Dossier

Kulturelle Bildung



Architektur und Raum in der kulturellen Bildung

Fast immer und überall sind wir von gestaltetem Raum und Architektur umgeben. Sich eine Behausung als Schutz zu suchen oder zu bauen gehört zu den ursprünglichsten Bedürfnissen der Menschen. Regionale Eigenheiten wie Klima, Baumaterial und Lebensführung brachten und bringen eine große Vielfalt von Architekturen und Rauminterpretationen hervor. Die bewusste Wahrnehmung von Architektur und ihre Gestaltung sind Thema verschiedenster kreativer Bildungsformate. Noch spielt Architekturvermittlung in der schulischen und außerschulischen kulturellen Bildung eine eher marginale Rolle, doch sie ist im Kommen.

Architekturen erfüllen unterschiedliche Zwecke. Für die Bildungsarbeit besonders wichtig sind Bildungsarchitekturen wie Schulgebäude oder Kindertagesstätten. Wenn deren Nutzer/-innen aktiv an der Gestaltung ihrer Bildungsräume beteiligt sind, kann dies viel zum Wohlbefinden und zur Motivation betragen.

Auch öffentliche Räume spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Die schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen eröffnet engagierten Bürgern/-innen Freiräume, selbst aktiv zu werden und mitzugestalten.

Der Themenschwerpunkt stellt Praxisbeispiele und Methoden aus verschiedenen Bereichen vor. So entwickelten Architekten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Neugestaltung des Freizeitbereichs einer Grundschule. Die Nutzung einer Brachfläche mitten in Berlin-Kreuzberg zu einem Gemeinschaftsgarten schuf einen neuen sozialen Lern- und Begegnungsort, den Prinzessinnengarten. In Arnsberg entwickelte ein Verein gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ein Konzept für das Gelände eines stillgelegten Schwimmbads.

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