Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 9/2011)

Irak



Im März 2010 waren 28 Millionen Irakerinnen und Iraker aufgerufen, zum zweiten Mal seit dem Sturz des Diktators Saddam Hussein das Parlament zu wählen. Nach langwierigen Verhandlungen über eine Regierungskoalition setzte sich Maliki durch und wurde im Dezember 2010 erneut als Ministerpräsident vereidigt. Seine "Regierung der nationalen Einheit" soll sicherstellen, dass alle Ethnien und Konfessionen eingebunden werden.

Die Regierung formuliert die Verbesserung der Lebensbedingungen und der Sicherheitslage als vorrangiges Ziel. Denn vielerorts sind die öffentliche Infrastruktur wie auch die Grundversorgung mit Wasser und Strom in einem schlechteren Zustand als vor 2003. Auch das ausbleibende Wirtschaftswachstum und die grassierende Arbeitslosigkeit erschweren – mit Ausnahme der Autonomen Region Kurdistan – die Lebensumstände. Dies wird überlagert von der chronisch instabilen Sicherheitslage.

Bestellen

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln