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30.11.2018

Wie unterscheidet sich die Ausbildungsteilhabe zwischen jungen Menschen deutscher und nicht-deutscher Herkunft?

Ausbildungsinteressierte ohne deutsche Staatsangehörigkeit ("Ausländer") haben beim Zugang zur Berufsausbildung erheblich schlechtere Chancen als jene mit deutschem Pass.

Verteilung der Neuzugänge auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems 2012 nach schulischer Vorbildung und Staatsangehörigkeit (PDF-Icon Grafik als PDF) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/


Auch wenn sie die gleiche schulische Vorbildung haben wie ihre deutschen Peers, finden sie deutlich seltener den Weg in eine vollqualifizierende Ausbildung. So mündeten bei den deutschen Schulabgängern ohne Abschluss 2012 etwa 71 Prozent, bei denen mit Hauptschulabschluss noch fast 41 Prozent am Ende der Schulzeit in den Übergangsbereich ein; bei den Absolventen ohne deutsche Staatsangehörigkeit lagen die entsprechenden Werte mit 85 bzw. 66 Prozent deutlich höher. Selbst mit einem mittleren Abschluss besuchten junge Menschen ohne deutschen Pass noch zu über einem Viertel (28 Prozent) Maßnahmen des Übergangsbereichs, gegenüber 15 Prozent von den deutschen Absolventen mit mittlerer Reife.

Diese Grafik finden Sie im Text "Alte und neue soziale Ungleichheiten in der Beruflichen Bildung" von Martin Baethge.
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