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4.11.2021

Der mysteriöse Showdown in Eisenach und Zwickau

Das Ende des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) vor zehn Jahren

Die offenen Fragen des 4. November 2011. Auch ein Jahrzehnt nach der Selbstenttarnung der rechten Terrorzelle NSU sind noch immer viele Punkte ungeklärt. Allein die Abläufe rund um den 4. November in Eisenach und Zwickau geben nach wie vor Rätsel auf. Ein Blick auf die letzten Wochen des Nationalsozialistischen Untergrunds von Andreas Förster.

Feuerwehrleute und Polizisten stehen am 4.11.2011 in Eisenach-Stregda vor dem qualmenden Wohnmobil des NSU. Nach einem missglückten Banküberfall wurden die Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt tot in dem Wohnmobil gefunden. Damit flog die Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) auf. Drei Tage später stellte sich ihre Komplizin Zschäpe. Dem NSU werden zehn Morde an Migranten und einer Polizistin zugeschrieben. Die Ermittler fanden auch mehrere Waffen in dem ausgebrannten Mobil. Zwei davon gehörten der 2007 von den Neonazis in Heilbronn (Baden-Württemberg) erschossenen Polizistin aus Thüringen und ihrem damals schwer verletzten Kollegen. (© picture-alliance/dpa, Carolin Lemuth)


Vor zehn Jahren, nach einem Banküberfall am 4. November 2011, werden die beiden Thüringer Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot in einem ausgebrannten Wohnmobil bei Eisenach gefunden. Kurz darauf brennt eine Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße aus, angezündet von ihrer Komplizin Beate Zschäpe. Es war der letzte Unterschlupf der drei Freunde, die fast 14 Jahre zuvor, im Januar 1998, in den Untergrund gegangen waren und unter dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) eine rechte Terrorzelle gegründet hatten.

Raubend und mordend zog das Trio jahrelang quer durch die Bundesrepublik, ohne dass die Behörden ihm auf die Spur kam, zum Teil verfolgten sie falsche Fährten oder tauschten sich untereinander nur ungenügend aus. Auch die Geheimdienste spielten keine rühmliche Rolle. „Der Fall NSU war die größte Niederlage des Rechtsstaats“, urteilte Ende Oktober 2021 Bayerns ehemaliger Innenminister Günther Beckstein (CSU) in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel.[1]

Erst nach der Selbstenttarnung des NSU an jenem 4. November 2011 konnten Ermittler der Terrorgruppe die Morde an neun in Deutschland lebenden Migranten und einer deutschen Polizistin, zwei Bombenanschläge in Köln mit Dutzenden Schwerverletzten sowie mehr als ein Dutzend Banküberfälle zuordnen. Als einzige Überlebende des Trios hatte sich die heute 46 Jahre alte Zschäpe am 8. November 2011 in Jena der Polizei gestellt. In einem fünf Jahre dauernden Strafprozess ist sie im Juli 2018 rechtskräftig zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Das Titelbild zeigt einen Anschlag des NSU, der oft vergessen wird: Am 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße mit vielen türkischen Geschäften eine Nagelbombe. 22 Menschen wurden teils schwer verletzt. Getötet wurde niemand. (© picture-alliance/dpa)


Ein plötzlich veränderter Lebensstil

Doch trotz der umfangreichen Ermittlungen einer zeitweise bis zu 400 Beamte umfassenden Sonderkommission des Bundeskriminalamtes, der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Trio“, sind bis heute eine ganze Reihe von Fragen rund um den NSU unbeantwortet geblieben. Zu diesen zählen:

Gehörten der Terrorgruppe NSU nicht vielleicht doch mehr Mitglieder an als Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe, die in ihrer Propaganda von einem "Netzwerk von Kameraden“ sprachen, hatte das Trio noch Helfer und Unterstützer bei ihren Anschlägen vor Ort? Warum wird der Mord an der Polizeibeamtin Michéle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn nur Mundlos und Böhnhardt zugeschrieben, wenn selbst aus Sicht der Ermittler ein größerer Täterkreis nicht ausgeschlossen werden kann? Und warum begann das Trio kurz nach dieser Tat damit, seinen Lebensstil zu verändern? Die Drei zogen aus einem sozial schwachen Altbauviertel in eine größere Wohnung in einem bürgerlichen Stadtteil von Zwickau um. Ihr Leben wurde aufwändiger, sie machten lange Urlaube, mieteten regelmäßig Wohnmobile und Pkw, fuhren teure Fahrräder. Sowohl im Wohngebiet als auch auf Ferienreisen suchten sie aktiv soziale Kontakte. An Urlaubsbekanntschaften schickten sie Fotos und Videos von sich, gaben ihnen Telefonnummer und Mailadressen. Ein Leben im Untergrund – so scheint es – führten die Drei spätestens ab 2007 nicht mehr. Warum fühlten sie sich von diesem Zeitpunkt an so sicher?

Demonstrantinnen und Demonstranten halten in München bei einer Kundgebung am Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess Porträts der Opfer der rechtsextremistischen Terrorgruppe. (© picture alliance/Lino Mirgeler/dpa)


Und es gibt noch mehr offene Fragen: War es wirklich nur Zufall, dass ein Verfassungsschützer – wie bei dem Mord an Halit Yozgat in Kassel am 6. April 2006 in Kassel geschehen – zur Tatzeit am Ort des Mordes war, von dem er noch dazu nichts mitbekommen haben will? Steht das plötzliche Ende der ská -Mordserie.[2] so plötzlich nach dieser Tat damit in Zusammenhang? Und warum sind beim Verfassungsschutz und im Bundesinnenministerium nach dem Auffliegen des NSU reichlich Akten vernichtet worden, die mit Aktivitäten staatlicher Behörden in der rechten Szene zu tun hatten? All diese Fragen wie auch die in der Anklageschrift gegen Beate Zschäpe enthaltenen Widersprüche in der Darstellung von Tatablauf und Täterkreis konnte der jahrelange NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht nicht auflösen. Die Aussagen Zschäpes im Prozess, die die Angeklagte erst nach jahrelangem Schweigen machte, trugen auch kaum zu einer Aufklärung bei; sie wurden von allen Prozessbeteiligten als widersprüchlich und wenig glaubhaft eingeschätzt. Ebenso scheiterten elf parlamentarische Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Landesebene an der Aufhellung der vollständigen Hintergründe der NSU-Taten.

Zurück bleibt die beunruhigende Gewissheit, dass die Geschichte um den NSU, seine Hintermänner und Auftraggeber viel komplexer, weitreichender und verstörender sein könnte, als wir es bislang wissen.

Voller Rätsel steckt bis heute auch das zentrale Ereignis in der NSU-Affäre -– die Selbstenttarnung der Terrorgruppe nach dem kollektiven Selbstmord von Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011 und der Zerstörung der Zwickauer Wohnung durch Zschäpe.

Unklar ist auch, ob vielleicht noch weitere unbekannte Personen dabei eine Rolle spielten. Darauf könnten bis heute nicht identifizierte DNA-Spuren hinweisen, die sich sowohl im Wohnmobil als auch in der Zwickauer Wohnung des Trios fanden. Vor diesem Hintergrund lohnt ein genauer Blick auf die Vorgänge rund um den 4. November 2011.[3]

Ein bislang unbekanntes Kind

Die Geschichte, die zum Auffliegen der Terrorzelle führen sollte, begann bereits am 25. Oktober 2011. An diesem Tag erschien ein junger Mann in einer Caravanvermietung im vogtländischen Schreiersgrün, etwa 30 Kilometer südlich von Zwickau. Es war Uwe Böhnhardt, der mit dem Ausweis eines Freundes[4] ein Wohnmobil der Marke Fiat Sunlight mietete. Am 4. November, so sagte er den Vermietern, wolle er das Fahrzeug zurückbringen. Begleitet wurde Böhnhardt angeblich von Beate Zschäpe und einem kleinen, blonden Mädchen im Vorschulalter, das „Mama“ zu Zschäpe sagte. Das sagten Mitarbeiter der Verleihfirma später vor der Polizei aus. Wer das Kind war, weiß man bis heute nicht. Auch, ob die Frau wirklich Zschäpe war, ist fraglich. Eine erste Phantomzeichnung der Zeugen wies keine Ähnlichkeit mit ihr auf. Außerdem fuhren die Drei, als sie das Wohnmobil abholten, in einem großen Familienauto vor – das Trio besaß aber kein eigenes Auto.

Wohin das Wohnmobil in den kommenden Tagen fuhr, lässt sich nicht mehr vollständig klären. Nachbarn und Nachbarinnen in der Zwickauer Frühlingsstraße erinnerten sich später daran, dass mehrfach ein weißes Wohnmobil vor dem Haus des Trios stand – wann genau das war, konnten die Hinweisgeber und Hinweisgeberinnen nicht sagen. Zeugen und Zeuginen aus dem Wohngebiet in Stregda bei Eisenach wollten das Wohnmobil am 1. November sowie am Abend des 3. November und am frühen Morgen des 4. November in ihrem Viertel gesehen haben. Gut möglich, dass Mundlos und Böhnhardt die Gegend für ihren geplanten Coup ausbaldowerten.

War Zschäpe dabei, als die beiden Uwes umherfuhren? Zumindest schien auch sie unterwegs gewesen zu sein. Diesen Schluss lässt die Auswertung der Onlineaktivität in der Frühlingsstraße zu. So registrierten die Ermittler und Ermittlerinnen, dass es in der Phase der Wohnmobilanmietung zwei längere Unterbrechungen im Internetverlauf gab. Zwischen dem 24. und 29. Oktober sowie vom 31. Oktober, 17.33 Uhr, bis zum 3. November, 21.38 Uhr, loggte sich niemand in der Wohnung des Trios ins Internet ein. Das ist deshalb ungewöhnlich, weil Zschäpe unter dem Nutzernamen Liese normalerweise mehrere Stunden lang täglich im Netz surfte. Die Pausen deuten also auf eine Abwesenheit hin.

Allerdings war sie zumindest am 1. November, einem Dienstag, noch in Zwickau unterwegs. Am späten Nachmittag fuhr sie zur Polenzstraße, wo das Trio bis 2007 in einem etwas heruntergekommenen Mietshaus gewohnt hatte. Dort besuchte sie Heike K., ihre ehemalige Nachbarin und gute Freundin. Sie hätten zusammen Abendbrot gegessen und Fernsehen geschaut, erinnerte sich K. später bei der Befragung durch das Bundeskriminalamt (BKA). Ihr sei aber aufgefallen, dass die sonst so lustige Zschäpe an diesem Abend auffällig ruhig und in sich gekehrt gewesen sei. Der Abschied am Abend sei dann wie eine Trennung gewesen. Zschäpe habe sie „eine ganze Minute“ an sich gedrückt und Tränen in den Augen gehabt, erinnerte sich K. Als schließlich das Taxi kam, sei Zschäpe „fast weggerannt“.

Wenn sie aber nicht in die Frühlingsstraße fuhr, was die bis zum Abend des 3. November fehlenden Onlineaktivitäten nahelegen – wo hat das Taxi Zschäpe dann hingebracht? Im Wohnmobil war sie jedenfalls nicht in diesen Tagen. Das lässt sich anhand der sichergestellten Asservate feststellen. Nur zwei Betten im Fahrzeug sind benutzt worden, in den Schränken fanden sich lediglich Kleidungsstücke der beiden Männer. Von Frauensachen keine Spur – dafür aber Hinweise auf die Anwesenheit eines Kindes. Am Boden der Fahrerkabine fanden die Ermittler einen Plüschbär, eine Plastikpuppe, eine Wasserspritzpistole. Und eine einzelne rosafarbene Kindersandale, Größe 34. Eine DNA-Spur konnte darauf gesichert werden, es war die eines Mädchens. Wer das Mädchen war, weiß man bis heute nicht.

Ein hohler Plüschbar für Schmuggelgut?

Allerdings stellten die Ermittler noch ein seltsames Detail fest, als sie die Asservate untersuchten. Durch ein Loch im Stoff kann man in den Bauch des Plüschbären fassen, darin finden sich kleine leere Plastiktütchen. Diente das Spielzeug im Wohnmobil nur zur Tarnung, weil in dem Stofftier etwas geschmuggelt wurde? Der Verdacht ist nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheint. Zwar hatten Mundlos und Böhnhardt vor allem in den ersten Jahren mit Banküberfällen dringend benötigtes Geld erbeutet – aber ob diese Raubtaten wirklich die einzige Einnahmequelle des Trios waren, bezweifeln auch die Ermittler. Die Finanzermittlungen des BKA legen den Schluss nahe, dass sich die im Untergrund lebenden Neonazis offenbar nicht nur aus diesen Überfällen finanziert haben können, sondern noch Geld aus weiteren, bislang unbekannten Quellen oder Straftaten erhalten haben müssen.

Es ist durchaus möglich, dass Mundlos und Böhnhardt im Laufe der Jahre auch mit anderen kriminellen Gruppen, sogar aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität, in Kontakt geraten sind. Darauf weisen auch DNA-Spuren hin, die im Wohnmobil und in der Frühlingsstraße gesichert, aber von den Fahndern bislang nicht konkreten Personen zugeordnet werden konnten. So fand sich die in den Akten als P46 bezeichnete DNA-Spur einer unbekannten männlichen Person zusammen mit dem genetischen Fingerabdruck von Beate Zschäpe an einer unbenutzten Wollsocke im Schrank des ausgebrannten Wohnmobils. In der DNA-Analysedatei des BKA erzielte ein Abgleich von P46 drei Treffer: Die Spur konnte zwischen 2002 und 2005 an Tatorten in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen gesichert werden. In Berlin ging es dabei um einen Fahrzeugdiebstahl, im nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis sowie im hessischen Lahn-Dill-Kreis wurde die Spur einer seit 2002 anhaltenden Verbrechensserie von Wohnungseinbrüchen zugeordnet.

Zumindest bei den beiden letzten Straftaten gehen die Behörden davon aus, dass eine litauische Tätergruppe dahinter steckt. Eine brisante Spur, denn mindestens bis Ende der 1990er- Jahre begingen Thüringer Neonazis aus dem unmittelbaren Umfeld des Trios zusammen mit litauischen Staatsbürgern nachweislich Raubstraftaten im Freistaat.

Und noch eine weitere unbekannte DNA-Spur aus dem Wohnmobil gibt Rätsel auf. Sie wurde an einer Plastikflasche mit Erdbeermilch isoliert, die im Kühlschrank des Fahrzeugs stand. Dieselbe DNA-Spur, in den Akten als P12 bezeichnet, fanden die Ermittler an weiteren sieben Asservaten aus der Wohnung in der Frühlingsstraße – es handelt sich dabei um schriftliche Unterlagen, eine mit „PDS/SPD Liste“ beschriftete Diskette, ein Munitionsteil sowie einen Rucksack, der vermutlich für einen Bankraub in Chemnitz benutzt wurde. Als die Spur in der Analysedatei des BKA überprüft wurde, machten die Ermittler eine überraschende Entdeckung: Der genetische Code der unbekannten Person P12 war im Juli 2012, also mehr als ein halbes Jahr nach dem Auffliegen des Trios, an einem Tatort in Berlin sichergestellt worden. Er fand sich an der Hülse einer Patrone, die auf zwei Mitglieder des Rockerclubs Bandidos abgefeuert worden war.

Noch ein ungewöhnlicher Vorgang spielte sich in den Tagen vor dem 4. November 2011 ab. Am 26. Oktober – am Tag zuvor hatte das Trio das Wohnmobil für den Sparkassen-Überfall in Eisenach angemietet -– verließen Mundlos und Böhnhardt abends die gemeinsame Wohnung in der Frühlingsstraße. Aufnahmen der von ihnen zwei Jahre zuvor in den Blumenkästen vor den Fenstern versteckten Überwachungskameras zeigen, wie die beiden Männer im Dunkeln aus dem Hauseingang an der Rückseite des Gebäudes treten und eine Leiter aufstellen. Während der eine mit der Taschenlampe leuchtet, montiert der andere einen Bewegungsmelder und verbindet ihn mit dem Außenlicht über der Haustür. Nach einer Viertelstunde ist die Montage beendet, Mundlos und Böhnhardt kehren in die Wohnung zurück.

Umfangreiches Waffenarsenal

Warum haben die beiden nicht bis zum nächsten Tag gewartet, um den Bewegungsmelder bei Tageslicht zu montieren? Sollten die Nachbarn nichts mitbekommen von dem Einbau? Und wieso brachten sie überhaupt das Gerät an – sorgte sich das Trio vor ungebetenem Besuch? Ein Grund für letzteres könnte das verräterische Waffenarsenal sein, das in jenen Tagen in der Wohnung des Trios in der Frühlingsstraße lagerte: Zwölf Waffen – darunter die Česká und eine zweite, bei der Mordserie eingesetzte Pistole sowie die beiden Tatwaffen, mit denen auf die Polizisten in Heilbronn gefeuert worden war – lagen dort wie auf dem Präsentierteller. Hinzu kamen über 1.600 Schuss Munition sowie zweieinhalb Kilogramm Schwarzpulver. Möglicherweise lagerten die Waffen nur vorübergehend in der Frühlingsstraße, denn es ist kaum anzunehmen, dass ein solch großes Arsenal einschließlich der verräterischen Tatwaffen von zehn Morden ständig in der Wohnung vorgehalten wurde.

Ein Handout des Bundeskriminalamtes vom 8.5.2012 zeigt die damals noch mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe (l-r), aufgenommen vermutlich 2009. Mit dem sichergestellten Urlaubsfoto startete das Bundeskriminalamt damals einen neuen bundesweiten Fahndungsaufruf. (© picture-alliance/dpa, Bundeskriminalamt)

Immerhin gab das Trio jedes Jahr, wenn es wochenlang in den Urlaub fuhr, die Wohnungsschlüssel an ein fremdes Ehepaar ab, das die Katzen betreute. Oder waren dem Trio einige der Waffen von unbekannten Komplizen oder Komplizinnen zur vorübergehenden Aufbewahrung übergeben worden?

Für diese Überlegungen spricht der Einbau des Bewegungsmelders, der eine visuelle Überwachung des Hintereingangs durch die Kamera im Blumenkasten auch bei Dunkelheit erlaubte. Doch nicht nur in der Wohnung waren in jenen Novembertagen ungewöhnlich viele Waffen versteckt. Auch im Wohnmobil, mit dem Mundlos und Böhnhardt zum Überfall nach Eisenach fuhren, befand sich ein beträchtliches Arsenal.

Die Polizei stellte später acht Waffen in dem Fahrzeug sicher, darunter eine Maschinenpistole, zwei Vorderschaftrepetierflinten – sogenannte Pumpguns –, und die beiden Dienstpistolen der in Heilbronn überfallenen Polizisten sowie einen bei einem Raubüberfall 2006 in Zwickau verwendeten Revolver. Hinzu kamen mehr als 23.000 Euro Bargeld, die noch in Plastikfolie eingeschweißt waren und aus einem wenige Wochen zurückliegenden Bankraub des NSU in Arnstadt stammten.

Aber warum hattben Mundlos und Böhnhardt diese vielen Waffen und das Bargeld sowie außerdem noch die in einem Rucksack verborgenen verräterischen NSU-Videos bei sich, als sie zu dem Überfall nach Eisenach fuhren? Sie gingen damit ein unnötig hohes Risiko ein, schon bei einer Polizeikontrolle oder einem Verkehrsunfall erwischt zu werden. Eine mögliche Erklärung dafür lautet, dass sie in den Tagen zuvor ein Depot geräumt hatten, also ein Erdversteck oder eine zweite geheime Wohnung, in der bis dahin das Geld und die Waffen lagerten. Nach dem Überfall wollten sie dann die Sachen möglicherweise in ein anderes Versteck bringen beziehungsweise an einen Komplizen weitergeben. Für diese These spricht der Umstand, dass am Nachmittag des 3. November 2011 – also am Tag vor dem Bankraub in Eisenach – Böhnhardt bei der Caravan-Vermietung in Schreiersgrün anrief, um die am nächsten Tag ablaufende Mietzeit für das Wohnmobil zu verlängern. Und zwar bis zum darauffolgenden Montag, dem 7. November 2011. Sollte die Reise nach dem Bankraub also noch weitergehen?

Keine stringente Flucht

Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Vorgänge am 4. November im Eisenacher Stadtteil Stregda in einem anderen Licht. Um 9.10 Uhr an diesem Tag überfielen Mundlos und Böhnhardt die Sparkasse am Eisenacher Nordplatz. Nach der Tat flüchteten die beiden Täter mit 72.000 Euro Beute auf Fahrrädern zu einem dem Wohnmobil, das gerade mal 600 Meter entfernt auf einem leeren Parkplatz abgestellt war. Von dort fuhren sie aber nicht auf die nahegelegene Autobahn, sondern bogen kurz vor der Autobahnauffahrt in das Wohngebiet von Stregda ab. Dass sie damit einer möglichen Ringfahndung entgehen wollten, wie die Ermittler vermuten, ist nicht unbedingt plausibel:

Aus dem Polizeifunk, den die beiden Bankräuber in ihrem Wagen abhörten, wussten sie, dass zunächst nach einem Transporter gesucht wuirde. Erst um 10.34 Uhr, fast anderthalb Stunden nach dem Überfall, wurden die Polizeistreifen angewiesen, auf ein weißes Wohnmobil zu achten. Da hätten die beiden schon längst über alle Berge sein können. Und auch, als schon kurz nach 11 Uhr die Ringfahndung aufgehoben wurde, fuhren Mundlos und Böhnhardt nicht los auf die nahe Autobahn. Warum nicht? Warteten sie vielleicht auf einen Komplizen, mit dem sie an diesem Ort verabredet waren, um ihm die Waffen und das Geld aus dem Fahrzeug zu übergeben?

Als die Polizeistreife gegen 12 Uhr eher zufällig auf das Wohnmobil in der stillen Straße Am Schafrain in Stregda stieß, waren die beiden Männer in dem Fahrzeug vermutlich noch am Leben. Dafür sprechen zumindest die Geräusche, die die Beamten wahrnahmen, als sie aus ihrem Streifenwagen stiegen und zu dem Fahrzeug gingen. Ein Rumpeln habe man gehört, „als würde ein Möbelstück gerückt“, wie sich einer von ihnen später erinnerte. Dann fiel ein Schuss. Die Beamten suchten Deckung und vernahmen – dazu gibt es von ihnen unterschiedliche Aussagen – nach zwei beziehungsweise drei bis fünf Sekunden einen zweiten Schuss. Schließlich fiel noch ein dritter Schuss – nach weiteren drei bis fünf Sekunden, wie der eine Beamte ausgesagt hat, oder nach 10 bis 15 Sekunden, wie es der andere glaubt. Kurz darauf drangen Rauch und Flammen aus dem Wohnmobil.

20 mysteriöse Sekunden

Was ist in diesen – je nach Zeugenaussage – sieben bis 20 Sekunden im Inneren des Wohnmobils passiert? Offenbar, das zeigen die Tatortfotos, waren Mundlos und Böhnhardt auf ein mögliches Feuergefecht mit der Polizei eingestellt. Beide hatten Pumpguns zur Hand. Auf der Sitzecke lag eine Maschinenpistole mit ausgeklapptem Schulterstück, auf dem Boden im Bad eine der beiden beim Polizistenmord in Heilbronn geraubten Dienstpistolen. Die andere, die der getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter gehörte, lag auf dem Tisch in der Sitzecke. Auf dem Herd lag ein Revolver. Schließlich befand sich auch noch auf dem Bett im Heck des Fahrzeugs eine Pistole. Sieben Waffen, alle durchgeladen und griffbereit für den Ernstfall – und doch entschieden sich die beiden Killer, die noch vier Jahre zuvor eiskalt auf zwei Polizisten in Heilbronn geschossen haben sollen, diesmal innerhalb kurzer Zeit zum kollektiven Selbstmord. Oder gab es einen Streit, einen Kampf gar? Wollte Böhnhardt sich den Weg freischießen und Mundlos das verhindern? Denkbar wäre das, denn nach den Feststellungen der Ermittler tötete Mundlos Böhnhardt mit einem Schuss aus seiner Pumpgun in die Schläfe und richtete die Waffe dann anschließend gegen sich selbst.[5]

Blick in das am 4.11.2011 teilweise ausgebrannte Wohnmobil der NSU-Terrorzelle in der Asservatenkammer des Bundeskriminalamtes. (© picture-alliance/dpa)


Sicher ist: Alles muss sich unvorstellbar schnell in dem engen Wohnmobil abgespielt haben. Laut einem Brandgutachten soll Mundlos nach dem Todesschuss auf Böhnhardt Papier in der Mitte des Wohnwagens angehäuft und angezündet haben. Spuren von einem Brandbeschleuniger fand man nicht. Dennoch muss das Feuer innerhalb kurzer Zeit hoch aufgelodert sein. Es wurde schließlich so heiß, dass nach wenigen Minuten die Fenster und die Decke des Fahrzeugs herausflogen und sich einige der Waffen verformten. Mundlos war zu diesem Zeitpunkt längst tot. Dem von den Polizisten geschilderten Ablauf zufolge muss er sich, unmittelbar nachdem er das Papier angezündet hat, sofort hingesetzt und selbst erschossen haben.

Der noch immer fehlende dritte Mann

Die Spurenlage, die Auffindesituation und die glaubwürdigen Beobachtungen der Streifenpolizisten sprechen dagegen, dass die beiden Männer im Wohnmobil von einem unbekannten Dritten erschossen wurden. Aber dennoch muss es einen dritten Mann gegeben haben, der die Vorgänge in Stregda beobachtet hat oder davon nach kurzer Zeit erfuhr und genau wusste, um wen es sich bei den Toten im Wohnmobil handelte. Wie sonst hätte Beate Zschäpe in der Zwickauer Wohnung vom Tod ihrer beiden Freunde erfahren sollen? Sie surfte zwar im Internet, schien aber arglos. Nur am Vormittag suchte sie im Netz einmal nach Meldungen über Autounfälle in Sachsen. Dann aber kehrte sie zurück auf die Seiten über Tierschutzorganisationen und Biobauern in der Region. Um 14.28 Uhr tippte sie „fleisch von freilaufenden tieren zwickau“ in das Suchfeld bei Google ein. Zwei Minuten später schaltete sie den PC aus, eine weitere halbe Stunde später stand die Wohnung in Flammen.

Zwischen 14.28 und 14.30 Uhr musste ihr also jemand glaubhaft versichert haben, dass Mundlos und Böhnhardt tot sind, dass ihr nichts als die überstürzte Flucht bleibt und der Versuch, Spuren zu vernichten. Dass es eine kurze Radionachricht über ein brennendes Wohnmobil mit zwei Toten war, die sie aufschrecken ließ – so behauptete es Zschäpe in ihrer zweifelhaften Aussage in der Endphase des NSU-Prozesses –, ist kaum glaubhaft.

Auf welchem Weg auch immer Zschäpe an diesem Nachmittag des 4. November 2011 vom Tod ihrer beiden Freunde erfuhr, die Nachricht versetzte sie offenbar in große Panik. Dabei hätte sie genug Zeit gehabt, belastende Beweise, also Waffen, verräterische Unterlagen und die NSU-Videos, aus der Wohnung zu schaffen – ergab sich für die Behörden doch erst am Freitagabend ein Zusammenhang zwischen dem Bankraub und der Wohnung in der Frühlingsstraße, nachdem ein Anwohner aus Zwickau in einem Fernsehbericht zufällig das Wohnmobil erkannt und die Polizei alarmiert hatte. Bei der Anmietung des Fahrzeugs hatte Böhnhardt nicht nur einen falschen Namen, sondern auch eine andere Adresse angegeben.

Doch Zschäpe entschied sich innerhalb weniger Minuten dafür, einen auf maximale Zerstörungskraft angelegten Brand zu entfachen. Aus einem schon bereitstehenden Kanister verteilte sie zehn Liter Benzin in der Wohnung. Da die Fenster geschlossen waren, entwickelte sich ein hochexplosives Luftgemisch. Die Zerstörung, die die Detonation und das anschließende großflächige Feuer anrichteten, war groß – dennoch konnten im Brandschutt später erstaunlich gut erhaltene Beweisstücke gefunden werden.

Ein Passantin geht am Mittwoch (16.11.2011) in der Frühlingsstrasse in Zwickau an dem durch eine Explosion und einen Brand zerstörten Haus, in dem die Serienmörder der NSU untergeschlüpft waren, vorbei. (© picture-alliance/dpa, Arno Burgi)


Ein Unterschlupf in Glauchau?

Nachdem sie die Wohnung verlassen und die beiden Katzen einer Nachbarin gegeben hatte, lief Zschäpe zunächst Richtung Innenstadt, von wo aus sie über Handy ihren Vertrauten André Eminger anrief.[6] Der holte sie eine halbe Stunde nach Ausbruch des Feuers in etwa zwei Kilometer Entfernung von der Frühlingsstraße mit dem Auto ab. Wohin er sie brachte, ist nicht bekannt. Möglicherweise war Glauchau das Ziel, eine Kleinstadt nahe Zwickau. Tatsächlich wurde am frühen Morgen des 5. November zwischen drei und vier Uhr von einer Telefonzelle am Bahnhof Glauchau aus der Handyanschluss von Eminger mehrmals angewählt. Sollte Zschäpe die unbekannte Anruferin gewesen sein, was zu vermuten ist, wäre das ein weiterer Hinweis darauf, dass das Trio noch einen Unterschlupf in Glauchau besaß.[7]

Auf ihrer Flucht hatte Zschäpe offenbar noch ein weiteres, bis heute unbekanntes Handy dabei. Ein Nachbar beobachtete, wie sie nach dem Verlassen des Hauses in der Frühlingsstraße telefonierte. Von der Nummer, von der aus sie eine Viertelstunde später André Eminger anrief, kann dieser Anruf nicht geführt worden sein – das hat die spätere Auswertung der Handydaten ergeben. Wen rief Zschäpe aber dann von diesem unbekannten Handy aus an?

Buch-Cover der Schriftenreihe "Der NSU-Prozess - Das Protokoll" Band 1. (© bpb)

Bis zum 8. November 2011 fuhr sie mit dem Zug scheinbar ziellos durch mehrere Bundesländer. War sie auf der Flucht, weil sie um ihr Leben fürchtete, oder rang sie an diesen Tagen mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen? Zschäpes Einlassungen dazu vor Gericht geben keine rechte Antwort darauf.

Zweifelhaft bleibt auch ihre späte Aussage im Prozess, sie habe – wie in der Anklage behauptet – auf ihrer Flucht mindestens 15 fertig adressierte und frankierte Briefumschläge mit dem NSU-Bekennervideo an verschiedenen Orten in die Post gegeben. Denn nur auf einem der sichergestellten Umschläge ist ein Fingerabdruck von Zschäpe gefunden worden, auf den restlichen gab es keinerlei Spuren oder DNA von ihr oder ihren beiden Freunden. In mindestens einem Fall, in Nürnberg, hatte das Bekennervideo den Adressaten zudem in einem unfrankierten Umschlag erreicht. Das heißt, ein unbekannter Komplize muss den Umschlag dort in den Briefkasten geworfen haben – denn in Nürnberg ist Zschäpe auf ihrer Flucht nicht gewesen.

Am 8. November 2011, einem Dienstag, stellte sich Beate Zschäpe in ihrer Heimatstadt Jena der Polizei. Ein Jahr später, auf einem Haftausflug nach Thüringen, sagte sie zu dem sie begleitenden BKA-Beamten: „So einen Fall wie mich, das hat’s noch nicht gegeben.“ Was sie damit meinte, gehört bis heute zu den ungelösten Rätseln rund um die schlimmste Mordserie deutscher Rechtsterroristen in der Geschichte der Bundesrepublik.


Zitierweise: Andreas Förster, „Der mysteriöse Showdown in Eisenach und Zwickau - Das Ende des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) vor zehn Jahren“, in: Deutschland Archiv, 4.11.2021, Link: www.bpb.de/343020. Alle Texte im Deutschland Archiv sind Recherchen und Meinungsbeiträge der jeweiligen Autorinnen und Autoren, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Zur Ergänzung:


- NSU-Info-Schwerpunkt der bpb

- bpb-Schriftenreiheband "Der NSU-Prozess. Das Protokoll".

Fußnoten

1.
Vgl. Tagesspiegel-Online vom 27.10.2021 https://plus.tagesspiegel.de/politik/10-jahre-nach-nsu-bayerns-ex-innenminister-beckstein-der-fall-war-die-grosste-niederlage-des-rechtsstaats-285754.html, letzter Zugriff am 3.11.2021.
2.
Die Tatwaffe der neun Morde war eine Česká 83, eine halbautomatische Selbstladepistole, die Helfershelfer dem Trio besorgten.
3.
Der Autor nutzt für die folgende Darstellung die umfangreichen Ermittlungsakten des NSU-Verfahrens der Generalbundesanwaltschaft, die er in der Vergangenheit einsehen und auswerten konnte. Zum Nachlesen ist die Akte 2018 auch in der Schriftenreihe der bpb unter der Bestellnummer SR 10372 erhältlich (https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/293325/der-nsu-prozess-das-protokoll).
4.
Der Ausweis gehörte Holger G., einem aus Jena stammenden Neonazi und Freund des Trios. Der später nach Niedersachsen verzogene G. hatte im Mai 2011 seinen Reisepass an Böhnhardt übergeben, der das Dokument fortan unter anderem zur Anmietung von Fahrzeugen benutzte. G., der dem Trio mehrfach Ausweispapiere überlassen hatte, wurde 2018 vom OLG München wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.
5.
Der erste Schuss, der von den Streifenbeamten gehört wurde und der aber niemanden traf, gibt ebenfalls Rätsel auf. Den Ermittlern zufolge wurde er im Wohnmobil aus der Maschinenpistole abgefeuert, die sich später auf der Sitzbank fand und nach einer Schussabgabe eine Ladehemmung hatte. Teile eines Geschosses konnten von Experten auch im Fensterrahmen der Fahrertür gefunden werden – aber ob dieses Geschoss aus der MPi stammte, ließ sich technisch nicht mehr klären. Einer der beiden Streifenpolizisten, die am Wohnmobil standen, als die Schussgeräusche zu hören waren, sagte vor dem Erfurter NSU-Untersuchungsausschuss zudem aus, er sei sicher, dass der erste Schuss aus einer kleinkalibrigen Waffe abgegeben worden sei, einem Revolver oder einer Pistole vielleicht. Er sei Jäger und habe ein gutes Gehör für Waffen, sagte der Beamte noch. Die Untersuchung der entsprechenden Waffen im Wohnmobil ergab jedoch keinen Hinweis darauf, dass aus ihnen gefeuert wurde.
6.
Der Zwickauer Neonazi André E. gilt laut Ermittlern als engster Vertrauter und wichtigster Helfer des Trios während ihrer Zeit in Zwickau. Das OLG München verurteilte ihn wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung jedoch lediglich zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil der Bundesgerichtshof im Dezember 2021 noch über einen von der Bundesanwaltschaft eingelegten Revisionsantrag beraten muss. Eine aktuelle Übersicht über die weiteren Mitverdächtigen und den Ermittlungsstand gegen sie veröffentlichte die taz am 4.11.2021 unter https://taz.de/Zehn-Jahre-nach-NSU-Enttarnung/!5809433/ .
7.
Das BKA ging einige Jahre später diesem Verdacht nach und suchte erfolglos per Handzettel in Glauchau Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise auf eine solche konspirative Wohnung geben könnten.

Andreas Förster

Andreas Förster

Jahrgang 1958, ist freier Journalist und Buchautor in Berlin. Er schreibt vor allem über DDR-Aufarbeitung, Terrorismus und politischen Extremismus, Geheimdienste, Zeitgeschichte und Organisierte Kriminalität, vornehmlich für die Berliner Zeitung.


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