zurück 
25.10.2011

Saliha Çukur

Nachdem sich der Mann von Saliha Çukur vergeblich um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland bemüht, versucht die Mutter zweier Kinder ihr Glück. Innerhalb eines Monats lernt sie lesen, besteht den Auswahltest und zieht vom Schwarzen Meer in die bayerische Provinz.

Kontrastprogramm zum Schwarzen Meer: Die neue oberbayerische Heimat von Saliha Çukur (© AP)


1969 – Saliha Çukur lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Ordu am Schwarzen Meer. Sie hat nur sehr kurz die Schule besucht, geheiratet, zwei Kinder bekommen und auf dem kleinen Hof ihrer Familie mitgearbeitet. Das Leben der Familie ist von Armut geprägt. Salihas Mann arbeitet in Ankara in einem Bergwerk. Nach Deutschland hatte man ihn nicht gelassen – daher bewirbt sie sich. Doch Saliha Çukur kann nicht lesen – ein Ausschlusskriterium für die Einreise nach Deutschland. Aber sie lernt es in einem Monat.

1969 geht sie nach Deutschland und arbeitet eineinhalb Jahre in Bad Wiessee in einer Großküche. Beim zweiten Anlauf gelingt auch ihrem Ehemann die Einreise nach Deutschland. Der Arbeitgeber des Mannes, ein Papierfabrikant, setzt sich bei der Ausländerbehörde dafür ein, dass auch ihre Kinder einreisen dürfen. Und er gibt auch Saliha einen Job. Lesen Sie weiter Auf Zeit. Für immer.
Quelle:
Jeannette Goddar/Dorte Huneke (Hrsg.): Auf Zeit. Für immer. Zuwanderer aus der Türkei erinnern sich
Ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des KulturForums TürkeiDeutschland e. V.
Schriftenreihe Band 1183, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011.
Foto: AP
Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln