2Bilder der "Februarrevolution"

Zurück zum Artikel
1 von 8
Zar Nikolaus II beim Segnen russischer Truppen 1915
Ausgangspunkt der Oktoberrevolution ist der wachsende Zorn auf den russischen Zar Nikolaus II. Er regierte vom 1. November 1894 bis zu seiner Abdankung am 15. März 1917 in Zuge der Februarrevolution. Sein offizieller Titel lautete Zar Nikolaus II., Kaiser und Autokrat aller Russen. Er war zugleich oberster Befehlshaber der Armee, hier 1915 bei der Segnung seinen Truppen. Für soziale und demokratische Reformen zeigte er sich kaum zugänglich. Bereits im Januar 1905, als es zu einem Sternmarsch aus den Vororten Sankt Petersburgs zu seiner Residenz, dem Winterpalast kam, um friedlich für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen in der Industrie, für ein Parlament, Agrarreformen, die Abschaffung der Zensur und für religiöse Toleranz zu demonstrieren, ließ er Soldaten auf die Menschenmenge schießen. Die Zahl der Todesopfer lag unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 130 und 1000. Ein anhaltender Generalstreik war die Folge des sogenannten Blutsonntags und zwang ihn zu Zugeständnissen, dazu zählten Grundrechte und die Einrichtung einer gesetzgebenden Volksvertretung, der Duma. Sie blieb aber weitgehend machtlos und wurde von Nikolaus II mehrmals wieder aufgelöst. So hielten die politischen Spannungen an. (© picture alliance)