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26.1.2011

Der "letzte Ostdeutsche"

Wer wird der letzte sein, der sich als Ostdeutscher definiert? Und was wird er uns zu sagen haben? Ein unterhaltsam, nachdenklicher Essay über ostdeutsche Befindlichkeiten, (west-)deutsche Vergesslichkeit und gesamtdeutsche Geschichtsvergessenheit.

"Der Letzte macht das Licht aus!"




"Mein Gott, – ist denn da überhaupt noch jemand da?"
Die Karikatur Walter Hanels spielt auf die Flüchtlingswelle aus der DDR Ende 1989 an. (© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn)

Ein alter ostdeutscher Witz: Erich Honecker ist auf einer Auslandsreise. Als er nach Ost-Berlin zurückkehrt, findet er die Stadt hell erleuchtet, aber die Straßen sind leer, und kein Mensch ist zu sehen. Voller Panik fährt er umher, bis er schließlich zur Berliner Mauer kommt und ein riesiges Loch entdeckt. Dort steht auf einer handschriftlichen Notiz: "Erich, Du bist der letzte. Mach bitte das Licht aus, wenn Du gehst."

Heute ist Erich Honecker keineswegs mehr der letzte Ostdeutsche, der das Gebiet der DDR verlassen hat. Der Generalsekretär der SED weilt nicht mehr unter uns. Es gibt jedoch durchaus andere, die ihn im Sinne des Witzes ersetzen könnten.

20 Jahre nach dem Fall der Mauer und der Revolution von 1989 hält sich der Ausdruck eines gewissen Ostdeutschentums. Die Ostdeutschen verleihen dem auf unterschiedliche Weise Ausdruck: Wehmut nach den gemütlichen Nischen angesichts von Familie und Freundeskreis; romantische Bindung an die wirtschaftlichen und politischen Sicherheiten eines "real existierenden Sozialismus"; offen geäußerte Frustration und Unmut angesichts der anhaltenden Belastungen der Wiedervereinigung. Angenommen, dass diese Empfindungen im Laufe der Zeit schwinden werden, was wahrscheinlich mit jeder neuen Generation der Fall sein wird: Wer wird der letzte sein, der sich selbst als Ostdeutscher definiert? Wird er oder sie uns etwas zu sagen haben, bevor er oder sie die Region hinter sich lässt?

Aus zwei Gründen ist es angebracht, über diesen letzten Ostdeutschen nachzudenken. Erstens: Individuelles Klagen und Nostalgie machen nicht die Gesamtidentität einer Person aus. Die Sehnsucht nach Elementen der DDR-Vergangenheit ist für die meisten Ostdeutschen eine Realität, aber dieses Gefühl ist vor allem ein Protest gegen die Folgen der Vereinigung, nicht jedoch ein Bedürfnis, die Uhr zurück zu drehen. Zweitens, und mindestens so wichtig: Das noch bevorstehende Phänomen des letzten Ostdeutschen wirft grundsätzliche Fragen auf, wie künftige Generationen die Tatsache interpretieren werden, dass ein Teil Deutschlands für 40 Jahre von einer kommunistischen Diktatur regiert wurde. Ist es möglich, dass in weiteren 40 Jahren, oder sogar in kürzerer Zeit, sich niemand mehr dafür interessieren wird, dass die DDR überhaupt existierte? Wird es für die Nachwelt noch eine Rolle spielen, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ein geteiltes Land war?

Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz am 4. November 1990 (© bpb/Deutsche Kinemathek)

Um auf diese Fragen zu antworten, müssen wir uns bewusst machen, dass man von Ostdeutschen nicht als einer einheitlichen Gruppe sprechen kann.[1] Schon bald nach dem Zusammenbruch der DDR wurde klar, dass Wiedervereinigung für verschiedene Menschen Unterschiedliches bedeutet. In meinem Essay will ich diese Frage mit der Unterscheidung von drei vereinfachten Personengruppen angehen: Normalbürger mit wenig Ehrgeiz, politische Macht oder soziale Anerkennung zu erlangen; Anhänger bestimmter Aspekte des alten Regimes mit einem offensichtlichen Interesse, dessen Werte zu bewahren; aktive Dissidenten mit einer langfristigen Absicht, diese Ordnung zu überwinden.

Ich bin davon überzeugt, dass der letzte Ostdeutsche aus den Reihen des letztgenannten Typus, also der Dissidenten, kommen wird. Nach entsprechender Darlegung will ich dann versuchen, die Abschiedsworte dieser Person vorweg zu nehmen. Ich werde behaupten, dass unser(e) Dissident(in) viel zu sagen haben wird über seinen bzw. ihren Anteil an den Ereignissen von 1989. Dabei mindestens ebenso wichtig: Diese Worte werden unsere Aufmerksamkeit auf die Chancen richten, die ein Land wie das moderne Deutschland hat, um vom zu wenig genutzten Erbe des Widerstands gegen eine Diktatur zu profitieren.

Drei Typen von Ostdeutschen: 1




Beginnen wir mit dem idealtypischen Menschen von der Straße. In den Jahren vor 1989 war es seine entscheidende Eigenschaft – die er mit allen seinen Geschwistern, Schulfreunden und Kollegen teilte –, ein Realist zu sein. Einerseits musste er nicht unbedingt die "Tagesschau" sehen (gleichwohl seine abendliche Standardbeschäftigung), um zu wissen, dass Erich Honecker und seine Kollegen im Politbüro niemals ihrem Versprechen nachkommen würden, eine Gesellschaft des sozialistischen Überflusses und Wohlstandes zu schaffen. Er wusste, dass er dazu bestimmt war, ein Leben voll harter Arbeit und geringer Erwartungen zu führen. Andererseits erkannte dieser Ostdeutsche, dass nichts damit zu gewinnen war, seine Unzufriedenheit öffentlich zu äußern. Die Autorität seiner Regierung in Frage zu stellen, wäre geradezu dumm gewesen; mehr noch, es wäre nutzlos gewesen. Unter der Annahme, dass die politische Linie der SED sich in absehbarer Zeit keineswegs ändern würde, ging er am sichersten, wenn er versuchte, das Optimale herauszuholen, was dieses Leben zu bieten hatte: den städtischen Fußballverein, die Kneipe an der Ecke, und vor allen Dingen ein sorgenfreies Wochenende in der familieneigenen Datsche.

Mit dieser Charakterisierung unterstelle ich dem normalen Ostdeutschen keineswegs, seine Gefühle seinem Land gegenüber seien nicht tief oder nicht ernsthaft genug gewesen. Immerhin war es für ihn unvorstellbar, dass er ein anderes Leben hätte wählen können. Wenn wir uns jedoch vor Augen führen, wie schnell die DDR nach der Grenzöffnung zerfiel, so waren diese Gefühle zweifelsohne nicht tief genug gewesen. Als in den ersten Wochen nach dem 9. November 1989 Tausende seiner Landsleute nach West-Berlin strömten, wurden sie zunächst durch Neugier auf das Neue und nicht so sehr durch Opposition zum Alten geleitet. Der Kapitalismus und die damit verbundenen Freiheiten stellten sich jedoch sehr schnell als unwiderstehlich heraus. Sobald sich die klaren Vorteile eines Lebens im Westen bestätigt hatten, ergab es keinen Sinn mehr, die DDR noch länger zu erhalten.

Ironischerweise hatte Otto Reinhold, einer der führenden Theoretiker der SED, diese Tatsache bereits am 19. August 1989 in einem Interview mit Radio DDR 2 anerkannt. Gefragt, warum Honeckers Regierung sich nicht wie ihr sowjetisches Pendant für wirtschaftliche Reformen einsetze, betonte er, dass die einzige Existenzberechtigung der DDR in ihrem Anspruch bestünde, eine sozialistische Alternative zu Westdeutschland darzustellen: "Welche Existenzberechtigung", so fragte Reinhold, "sollte eine kapitalistische DDR neben einer kapitalistischen Bundesrepublik haben?" Gar keine – so viel wurde als Antwort bald klar.

Das wird auf subtile Weise auch in dem populären Film "Goodbye Lenin" aus dem Jahre 2003 illustriert. Auf einer Ebene geht es darin um eine Mutter und treue Parteigenossin, die einen Herzinfarkt erleidet und am 40. Jahrestag der DDR in ein Koma fällt. Ihre Familie und Freunde machen sich so große Sorgen um sie, dass sie, als die Genossin kurz vor der anstehenden Wiedervereinigung wieder aufwacht, sonderbarste Maßnahmen ergreifen, um ihr vorzuspielen, dass sich nichts geändert habe. Auf einer tiefer liegenden Ebene geht es in dem Film jedoch um ihren Sohn Alex, der wie alle anderen in seinem Umfeld sich nicht schnell genug seiner ostdeutschen Identität entledigen kann. Während seine Mutter schläft, trägt er westliche Kleidung, setzt sich den "korrumpierenden" Einflüssen von Heavy Metal und degenerierter Kunst aus und erholt sich dabei, mit seiner russischen Freundin Marihuana zu rauchen. Alex einziges Missgeschick scheint es zu sein, dass er seine Stelle in einem nun überflüssigen staatlichen Fernsehreparaturladen verliert. Es ist aber bezeichnend, dass dieser Verlust ihm gar nichts auszumachen scheint. Die Worte, die der Regisseur ihm in den Mund legt, als er das Gebäude verlässt, dürften kaum zufällig gewählt sein: "Ich war der letzte. Ich machte das Licht aus."

Was in "Goodbye Lenin" im übertragenen Sinne passiert, findet in der ehemaligen DDR tagtäglich tatsächlich statt. Ostdeutschland ist kein Ort mehr zum Leben, sondern zum Weggehen. Zwischen 1990 und 2008 ist die Bevölkerung im Osten einschließlich ganz Berlins von 18,2 auf 16,6 Millionen gesunken. Demografen sagen voraus, dass bis 2020 eine weitere Million die Region verlassen haben wird. Diese rasche Entvölkerung zusammen mit einem konstanten Rückgang der Geburtenrate sollte niemanden überraschen, da es keine klare Zukunftsperspektive im Osten gibt. Im Osten sind deutlich mehr Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt als im Westen. Um die Situation noch zu verschlimmern: Ausgerechnet jene jungen und gut ausgebildeten Menschen, die auf der Suche nach einer Stelle die Region verlassen, würden gebraucht, um die Wirtschaft im Osten herumzureißen. Andere haben sogar noch weniger Grund zu bleiben, denn sie waren Kinder oder noch nicht geboren, als die DDR aufhörte zu existieren.

Wer zurückbleibt, tut dies wiederum nicht aus Anhänglichkeit, sondern mangels Alternative. Mit Ausnahme weniger, die in Wachstumsregionen wie Leipzig und Dresden Arbeit finden, werden die meisten eher zu den Problemen der Region beitragen, als sie zu mildern. Eine stetig wachsende Zahl pensionierter Bürger belastet nicht nur die sozialen Sozialkassen, sondern stellt auch die Einstellung der Erwerbstätigen auf die Probe, welche den Sozialstaat finanzieren. Die wirtschaftlichen Prognosen für Ostdeutschland scheinen in der Tat so unsicher zu sein, dass sogar Einwanderer der Region fernbleiben.


Drei Typen von Ostdeutschen: 2




Wenn schon unser normaler unpolitischer Bürger dabei ist, die Region mental, wenngleich noch nicht physisch zu verlassen, wie sieht es dann aus für den "letzten Ostdeutschen" aus der zweiten Gruppe, die ich erwähnte? Ich meine diejenigen, die regelmäßig die SED-Nachfolgepartei, also die PDS, oder jene als Die Linke bekannte Mischung politischer Gruppierungen gewählt haben.

Nehmen wir an, dass unsere letzte Ostdeutsche eine junge idealistische Staatsbeamtin des DDR-Ministeriums für Kultur war, die sich 1990 plötzlich auf der Straße wiederfand. Wie viele andere Nachwuchskräfte in der Partei war sie nie von allen politischen Aspekten der Honecker-Regierung begeistert, insbesondere nicht von deren Unwillen, auf neue Ideen zu hören. Dennoch stand sie zu den egalitären und kollektivistischen Werten, die – so empfand sie es – ihr Land in besseren Zeiten ausgemacht hatten. Unter solchen Umständen überrascht es kaum, dass sie sich zur PDS hingezogen fühlt. Dank der energischen Führung von Leuten wie Gregor Gysi gab es hier eine Partei, die ihr einen Job garantieren würde, wenn sie die Macht dazu hätte. Gleichzeitig würde diese entschieden ostdeutsche Partei die sozialen Errungenschaften verteidigen, die sie bewunderte: Vollbeschäftigung, günstiges Wohnen, kostenlose Gesundheitsfürsorge. Angesichts scheinbar ständiger Angriffe durch politische Abenteurer und "Besser-Wessis", war es ihr möglich, an den Vorzügen der DDR festzuhalten, ohne Beton und Stacheldraht des alten Regimes in Kauf nehmen zu müssen.

Die große Frage jedoch ist, wie lange es für diese junge Frau eine Rolle spielen wird, dass sie sich selbst als Ostdeutsche versteht. In vielerlei Hinsicht ist dieser Frage zu einer entscheidenden für die PDS und Die Linke geworden. Schaut man sich die Entwicklung der SED-Nachfolgepartei an, so bestand ihr Erfolgsrezept darin, sich kontinuierlich als eine Partei mit zwei Gesichtern zu präsentieren. Die PDS war eine Protestpartei, die ostdeutsche Interessen zu vertreten vorgab. In ihrer neuen Form als Eckpfeiler für Die Linke präsentierte sie sich als eine bundesweite Partei, die für alle Deutschen sprechen wollte. Diese beiden Identitäten werden unausweichlich aufeinanderprallen. Beabsichtigt oder nicht: Ich glaube, dass die bundesweiten Tendenzen in der Partei Oberwasser gewinnen werden.

In ihren frühen Jahren war die PDS als nichts anderes vorstellbar denn als eine ostdeutsche Organisation. Gerade wegen dieser Beschränkung war sie aber auch die einzige Partei im Osten, die sich völlig unabhängig von westlichen Einflüssen gerieren konnte. Zu Anfang der Neunzigerjahre garantierte diese Position ihrer Parteiführung gewissermaßen das Privileg als ein Symbol gegen die Wiedervereinigung zu fungieren. Dieser Vorteil war der Schlüssel zu den außerordentlichen Wahlerfolgen der Partei auf allen Ebenen. Gelegentlich wurden solche Erfolge durch die internen Grabenkämpfe jener Vielzahl an Gruppen, welche die Existenz der Partei erst ermöglichten, in Frage gestellt. Dennoch hatte die PDS Ende der Neunzigerjahre im Osten den Ruf erworben, sich den Interessen ihrer Wählerschaft verpflichtet zu fühlen und gleichzeitig zu effektiver Zusammenarbeit mit anderen Parteien fähig zu sein.

Vor diesem Hintergrund mag man vermuten, dass die Transformation der Partei zur Die Linke in der Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends eine starke ostdeutsche Stimme in die bundesdeutsche Politik eingebracht hätte. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die gesamte Strategie, die ausgeprägte politische Kultur der PDS zu vereinen mit dem kunterbunten Haufen radikaler Intellektueller, entfremdeter Gewerkschaftsaktivisten, ehemaliger Umweltschützer und anderer Berufsrevolutionäre (also denjenigen, die ihre westlichen Mitglieder ausmachen) stellt die Loyalität ihrer ostdeutschen Basis auf eine harte Probe. Das Ergebnis wird paradox ausfallen. Wenn Die Linke aufgrund ihrer internen Spannungen implodiert, werden Wähler wie unsere ehemalige SED-Mitarbeiterin ihren Glauben an die Durchsetzungsfähigkeit ihrer Führung verlieren. Wenn die Partei jedoch erfolgreich eine bundesweit ernstzunehmende Volkspartei wird, wird sie unbeabsichtigt ihre Anhänger einladen, auch politische Optionen näher zu betrachten, die durch andere bundesweite deutsche Parteien vertreten werden.


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Deshalb glaube ich, dass der oder die letzte Ostdeutsche aus den Reihen der letztgenannten Personengruppe kommen wird, nämlich der ehemaligen DDR-Dissidenten und Regimekritiker, die sich damals in der Lage sahen, die Autorität ihrer Regierung in Frage zu stellen, auch wenn jedwede Opposition zwecklos erschien.

Der 20. Jahrestag der Maueröffnung bot unlängst Politikern, Medien und Talkshow-Moderatoren eine erfreuliche Gelegenheit, sich wieder mit den Helden von damals vertraut zu machen. Jene, die einst durch eine deutsche Diktatur unterdrückt waren, bekamen die Gelegenheit, ihre alten Auseinandersetzungen mit der Stasi und die Härten eines Lebens als von der eigenen Gemeinschaft Ausgeschlossene darzulegen. Gleichwohl gehörten diese Personen auch in den letzten beiden Jahrzehnten unter den politisch am stärksten marginalisierten Gruppen der ostdeutschen Bevölkerung.

Wie leicht war es doch, die Tatsache aus den Augen zu verlieren, dass diese Dissidenten größte moralische Stärke und intellektuelle Konsistenz aufwiesen, die dann zu den Ereignissen im Herbst 1989 führen sollte. Sie verfügten über eine lange Tradition widerständigen Verhaltens. Mehr als zehn Jahre zuvor hatten sie gefordert, dass ihre Staatsführung genau jene demokratischen Rechte und freie Wahlen zulassen sollte, die dann letztlich durch den Fall der Mauer möglich wurden.

Nach der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki forderten sie öffentlich internationale Unterstützung, um Druck auf ihre Regierung auszuüben, damit diese ihre Politik reformiere und den unerfüllten Garantien bürgerlicher Rechte in der Verfassung gerecht würde. Dafür wurden viele aus ihren Reihen, wie Wolf Biermann, Reiner Kunze oder Jürgen Fuchs, entweder in den Westen ausgewiesen, eingesperrt, oder beides. Dennoch hat die Androhung von Strafe andere nicht davon abgehalten, es ihnen nachzutun. Weil die Zahl der Dissidenten nie besonders groß und außerdem ziemlich dünn auf unterschiedlichste Oppositionsgruppen verteilt war, haben die meisten Außenstehenden, einschließlich des Autors dieser Zeilen, dazu geneigt, ihre Proteste als politisch weitgehend wirkungslos und ein wenig illusionär abzutun. Gleichwohl wissen wir nun dank der Öffnung der Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit, dass sie das kommunistische Regime zutiefst beunruhigten.

Man denke nur an die Bedeutung der sogenannten Umweltbibliothek, die von einer Handvoll junger Idealisten im September 1986 gegründet worden war, um auf die Umweltgefahren der SED-Industriepolitik aufmerksam zu machen. Ein Jahr später sollte dieses mickrige Kellerbüro gegenüber der Ost-Berliner Zionskirche in der gesamten DDR als Symbol der Resistenz gegenüber der Diktatur bekannt werden, als es durch die Stasi gestürmt und seine Gründer verhaftet wurden.

1988 wohnte ich in dieser Gegend und brachte meine Tochter regelmäßig nebenan zum Kindergarten. Ich hatte mich oft gefragt, wie die Organisatoren der Bibliothek wohl zu ihren eigenen Aktivitäten standen. Jedesmal, wenn sie das Gebäude betraten, wussten sie, dass sie das Risiko eingingen, von der Schule verwiesen zu werden oder ihren Job zu verlieren. Dennoch mussten sie geradezu begeistert von der Chance gewesen sein, aufzuzeigen wie ihr Land als freie Gesellschaft aussehen könnte. Die Bibliothek arbeitete unter den Augen der Autorität, deren Vertreter vor ihr Streife liefen. Aber diese Idealisten schafften es irgendwie, die Bibliothek zu einem Magazin verbotener Texte, einem Verteilungszentrum für Samisdat-Literatur und zu einem Treffpunkt der vom Regime Entfremdeten werden zu lassen. In ihrem Innern waren sie überzeugt, dass alles, was man brauchte, um ihre Gesellschaft zu ändern, der Wille war, es tatsächlich zu fordern.

Unter diesem Aspekt kann ich nur allzugut mit den Gründern der Umweltbibliothek und anderen in vergleichbarer Stellung mitfühlen, deren Selbstverständnis noch stark von ihrer ostdeutschen Identität geprägt ist. Über Jahre haben sie alles jenen Prinzipien geopfert, deren Zeit noch nicht gekommen war. Dann sahen sie endlich ihre Träume von einer veränderten DDR für eine kurze, aber ruhmreiche Zeit von Ende 1989 bis Anfang 1990 Wirklichkeit werden: Massendemonstrationen gegen eine scheinbar unerschütterliche Diktatur, ein Aufblühen unabhängiger Oppositionsgruppen und aufkeimender politischer Parteien – sowie eine Kultur zivilen Engagements und Dialogs, die Alexis de Tocqueville hätte erröten lassen.

Deshalb erscheint es sinnvoll, den letzten Ostdeutschen in den Reihen jener zu vermuten, welche die größte Freude an ihrem Land und seinen letzten Tagen hatten. Im Gegensatz zur Mehrheit der Normalbürger war es ihr Ziel, die DDR zu reformieren, nicht aber sie zu verlassen. Und im Gegensatz zu den Anhängern der PDS waren sie nicht daran interessiert, für Wählerstimmen Abstriche von ihren Prinzipien zu machen. Daher wird der Verlust der DDR eine offene Wunde in der persönlichen Biografie jedes Einzelnen bleiben.


Die Erinnerung an die DDR




Was wird der oder die letzte Ostdeutsche sagen, wenn er oder sie das Licht ausmacht? Wenn diese Person, wie von mir angenommen, einer der ehemaligen Dissidenten ist, wird die Botschaft einfach sein: "Vergesst nicht, was wir erreicht haben." Selbstverständlich will man keinem der ehemaligen DDR-Bürger das Recht absprechen, einen ähnlichen Anspruch zu stellen. Alle Menschen haben ein Anrecht auf ein erinnernswertes Leben. Dennoch verdient unser letzter Ostdeutscher besondere Beachtung. Die Belastbarkeit dieser Person in gefährlichen Zeiten zeigt, dass sich der Kampf um Grundfreiheiten und Menschenrechte selbst unter den ausweglosesten Umständen gelohnt hat.

Wird dieses Vermächtnis aber für die politische Führung der Bundesrepublik in zehn oder 20 Jahren noch eine Bedeutung haben? Meiner Meinung nach hängt die Antwort auf diese Frage davon ab, wie sich die politischen Führungen entscheiden werden, die historische Bedeutung der Dissidenten einzuordnen.

Bis 1989 war es die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche vom 18. Mai 1848 gewesen, die je in Deutschland einem rein demokratischen Aufstand am nächsten gekommen war. Auch dieses Ereignis wurzelte in der Entschlossenheit einer ganzen Reihe von Regimekritikern, sich gegen ein unterdrückerisches Regiment zur Wehr zu setzen. Was den Mitgliedern des neuen Parlaments an Erfahrung fehlte, machten sie durch deutliche Forderungen nach politischer Repräsentation und nach einer Ausweitung des Wahlrechts wett. Nachdem ihr großes Liberalismusexperiment gescheitert war, folgten fast 100 Jahre Hoffnungslosigkeit.

Bei einer zweiten Gelegenheit, am 23. Mai 1949, wurden diese Hoffnungen durch die Proklamierung der Bundesrepublik Deutschland wiedererweckt. Das herausragende Merkmal dieses neuen Staates war sein verfassungsmäßiges Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit. Das Grundgesetz verpflichtete Bonn dazu, eine "streitbare Demokratie" zu sein, die sich der Verteidigung der menschlichen Würde verschreibt. In einem wichtigen Punkt wies diese Errungenschaft jedoch ein Defizit auf. Weil es unter der Federführung der ausländischen Besatzung entstanden war, fehlte dem Grundgesetz eine Eigenschaft, die 1989 in Ostdeutschland auf deutliche Weise präsent war: Legitimität, die nur durch spontane Bekundung erzeugt werden kann.

"Das Deutschland, dem die Welt vertraut!" Plakat der FDP zur Bundestagswahl 1990 mit einem Porträt ihres Vorsitzenden, Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher". (© Bundesarchiv, Plak 008-003-002, Grafiker: o.A.)

Es ist bekannt, dass auch westliche Politiker 1989/90 von einigen Aspekten dieses Vermächtnisses nicht gänzlich unberührt blieben. So benutzte Hans-Dietrich Genscher einen rhetorischen Kniff, um seinen westlichen Landsleuten einen Platz in der Geschichte zu verschaffen: "Dies war die erste erfolgreiche Freiheitsrevolution unserer Geschichte", erklärte er in einem "Offenen Brief an die Mitbürgerinnen und Mitbürger in Halle und den neuen Bundesländern" (veröffentlicht in der "Mitteldeutschen Zeitung" am 29. September 1990): "Es war eine friedliche, gewaltfreie Revolution. Darin besteht ihr besondere geschichtliche Würde. [...] Unser Volk hat seine politische Reife bewiesen." Ungeachtet der Frage, ob diese Ereignisse tatsächlich eine Revolution darstellten, bleibt festzuhalten: Einerseits wollte Genscher verständlicherweise Gemeinschaftsgefühl in einem lange geteilten Volk erzeugen, andererseits seinem Teil Deutschlands den Ruhm des Augenblicks sichern.

Seit jedoch die historische Bedeutung der Ereignisse anerkannt war, spielten diese eine immer geringere Rolle in Deutschlands offizieller Erinnerung. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR war sogar ein gewisses Maß absichtlichen Vergessens auf Seiten Bonns festzustellen. Nur wenige in der politischen Führung der Bundesrepublik hatten Vertrauen in die Fähigkeit ehemaliger Dissidenten, die großen Herausforderungen an den Osten Deutschlands zu meistern. 1990 waren diese Bedenken nicht unbegründet. Während eine Vielzahl ostdeutscher Bürgergruppen entschlossen war, sich in ausführlichen Verhandlungen über die Bedingungen der nationalen Einheit zu engagieren, befand sich die Regierung Kohl nicht in der Position, geduldig abzuwarten. Als Zehntausende von DDR-Bürgern weiterhin 'mit den Füßen abstimmten', sah die Bundesregierung sich gezwungen, die Gestaltung des Einigungsprozesses schnellst möglich in die eigenen Hände zu nehmen. Dementsprechend wandten die westlichen Architekten der Einheit nicht an die Helden des Herbstes 1989, sondern an Leute wie Günther Krause und Peter-Michael Diestel, die eine geringe oder gar keine Rolle bei der Überwindung des kommunistischen Regimes gespielt hatten. In dieser Hinsicht hatten die Dissidenten recht, wenn sie behaupteten, dass ihnen das Recht der Beteiligung am Einigungsprozess kalkuliert entzogen worden sei. Denn – um mit den Worten Bärbel Bohleys zu sprechen (so in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" vom 10./11. Januar 2009): "Wer war, bitte schön, der Herr Krause? Und wer war der Herr Diestel? Diese Herren, die plötzlich mit Kohl verhandelten, kannte niemand."

Aber dies waren schwierige Zeiten. Das typische westdeutsche Vergessen, wenn es um das östliche Deutschland geht, das seither eingesetzt hat, dürften nicht die Folge einer bewussten Vernachlässigung sein, sondern eine Nachlässigkeit. Zwei Jahrzehnte nach der deutschen Vereinigung sollte man eine sichtbare ostdeutsche Präsenz in den wichtigsten Führungspositionen der Bundesrepublik erwarten dürfen. Aber als die Deutschen am 27. September 2009 einen neuen Bundestag wählten, befanden sich gerade mal zwei ostdeutsche Minister im Bundeskabinett. Der eine war der Sozialdemokrat Wolfgang Tiefensee, zuständig für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und das andere Kabinettsmitglied war Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich dagegen sträubt, als Ostdeutsche definiert zu werden. Sollen 20 Jahre nach der Einheit immer noch nicht ausreichend viele Ostdeutsche für hervorgehobene politische Ämter qualifiziert sein?

Symbolische Anerkennungen der Hinterlassenschaft Ostdeutschlands lassen ebenfalls zu wünschen übrig. Anzeichen eines unbewussten Vergessens waren bereits im Juni 1994 zu erkennen, als Bundeskanzler Helmut Kohl das Bonner "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" einweihte. Eingerichtet, um die Lebendigkeit der deutschen Demokratie zu würdigen, war jedoch die ostdeutsche Oppositionsbewegung in der Ausstellung komplett außen vor gelassen worden. Unter den wenigen Höhepunkten ostdeutscher Geschichte, die berücksichtigt wurden, fanden die Kuratoren des Museums unerklärlicherweise Raum für Erich Honeckers Schreibtisch.

15 Jahre später ist Vergessen zu einer Gewohnheit geworden. Dies wurde offensichtlich, als im Mai 2009 Bundeskanzlerin Angela Merkel, in Berlin eine größere Kunstausstellung eröffnete, um des 60. Jahrestages des Grundgesetzes zu gedenken. Auch hier blieb die Erinnerung an Ostdeutschland weitgehend ausgeblendet. Von den 60 Kunstwerken in der Ausstellung erinnerte nur ein einziges an die 40-jährige Geschichte der DDR.

Unter diesen Umständen kann man leicht verstehen, warum nach so vielen Jahren einige der früheren Aktivisten ihre Empörung durch Resignation ersetzt haben. Der ostdeutsche Autor und Dramatiker Christoph Hein gehörte zu jenen, die Angela Merkel zur Eröffnung der Kunstausstellung eingeladen hatte. In einem Offenen Brief lehnte er ab. Hein verwies auf die Besonderheit, ein Dokument wie das Grundgesetz zu würdigen, das zum Schutze der Freiheit verfasst worden war: Wie es sein könne, fragte er, dass das Werk derjenigen ignoriert werde, die einst für dieselbe gekämpft hätten? "Ich gehören zu den Ausgegrenzten", schrieb er im "Freitag" am 6. Mai 2009, "und nicht zu den Ausgrenzern".

Die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley vor einem Teil der ehemaligen Berliner Mauer im Grenzmuseum Rhön "Point Alpha" in Geisa, 10. Oktober 2009. (© picture-alliance/dpa, Picture Alliance)

Während Hein zu Hause blieb, verließen andere einfach das Land. Bohley zum Beispiel ging nach Bosnien, um dort mit Opfern des Völkermords zu arbeiten. Später erläuterte sie, dass sie nicht Abschied von ihrer ostdeutschen Identität nehmen wollte. Vielmehr dachte sie, diese Identität bewahren zu können, indem sie die Prinzipien der Bürgerbewegung auf das wirkliche Leben anwandte. In ihrem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärte Bohley: "Ich habe in Deutschland keine Aufgabe mehr für mich gesehen. Nach der Einheit waren die Weichen gestellt: Ich hätte den neuen Bedingungen hinterher rennen können oder still in einer Ecke sitzen und schmollen. Die Geschichte ist anders gelaufen als ich es mir vorgestellt hatte. Es hat mich genervt, die ewige 'Mutter der Revolution' zu sein und nur zu Repräsentationszwecken gebraucht zu werden."

Obwohl Bohley kurz danach nach Berlin zurückkehrte, dürfte sie hier kaum jene Sinnerfüllung gefunden haben, nach der sie gesucht hatte.


Kein Grund, sich an Ostdeutschland zu erinnern?




Man kann diesen potentiellen letzten Ostdeutschen wie Hein und Bohley nicht gram sein für ihre Unzufriedenheit mit Berlins Gewohnheit des Vergessens. Wohl kaum jemand dürfte danach streben, in die Geschichte als einer von Friedrich Nietzsches "letzten Menschen" einzugehen, besessen von stagnierenden und bedeutungslosen Erinnerungen. Aber dieses Schicksal ist nicht vorherbestimmt. James D. Bindenagel, der stellvertretende amerikanische Botschafter in der DDR zum Zeitpunkt des Mauerfalls, argumentierte am 9. November 2007 in "The Globalist", dass die politische Führung der Bundesrepublik moralisch dazu verpflichtet sei, (sich) daran zu erinnern, dass die Ereignisse, die zur deutschen Wiedervereinigung führten, Deutschland mit einer Legitimität versehen haben, die der alte westdeutsche Staat niemals aus sich heraus hätte erreichen können. Dies nicht zu beachten, so meinte Bindenagel, sei eine der größten "Unterlassungssünden" Berlins. Ich würde hinzufügen: Indem man die Rolle der Dissidenten für die Destabilisierung des SED-Regimes herunterspielt oder ignoriert, verpasst man eine großartige Gelegenheit.

Trost ob dieser schlechten historischen Gewohnheiten bot am 8. Mai 2009 eine Tagung zur Erinnerung an die Bemühungen der ostdeutschen Opposition, Fälle von SED-Wahlbetrug bei den letzten DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 nachzuweisen. Dort würdigte Kanzlerin Merkel bewusst die Rolle der Bürgerrechtler, die ihren Einsatz für Gerechtigkeit vor ihr persönliches Wohlergehen stellten. Ihr Erfolg beim Nachweis von Wahlmanipulationen, betonte die Kanzlerin, erzeugte die notwendige Energie, um die kleine DDR-Protestbewegung in einen landesweiten Machtfaktor zu transformieren: "Ohne 7. Mai kein 9. November und kein 3. Oktober, ohne die Zivilcourage unabhängiger Bürgergruppen am Tag der Kommunalwahl auch keine Protestwelle gegen die Wahlfälschung, und ohne diese Proteste eben kein Mauerfall und keine Wiedervereinigung."

Gleichwohl klaffte in Merkels Rede eine Lücke. Obwohl sie hervorhob, welchen Respekt Deutschland als Ganzes den Oppositionellen für die Ermöglichung der nationalen Einheit schulde, so behandelte sie die Proteste in der DDR von 1989 doch so, als hätten sie kaum Relevanz für die Bundesrepublik vor 1990 besessen, als hätten die Massendemonstrationen auf einem anderen Planeten stattgefunden. Erst als die Dissidenten ihren Dienst bereits getan hatten, war Bonn überhaupt bereit, jene juristischen, politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen zu ergreifen, die zur Wiedervereinigung erforderlich waren.

Das Problem dieser Vergessenheit liegt nicht nur darin, dass sie nicht dem moralischen Imperativ genügt, sich der Vergangenheit zu erinnern. Vielmehr hat dies Berlin auch daran gehindert, die Aktionen der Dissidenten in die legitimierende Mythologie der Bundesrepublik zu integrieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon im UN-Hauptquartier begrüßt, 24. September 2007. (© Steffen Kugler / Bundesregierung, B 145 Bild-00163000)

Wozu dies führt, zeigte sich am 25. September 2007. Damals hielt Angela Merkel eine mit hohen Erwartungen besetzte Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, in der sie die Regierungen von Myanmar und Sudan direkt aufforderte, ihre systematischen Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Die Rede war jedoch ebenso bedeutend wie inhaltsleer. Bedeutend, weil Deutschland versuchte, nach Jahren des Zauderns eine führende Rolle in einer Angelegenheit von globaler Bedeutung zu übernehmen. Inhaltsleer, weil die Kanzlerin keine spezifischen Gründe dafür nannte, warum Deutschland im Besonderen beanspruchen kann, solche Forderungen zu erheben. Dies aber hätte Merkel am Beispiel der ostdeutschen Oppositionellen tun können. Denn durch ihre Aktionen in der DDR hatten die Dissidenten aufgezeigt, was Länder wie Myanmar und Sudan am meisten zu fürchten haben: dass es niemals akzeptabel ist, Tyrannei als ein notwendiges Übel zu dulden; und dass es immer möglich ist, eine solche Regierung zu stürzen, wenn der ernsthafte Wille dazu vorhanden ist. Aber diese Lehren aus der deutschen Geschichte ließ die Bundeskanzlerin unerwähnt.

Doch wann wird nun der letzte Ostdeutsche das Licht ausmachen? Das bleibt ungewiss, doch werden gute Historiker nicht vergessen, wer den Fall der Mauer überhaupt ermöglicht hat. Seinen Verlust hingegen wird das vereinte Deutschland zu tragen haben.

Fußnoten

1.
Eine ältere Version dieses Essays erschien unter dem Titel »The Last East German and the Memory of the GDR« in: German Politics and Society 28 (2010) 1.

A. James McAdams

Der Autor

A. James McAdams

William M. Scholl Professor of International Affairs, Direktor des Nanovic Institute for European Studies, University of Notre Dame (Indiana).


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