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3.1.2020

DDR-Kurzdiagnose

Joseph Beuys vor 35 Jahren über den Untergang der DDR

Vor 30 Jahren endete die Geschichte der DDR. Als Prophet ihres Untergangs erwies sich fünf Jahre zuvor in einem ZDF-Interview der Düsseldorfer Aktionskünstler Joseph Beuys. Der Anlass des Video-O-Tons war das seinerzeitige Einreiseverbot des Künstlers in die DDR.

Alles in einem Satz. Joseph Beuys über den Zustand der DDR 1985. (© 1985 ZDF/3Sat)

Der im Januar 1986 verstorbene Düsseldorfer Kunstprofessor und Aktionskünstler Joseph Beuys beeinflusste auch in der DDR mehrere Künstlerinnen und Künstler stark, obwohl er nur einmal, am 23. Oktober 1981, in das Land einreisen durfte. Damals wohnte er der Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von ihm in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ostberlin bei.

Zuvor hatten die DDR-Behörden massiv versucht, den Zugang zu der Veranstaltung zu erschweren, dennoch nahmen mehr als 400 Intellektuelle aus der ganzen DDR an dem künstlerischen Gedankenaustausch teil.

Eine offizielle Einreiseerlaubnis in die DDR erhielt Joseph Beuys danach nicht mehr, über die möglichen Beweggründe sprach der Künstler seinerzeit mit dem ZDF-Politmagazin Kennzeichen D. Seine Antwort in einem minutenlangen Satz wirkt im Nachhinein wie eine Prophezeiung, warum die DDR fünf Jahre später zugrunde ging. Das Magazin 3-sat Kulturzeit strahlte den O-Ton einige Jahre später noch einmal in Video-Icon dieser Fassung aus.

Zahlreiche weitere TV-Beiträge aus dem Angebot des ZDF und weitere Film- und Fernsehproduktionen über die deutsch-deutsche Entwicklung zwischen 1980 und 1990 sowie aus den Jahren unmittelbar nach der Wiedervereinigung folgen Ende Januar 2020 im Angebot der Redaktion Deutschland Archiv der bpb.
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