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5.1.2018

Arbeitsblatt: Fremdkörper

Das Arbeitsblatt zur Comic-Reportage "Fremdkörper" aus dem Projekt "Alphabet des Ankommens".

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Zum Projekt

Was bedeutet es, alles hinter sich zu lassen und in einem fremden Land neu anzufangen? Dazu fand im März 2017 in Hamburg ein Workshop mit 24 Journalisten und Comiczeichnern aus zehn Ländern statt. In Zweierteams entwickelten sie Comicreportagen über Flucht, Vertreibung und Migration. Das Projekt verstand sich auch als Reflexion über die kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Grundwerte Deutschlands: Von A wie Asyl bis Z wie Zuwanderung. Das „Alphabet des Ankommens“ kombiniert Journalismus mit Comics, um das Thema Aus- und Einwanderung einmal anders anzugehen.
Zum Genre

Comics sind nicht nur lustig oder erzählen erfundene Geschichten, sondern sie beschäftigen sich auch mit ernsthaften Themen und tatsächlichen Ereignissen. Die Comicreportage ist wie jede Reportage im Fernsehen oder in der Zeitung auch ein auf Tatsachen und Recherchen beruhender, zugleich aber auch subjektiv eingefärbter Erlebnisbericht.
Zu den Autoren

Asma Al Abidi hat in Tunesien für correspondents.org und BBC Media Action gearbeitet. Sie studiert Internationale Medienwissenschaften an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Sie wurde 1989 in Tunesien geboren und lebt jetzt in Bonn.
Ilki Kocer machte 2015 ihren Master of Fine Arts in Kassel. Seither arbeitet sie als Illustratorin und Comicautorin. Ilki ist Mitglied des Künstlerkollektivs „Die Goldene Discofaust“. Sie wurde 1988 in Deutschland geboren und lebt in Kassel.
In der Reportage geht es um...

... die Studentin Bayan Salaymeh, die für ihr Studium über drei Kontinente gezogen ist. Sie hat dabei nicht nur viel über Feminismus gelernt, sondern auch Diskriminierung erlebt.

Arbeitsaufträge

  1. Beschreiben Sie den Lebensweg von Bayan Salaymeh.

  2. Erläutern Sie, weshalb sich ein Staat mit dem Namen Palästina nicht auf Atlaskarten finden lässt. Schauen Sie sich dazu auch das dritte Bild auf der dritten Seite des Comics an.

  3. Erläutern Sie Bayans Erlebnisse und Eindrücke in Deutschland.

  4. Entwickeln Sie ein Gespräch zwischen Bayan und Aycan zum Thema Kopftuch („Hijab“) (M1).

Gespräch mit Aycan

Im Februar 2017 traf Detlef Puhl Aycan zu einem Gespräch. Diese war 1997 seine Schülerin gewesen. Er unterhielt sich damals mit ihr über ihre Integrationsgeschichte. Das Mädchen hatte 1997 darunter gelitten, wegen des Vaters ein Kopftuch tragen zu müssen. Nur durch Gespräche der Schulleitung mit dem Vater war es gelungen, dass Aycan ins Schullandheim mitfahren durfte. Kaum von zu Hause weg, riss sie sich dann das Kopftuch herunter. Der Vater erfuhr es nie.
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Autoren: René Mounajed, Stefan Semel für bpb.de
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René Mounajed, Stefan Semel

René Mounajed Zur Person

René Mounajed

Dr. René Mounajed, Jahrgang 1976; Gesamtschuldirektor in Niedersachsen. Dissertation zum Thema "Comics im Geschichtsunterricht“ (2009), zahlreiche Veröffentlichungen zur Comic-Didaktik.


Stefan Semel Zur Person

Stefan Semel

Stefan Semel, Dipl. Päd., Jahrgang 1969; Realschullehrer in Karlsruhe.


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