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Kurzdossiers

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Flüchtlingslager

Flüchtlingslager zeigen die Beständigkeit von Fluchtsituationen. Sie werden als Provisorien für die vorrübergehende Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten errichtet. Im Laufe der Zeit entwickeln sich jedoch viele der als Übergangslösung betrachteten Erstaufnahme-, Auffang- oder Durchgangslager zu dauerhaften Ansiedlungen: Zelte oder einfache Holzbaracken werden durch feste Bauten ersetzt. Es entstehen bisweilen Städte mit entsprechenden Infrastrukturen und Außenbeziehungen. Und das nicht nur im Globalen Süden. Was verbindet sich mit dem Lager-Begriff? Wie sieht der Alltag im Flüchtlingslager aus? Welche Erfahrungen hat die Bundesrepublik mit Lagern gemacht? Das Dossier zeigt verschiedene Facetten des Phänomens Flüchtlingslager.

Kleine Geschichte der Flüchtlingslager in Deutschland

Heimkehrerlager für Flüchtlinge, Zossen

Lager in der Weimarer Republik

"Grenzlandvertriebene" aus den nach dem Ersten Weltkrieg abgetretenen Gebieten des Deutschen Reiches wurden seit 1920 in "Heimkehrlagern" untergebracht und notdürftig versorgt. Hintergrund waren Überlegungen einer sehr widersprüchlichen...

Alltag in einem Gemeinschaftsraum im Flüchtlingslager auf der Schlotwiese

Schlotwiese

Zwang, Rückführung, Integration – während der 25 Jahre seines Bestehens erfüllte das Lager auf der Stuttgarter Schlotwiese unterschiedliche Funktionen. Bis 1967 bot es Zwangsmigranten über Jahrzehnte hinweg eine notdürftige Unterkunft.

Flüchtlingskinder in einer Baracke des Flüchtlingslagers Uelzen-Bohldamm. Angehörige des englischen Hilfswerks nehmen sich der Kinder an.

Uelzen-Bohldamm

In diesem Lager wurden von 1945 bis 1963 verschiedene Migrantengruppen insbesondere aus Ostdeutschland aufgenommen und über deren Verbleib in Westdeutschland entschieden. Nicht immer stießen sie auf Akzeptanz in Politik und Bevölkerung.

Menschen mit Suchschildern hoffen auf Nachricht von ihren Vermissten, während Bundespräsident Heuss am 18.10.1955 in Friedland Heimkehrer begrüßt.

Friedland

Grenzdurchgangslager für Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, Entlassungslager für heimkehrende Kriegsgefangene, Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Ein Museum dokumentiert heute die damaligen Migrationsbewegungen.

Das Valka-Lager in Nürnberg-Langwasser 1953

Zirndorf

Im Mittelfränkischen Zirndorf war lange Zeit das "Sammellager für Ausländer" des Bundes angesiedelt. Heute befindet sich dort die Zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZAE), eine von zwei bayerischen Erstaufnahmeeinrichtungen.

Ein Richtfest in Berlin-Marienfelde, Notaufnahmelager für DDR-Flüchtlinge am 18.11.1952.

Marienfelde in Berlin

Flüchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin, (Spät-)Aussiedler, Geflüchtete aus Syrien und anderen Teilen der Welt – das Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin ist Zeuge historischer und aktueller Migrationsbewegungen nach Deutschland.

Weitere Angebote zum Thema Flüchtlingslager

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