Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 22-23/2011)

Sinti und Roma



Die Ausgrenzung von Sinti und Roma in Europa begann mit der Herausbildung der Territorialstaaten. Über 500.000 aus "rassischen" Gründen als "Zigeuner" Verfolgte wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Erst 1982 erkannte die Bundesregierung den Völkermord an. Rund 70.000 Sinti und Roma sind deutsche Staatsbürger. Mehr als drei Viertel der nationalen Minderheit haben Diskriminierungserfahrungen gemacht. Nach dem Abschluss des deutsch-kosovarischen "Rückübernahmeabkommens" stehen Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien vor der Abschiebung, darunter viele, die hier geboren und aufgewachsen sind. Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten aufgetragen, nationale Roma-Strategien zu entwickeln.

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