und in zunehmendem Maße auch für Jugendliche und junge Erwachsene ein wichtiger Anreiz für Volunteering als unbezahlte Mitarbeit in einer gemeinnützigen Organisation. Vor dem Hintergrund einer Wissensgesellschaft, die uns mit der Anforderung eines lebenslangen Lernens konfrontiert, gewinnt bürgerschaftliches Engagement als unbezahlte freiwillige Tätigkeit nochmals einen anderen Stellenwert. Danach sind Dritte-Sektor-Organisationen auch Lernfelder und Erprobungsraum nicht nur für soziale Kompetenzen, worauf insbesondere im Kontext der Sozialkapitaldiskussion Bezug genommen wird, sondern eben auch für alltagspraktisches und berufsrelevantes Wissen. Die Ergebnisse unserer Organisationsbefragung zeigen deutlich, dass bürgerschaftlich Engagierte als freiwillige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem sehr breiten und klar berufsqualifizierenden Spektrum von Tätigkeiten aktiv sind.[26] Dieses reicht von Öffentlichkeitsarbeit, Interessenvertretung und Fundraising über die Organisation von Veranstaltungen bis hin zu Buchführung, Adressenverwaltung oder Transport- und Fahrdiensten.

Ferner weisen neuere Studien die Vielschichtigkeit und die multiplen Verbindungen zwischen bürgerschaftlichem Engagement und beruflicher Tätigkeit außerhalb des Dritten Sektors aus. Gemäß der qualitativen Studie von Ulrike Schumacher[27] können sich der Beruf außerhalb des Dritten Sektors und bürgerschaftliches Engagement als unbezahlte Leitungstätigkeit oder Mitarbeit in gemeinnützigen Organisationen gegenseitig ergänzen oder wechselseitig verstärken. Das Engagement kann als Alternative und/oder Ausgleich zum stressigen Beruf sowie als Wiedereinstieg in den Berufsalltag dienen.

Die besondere Arbeits- und Beschäftigungsstruktur in Dritte-Sektor-Organisationen, die sich durch ein Miteinander von bürgerschaftlichem Engagement und bezahlter Tätigkeit auszeichnet, wird weiter verstärkt durch die Heterogenität der Beschäftigungsverhältnisse. Diese schließen haupt- und nebenamtliche Tätigkeiten ebenso ein wie Voll- und Teilzeitarbeit, Honorartätigkeit, stundenweise Beschäftigung sowie auch besondere Beschäftigungsformen, wie etwa in der Vergangenheit Zivildienst oder ABM und gegenwärtig die so genannten Ein-Euro-Jobs. Analog zu den Sektoren Staat und Markt lässt sich bei den beschäftigungsintensiven Organisationen derzeit ein deutlicher Trend zur Flexibilisierung der Beschäftigungsformen und insbesondere die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung feststellen. Ferner sind gemeinnützige Organisationen ein wichtiger Arbeitsmarkt für Frauen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die beschäftigungsintensiven Organisationen vorrangig in den Bereichen Soziale Dienste und Gesundheitswesen zu finden sind. Allerdings sind, analog zur Beschäftigungssituation in Marktunternehmen und staatlichen Einrichtungen, auch in Dritte-Sektor-Organisationen Frauen in Leitungs- und Führungspositionen eher selten tätig.

Eine Beschäftigungsstruktur, die sich durch einen hohen Frauenanteil und flexible Arbeitsformen auszeichnet, kann sowohl negativ als Ausdruck von Kürzungsmaßnahmen und "Billigjobs" gebrandmarkt als auch positiv als Chance zur Integration und damit als Brücke in den Arbeitsmarkt eingeschätzt werden. Je nach Perspektive wird dies sehr unterschiedlich wahrgenommen, wobei jedoch nicht vergessen werden darf, dass der Dritte Sektor aufgrund seiner Spezifik kein Äquivalent zum "normalen" Arbeitsmarkt darstellt. Dafür sind seine Organisationen zu sehr durch bürgerschaftliches Engagement geprägte und auf die Ressource Solidarität angewiesene Wertgemeinschaften, die jedoch gerade aufgrund dieser Strukturbesonderheit flexibel auf gesellschaftliche Bedarfe reagieren und damit maßgeblich zur gesellschaftlichen Integration beitragen können. Nicht zuletzt infolge der Heterogenität der Beschäftigungsstrukturen und der engen Verbindung zwischen bürgerschaftlichem Engagement und beruflicher Tätigkeit sind Dritte-Sektor-Organisationen unter anderem in der Lage, den Übergang zwischen verschiedenen Lebensphasen oder auch Beschäftigungsverhältnissen zu erleichtern. Die besondere Eignung des Dritten Sektors als "Übergangsarbeitsmarkt"[28] äußert sich nicht nur in den besonderen Beschäftigungschancen für Frauen, denen aufgrund flexibler Arbeitszeitgestaltung die Vereinbarkeit von beruflicher Tätigkeit und familiären Aufgaben hier offenbar besser gelingt als in anderen Bereichen, sondern auch in der überproportionalen Beschäftigung von Älteren.[29]

Die hohe Attraktivität von Dritte-Sektor-Organisationen als Arbeitsplatz bestätigen Befragungen von Beschäftigten in Dritte-Sektor-Organisationen.[30] Besonders positiv fielen die Bewertungen hinsichtlich der Leitung, Arbeitsorganisation, Führung durch die Vorgesetzten und des Betriebsklimas aus. Auch die hohe Motivation der Beschäftigten, die allgemeine Zufriedenheit mit ihrer beruflichen Tätigkeit sowie eine bewusste Entscheidung für eine berufliche Tätigkeit in diesem Sektor spielen eine große Rolle. Besonders positiv werden die Beziehungen unter den Mitarbeitern und das Image der Organisation als Arbeitgeber bewertet. Hervorgehoben wird von den Beschäftigten, dass sie eine sinnvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit ausübten und Freude an ihrer Arbeit hätten. Unzufriedenheit findet man hingegen eher bei der Entlohnung und den beruflichen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. In Abhängigkeit von den Bereichen des Dritten Sektors werden bestimmte Belastungen auch als negativ empfunden. Im Pflegebereich sind dies der "Zeitdruck", der psychische Stress und die seelisch belastende und aufreibende Arbeit. Hohe Arbeitsbelastungen sind in diesem Bereich zudem häufig mit schlechten Arbeitsbedingungen gekoppelt. Dies wird dadurch verstärkt, dass beispielsweise im Sozialbereich durch die zunehmende Budgetierung und den Kostendruck von Seiten des Staates die Organisationen effizienter arbeiten müssen, was zu höherer Arbeitsbelastung und Überforderung der Mitarbeiter führen kann.

Attraktivität und Erfolg als Herausforderung

Dritte-Sektor-Organisationen sehen sich aber nicht nur als Arbeitgeber gestiegenen Anforderungen gegenüber, die im Wesentlichen auf Veränderungen ihrer Organisationsumwelt - wie etwa die Einführung des Kontraktmanagements im Sozialbereich - zurückzuführen sind. Entsprechendes gilt auch für ihre Funktion als organisationale Basis bürgerschaftlichen Engagements. Wachstum und damit die Attraktivität der Organisationen werden hierbei zur Herausforderung ihrer Existenzsicherung. So ist die Zahl der eingetragenen Vereine[31] in den vergangenen Jahren beständig gestiegen. 2005 wurden in den Vereinsregistern rund 594 000 eingetragene Vereine geführt.[32] Jährlich werden zahlreiche Vereine neu gegründet, von denen sich allein rund 15 000 in die Vereinsregister eintragen lassen. Durch diese Entwicklung hat sich die Vereinsdichte stark erhöht. Während 1960 in der alten Bundesrepublik nur 160 Vereine je 100 000 Einwohner gezählt wurden, waren es 2003 rund 700 und 2005 bereits rund 725 Vereine je 100 000 Einwohner.

Dieser Gründungsboom hat insofern auch eine Schattenseite, als die Zunahme der Organisationen mit deutlichen Problemen ihrer Ressourcensicherung einhergeht. So wurden im Kontext einer Münsteraner Vereinsstudie[33] als drängende Probleme unter anderem der Mangel an Kontakten zu potenziellen Geldgebern sowie die zurückgehende Förderung der Vereinstätigkeit durch öffentliche Mittel angegeben. Das zentrale und am häufigsten angegebene Problem war jedoch, dass sich die Vereine mit der Schwierigkeit konfrontiert sehen, genügend bürgerschaftlich Engagierte für Leitungstätigkeiten sowie für die Übernahme von freiwilligen unbezahlten Tätigkeiten zu gewinnen. Als das mit Abstand größte Problem der aktuellen Arbeit der Organisationen wurde daher die Aufgabe genannt, bürgerschaftliches Engagement auf Dauer sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund ist ein Umdenken der Dritte-Sektor-Organisationen unabdingbar. Es ist höchste Zeit, dass die Organisationen jenseits aller Professionalisierung ihrer Basis wieder mehr Beachtung schenken. Die gezielte Ansprache und das aktive Werben neuer Mitglieder, von ehrenamtlichem Führungspersonal und freiwilligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind dringend erforderlich.

Die Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement befindet sich in Deutschland auf Wachstumskurs, gleichzeitig ist jedoch ein Wandel der Formen des Engagements festzustellen. Es werden eher zeitlich begrenzte und mehr projektartige Tätigkeiten nachgefragt. Dies ist insofern ein Problem für Dritte-Sektor-Organisationen, da Leitungstätigkeit eine gewisse Erfahrung und eine genaue Kenntnis der Organisation voraussetzt. Gemeinnützige Organisationen müssen sich daher auf die veränderte Situation einstellen und sich mehr als bisher bemühen, ihre Mitglieder und Engagierten an Leitungs- und Führungsaufgaben heranzuführen und diese auch für das gesamte Spektrum der Mitglieder - also auch für Frauen und Jüngere - attraktiv zu gestalten. Ferner sollte freiwilliger Mitarbeit auch unterhalb der Vorstandsebene ein höherer Stellenwert eingeräumt werden, etwa durch die Einrichtung der Position eines "Freiwilligenkoordinators" oder durch Schulungs- und Fortbildungsangebote. Solche Angebote vermitteln Know-how, das man für die persönliche Zukunft auch außerhalb des Engagements im Dritten Sektor nutzen kann. Mit diesen Maßnahmen könnte das Engagement in Vereinen gerade für die jüngere Generation attraktiver gemacht werden.

Es ist bekannt, dass Kontakte und Informationen gerade auch für den Einstieg und weiteren Erfolg im Beruf und am Arbeitsplatz von zentraler Bedeutung sind. Das Fehlen von Kontaktnetzwerken - und insofern Desintegration - ist heute der entscheidende Grund dafür, dass Jugendliche und junge Erwachsene keine Lehrstelle und keine feste Anstellung finden. Es verwundert nicht, dass hier besonders die so genannten benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen - aus einkommensschwachen und/oder defekten Elternhäusern sowie auch aus Familien mit Migrationshintergrund - den Eintritt in den Berufsalltag und damit in eine dauerhafte Beschäftigung in deutlich geringerem Umfang als Jugendliche aus so genanntem "gutem Hause" meistern. Gemäß den Ergebnissen des zweiten Freiwilligensurveys sind gerade diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen kaum bürgerschaftlich engagiert und damit auch nicht in die Infrastruktur der gemeinnützigen Organisationen des Dritten Sektors eingebunden, die aber zweifellos ein wichtiges Informationsnetzwerk und - indirekt - auch eine Art Vermittlungsbörse für Kontakte und Wege in den Arbeitsmarkt darstellen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema bürgerschaftliches Engagement und Beschäftigung eine ganz andere Bedeutung. Ein florierender Dritter Sektor, der alle Gruppen der Bevölkerung einschließt und einen Raum des sozialen wie berufspraktischen Kompetenzgewinns bietet, wird zur Investition in die Zukunft. Insofern sollten gemeinnützige Organisationen sich auch nicht scheuen, Position zu beziehen und sich noch stärker als bisher gesellschaftspolitisch einmischen. Um sich aber heute in öffentlichen Debatten Gehör zu verschaffen, ist es notwendig, Kräfte zu bündeln und gemeinsam Position zu beziehen. Dritte-Sektor-Organisationen haben allen Grund dazu, sich stärker einzubringen als bisher: Als Ausdruck, Infrastruktur und Motor bürgerschaftlichen Engagements befinden sie sich nachweislich und kontinuierlich auf Wachstumskurs. Sie sind daher ein Positivmodell für eine bürgernahe und dynamische Zukunftsgestaltung.

Fußnoten

1.
Vgl. den Artikel von Thomas Gensicke in diesem Heft.
2.
Vgl. Enquete-Kommission "Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements", Bericht, Bürgerschaftliches Engagement: auf dem Weg in eine zukunftsfähige Bürgergesellschaft, Schriftenreihe: Band 4, Opladen 2002.
3.
Christiane Frantz, Karriere in NGOs. Politik als Beruf jenseits der Parteien, Wiesbaden 2005; Lester M.Salamon/Helmut K. Anheier/Regina List/Stefan Toepler/S. Wojciech Sokolowski and Associates, Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector, Baltimore 1999; Annette Zimmer/Eckhard Priller, Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel. Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung, Wiesbaden 2004.
4.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3), S. 21ff.
5.
Das Projekt wurde von der Johns Hopkins-Universität in Baltimore (USA) initiiert und seit 1990 koordiniert. Es erfasst den Dritten Sektor in ausgewählten Ländern quantitativ in seiner ökonomischen Struktur (Beschäftigte, Ehrenamtliche, Tätigkeitsspektrum, Leistungsumfang, Finanzvolumen, Quellen und Verwendung der finanziellen Mittel) und qualitativ in seinen historischen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen. Die deutsche Teilstudie in der zweiten Projektphase wurde von Annette Zimmer (Universität Münster) und Eckhard Priller (WZB) geleitet.
6.
Vgl. L. M. Salamon et al. (Anm. 3).
7.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3).
8.
Vgl. Paul Dekker, Nonprofit-Organisationen in den Niederlanden: Entsäult, verpoldert und was nun?, in: Eckhard Priller/Annette Zimmer (Hrsg.), Der Dritte Sektor international. Mehr Markt - weniger Staat?, Berlin 2001, S. 157 - 177.
9.
Vgl. Eckhard Priller/Annette Zimmer, Ein europäischer Vergleich von Dritte-Sektor-Organisationen, in:Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, 4 (2005), S. 128 - 144.
10.
Vgl. L. M. Salamon et al. (Anm. 3).
11.
Vgl. Hartmut Kaelble/Günther Schmid (Hrsg.), Das europäische Sozialmodell. Auf dem Weg zum transnationalen Sozialstaat, WZB-Jahrbuch 2004, Berlin 2004.
12.
Vgl. Dietmar Dathe/Ernst Kistler, Zur arbeitsmarktpolitischen Funktion des Dritten Sektors, in: Karl Birkhölzer/Ansgar Klein/Eckhard Priller/Annette Zimmer (Hrsg.), Dritter Sektor/Drittes System. Theorie, Funktionswandel und zivilgesellschaftliche Perspektiven, Wiesbaden 2005, S. 161 - 176; Sigrid Betzelt/Rudolph Bauer, Nonprofit-Organisationen als Arbeitgeber, Opladen 2000; Ingo Bode/Achim Graf, Arbeiten für gute Zwecke. Organisation und Beschäftigung im Dritten Sektor, Duisburger Beiträge zur Soziologischen Forschung, (1999) 4.
13.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3), S. 57.
14.
Vgl. Dieter Rucht/Jochen Roose, Zur Institutionalisierung von Bewegungen: Umweltverbände und Umweltproteste in der Bundesrepublik, in: Annette Zimmer/Bernhard Wessels (Hrsg.), Verbände und Demokratie in Deutschland, Opladen 2001, S. 261 - 290.
15.
Vgl. Roland Roth/Dieter Rucht (Hrsg.), Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik, Bonn 1990.
16.
Vgl. Christoph Sachße, Freiwilligenarbeit und private Wohlfahrtskultur in historischer Perspektive, in: Annette Zimmer/Stefan Nährlich (Hrsg.), Engagierte Bürgerschaft. Traditionen und Perspektiven, Opladen 2000, S. 75 - 88.
17.
Vgl. Thomas Rauschenbach/Christoph Sachße/Thomas Olk (Hrsg.), Von der Wertgemeinschaft zum Dienstleistungsunternehmen, Frankfurt/M. 1995.
18.
Vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Die Freie Wohlfahrtspflege - Profil und Leistungen, Freiburg 2002.
19.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3), S. 147f.
20.
Vgl. den Beitrag von Thomas Gensicke in diesem Heft.
21.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3), S. 60.
22.
Vgl. Jürgen Baur/Sebastian Braun, Zweiter Arbeitsmarkt im Sport, Aachen 1999.
23.
Vgl. C. Frantz (Anm. 3).
24.
Näheres vgl. http://www.be-management.org. Die Projektergebnisse werden in Kürze veröffentlicht.
25.
Vgl. Gisela Jakob, Zwischen Dienst und Selbstbezug. Eine biografieanalytische Untersuchung ehrenamtlichen Engagements, Opladen 1993; Lesley Hustinx, Reflexive modernity and styles of volunteering. The Case of the Flemish Red Cross volunteers, Leuven 2003.
26.
Vgl. A. Zimmer/E. Priller (Anm. 3).
27.
Vgl. Ulrike Schumacher, Kombinationen von bürgerschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit. Zur Rolle freiwilliger Tätigkeiten in der Krise der Arbeitsgesellschaft, in: Sandra Kotlenga/Barbara Nägele/Nils Pagels/Bettina Ross (Hrsg.), Arbeit(en) im Dritten Sektor. Europäische Perspektiven, Mössingen-Thalheim 2005, S. 188 - 200.
28.
Günther Schmid, Wege in eine neue Vollbeschäftigung. Übergangsarbeitsmärkte und aktivierende Arbeitsmarktpolitik, Frankfurt/M. 2002; Annette Zimmer/Christina Stecker (Hrsg.), Strategy Mix for Nonprofit Organisations. Vehicles for Social and Labour Market Integrations, New York 2004.
29.
Vgl. Dietmar Dathe/Ernst Kistler, Arbeit(en) im Dritten Sektor, in: S. Kotlenga u. a. (Anm.27), S. 54 - 66.
30.
Vgl. Ruth Simsa, Beschäftigung im Dritten Sektor, in: S. Kotlenga u. a. (Anm.27), S. 167 - 187.
31.
Die Mehrheit der Dritte-Sektor-Organisationen ist hierzulande in der Rechtsform des Vereins organisiert.
32.
Vgl. V & M Service GmbH, Konstanz 2005, http://www.npo-info.de.
33.
Vgl. Annette Zimmer/Thorsten Hallmann, Mit vereinten Kräften. Ergebnisse der Befragung "Vereine in Münster", http://npm-online.de.

Eckhard Priller, Annette Zimmer

Zur Person

Eckhard Priller

Dr. sc. oec., geb. 1949; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Abteilung Ungleichheit und soziale Inte- gration, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin.
E-Mail: priller@wz-berlin.de


Zur Person

Annette Zimmer

Dr. phil., geb. 1954; Professorin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU); Gesellschafterin des Zentrums für Nonprofit-Management; Prinzipalmarkt 38, 48143 Münster.
E-Mail: zimmean@uni-muenster.de
Internet: www.npm-online.de


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