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13.12.2016

David Schraven: "Mit Menschen reden bringt Vertrauen"

Redaktion Netzdebatte am 24.01.2017
Um dem Lügenpresse-Vorwurf etwas zu entgegnen, muss die Presse transparent und unabhängig bleiben. Davon ist David Schraven überzeugt. Er ist Geschäftsführer des investigativen Recherchezentrums correctiv.org. Wir haben mit ihm über die Bedeutung des investigativen Journalismus gesprochen und über Möglichkeiten, die Arbeit von Journalist_innen für die Öffentlichkeit zugänglicher zu gestalten.

Überblick über die Fragen:
0:18 Was ist investigativer Journalismus?
01:02 Aber wer kann sich das heute noch leisten?
01:36 Ist das nicht auch Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen?
02:37 Wie erreicht man jene, die Medien und Journalisten misstrauen?
03:50 Wie viel Transparenz ist denn möglich?
04:22 Wer bestimmt die Themen?

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3 Kommentare anderer Nutzer

Gerald Meier | 27.01.2017 um 16:55
correctiv ist demokratievernebelnd

Dat und wat und große Fenster bewegen...

Leider ist das Redequark, sehr un-journalistisch, sozial- und rechtswissenschaftlich bedenklich. Anstatt eine journalistische Gründung mit dem Namen 'veritas' darum soll es angeblich gehen ins Leben zu rufen, kommt eine Gründung daher, die sich 'correctiv' nennt und entsprechend auch so handelt. Sie greift - das ist die Realität - in Facebook ein und "filtert Unwahres", genauer: Regierungskritisierendes, heraus. Diskussionen darüber gibt es nicht. Fehlanzeige, da unerwünscht. Sie deckt einen Sparkassen-Skandal auf und erhält Spenden von der Deutschen Bank... Wie soll Professionalität aussehen? Es gelingt der Regierung nicht, "NGO-Gründungen" als Oppositionssuppressionsmittel einzusetzen. Rufe wie "STASI 2.0" wirken verständlich.


Antworten
bpb-iconRedaktion | 31.01.2017 um 17:26
"Re: correctiv ist demokratievernebelnd"

Lieber Herr Meier,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie sprechen die Aufgabe an, die Correctiv in der Auseinandersetzung mit sogenannten “Fake News”, also frei erfundenen Nachrichten, auf Facebook möglicherweise übernehmen soll. Konkret geht es dabei darum, Inhalte die von Nutzer_innen auf Facebook als bedenklich gemeldet werden, zu überprüfen. Diese Zusammenarbeit findet aktuell allerdings noch nicht statt. Auch ist noch nicht sicher ob und in welcher Form eine solche Kooperation zwischen Facebook und Correctiv tatsächlich denkbar ist. Sicher ist jedoch, dass es dabei nicht um die Zensur unliebsamer Inhalte und Meinungen gehen soll. Auch ist sich die Redaktion bewusst, dass die Debatte darüber was nun als “Fake News” gilt und was nicht zurzeit sehr kontrovers geführt wird.

Correctiv hat selbst bereits zu einigen der wichtigsten Fragen zu dem Thema Stellung bezogen:
https://correctiv.org/blog/2017/01/20/warum-wollt-ihr-fuer-facebook-fakten-checken/

Auch zu Ihrem zweiten Vorwurf hat sich die Redaktion auf ihrem Blog bereits geäußert:
https://correctiv.org/blog/2017/01/29/uebergriffe-und-wirkungen/

Viele Grüße,
Die Redaktion


Antworten
Gerald Meier | 01.02.2017 um 16:26
"Re: "Re: correctiv ist demokratievernebelnd""

Sie posten Links, die die Wahrheit noch stärker zu erkennen geben. Mein Tipp: Lesen Sie auch bei Twitter & Co. nach, welche Eingriffe bereits stattfinden. Bitte nicht träumen!

correctiv schreibt: "Zensur geht in der Regel von staatlichen Stellen aus." Das ist schon der erste Verfassungsbruch, der zugegeben wird.

correctiv geht nach der Gefährlichkeit Verbreitungswirkung der Nachricht aus. Das globale Gefühl hinter Fakten "Austausch der Bevölkerung" führt zum Löschen. Warum und durch welche Fakten Personen dazu kommen, das zu schreiben, geht schon zu weit, weil es keine Fakten sein dürfen. Es geht nicht um Personen, sondern um Gewünschtes. Zensurnähe ist feststellbar.

correctiv spricht von der Verbreitung "guter Fakten". "Gute Fakten" ist schlicht agitatorisch; wie "bessere Menschen". Als Sozialwissenschaftler bekomme ich dabei Brechreiz.

Noch viel mehr läßt sich bereits jetzt bei correctiv herauslesen. Correctiv will Absichten nicht verschleiern bzw. ist qualitativ dazu nicht in der Lage.


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