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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 39-40/2009)

Türkei



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    Die Zeit der großen politischen Reformen in der Türkei scheint vorüber. Die EU-Beitrittsverhandlungen sind ins Stocken geraten, wofür neben äußeren Faktoren auch innertürkische Konflikte und die Reformmüdigkeit der regierenden AKP verantwortlich sind. Entgegen althergebrachter Vorstellungen über das Verhältnis von Religion und Moderne war es die konservativ-religiöse Partei, die das Land Richtung Europa steuerte, während sich die säkularen, kemalistischen Kräfte EU-skeptisch verhielten.

    In der Türkei finden gesellschaftliche Umwälzungen statt, die Bestand haben werden, unabhängig davon, wie sich der EU-Beitrittsprozess entwickelt. Die alte kemalistische Elite ist in der Defensive. So wurden im Zuge der Reformen die Einflussmöglichkeiten des Militärs beschränkt und die kriminellen Machenschaften des "tiefen Staats" aufgedeckt.

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