2Bilder der "Februarrevolution"

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Zar Nikolaus II unter Hausarrest beim Schneeschaufeln mit seinem Sohn
Dramatische Folgen hatte der Verlauf der Revolution auch für die Zarenfamilie. Der abgesetzte Zar Nikolaus II. war im März 1917 zunächst unter Hausarrest gestellt worden. Das Foto zeigt ihn und seinen Sohn Alexei beim Schneeschaufeln im Garten des Alexanderpalastes in Puschkin, etwa 25 Kilometer südlich von Petrograd. Dort, in seiner bisherigen Sommerresidenz Zarskoje Selo musste er zunächst kaum Einschränkungen hinnehmen bis ihm im August 1917 Alexander Kerenski - als neuer starker Mann der provisorischen Regierung - erklärte, die Familie sei dort nicht mehr sicher. Zunächst wurde die Familie in den Ural verbracht und im Sitz des Gouverneurs in Tobolsk einquartiert. Auch Exilpläne wurden erwogen. Doch nach dem Sieg Lenins und der Bolschewiki in der "Oktoberrevolution" 1917 änderte sich die Situation für den ehemaligen Zaren nochmals grundlegend. Nikolaus und seine Familie galten von nun an als Gefangene. Im Frühjahr 1918 verbrachte man sie nach Jekaterinburg, wo sie in der Villa Ipatjew interniert wurden. Im Verlauf des anhaltenden Bürgerkriegs fürchteten Lenin und die bolschewistische Partei- und Staatsführung eine Niederlage und ließen die Zarenfamilie in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 in einem Kellerraum exekutieren. Die Leichen wurden anschließend in einem nahen Wald verbrannt und vergraben - eine Woche bevor die "weißen" Gegenrevolutionäre den Ort erreichten. (© picture alliance / IMAGNO)