30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Newsletter

Newsletter Migration (Archiv)



Migration und Bevölkerung Ausgabe 9/2013

Die Fragen des Umgangs mit und der Verteilung von Flüchtlingen wird aktuell sowohl in Deutschland als auch auf der Ebene der Europäischen Union geführt. In Deutschland weist eine aktuelle Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge darauf hin, dass die Wohn- und Lebensbedingungen für Asylbewerber aufgrund der rechtlichen Gestaltungsspielräume in den Bundesländern sehr unterschiedlich sind und neue Strukturen auf Bundes- als auch auf Landesebene notwendig sind. Nachdem im Oktober fast 400 Bootsflüchtlinge vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ums Leben gekommen sind, werden auf EU-Ebene stärkere Grenzkontrollen, neue Standards für die Seenotrettung sowie eine Umverteilung der Schutzsuchenden zwischen den Mitgliedstaaten erwogen. Anhand der Visavergabepraxis haben wir geprüft, inwiefern sich Europa nach außen hin abschottet. Das Resultat ist eine Vier-Klassen-Gesellschaft, wie unsere Grafik deutlich macht. Was es damit konkret auf sich hat, erfahren Sie im Beitrag zum Thema. Ein Scheitern von im Ausland ausgebildeten Menschen am deutschen Arbeitsmarkt sollte das im letzten Jahr eingeführte Anerkennungsgesetz verhindern. Die erste Jahresstatistik zeigt, dass das Gesetz die Erwartungen nicht erfüllt hat und es dringend der Umsetzung auf Länderebene bedarf. Außerdem sprachen wir mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde Deutschlands Ayşe Demir über die doppelte Staatsbürgerschaft und den in der Gesellschaft verankerten Alltagsrassismus.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln