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2.12.2020

Was sind soziale Bildungsungleichheiten?

Was versteht man in der Forschung unter Bildungserfolg? Wie lässt sich die soziale Herkunft eines Menschen erfassen? Hier werden die zentralen Aspekte thematisiert.

Soziale Bildungsungleichheiten liegen vor, wenn zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft ein systematischer Zusammenhang in dem Sinne besteht, dass Personen, die ein bestimmtes Herkunftsmerkmal aufweisen (die z. B. aus einer bestimmten sozialen Schicht kommen) im Allgemeinen größeren oder geringeren Erfolg im Bildungssystem haben (z. B. mit Blick auf den erreichten Bildungsabschluss) als Personen, bei denen das entsprechende Herkunftsmerkmal eine andere Ausprägung aufweist. Dabei kann man sowohl den Bildungserfolg als auch die soziale Herkunft anhand unterschiedlicher Merkmale betrachten und damit verschiedene Erscheinungsformen sozialer Bildungsungleichheiten in den Blick nehmen.

Merkmale des Bildungserfolgs

Merkmale des Bildungserfolgs lassen sich auf wenigstens vier Ebenen beschreiben:

Merkmale der sozialen Herkunft

Auch die soziale Herkunft einer Person lässt sich mit unterschiedlichen Merkmalen beschreiben und messen: Durch die Arbeiten der Soziologen Pierre Bourdieu (1983) und James Colemann (1988, 1996) sind in der jüngeren Ungleichheitsforschung aber auch subtilere Aspekte der sozialen Herkunft in den Blick geraten, die zum Verständnis von Bildungsungleichheiten ebenso relevant sind:
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Kai Maaz

Kai Maaz

Kai Maaz

Prof. Dr. Kai Maaz, geb. 1972 in Rathenow, ist Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und dort Direktor der Abteilung "Struktur und Steuerung des Bildungswesens". Zugleich ist er Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungssystem und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Schwerpunkte seiner Forschung sind u.a. soziale Disparitäten des Bildungserwerbs über den Lebens- und Bildungsverlauf, Bildungsmonitoring und -steuerung, Evaluation von Schulstrukturen, Bildungsprogrammen und Schulen sowie Schulentwicklung unter besonderer Berücksichtigung von Transformationsprozessen im Bildungssystem.


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