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Pressekodex für das Radio

Nicht alles, was erlaubt ist, ist richtig. Und vieles, was nicht erlaubt ist, wird trotzdem gemacht. Im Radio, einem der reichweitenstärksten Medien überhaupt, wird nicht selten die Glaubwürdigkeit leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Es sind weniger große, spektakuläre (Einzel-)Fälle, die dem Ansehen des Mediums schaden. Oft gehört es zur - wie selbstverständlich - gepflegten Alltagspraxis, dem Hörer Dinge vorzutäuschen, die so nicht stattfinden. Beispiel: Ist "live" nicht oft nur noch die bloße Aussendung zuvor fixierter Programmbestandteile?

Im Radio ist mehr Reflexion gefragt. Redakteure und Moderatoren sollten wieder stärker als bisher darüber nachdenken, was sie tun, warum und zu welchem Zweck. Zentrales Kritierium muss dabei immer die Authentizität des Produktes sein: Ist das, was der Hörer hört, auch das, wofür er es hält?

Auch Radiomitarbeiter brauchen einheitliche ethische Standards für ihre Arbeit, "Leitplanken" dafür, was geht und was nicht. Ähnlich dem Pressekodex für die gedruckte Presse. Er ist die meistzitierte Quelle medienethischer Standards in Deutschland.

Der Pressekodex ist aber ein Verhaltenskodex ausdrücklich für Journalisten in Print-Redaktionen. Radio und seine speziellen Produktionsbedingungen bildet er nicht ab. Was fehlt, ist ein Radiokodex, der die Regeln des Pressekodex in die Radiopraxis fortschreibt.

Das Projektteam Hörfunk der Bundeszentrale für politische Bildung hat einen solchen Kodex erarbeitet, das "Radio-Guidebook". Es wird auf den folgenden Seiten dokumentiert.

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