zurück 
2.5.2013

Irreguläre Auswanderung

In den 1990er Jahren erfolgte die albanische Migration überwiegend irregulär. Obwohl sich die Migrationsbewegungen in den 2000ern stabilisierten, setzte sich ein gewisses Maß an irregulärer Migration fort, da legale Zuwanderungskanäle oftmals eingeschränkt blieben und sich gleichzeitig die sozioökonomischen Unterschiede innerhalb Albaniens weiter verstärkten.

Die Implementierung von Rückübernahmeabkommen (RAs) und strengen Grenzkontrollen durch die albanische Grenzpolizei, haben zu einer kontinuierlichen Rückführung irregulärer albanischer Migranten insbesondere aus Griechenland geführt. Tabellen 3 und 4 zeigen die Zahl der Albanerinnen und Albaner, die zwischen 2006 und 2010 zwangsweise aus der EU nach Albanien zurückgeführt wurden sowie die fünf Länder, aus denen im Zeitraum 2009-2010 die meisten undokumentierten Migranten zurückgeführt wurden. Wie aus Tabelle 4 hervorgeht, wird die überragende Mehrheit aus Griechenland zurückgeführt. Die meisten Rückkehrer sind männlich – rund 96 Prozent im Jahr 2010.[1]

Tabelle 3: Zahl der Personen, die aus der EU nach Albanien zurückgeführt wurden (nach Jahren)
Quelle: Daten des albanischen Innenministeriums, in: Dedja (2012b, S. 102)
Jahr20062007200820092010
Anzahl61.88473.67966.00965.48452.917


Tabelle 4: Länder aus denen albanische Staatsangehörige hauptsächlich zurückgeführt wurden, 2009-2010
Land/Jahr2009%2010%
Quelle: Daten des albanischen Innenministeriums, in: GoA (2010, S. 83-84)
Griechenland62.6399350.73593
Italien1.44421.1502
Mazedonien1.23421.0042
Ver. Königr.5240,83400,6
Schweiz3470,52290,4
Deutschland2230,31850,4
Frankreich2220,31530,3
Andere9380,17921,5
Gesamt67.57110054.588100
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Julie Vullnetari für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und des/der Autors/-in teilen.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.

Fußnoten

1.
GoA (2010), S. 41.

Julie Vullnetari

Julie Vullnetari

Julie Vullnetari ist Postdoktorandin am Sussex Centre for Migration Research der Fakultät für Global Studies der Universität von Sussex, Vereinigtes Königreich. E-Mail: jvullnetari@gmail.com


Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln