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7.9.2012

Die Einwandererbevölkerung

Am 1. Januar 2010 lebten geschätzte 12,6 Millionen Personen mit dauerhafter Aufenthaltsberechtigung (LPRs) in den USA. Von dieses erfüllten 8,1 Millionen die Bedingungen, um sich einbürgern zu lassen. 26% der LPRs stammen aus Mexiko, damit war dieses Land das Hauptherkunftsland von permanenten Einwanderern in den USA, gefolgt von den Philippinen, China, Indien und der Dominikanischen Republik.[1]

Die 10 wichtigsten Herkunftsländer der LPR-Bevölkerung im Jahr 2010 Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de (bpb)

In den vergangenen Jahren ist die Einwandererbevölkerung in den USA stark angewachsen. 1990 lebten 19,8 Millionen im Ausland geborene Personen (foreign-born) in den USA, im Jahr 2000 bereits 31 Millionen und im Jahr 2010 rund 40 Millionen; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt heute bei 13% (Stand: 2010). Die Mehrheit (53%) der im Ausland geborenen Personen stammt aus Lateinamerika. 28% wurden in Asien geboren, 12% in Europa, 4% in Afrika und 2% in Nordamerika. Der Anteil der im Ausland geborenen Personen aus Ozeanien lag bei weniger als 1%. Von den insgesamt 21,2 Millionen in Lateinamerika geborenen Einwohnern der USA stammten 11,7 Millionen (55%) aus Mexiko. Damit war Mexiko das Hauptgeburtsland von im Ausland Geborenen – 29% aller im Ausland geborenen Personen in den USA stammten aus diesem Land.

Geographisch konzentriert sich die im Ausland geborene Bevölkerung vor allem auf die Staaten Kalifornien, New York, Texas und Florida. Im Jahr 2010 lebte hier die Hälfte aller im Ausland geborenen Personen. Während der Anteil der im Ausland Geborenen an der Gesamtbevölkerung in einigen Staaten wie West Virginia (1% der Gesamtbevölkerung) sehr niedrig ist, stellen im Ausland geborene Personen einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung anderer Staaten wie z.B. Kalifornien (27%), New York (22%) oder New Jersey (27%).

So genannte 'ethnische Minderheiten' (ethnic minorities) haben einen signifikanten Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur der USA. Aufgrund von Einwanderung und Geburten wachsen ethnische Minderheiten – allen voran die hispanische Bevölkerung (Hispanics) – schneller als die 'weiße' (white) Bevölkerung der USA. Im Mai 2012 gab die US-amerikanische Statistikbehörde (U.S. Census Bureau) bekannt, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Landes Minderheiten (zu diesen zählen alle Personen, die nicht in die Kategorie der "single-race non-Hispanic white" fallen) die Mehrheit (50,4%) der Bevölkerungsgruppe der Unter-Einjährigen in den USA stellten. Prognosen des Pew Hispanic Centers zufolge werden 'nicht-hispanische Weiße' (non-Hispanic whites) im Jahr 2050 nur noch etwas weniger als die Hälfte (47%) der Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten ausmachen.[2]

Dieser Artikel ist Teil des Länderprofils Vereinigte Staaten von Amerika.

Fußnoten

1.
Rytina (2011).
2.
Passel/Livingston/Cohn (2012).

Nicholas Parrott

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