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counter 27.9.2012

Industrialisierung und moderne Gesellschaft

Im Kaiserreich erlebte Deutschland den Durchbruch zur modernen Industriegesellschaft. Er ging einher mit massiven gesellschaftlichen Veränderungen. Wohnen, Bildung, Arbeit, Kultur: Vor allem Bürgertum und Arbeiterschaft lebten in sozial scharf voneinander getrennten Lebenssphären, es gab kaum Kontakt und Mobilität zwischen diesen Gruppen.

Verschiedene Lebenswelten: Hier der 70. Geburtstag des Textilfabrikanten Valentin Manheimer am 13. Juli 1885 (Gemälde von Anton von Werner)... (© picture-alliance/akg)

In der Zeit des Kaiserreichs erlebte Deutschland den Durchbruch zur modernen Industriegesellschaft. Industrie und Gewerbe, Handel und Verkehr drängten die Landwirtschaft immer stärker in den Hintergrund und wurden zur wesentlichen Triebkraft von wirtschaftlichem Wachstum und gesellschaftlichem Wandel.

...und hier eine Szene aus einem Pfandleihhaus ("Im Leihhause" - Gemälde von Christian Ludwig, 1876) (© picture-alliance/akg)

Der industrielle Kapitalismus brachte zugleich eine Klassengesellschaft hervor, die von marktabhängigen Erwerbsklassen mit

Wanderungsbewegungen: Ansässige, Abgewanderte, Zugewanderte und Wanderungsbilanz in abs. Zahlen, 1907

ausgeprägten Gegensätzen insbesondere zwischen besitzendem Bürgertum auf der einen und lohnabhängigem Proletariat auf der anderen Seite geprägt war. Im Zuge der Hochindustrialisierung bildeten Wirtschaft, Kapital und Arbeit hochgradig organisierte Organisationsstrukturen aus, die das individuelle Gesellschaftsideal des klassischen Liberalismus zunehmend veraltet erscheinen ließen. Zugleich verschob sich der Schwerpunkt des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens immer mehr vom Lande in die expandierenden Städte, begleitet von einer dynamischen Modernisierung der Infrastrukturen und der alltäglichen Lebensverhältnisse.


Die Industrialisierung



Die Einwohnerschaft Berlins nach der Gebürtigkeit 1907

Nachdem sich in der Zeit zwischen 1850 und 1870 die Startphase der Industriellen Revolution vollzogen hatte, trat das Kaiserreich in die Phase der Hochindustrialisierung ein. Die Zentren der industriellen Produktion in Mittel- und Südwestdeutschland, um Berlin und vor allem im Ruhrgebiet wurden immer größer und ökonomisch dominanter. Hier fanden nicht nur die Überschüsse einer rasch wachsenden Bevölkerung Beschäftigung, die zwischen 1871 und 1910 von 41 auf 65 Millionen anstieg. Die Industrialisierung rief vielmehr auch eine enorme Mobilität hervor, denn viele Menschen zogen auf der Suche nach Arbeit – wenn sie nicht gleich nach Übersee auswanderten - vom Lande in die expandierenden industriellen Zentren. Ihre Beschäftigtenzahl zog Mitte der 1890er Jahre mit der Landwirtschaft gleich und begann sie im frühen 20. Jahrhundert zu überflügeln.

Wanderungsbilanz in Berlin und Brandenburg 1861-1910

Vor allem aber übertraf die industrielle Wertschöpfung die des primären Wirtschaftssektors bald immer deutlicher. Auch wenn die Zeitgenossen noch engagiert darüber diskutierten, ob Deutschland von einem Agrar- zu einem Industrieland werden sollte: Ökonomisch war die Entscheidung Ende des 19. Jahrhunderts längst gefallen. Auf Textil-, Eisen- und Stahlproduktion als Leitsektoren der industriellen Entwicklung folgten nun die Chemie- und Elektroindustrie, mit der Deutschland endgültig vom Nachzügler zum Vorreiter der Industrialisierung in Europa wurde. Die Landwirtschaft dagegen, die mit dem forcierten Einsatz moderner Maschinen und Düngemittel selbst einen Prozess der Industrialisierung durchlief, litt unter einer strukturellen Agrarkrise.


Bevölkerungs- und Stadtentwicklung in Preußen/Deutschland 1816-1910
Jahr Gesamteinwohnerzahl absolut (in 1000) davon Stadtbevölkerung davon lebten in Gemeinden mit ...-tausend Einwohnern (in %)
unter 2 2 bis 5 5 bis 20 20 bis 100 über 100
Preußen 1816 10320 27,9 - - 4,2 4,1 1,8
1849 16331 28,1 - - 8,5 4,8 3,3
1871 24640 37,2 62,8 12,3 11,9 7,8 5,4
1910 40167 61,5 38,4 10,2 14,1 14,7 22,4
Deutsches Reich 1871 41010 36,1 63,9 12,4 1,2 7,7 4,8
1910 64926 60,0 40,0 11,2 14,1 13,4 21,3
nach: Jürgen Reulecke, Geschichte der Urbanisierung in Deutschland, Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1985, S. 202.

Der Nationalökonom Gustav Schmoller über die Entwicklung des Großbetriebes und die soziale Klassenbildung (1892)

(…) Die Großbetriebe sind heute mehr oder weniger selbständige Anstalten für die Produktion, den Handel, den Verkehr, welche vom Haushalt der Mitarbeitenden ganz, auch mehr und mehr von den Lebensschicksalen der Betheiligten losgelöst, ihre eigentümliche Verfassung, ihr eigenes, dauerndes, durch Generationen hindurch fortdauerndes Leben haben.

Wirtschaftskrisen und Entwicklungsphasen



Die Wertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen

Die industrielle Dynamik stellte sich allerdings keineswegs als eine kontinuierliche, gar harmonische Aufstiegsentwicklung dar. Sie war vielmehr selbst von gravierenden Krisen und Konflikten begleitet. Auf den ökonomischen Boom der Reichsgründungszeit folgte 1873 die sog. Gründerkrise. Dabei handelte es sich um eine schwere, in Deutschland besonders einschneidend erfahrene Weltwirtschaftskrise, die bis Ende der 1870er Jahre anhielt und der in den 80er und 90er Jahren weitere schwere konjunkturelle Einbrüche folgten. Wenn viele Historiker sogar von einer Großen Depression zwischen 1873 bis 1895 sprechen, so ist darunter allerdings keineswegs ein allgemeiner Produktionsrückgang zu verstehen. Die Wachstumsraten verlangsamten sich vielmehr zeitweise durch rasch aufeinander folgende, krisenhafte Konjunktureinbrüche in einer insgesamt weiterhin wachsenden Wirtschaft. Mitte der 1890er setzte dann wieder eine lange anhaltende Aufschwungphase ein, die nur zwischen 1906 und 1908 von einem kurzen Produktionsrückgang unterbrochen wurde.

Die Mitgliederentwicklung der gewerkschaftlichen Spitzenverbände: Freie, Christliche und Hirsch-Dunckersche Gewerkschaften 1868-1919

Diese Phase der Hochindustrialisierung brachte zugleich einen weiteren einschneidenden Strukturwandel mit sich. Angesichts der notwendigen Investitionen in die Entwicklung moderner Großunternehmen gewann das Finanzkapital eine wachsende Bedeutung. Die traditionellen Familienbetriebe wurden zunehmend von Aktiengesellschaften abgelöst und mehr von Managern als von Besitzern geleitet. Fabriken und Betriebe wuchsen rasant, zugleich entstanden Konzerne, die mit der Bildung von Syndikaten und Kartellen weitreichende Konzentrationsprozesse einleiteten und monopolartige Stellungen entwickeln konnten. Diese Entwicklung zum "Organisierten Kapitalismus" (Rudolf Hilferding) wurde begleitet von einer immer deutlicher ausgeprägten staatlichen Interventionspolitik, die in der Schutzzollpolitik nur ihren deutlichsten Ausdruck fand. Die Zentralisierungsprozesse des industriellen Kapitalismus prägten aber auch die Entwicklung der Gewerkschaften als Vertretung der Arbeiterschaft, die sich nach dem Auslaufen der Sozialistengesetze 1890 nicht nur in der Generalkommission der Freien Gewerkschaften zusammenschlossen. Auch die Einzelgewerkschaften entwickelten sich von anfangs oft lokal organisierten Berufsverbänden über Branchengewerkschaften zu umfassenden, national agierenden Industrieverbänden. Diese Industrieverbände organisierten alle Arbeiter von großen Industriesparten wie etwa der Metallindustrie oder der Textilindustrie.

Der Sozialliberale Friedrich Naumann 1906 über "Organisation" als Zeichen der Zeit

Alle Verhältnisse werden vom Gedanken der Organisation, das ist der Regelung der Menge, durchdrungen. Es wird ein Stolz des Menschen, in großen Betrieben zu stehen, in weite Verbindungen hineingezogen zu sein.

Bericht des Vereins für Sozialpolitik über die Tätigkeit eines Berliner Straßenbahnführers 1902

Man muß dabei in Betracht ziehen, daß ein elektrischer Wagen eine viel größere Geschwindigkeit hat als ein anderes Gefährt; die elektrischen Straßenbahnen fahren in den Außenbezirken mehr als 30 km in der Stunde.

Die industrielle Klassengesellschaft



Wohn- und Schlafraum in der Manteuffelstraße 64 in Berlin, aufgenommen am 27.6.1910: Während die Mutter Knallbonbons fertigt, müssen die beiden Kinder helfen. Raummaße: 4,00m lang, 2,75m breit, 2,60m hoch. (© picture-alliance, ZB)

Die Industrialisierung führte zur Ausbildung einer modernen Klassengesellschaft mit nicht nur in ökonomischer Hinsicht deutlich unterschiedenen Erwerbsklassen. Vor allem Bürgertum und Arbeiterschaft lebten auch in sozial scharf voneinander getrennten Lebenssphären mit höchst unterschiedlichen Wohnverhältnissen, Bildungsinstitutionen und kulturellen Lebensformen, zwischen denen im Kaiserreich nur wenig Kontakt und Mobilität bestand. Stattdessen rückte der Klassenkonflikt zwischen Kapital und Arbeit mit der fortschreitenden Industrialisierung immer stärker ins Zentrum des gesellschaftlichen und politischen Lebens. In der Arbeiterschaft bildete sich ein wachsendes Klassenbewusstsein aus, das nicht zuletzt von der Erfahrung getragen war, dass die Zugehörigkeit zu dieser Klasse über Generationen ‚vererbt’ wurde. Das "geborene Proletariat" (Hartmut Zwahr) erkannte immer deutlicher seine gemeinsamen sozialen und politischen Interessen, organisierte sich in Gewerkschaften, eigenen Konsum- und Bildungsvereinen sowie in der sozialdemokratischen Partei. Gewerkschaften bildeten sich mit unterschiedlichen weltanschaulichen Ausrichtungen. Doch wie stark betont klassenkämpferische, streikorientierte Orientierungen in der Arbeiterschaft verbreitet waren, zeigt die unterschiedliche Mitgliederentwicklung an: Während die sozialdemokratischen Freien Gewerkschaften am Vorabend des Ersten Weltkrieges 2,5 Millionen Mitglieder organisierten, kamen die wirtschaftsfriedlich orientierten christlichen und liberalen Gewerkschaftsorganisationen zusammen nicht einmal auf eine halbe Million.

Streiks, Aussperrungen und "kampflose Bewegungen" 1890 - 1913

Den Gewerkschaften standen Unternehmer und ihre Verbände gegenüber, die sie lange nicht als gleichberechtigte Kontrahenten akzeptieren wollten. Insbesondere in den schwerindustriellen Großbetrieben herrschte ein Herr-im-Haus Standpunkt vor, der jede gewerkschaftliche Betätigung ablehnte und aktiv zu verhindern suchte. Unternehmen wie Krupp etwa organisierten eigene "gelbe" Betriebsgewerkschaften, die auf das Unternehmensinteresse verpflichtet waren. Und sie verfolgten sozialdemokratisch orientierte Arbeiter mit schwarzen Listen, auf denen alle diejenigen verzeichnet waren, die keine Beschäftigung mehr finden sollten. Trotz einer Vielzahl von Arbeitskämpfen mit Streiks und Aussperrungen, die teilweise zu bürgerkriegsähnlichen

Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren und Stellung im Beruf (in Prozent)

Zuständen führen konnten, kam so der von den Gewerkschaften angestrebte Abschluss von verbindlichen Tarifverträgen nur langsam voran: Am Vorabend des Ersten Weltkrieges waren erst 1.4 Millionen Beschäftigungsverhältnisse tarifvertraglich geregelt, überwiegend in kleinen und mittelständischen Betrieben.


Die durchschnittlichen Jahresverdienste von Arbeitnehmern in Industrie, Handel und Verkehr

Allerdings darf man sich trotz dieser Klassentrennung weder das Bürgertum noch die Arbeiterschaft als homogene, gar die ganze Gesellschaft beherrschende soziale Formationen vorstellen. In der Arbeiterschaft gab es eine ausgeprägte Hierarchie zwischen relativ gut verdienenden Facharbeitern auf der einen, wesentlich schlechter gestellten an- oder ungelernten Arbeitern auf der anderen Seite. Eine besondere Rolle spielten ferner die Hausangestellten und die Landarbeiter, die sich zumeist nicht dem Proletariat zugehörig fühlten. Die Kerngruppen des Bürgertums waren ebenfalls schon in sich keineswegs einheitlich. Hier handelte es sich vor allem um akademisch gebildete Bürger im gehobenen Staatsdienst und in den freien Berufen und die immer stärker in den Vordergrund tretenden Wirtschaftsbürger, die die neuen Großunternehmen leiteten. Sie machten ferner nur wenige Prozent der Bevölkerung aus, und sie mussten ihren gesellschaftlichen Führungsanspruch mit einem Adel teilen, der noch immer einen privilegierten Zugang zu den Schalthebeln der staatlichen Macht besaß. Zum Bürgertum zählten ferner die selbständigen mittelständischen Gewerbetreibenden, die allerdings an Prestige, Einfluss und Einkommen mit dem Großbürgertum nicht Schritt halten konnten. Hinzu kamen viele Zwischengruppen mit gehobener, aber nicht universitärer Bildung und bald auch der sog. neue Mittelstand, die schnell expandierende Gruppe der Angestellten.

Bericht über einen Besuch im Berliner Kaufhaus Wertheim, 1903

Neulich habe ich Wertheim zum ersten Male besucht. Es handelte sich um den Einkauf verschiedenerlei Dinge, von denen meine Frau behauptete, daß man sie bei Wertheim am billigsten und besten bekäme (aber auf dem "billigsten" lag der Ton).

Technisierung, sozialer Wandel und gesellschaftliche Modernisierung



Die preußische Bevölkerung nach Einkommensstufen 1896 und 1912

Die moderne Wirtschaft spielte sich immer weniger nur im Produktionsbereich ab und war zunehmend auf Bürotätigkeiten in Verwaltung, Kommunikation und Dienstleistung angewiesen. Diese Entwicklung spiegelte sich in der wachsenden Zahl von Angestellten. Während es 1882 im Kaiserreich insgesamt nur 307.000 Angestellte gab, wuchs ihre Zahl in den folgenden 25 Jahren auf mehr als das Vierfache, auf 1,3 Millionen an. Obwohl abhängig beschäftigt, unterschieden sich die Angestellten in ihrem sozialen Status deutlich von der Arbeiterschaft: Sie erhielten ein festes Monatsgehalt anstelle des leistungsabhängigen Wochenlohns der Arbeiter, die Arbeitszeiten waren kürzer, die Arbeitsgestaltung selbständiger, die Verantwortung und auch die Aufstiegschancen größer. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Angestellten vielfach ihren Unterschied zur industriellen Arbeiterschaft betonten und sich sozial am Bürgertum orientierten, dessen Lebensstil sie zu imitieren versuchten. Dabei wurden sie auch vom Staat unterstützt, der 1911 eine eigene Angestelltenversicherung mit besseren Bedingungen als in den Sozialversicherungen der Arbeiter einrichtete. In sozialer und kultureller Hinsicht wurden die Angestellten zu Trägern einer Reihe von Modernisierungsprozessen. Sie orientierten ihre Familienplanung zunehmend an der Kleinfamilie mit zwei Kindern, sie bemühten sich um Bildung und sozialen Aufstieg, und sie wurden zugleich zur wichtigen Trägergruppe für eine wachsende Freizeitkultur.

Um die Jahrhundertwende bildeten sich vor allem in den Städten generell neuartige, immer stärker von der Technisierung aller Lebensbereiche geprägte Verhältnisse aus. Sie brachten einerseits vielfältige Umweltprobleme wie die Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden mit sich, aber auch vielfältige zukunftsweisende Neuerungen. Kommunale Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke sorgten nicht nur im öffentlichen Leben, sondern bald auch im privaten Bereich für künstliches Licht und fließendes Wasser, elektrische Straßenbahnen beschleunigten den öffentlichen Nahverkehr. In den Großstädten kamen Untergrundbahnen hinzu, und auch die ersten Automobile begannen die Straßen zu beleben. Die technisierte Großstadtkultur wurde zur Grundlage für vielfältige fortschrittsoptimistische Visionen, aber auch für Verlusterfahrungen natürlicher Lebenszusammenhänge und für neuartige Krankheitsbilder. Das Nervenkostüm vieler Menschen schien der wachsenden Geschwindigkeit, dem Lärm und der Hektik der industrialisierten Gesellschaft oft nicht mehr gewachsen zu sein, die Nervenkrankheit Neurasthenie griff um sich und wurde zum Kennzeichen eines "Zeitalters der Nervosität" (Joachim Radkau).

H. Klose, Über den Wandel der Industrielandschaft (1919)

Wenn vor mehr als fünfundzwanzig Jahren der Schalker Amtmann zur Mittagszeit die Akten zurückschob und seine Sprößlinge zum Spaziergang zusammenrief, so erregte dieser Ruf keine ungemischte Freude.

Ausgewählte Literatur:



Born, Karl Erich: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Deutschen Kaiserreichs, Stuttgart 1985

Brüggemeier, Franz-Josef: Das unendliche Meer der Lüfte. Luftverschmutzung, Industrialisierung und Risikodebatten im 19. Jahrhundert, Essen 1996

Condrau, Flurin: Die Industrialisierung in Deutschland, Darmstadt 2005

Fischer, Wolfram: Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitalter der Industrialisierung, Göttingen 1972

Henning, Friedrich-Wilhelm: Die Industrialisierung in Deutschland 1800-1914, Paderborn 1973

Hentschel, Volker: Wirtschaft und Wirtschaftspolitik im wilhelminischen Deutschland. Organisierter Kapitalismus und Interventionsstaat, Stuttgart 1978

Kaelble, Harmut: Industrialisierung und soziale Ungleichheit. Europa im 19. Jahrhundert, Göttingen 1983

Reulecke, Jürgen: Geschichte der Urbanisierung in Deutschland, Frankf./M. 1985

Rosenberg, Hans: Große Depression und Bismarckzeit. Wirtschaftsablauf und Politik in Mitteleuropa, Berlin 1967

Radkau, Joachim: Das Zeitalter der Nervosität. Deutschland zwischen Bismarck und Hitler, München a. a. 1998.

Wolfgang Kruse

Wolfgang Kruse

Apl. Prof. Dr. Wolfgang Kruse, geb. 1957, ist Akademischer Oberrat und außerplanmäßiger Professor im Arbeitsbereich Neuere Deutsche und Europäische Geschichte am Historischen Institut der Fernuniversität Hagen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Ersten Weltkriegs, die Geschichte der Französischen Revolution, Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung und die Geschichte des politischen Totenkults. Von Kruse ist u.a. erschienen: Wolfgang Kruse: Der Erste Weltkrieg, Darmstadt 2009 (Geschichte Kompakt der WBG).


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