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2.12.2019

Episode 1 - Überleben

Menschenmenge auf dem Times Square in New York City hält am 11. November 1918 Zeitungen mit der Schlagzeile der Kapitulation Deutschlands in die Höhe. (© picture-alliance/akg)


Sommer 1918. Seit vier Jahren tobt der Erste Weltkrieg. Lange waren die Fronten festgefahren, Hunderttausende sind in dem brutalen Stellungskrieg gefallen. Doch seit dem Kriegseintritt der Amerikaner 1917 haben sich die Alliierten Vorteile erkämpft. Im Herbst 1918 ist eine deutsche Niederlage nicht mehr abzuwenden: Deutschland muss kapitulieren. Am 11. November tritt der Waffenstillstand in Kraft.

 David Acton als C. E. Montague Jan Krauter als Hans Beimler (Hintergrund: Luc Feit als Heester) Jan Krauter als Hans Beimler und Anne Kulbatzki als Magdalena Solène Rigot als May Picqueray Solène Rigot als May Picqueray und Anne Brionne als Krankenschwester Natalia Witmer als Marina Yurlova (Jakub Koudela als Hauptmann Kappel) Michalina Olszańska als Pola Negri Michalina Olszańska als Pola Negri Michalina Olszańska als Pola Negri und Roland Bonjour als Ernst Lubitsch


Hans Beimler ist Obermaat bei der kaiserlichen Hochseeflotte in Cuxhaven. Als seine Mannschaft im Oktober 1918 zu einer letzten, aussichtslosen Schlacht auslaufen soll, meutert die Besatzung und schließt sich dem Kieler Matrosenaufstand an.

Marina Yurlova, ehemalige Kosakensoldatin im Dienste des Zaren, wird in Sibirien von der tschechoslowakischen Legion vor einem Erschießungskommando der Roten Armee gerettet. Sie will zurück an die Front, doch ein tschechischer Hauptmann rettet das Leben der jungen Frau, indem er sie in einen Zug nach Wladiwostok setzt.

Die junge Polin Apolonia Chalupiec träumt in Berlin von einer Karriere als Filmschauspielerin. Der deutsche Regisseur Ernst Lubitsch fördert die junge Frau mit dem geheimnisvollen Künstlernamen Pola Negri; er gibt ihr die Hauptrolle in seinem Film "Carmen". Damit gelingt ihr der Durchbruch.

Charles Edward Montague, Chef der britischen Militärzensur, erlebt das Ende des Krieges im belgischen Mons. Er trifft auf einen deutschen Leutnant, der ihn anfleht, ihn unter seinen Schutz zu stellen, denn er fürchtet die Rache seiner Soldaten, die er noch bis kurz vor den Waffenstillstand in den Kampf getrieben hat. Montague lehnt ab. Wenige Tage später findet er den deutschen Offizier erhängt an einem Baum, ermordet von seinen eigenen Leuten.

Marie-Jeanne Picqueray, jung und frisch verheiratet, kämpft im Behelfskrankenhaus von St. Nazaire mit der Spanischen Grippe. Sie hat Glück. Sie wird wieder gesund – und entscheidet sich, ein neues Leben zu beginnen: Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und aus der Enge der Provinz nach Paris.

Dauer: 52 Minuten
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