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30.9.2021

Ossi? Wessi? Geht's noch?

31 Jahre ist die Deutsche Einheit alt, seit rund 32 Jahren die Mauer verschwunden. Aber auch die im Kopf? Noch immer (oder wieder?) ist umgangssprachlich von "Wessis" und "Ossis" die Rede. Drei junge AutorInnen aus dem Osten Deutschlands reflektieren, was sie sind, und wonach sie sich sehnen: Endlich nach Differenzierung anstelle von Etiketten und Klischees. Drei Denkanstöße zum Tag der Einheit am 3. Oktober.

Eine inzwischen ausgelutschte Frage? Oder in der Erlebnisgeneration vom Mauerfall und Wiedervereinigung unverändert relevant? Das Graffiti mit der deutschen Nationalflagge und dem Schriftzug "Ossi oder Wessi?" wurde am 2. Oktober 2015 in Berlin fotografiert. Der Sprayer, Caspar Kirchner, hatte es im Zuge einer Ausstellung des Berliner DDR Museums erstellt. (© picture-alliance/dpa, Rainer Jensen)


- Die. Wir. Ossi. Wessi? Von Antonie Rietzschel, sie ist in Leipzig Reporterin für die Süddeutsche Zeitung.

- "Wie man zum Ossi wird". Von Johannes Nichelmann. Der Journalist ist Autor des Buches "Nachwendekinder".

- "Es gibt keine richtige Ostdebatte". Von Christian Bangel, der Publizist ("Oder Florida") schreibt für Zeit Online.


Auch 30 Jahre nach der Deutschen Einheit noch gebräuchliche mediale Kategorien: "Jammer-Ossis" und "Besser-Wessis". Zeitungsschlagzeile vom 27. September 2020. (© bpb / H.Kulick)


Alle drei Texte sind dem Band entnommen „(Ost)Deutschlands Weg. 80 Studien & Essays zur Lage des Landes", herausgegeben von Ilko-Sascha Kowalczuk, Frank Ebert und Holger Kulick in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, der seit 1. Juli 2021 im bpb-shop erhältlich ist. Hier mehr über das Buch "(Ost)Deutschlands Weg", produziert von der Redaktion Deutschland Archiv der bpb. Es sind Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.


Als der "Ossi" zur Identität und der "Wessi" zum Feindbild wurde: Montagsdemonstration am 22. April 1991 in Leipzig: DemonstrantInnen tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Presse gehört in Ossi-Hand, Springer ab ins Wessi-Land!" über den Augustusplatz, als Westverlage zunehmend um den Erwerb von Ostzeitungen buhlten. Wie wirkmächtig sind diese Etiketten bis heute? (© picture-alliance, ZB | Waltraud Grubitzsch)


Ergänzend:

- 31 Jahre später. Texte aus Schüler*innenzeitungen zur Deutschen Einheit.

- D wie Dialog. Die Geschichte des Kennzeichen D

- Ostdeutsche Frakturen für immer?Eine Analyse von Steffen Mau

- Populismus in Ost-und West. Eine Datenanalyse von Philip Manow.

- Zusammenwachsen in Feindseligkeit? Eine Analyse von Andreas Zick und Beate Küpper.
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