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28.2.2014

Kurzmeldungen – Welt

Zentralafrikanische Republik: Eine Million Menschen auf der Flucht


Zentralafrikanische Republik (© Burak Korkmaz)

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtet, sind in der zentralafrikanischen Republik aufgrund eines religiös aufgeladenen Bürgerkrieges fast 1 Mio. Menschen innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen auf der Flucht. Im Februar flüchteten dabei vor allem muslimische Bevölkerungsgruppen in den Tschad und nach Kamerun. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte von Pogromen und "Hinrichtungen" seitens christlicher Rebellengruppen berichtet. In die Hauptstadt Bangui seien mittlerweile 100.000 Menschen geflohen. Allein in einer Woche habe die Organisation 100 Personen mit Schuss- und Machetenverletzungen behandeln müssen. Unter den vom Konflikt besonders gefährdeten Personengruppen sind laut UNHCR auch Bürger aus Nachbarstaaten, die in den vergangenen Jahren vor dortigen Konflikten in den afrikanischen Binnenstaat geflüchtet waren (vgl. Ausgaben 1/14, 2/08, 7/07).

UN-Bericht zur Situation junger Migranten in der Welt


Das UN-Sekretariat für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten (UN-DESA) hat Mitte Februar einen Bericht zur Situation junger Migranten vorgestellt. Dem World Youth Report zufolge sind von den 232 Mio. Migranten weltweit 35 Mio. jünger als 20 Jahre und weitere 40 Mio. zwischen 20 und 29 Jahre alt. Über 60 % der jungen Migranten leben in Entwicklungsländern, die Verteilung der Geschlechter ist nahezu paritätisch. Die meisten jungen Migranten verlassen ihre Herkunftsländer, um ihre persönliche finanzielle und ökonomische Situation bzw. die ihrer Familie zu verbessern. Die Flucht vor Krieg, Verfolgung und Bedrohung spielt in der Gesamtzahl der Migranten eine geringere Rolle. Neben den positiven Effekten der Rücküberweisungen wirke sich der Verlust von Fachkräften in den Herkunftsländern vor allem im Gesundheits- und Bildungsbereich negativ aus. Die Aufnahmeländer profitierten hingegen von den jungen Fachkräften, heißt es in dem Bericht.
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Autoren: Janne Grote, Thomas Hummitzsch für bpb.de
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Janne Grote, Thomas Hummitzsch

Janne Grote

Janne Grote ist Doktorand an der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) und freiberuflicher Referent in der politischen Erwachsenenbildung. E-Mail: janne.grote@bigsss-bremen.de


Thomas Hummitzsch

Thomas Hummitzsch ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg und Chefredakteur des humanistischen Magazins "diesseits". Er ist Redakteur beim Newsletter "Migration und Bevölkerung". E-Mail: thomas.hummitzsch@migration-info.de


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