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30.4.2020

Ist Antisemitismus vor allem ein Problem in Ostdeutschland?

Und ist, wer dem Osten den größeren Zuspruch zum Antisemitismus vorhält, womöglich auf dem westlichen Auge blind? Die Auseinandersetzung mit den Argumenten aus dem Osten lohnt sich und eine gute, differenzierte Debatte ist dieses wichtige Thema für unseren demokratischen Zusammenhalt allemal wert.

Der Begriff Antisemitismus im Lexikon (© picture-alliance, Bildagentur-online/Ohde)


Am 9. Oktober 2019, dem jüdischen Neujahrsfest Jom Kippur, an dem das Jahr 5780 begrüßt und der höchste jüdische Feiertag gefeiert werden sollte, wurde ein Attentat auf die Synagoge in Halle verübt. Die menschenverachtende Gewalttat galt der dortigen jüdischen Gemeinde. Ein brutaler Antisemit und Rechtsextremist hat das Massaker geplant, durchgeführt und zwei Menschen getötet.

Aus diesem Anlass erschien in der Januar-Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik ein Beitrag von Micha Brumlik mit dem Titel Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR?“. Es zeige sich, schreibt Brumlik darin, „dass dieser Anschlag nicht nur eine allgemeine Spätfolge des okzidentalen Judenhasses sowie des deutschen Nationalsozialismus ist, sondern auch ein Resultat der politischen Kultur der untergegangenen DDR.“

Auf seinen Beitrag antwortet ihm die Ost-Berliner Journalistin Charlotte Misselwitz, die kürzlich ihre Dissertation zur „Narrativen Rückspiegelung von Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien“ an den Universitäten in Essen und Tel Aviv eingereicht hat. Ihr Beitrag trägt den Titel Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ...“

Micha Brumlik und die Redaktion der Blätter haben dankenswerterweise einer Zweitveröffentlichung im Deutschland Archiv Online zugestimmt. Sie können den Beitrag hier nachlesen >>
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