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6.12.2019

Episode 2 - Frieden

Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages am 28. Juni 1919. G.Clemenceau (Frankreich), Woodrow Wilson (USA) und D.Lloyd George (Großbritannien) verlassen das Schloß von Versailles nach der Vertragsunterzeichnung. (© picture alliance/akg-images)


Paris 1919: Politiker aus Großbritannien, den USA, Frankreich, Italien und anderen Staaten verhandeln auf der Friedenskonferenz über die Zukunft Europas: Die Großmächte dominieren die Verhandlungen mit dem Ziel, die eigene Vormachtstellung in der Welt zu sichern. Die deutsche Delegation hat keine Wahl, sie muss den Versailler Vertrag unterschreiben, der das Land zu Gebietsabtretungen, Abrüstung und hohen Reparationszahlungen verpflichtet.

 Solène Rigot als May Picqueray Solène Rigot als May Picqueray Alexandre Nguyen als Nguyen Ai Quoc Alexandre Nguyen als Nguyen Ai Quoc Michalina Olszańska als Pola Negri Joel Basman als Rudolf Höß Joel Basman als Rudolf Höß Gennaro Cannavacciuolo als Silvio Crespi Gennaro Cannavacciuolo als Silvio Crespi


Die Französin Marie-Jeanne Picqueray schlägt sich in Paris durch. Sie verliebt sich in den serbischen Medizinstudenten und Anarchisten Dragui. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die aus ihrer Sicht verkommene Welt der Demokratie und des Kapitalismus auf.

Silvio Crespi, Minister für öffentliche Versorgung, verhandelt für Italien. Als Ausgleich für die verlustreiche Teilnahme am Krieg fordert sein Land neue Gebiete in den Alpen und an der Adria. Streit entbrennt um die Hafenstadt Fiume, die US-Präsident Woodrow Wilson dem neuen Königreich der Serben und Kroaten zuschlagen will.

Der Tellerwäscher Nguyen Ai Quoc sieht in den Verhandlungen die Chance, die Welt neu zu ordnen. Für sein Heimatland Vietnam, seit Jahrzehnten Teil der französischen Kolonie Indochina, wünscht er sich Selbstbestimmung. Seine Forderungen druckt er auf Flugblätter, die er den Mächtigen übergeben will.

Für den jungen Rudolf Höß ist die Niederlage Deutschlands eine Katastrophe. Statt Ruhm und Anerkennung erwarten ihn daheim nur Chaos und Enttäuschung. Er verachtet die Weimarer Republik. Gleichgesinnte findet er im Freikorps Roßbach, in dem ehemalige Soldaten die Verteidigung des Vaterlandes in die eigenen Hände nehmen.

Der polnische Stummfilmstar Pola Negri ist wegen der Revolution und der katastrophalen Versorgungslage in Deutschland nach Warschau zurückgekehrt. Sie vermisst Berlin und ihren Beruf. Auch die Freude ihrer Mutter über die neue Freiheit Polens können sie nicht über ihre Sehnsucht nach ihrer neuen Heimat hinwegtrösten.

Dauer: 52 Minuten
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