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23.6.2006

Presseschau vom 23.06.2006

Im Mittelpunkt der Presseschau steht Bundestrainer Jürgen Klinsmann dessen Arbeit vor dem Achtelfinale beleuchtet wird. Daneben beschäftigen sich die Zeitungen mit den ausländischen Fans und deren Aufenthalt in Deutschland.

Im Mittelpunkt der Presseschau steht Bundestrainer Jürgen Klinsmann dessen Arbeit vor dem Achtelfinale beleuchtet wird. Daneben beschäftigen sich die Zeitungen mit den ausländischen Fans und deren Aufenthalt in Deutschland.

Deutsche Elf

Letzte Pointe

Michael Horeni (FAZ) kommentiert die Aussage Jürgen Klinsmanns, nach der ein Ausscheiden im Viertelfinale ein Mißerfolg wäre:
"Die Schlagworte, die Klinsmann bisher so erfolgreich zur Motivation seiner Spieler benutzt hat, wendet er nun auch für seine eigene Rolle an: Alles oder nichts, volles Risiko, keine Kompromisse – das sind die Leitmotive, die auch schon den Weltmeister Klinsmann zu seiner aktiven Zeit ausgezeichnet haben. Mit dem Einzug ins Halbfinale hat der Bundestrainer seinen Anspruch formuliert, unter dem eine Vertragsverlängerung nicht zu haben ist – auch wenn das einig Fußball-Vaterland plötzlich auch in der Niederlage nach dem lange ungeliebten Reformer rufen sollte. Dies wäre dann die letzte Pointe im schwierigen Verhältnis zwischen Klinsmann und dem deutschen Fußball."

McKlinsi

Ludger Schulze (SZ) durchleuchtet das Binnenklima des DFB unter Klinsmann:
"Innerhalb des DFB gibt es niemanden, der sich einen vorzeitigen K.o. wünscht; aber durchaus Leute, die Klinsmann kaum eine Träne nachweinen würden. Im Präsidium ist eine Opposition um die einflussreichen Mitglieder Engelbert Nelle, Hans-Georg Moldenhauer und Rolf Hocke entstanden, denen der autokratische Führungsstil der intern spöttisch 'die glorreichen Vier' genannten Crew (Klinsmann, Bierhoff, Löw, Köpke) nicht schmeckt. Auch im Umfeld der Nationalmannschaft sind bisweilen Klagen über das unterkühlte Binnenklima und die fehlende menschliche Wärme Klinsmanns zu hören, der sich stets geriert hat wie ein zur Restrukturierung der Firma DFB herbeigerufener Unternehmensberater: McKlinsi. Einen Draht zu seinem arbeitgebenden Verband hat er jedenfalls nie entwickelt. Dankbarkeit und Freundschaft kann Jürgen Klinsmann nur dann erwarten, wenn er sein Ziel erreicht und den Verband glücklich macht."

Ein Ausscheiden im Viertelfinale wäre eine Katastrophe

Jürgen Klinsmann im Interview mit "Peter Pool", (ein Pseudonym, mit dem die FR gegen die "Pool"-Strategie der DFB-Pressearbeit protestiert)
Frankfurter Rundschau: Nach den drei Siegen zuletzt scheint die Akzeptanz in der Öffentlichkeit gegeben.
Klinsmann: Die Akzeptanz in der Öffentlichkeit kommt mit den Resultaten. Das ist das wichtigste, und dass die Leute merken, da ist eine Mannschaft, die geht an ihre Grenzen.
Frankfurter Rundschau: Wird dies auch noch so sein, wenn Ihr Team ausscheidet?
Klinsmann: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich bin davon überzeugt, dass wir ins Viertelfinale kommen. Das Ausscheiden verdränge ich. Der Fußball ist so gemacht, dass alles nach Erfolg und Misserfolg bewertet wird, da habe ich kein Problem mit, das ist okay so.
Frankfurter Rundschau: Theo Zwanziger hat gesagt, Sie brauchen diesen Sieg als Bestätigung für Ihre Arbeit mehr als er selbst. Er möchte, dass die Spielphilosophie durch Sie weiter getragen wird. Ist die Verantwortung gewachsen, diesen Weg weiterzuführen, auch wenn der sportliche Erfolg nicht so groß ist?
Klinsmann: Da brauchen wir uns nichts vormachen. Wir können nicht ausscheiden im Achtelfinale als Fußballdeutschland. Der Trainer wird zurecht daran gemessen. Wir sind eine Fußballnation, da ist selbst ein Ausscheiden im Viertelfinale eine Katastrophe.
Frankfurter Rundschau: Also sind Sie zum Erfolg verdammt, sonst geht das ganze Konzept den Bach runter?
Klinsmann: Die Spielphilosophie, von der nicht nur ich, sondern auch viele andere überzeugt sind, hängt nicht allein von meinem Kopf ab. Wenn wir mithalten wollen, dann müssen wir bestimmte Dinge einfach tun. Dann müssen wir viel intensiver trainieren, wir müssen auf andere Dinge Wert legen, wir müssen individuell mit den Leuten arbeiten, all das, was wir vorangetrieben haben. Außerdem kommt auch ein Schuss Selbstverantwortung mit rein. Wir versuchen seit zwei Jahren den Spielern zu sagen: Freund, nimm deine Karriere in die eigenen Hände und warte nicht, bis ein Trainer vorbei kommt und sagt, mache mal zehn Sprints! Ich löse mich davon zu sagen, das liegt nur am Cheftrainer. In Holland bestellen sie den Trainer nach der Philosophie. So muss es sein.
Frankfurter Rundschau: Hat die Zeit bisher gereicht, um diesen Paradigmenwechsel bereits durchzusetzen? Die Mannschaft ist ja noch jung und wird in Zukunft wohl noch stärker sein.
Klinsmann: Das ist schwer zu sagen, die jungen Spieler sicher. Aber wo wird die Generation der 30-Jährigen in vier Jahren sein? Ich bin davon überzeugt, dass da was nachkommt auch durch die Arbeit von Dieter Eilts bei der U 21. Die Philosophie fußt auf einer langfristigen Konstellation.
Frankfurter Rundschau: Glauben Sie, dass es Leute gibt, die das fortsetzen können mit der Power?
Klinsmann: Die gäbe es allemal. Joachim Löw könnte den neuen Weg ohne Probleme fortsetzen. Oliver Bierhoff kennt ihn auch. Es gibt genügend Leute, die sagen, das ist der richtige Weg. Die Zukunft wäre aber in jedem Fall leichter mit einem großen Erfolg.
Frankfurter Rundschau: Sie haben sich nicht nur Freunde gemacht mit vielen Neuerungen beim DFB. Es war eine schwere Zeit, erst einmal alles durchzupauken.
Klinsmann: Aber sie war es wert. Wenn ein Spieler zu mir kommt und sagt, das hat mich echt nach vorn gebracht, dann gibt es kein schöneres Kompliment, ob das nun ein älterer oder ein jüngerer Spieler ist. Ob das nun Jens Nowotny ist oder Basti Schweinsteiger, spielt keine Rolle. Das ist eine schöne Bestätigung.
Frankfurter Rundschau: Berührt es Sie, dass der Sportdirektor Ihrer Wahl, Bernhard Peters, in die Regionalliga nach Hoffenheim gegangen ist?
Klinsmann: Wenn, dann positiv. Ich habe noch lange mit ihm telefoniert. Ich habe ihm gesagt, Bernhard, ich halte das für eine faszinierende Möglichkeit. Dietmar Hopp hat strategisches Denken in seinem Business und Peters im Sport, da kann man viel bewegen. Das heißt aber nicht, dass man ihn nicht noch als externen Berater an den DFB binden könnte, wenn es die Konstellation zulässt. Diese Variante ist nach wie vor gegeben, aber das wird sich erst nach der WM zeigen, wie Oliver Bierhoff die Sache anpackt und wie die Kommunikation mit Matthias Sammer verläuft.
Frankfurter Rundschau: Wann würden Sie sagen, es war eine erfolgreiche WM?
Klinsmann: 9. Juli – nach dem Spiel.
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Die FAZ, die fast den gleichen Wortlaut druckt, läßt Klinsmann noch sagen:
"Es ist mir schon lieber, daß die Leute positiv gestimmt sind, anstatt meinen Wohnsitz zu diskutieren. (...) Natürlich leuchten mir bei einem Spiel Argentinien gegen Elfenbeinküste die Augen – aber hier ist jede Mannschaft schlagbar. Auch Argentinien ist schlagbar. Wir waren zweimal nahe dran gegen Argentinien. In Düsseldorf haben wir den Sieg dumm hergeschenkt, da haben wir gepennt bei dem langen Ball auf Crespo, wo er dann den Lupfer macht. Das ärgert mich heute noch. Für mich ist die WM erfolgreich, wenn wir Weltmeister werden."
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Süddeutsche Zeitung: Deutschlands makellose Vorrunde, doch was kommt jetzt?
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Süddeutsche Zeitung: Seeler, Müller, Völler, Klinsmann: Miroslav Klose ist auf dem besten Weg, Geschichte zu schreiben – doch ihm fehlt ein kongenialer Angriffspartner
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Zeit: Lange hat Lukas Podolski von seiner Spontanität profitiert – zuletzt musste man sich genau deshalb Sorgen um ihn machen
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Süddeutsche Zeitung: Jens Lehmann ist trotz Unterbeschäftigung hochzufrieden mit dem Turnier-Verlauf
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Frankfurter Allgemeine Zeitung: Nach dem Klinsmann-Vorbild – TSG Hoffenheim verpflichtet Ralf Rangnick und Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters
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Journeyman

Soll Schweden den Stürmer Marcus Allbäck wieder einsetzen, der im England-Spiel den Star Zlatan Ibrahimovic erfolgreich vertreten hat? Ronald Reng (SZ) holt weit aus:
"Eine WM erlaubt sich gerne den Spaß, gewöhnliche Profis für ein paar Tage die Größten sein zu lassen. Der heute beim VfB Stuttgart untergekommene Däne Jon Dahl Tomasson etwa gilt unter Fans seines ehemaligen Klubs Newcastle United noch heute als der schlechteste Fußballer, der geboren wurde, aber bei der WM 2002 spielte er so auffällig, dass ihn der große AC Mailand anstellte. Dutzende solcher Beispiele ließen sich finden. Der Aufstieg der Gewöhnlichen zu Tagesgöttern ist auch möglich, weil das Niveau einer WM gerade in der Vorrunde unter dem der Spitzenklubs liegt. Und natürlich, weil die Form eines Fußballers unergründliche Wege geht. Jeder ordentliche Profi spielt in seiner Karriere mal ein paar Wochen unwiderstehlich – wenn er Glück hat, sind gerade WM-Wochen. Nun wird ernsthaft diskutiert, ob Allbäck auch gegen Deutschland anstatt des nach einer Leistenzerrung zurückkommenden Ibrahimovic stürmen sollte. Er jedoch hat immer gesagt: 'Wenn Zlatan und Henrik Larsson fit sind, müssen sie spielen, kein Zweifel.' Die englische Fußballsprache hat ein Wort für Spieler wie ihn: journeymen. Es trägt eine bittere Bedeutung: Tagelöhner. (...) Es ist leicht zu erkennen, warum viele in ihm einen Klassestürmer sehen und warum er so oft die Erwartungen nicht erfüllt. Er bewegt sich geschickt, er ist durchschlagend kräftig, so erobert er sich immer wieder beste Schusspositionen. Aber wenn er dann schießt, trifft er zu oft den Ball nicht ganz richtig, zielt er nicht ganz genau."
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Süddeutsche Zeitung: Schweden bereitet sich auf die Deutschen vor – in Bemen, einer Stadt, an der die WM vorbeischwappt
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Gruppe C

Konzeptfußball

Trotz dem 0:0 – Argentinien und Holland, besonders ihre Trainer, haben Christian Eichlers (FAZ) Herz und Kopf gestürmt:
"In den letzten zwanzig Jahren ist Argentinien dem Glanz von damals nie so nahe gekommen wie heute. Gegen Holland haben sie auf diesem Weg eine kleine Pause eingelegt – und doch auch im Schongang gezeigt, welch gewaltige Aufgabe aufs deutsche Team im Viertelfinale warten könnte. Mehr noch war es eine einschüchternde Demonstration für alle, die es bei den nächsten zwei bis drei Weltmeisterschaften mit Argentinien zu tun bekommen werden. (...) Neue Spieler, neue Ideen – und neue Trainer, die in nicht mal zwei Jahren etwas aufgebaut haben, was man in der vorletzten Bundesligasaison noch als 'Konzeptfußball' bejubelt hätte. Der Begriff ist zwar wieder aus der Mode, nicht aber die Idee dahinter. Denn anders als in der Bundesliga, wo Konzeptfußball hieß: hast du keine guten Spieler, brauchst du ein gutes Konzept, haben Argentinien und Holland natürlich beides. Pekerman und van Basten verfolgen eine präzise Idee von dem Spiel, das sie wollen, suchen ihre Spieler genau danach aus, und auch wenn die halbe Reserve spielt wie in Frankfurt, sieht man immer noch die Spielidee: bei den Argentiniern das Kombinationsspiel mit abrupten Tempowechseln, bei den Holländern kompakte Defensive plus Flügelspiel. Ein 0:0 ist natürlich kein Konzept für Fußball, aber wenn zwei Konzepte aufgehen, dann ist es manchmal das natürliche Resultat."

Ulrich Hartmann (SZ) verteilt seine Gunst einseitiger:
"Beim taktischen Sicherheitsfußball waren die technischen Unterschiede zwischen den filigranen Argentiniern und den rustikalen Holländern gleichwohl augenscheinlich. Deshalb ziehen die Holländer ihren Optimismus vor allem aus dem Umstand, dass sie ihre schwierige Gruppe ohne Niederlage überstanden haben. Zu Euphorie geben ihre Leistungen keinen Anlass. Die Holländer kämpfen, ackern, mühen sich – doch sie spielen keinen schönen Fußball."

Frankfurter Rundschau: Von Holland ist nichts zu hören – trotz Unterzahl sorgen die argentinischen Fans für die Stimmung
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Verfrühter Abschied

Die Elfenbeinküste siegt gegen Serbien-Montenegro 3:2 – Elisabeth Schlammerl (FAZ) schnalzt mit der Zunge:
"Kriterien für große Fußballspiele gibt es genügend. Spannung gehört dazu, hochklassige Spielszenen, schöne Tore und natürlich Tempo und Zweikämpfe. Die Partie bot zwar all dies, wird aber wegen Bedeutungslosigkeit trotzdem nicht eingehen in die WM-Historie. Die beiden Mannschaften hatten schon zuvor ihre Chancen auf ein Weiterkommen verspielt. Aber gerade weil die Partie nicht geprägt war von Taktik, sondern in erster Linie von der Leidenschaft, bot sie beste Unterhaltung." Andreas Burkert (SZ) fügt hinzu: "Man kann all diejenigen, die das letzte Spiel der Elfenbeinküste nicht gesehen haben, aufrichtig bedauern. Die Augenzeugen verabschiedeten die Mannschaft nach aufregenden 90 Minuten mit einem Applaus, der von tiefer Zuneigung und Begeisterung getragen war. Denn sie hatte mit der Wucht ihres athletischen und technischen Talents erneut ein Spektakel aufgeführt. Leider wiederholten sich auch ihre dramatischen Schwächen, welche die Schönheit ihres Spiels begleiten und die verantwortlich sind für den verfrühten Abschied: Unsicherheit in der Defensive und wenig Effizienz vor dem Tor. (...) Vielleicht sind die Ambitionen des dreimal brillant spielenden Teams ein bisschen zu groß gewesen."

Gruppe D

Anfeindungen

1:2 gegen Portugal – Javier Cáceres (SZ) erforscht die Gehässigkeiten zwischen der mexikanischen Fußball-Öffentlichkeit und ihrem Trainer Ricardo La Volpe:
"Es ist ein bei dieser WM wohl in dieser Form einzigartiges Spannungsfeld, das solche hysterischen Reaktionen gebiert; es nährt sich aus einem Wechselspiel aus Patriotismus, Arroganz, Machogehabe, Neid, Selbstüberschätzung und mexikanischem Hang zum Melodram. Die locker genommene WM-Qualifikation, der gute Auftritt beim Confederations Cup 2005, bei dem man Brasilien schlug, und der Umstand, dass Mexiko bei der Auslosung gesetzt wurde, hat die Ansprüche ins Unermessliche steigen lassen. Zudem werden die mit La Volpe fast schon aufs Blut verfeindeten Hugo Sanchez und Cuauhtemoc Blanco, legendärer beziehungsweise ausgebooteter Stürmer, nicht müde, kräftig Öl ins Feuer zu kippen. Immer wieder ist La Volpe wegen seiner argentinischen Herkunft Anfeindungen ausgesetzt, und La Volpe selbst ergötzt sich daran. Anders wäre nicht zu erklären, dass er sich wie die Karikatur nicht des Argentiniers, sondern seines Klischees verhält, dem nachgesagt wird, er lächle bei Blitzen in den Himmel, weil er glaube, Gott fotografiere ihn."

"Kommet her/und seht/kommet her/und seht/dies ist doch kein Trainer/sondern eine Nutte/aus nem Cabaret." (Sprechchor mexikanischer Fans, gemünzt auf La Volpe)

Neuer Wettbewerb

Aus dem Siegerteam hat Thomas Klemm (FAZ) gegenteiliges zu berichten:
"Mittendrin in der Weltmeisterschaft scheint innerhalb der portugiesischen Nationalmannschaft ein anderer, inoffizieller Wettbewerb begonnen zu haben: Wer findet den Trainer am tollsten, wer lobt ihn am meisten? Die Spieler bangen um Luiz Felipe Scolari, sie fürchten, er könnte seinen Vertrag nicht verlängern und ein Angebot eines europäischen Spitzenklubs annehmen. Die Seleccao ohne Scolari, das mag sich keiner vorstellen."

Gruppe E

Suprematie

Felix Reidhaar (NZZ) goutiert die Leistung der Italiener beim 2:0 gegen Tschechien:
"Den Italienern war in keinem Moment anzumerken, dass das Damoklesschwert von Sanktionen gegen einzelne Individualisten über ihnen lastete. Sie lieferten im Gegenteil den Beweis dafür ab, dass sie trotz momentanen Defiziten (Stürmer nicht in Form?) bereit sind für höhere Ziele. Über ihre Eignung im defensiven Sektor braucht man keine Worte zu verlieren, über die technischen Vorzüge und die fussballerische Wirtschaftlichkeit ihres Vorgehens ebenso wenig. Was herausstach, war ihre hohe Überlegenheit in den Zweikämpfen und Laufduellen, die stupende Sicherheit in der Raumaufteilung, das Positionsgefühl im flexiblen Abwehr-Kordon, und wie sie jeweils im Nu gleich mehrere Spieler um den ballführenden Gegner gruppierten und diesem keine Entfaltungsmöglichkeiten boten. Diese Suprematie liess die Tschechen zusehends verzweifeln."
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Uwe Marx (FAZ) hätte etwas mehr Offensive gutgeheißen:
"Toni, del Piero, Inzaghi, Iaquinta: Beinahe jeder, der beim dreimaligen Weltmeister fürs Stürmen gut ist, fand sich erst einmal nur auf der Bank wieder. Das sah schon vor dem Anpfiff nach gutem altem Catenaccio aus. Danach auch, zeitweise zumindest. Defensive zuerst, an diesem Motto rüttelte niemand im italienischen Team. Lippis Verteidigungsbündnis war jederzeit Herr der Lage. Die unverhoffte Führung bestätigte Italien, es mit der Offensive nicht zu übertreiben. Zwar steht Lippi für die Abkehr vom schmucklosen Ergebnisfußball vergangener Tage – an diesem Tag aber war dieser Mix der angemessene: konzentrierte Verteidigung, gelegentliche Angriffe, vorzugsweise als Konter, und kraftsparende Spielweise. (...) Tschechien tat, was es konnte, aber es war offensichtlich, daß nur ein sehr glücklicher Moment geholfen hätte. Und Glück gewährte Italien an diesem Tag nicht." Ralf Wiegand (SZ) fühlt mit den Tschechen: "Es ist für jede Mannschaft der schlimmste Albtraum von allen, gegen knapp führende Italiener gleich zwei Tore schießen zu müssen. (...) Ein Pavel Nedved reicht nicht. Im tschechischen Kader stehen Leute vom 1. FC Nürnberg, von Hannover 96, aus St. Petersburg und Salzburg."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung: 2:1 gegen Amerika – Ghana mit Hilfe von Markus Merk im Achtelfinale
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Süddeutsche Zeitung: Ghanas Sieg für ganz Afrika
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Gruppe G

Einsamer Trainer

Frankreich fehle viel, am allermeisten ein guter Trainer, findet Ralf Itzel (StZ):
"Wenn sie wenigstens einen starken Trainer mit klarer Linie hätten. Aber Domenech fährt einen Zickzackkurs. Nach der EM drängte er die Alten zum Rücktritt, was im Prinzip richtig war, doch ohne Eleganz passierte. Er setzte auf die Talente, und die Ergebnisse waren zwar nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Trotzdem ruderte er zurück, stieß diesmal die Jungen vor den Kopf und reaktivierte drei Veteranen, die trotz ihm, nicht wegen ihm einwilligten. Gegen die Schweizer waren einige schlecht. Der Trainer hatte vorher gesagt: 'Bei einer WM kann man nicht warten. Wenn einer neben sich steht, muss er beim nächsten Spiel auf die Bank.' Doch nichts geschah. Überraschendes fällt ihm nie ein. Oder doch: In der 90. Minute ersetzte er Zidane durch Trezeguet und verärgerte beide. Der Stürmer lächelte ironisch, als ihm der Kapitän die Binde hinhielt, und hatte dann in drei Minuten keinen Ballkontakt. Zidane blickte starr am Coach vorbei und warf sein Schweißband zu Boden. Domenech operierte vor dem Turnier mit einem 4-4-2-System, um bei der WM auf ein 4-2-3-1 zu setzen. Es fiel kein Tor. Warum stellte er nicht wieder um, obwohl einige Spieler das vorschlugen? Trezeguet forderte mehr Offensive, fragte, warum man nicht wie Brasilien auflaufen könne? 'Wie Brasilien', sagte Domenech, 'in Gelb?' (...) Um den Trainer wird es ist immer einsamer, keiner glaubt, dass er im Amt bestätigt wird. Außer Frankreich wird Weltmeister. Das ist immer noch möglich, rein theoretisch."

Konservatives Land

Christian Tretbar (11 Freunde) analysiert die anhaltende Schwächephase Frankreichs:
"Fußball ist in Frankreich mittlerweile zwar die Sportart Nummer eins. Doch Frankreich ist keine Fußballnation wie England, Brasilien oder Deutschland. Rugby, Petanque und vor allem Radsport waren lange beliebter. Erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Fußball populärer. Entscheidend dafür war die Generation um Michel Platini. Ihre Erfolge Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre haben dem Fußball einen Schub verliehen. Höhepunkt ihrer Generation war der Gewinn der EM 1984 – im eigenen Land. Doch die Franzosen konnten sich nicht von ihren Idolen trennen. Damals wie heute. Frankreich ist nun mal im Herzen ein konservatives Land. Änderungen gibt es nur unter Zwang. So warten alle, bis die Alten abtreten. Die Folge damals wie heute: eine Krise des französischen Fußballs. 1990 und 1994 konnten sie sich nicht für die WM qualifizieren und das, obwohl sie Spieler wie Eric Cantona und Jean-Pierre Papin hervorbrachten. Marseille gewann in dieser Zeit sogar den Europapokal der Landesmeister. Aber der Neuaufbau der Nationalmannschaft dauerte lang. Erst 1998 war es so weit. Es musste im eigenen Land passieren. Getragen von der Euphorie wurde Frankreich zum ersten Mal Weltmeister. Und seither scheint es, als wiege der Stern über dem Hahn auf dem Trikot zu schwer. Die Erwartungen sind seitdem fast ins Unermessliche gestiegen. Die 'Grande Nation' tut sich schwer damit, ihren Status wieder herzugeben – im Fußball nicht anders als in der Politik. Fußball wird seit dem Gewinn der 'Multikulti-Mannschaft' 1998 zudem mit gesellschaftlicher Symbolik überfrachtet. Nach dem Sieg 1998 gab es drei neue Nationaltrainer, und wieder hat es keiner vermocht, einen echten Neuanfang zu wagen. Wieder warten sie, bis die alten Stars von alleine gehen. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Jungen nicht nachrücken können, sondern auch, dass sie sich nicht mehr weiterentwickeln. Was nützt da eine gute Ausbildung? Fußball verläuft in Frankreich nie kontinuierlich, sondern immer zyklisch. Das war nach der Ära Platini so, als Frankreich direkt von einem großen Hoch in ein tiefes Loch fiel, und es ist auch jetzt beim Abschied der Ära Zidane so."
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Vertrauenskrise

Jürg Altwegg (FAZ) ergänzt:
"Das Spiel der 'Bleus' ist so orientierungslos wie die französische Politik, und der Fußball, der keine gesellschaftlichen Probleme löst, ist der gültige Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse geblieben. Domenech selbst verkörpert die lähmende Verfilzung von Macht und Medien. Seine Frau ist Fernsehjournalistin und hat einen bevorzugten Zugang zu den Spielern. Zusammen machen sie Nebengeschäfte. Ein früheres intimes Verhältnis von Frau Domenech mit Gregory Coupet, dem Torhüter, soll der Grund sein, daß dieser nur die Nummer zwei hinter Fabien Barthez wurde – der zudem auch die Unterstützung seiner WM-Kollegen von 1998 hatte. Die Elite des Fußballs wurde wie jene der Politik nicht erneuert und ist dem Volk fern und fremd geworden. In Stuttgart waren die französischen Fans sehr viel weniger zahlreich und auch leiser als jene aus der Schweiz. Beim Spiel gegen Südkorea war das Mißverhältnis noch bedeutend größer. Der Soziologe Christian Bromberger macht eine 'Vertrauenskrise' zwischen den Fans und der Nationalmannschaft aus. Sie entspricht jener in der Politik. Die aufständischen Jugendlichen in den Vorstädten verspotten ihre einst vergötterten Idole und Hoffnungsträger. Während der Eröffnungsfeier machten die Kommentatoren des Privatsenders TF1 anzügliche Sadomaso-Witze über die Lederhosen. Inzwischen erkennt man in Deutschland eine ganz ähnliche Dynamik, wie sie 1998 Frankreich zur Weltmeisterschaft antrieb. Der historische Heimvorteil spricht diesmal für Deutschland, das nun auch Spieler mit polnischer Muttersprache und schwarzer Hautfarbe in 'la mannschaft' integriert und wie Frankreich 1998 einen Kontrapunkt zur Geschichte setzt."

taz: Erreicht Südkorea das Achtelfinale, würden die Spieler vom Militärdienst befreit
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Berliner Zeitung: Kapitän Johann Vogel ist der effiziente und unverzichtbare Organisator im Spiel der Schweizer Nationalmannschaft
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Gruppe H

Berliner Zeitung: In der Ukraine ist der Fußball mit politischen Inhalten überfrachtet, die Akteure werden mitunter zu Wahlkämpfern erhoben
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Frankfurter Rundschau: Englische Kampfkraft tut Spanien gut – Fußball-Profis bringen von der Insel Tugenden mit, die das Team von Aragonés soweit wie nie zuvor bei einer WM bringen sollen
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Ball und Buchstabe

Lust an der Karikatur

Auszug aus seinem Buch "Deutschland, deine Lieblingsgegner", erschienen im Eichborn-Verlag – Christian Eichler (FAZ) erläutert die Anziehungskraft von Typen und Typisierungen im Fußball:
"Das ist das Eigentümliche, ja das Verrückte am Fußball der modernen Nationalmannschaften: Sosehr das Spiel sich im europäischen Vergleich der international besetzten Klubteams zum Kontroll- und Erstickungsfußball angeglichen hat, zum Spiel der Champions League, in dem nationale Unterschiede verwischen, so sehr zeigen dieselben Spieler bei Einsätzen in ihrem Nationalteam einen Fußball, dem man nationale Besonderheit, gewachsene Tradition, eigenes Profil immer noch anmerkt. Oder sagen wir ruhig: eigenen Fußballcharakter. Die Holländer, die Portugiesen, die Brasilianer, die Argentinier, die Engländer, auch die Deutschen spielen unter sich, als Vertreter ihres Landes, selbstverständlich: holländischen, portugiesischen, brasilianischen, argentinischen, englischen, deutschen Fußball. Es bleibt ein Moment kostbarer Ungleichheit. Nationalmannschaften lassen sich in ihrem Spiel nicht so automatisieren wie eine gut geölte Klubmannschaft. Dafür trainieren und praktizieren sie einfach zu selten. Sind es nicht genau die Unterschiede, die man schätzt? So wie man als Publikum in einem Film, Buch, Theaterstück unterschiedliche, ja unterscheidbare Typen will, Figuren mit Charakter, so will man das auch auf der Fußballbühne: Teams mit Charakter. Deshalb liebt man die kleinen und großen Klischees, die praktischen Vorurteile gegenüber anderen Nationen, die sich am Beispiel des Fußballs so griffig konkretisieren und zuspitzen lassen. Es ist die menschliche Lust an der Karikatur, und die ist nur für eins eine Beleidigung, für den Mangel an Humor. Der moderne Fußballfan hat ihn, diesen Humor. Deshalb versteht er mit seiner Lust am gepflegten Vorurteil verantwortlich umzugehen."

Ein fesselndes Erlebnis

Der Economist ergründet die Faszination von Fußballweltmeisterschaften im Vergleich mit Olympischen Spielen:
"Trotz dem unbezweifelbaren Prestige, das man erhält, wenn man Weltmeister wird, ist es für eine Regierung extrem schwer – falls nicht unmöglich –, einen Weltmeister zu kreieren. Wohl schafften es die Italiener in den 30er Jahren; und Argentiniens Weltmeister von 1978 erhielten reichlich Unterstützung von der militärischen Junta. Aber ein moderner Diktator, der seinen Lakaien den Auftrag gibt, ein Team zusammenzustellen das Brasilien schlagen kann, oder so spielt wie sie, würde schnell enttäuscht werden. Der Vergleich mit den Olympischen Spielen hinkt, wenn man an all die roboterähnlichen ostdeutschen Sprinter denkt, die rumänischen Turnerinnen und die chinesischen Schwimmerinnen, die von den staatlichen Programmen am laufenden Band produziert wurden. Im Gegensatz dazu braucht ein erfolgreiches Fußballteam nicht nur Athletik, sondern auch einen Funken Kreativität und Stil, die nicht von Sportplanern hergestellt werden können. Nicht einmal Doping scheint Fußballern zu helfen. Daraus resultiert, dass bei jeder Weltmeisterschaft plötzlich ein Überraschungsteam den sehr eingebildeten Favoriten schlägt. Das geschah zum Beispiel 1966, als Nordkorea Italien besiegte; dasselbe geschah 2002 mit Senegal, die den amtierenden Weltmeister Frankreich schlugen. Die Eigenschaft der Überraschung macht die Weltmeisterschaft zu solch einem fesselndem Ereignis. Und dies ist auch der Grund, warum wir bei dem endlosen Konkurrenzkampf zwischen den Olympischen Spielen und der Weltmeisterschaft um den Titel 'Weltbester sportlicher Event' für die Weltmeisterschaft stimmen."

Megamainzelmann

Benjamin Henrichs (SZ) entdeckt in Kerner und Klopp zwei rhetorische Gegenpole:
"Das ZDF wünscht ja bekanntlich, dass Kerner weniger Werbung macht, also macht er jetzt eben wie entfesselt Werbung für sein altes, liebes ZDF. Man sollte ihm nicht böse sein, er kann nicht anders: Sein Deutsch ist ein Werbedeutsch, sein Lächeln ein Werbelächeln, sein journalistisches Leben ist längst ein einziger, niemals endender Werbespot geworden. Das ZDF und sein fleißigster Mitarbeiter, sie sind füreinander geschaffen: Kerner, das ist der Megamainzelmann. Fußball mit Kerner ist Fußball als Kindergeburtstag. Fußball mit Klopp ist Fußball als Orgie. Für Klopp ist Fußball immerzu geil, jedes Spiel ein Beischlaf, jedes Tor ein Orgasmus. Während Kerner der brave Junge ist, der sich rührend um seine Gäste bemüht, der schaut, dass sie immer mit Süßigkeiten und Himberwasser versorgt sind, spielt Klopp den wilden Kerl, der die Mädels ins Nachbarzimmer schleppt. Wenn Klopp sinnenfroh losröhrt, könnte man meinen, nicht Goleo, der geschlechtslose Löwe, sei das Maskottchen dieser WM, sondern Priapus, der griechische Gott der Fruchtbarkeit, der Gott mit dem allzeit gereckten Glied. Wie und wo aber soll dies alles enden? Wie kann Klopp sich noch steigern, da er doch schon in der Vorrunde ständig zum Höhepunkt gekommen ist? Als wären wir nicht die Zuschauer bei einer Weltmeisterschaft, sondern seine Jungs aus Mainz, die er immerzu heißreden muss. Damit sie nicht absteigen. Sollte Deutschland ausscheiden oder gar Weltmeister werden, bleibt Klopp nur noch ein einziger möglicher Exzess: der Tränenerguss. Weinen bis zum Abwinken. Und darum singen wir in der ZDF-Arena jetzt alle, laut und deutsch und im Chor: 'Klopp, wir wolln dich heulen sehn!'"

taz: Angela Merkel zeigt so viel Nähe zum Fußball wie nötig und verbiegt sich so wenig wie möglich
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Frankfurter Allgemeine Zeitung: Berliner Türken halten zu Deutschland
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Frankfurter Rundschau: Journalisten aus Entwicklungsländern erleben die WM - und ihre schwarz-rot-goldigen Gastgeber
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Frankfurter Rundschau: Wie wohl fühlen sich die WM-Gäste in Deutschland? Über eine Studie
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Tagesspiegel: "Preiswertes Essen, kaum Taschendiebe" – wenn nur die "ekligen Müllhaufen" nicht wären: Wie ausländische Zeitungen Deutschland während der WM darstellen
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Süddeutsche Zeitung: Auch Fans aus wirtschaftsschwachen Ländern wollen nach Deutschland reisen – aber nur wenige Privilegierte können sich das leisten. Und selbst die sind nach der Weltmeisterschaft oft pleite. Die SZ spricht mit einigen von ihnen
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freistösse des tages

Das DFB-Team kann vom Elchtest lernen
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Wunderwelt Fernsehen

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Männerphantasien in Blond
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Ein Gespräch mit Netzer
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