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18.6.2006

Presseschau vom 18.06.2006

Heute in der Presseschau: Lob für Jürgen Klinsmann. Außerdem: die Patriotismus-Debatte hält an. Und Englands Stürmer Peter Crouch im Porträt.

Heute in der Presseschau: Lob für Jürgen Klinsmann. Außerdem: die Patriotismus-Debatte hält an. Und Englands Stürmer Peter Crouch im Porträt.

Deutsche Elf

Vorurteile gegen Deutsche abgebaut

Michael Ashelm (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) adelt Jürgen Klinsmann als Impulsgeber der deutschen WM-Party:
"Deutschland ist weiter, als die vielen Warner und Diskutanten meinen. Der völkerverbindende Charakter des Massenerlebnisses zeigt sich auch beim gemeinsamen Fernsehen, dem Public Viewing, wenn der Fußball aus dem begrenzten Raum des Stadions auf die öffentlichen Plätze hinausgetragen wird. Hier wird der Fan vom Konsumenten zum Mitspieler, hier erweist sich der Geist des Landes und der Menschen. Vielleicht hat Jürgen Klinsmann erst aus Sicht des Auslandsdeutschen diese lange verdeckten Potentiale erkannt. Der Amerikanoschwabe nutzt sie für seine Zwecke, verbindet geschickt die sportlichen Ziele der kleinen Einheit Nationalmannschaft mit dem Massenphänomen Fußball. Die Wahl des Mannschaftsquartiers in der Hauptstadt gehört zu diesem System der Symbole. Alles, was man vorbereiten kann, hat Klinsmann vorbereitet. Es wäre nicht verwunderlich, wenn er auch die deutsche Fußballbegeisterung auf dem Weg zum erhofften Titel eingeplant hätte. Wann hat das Land zuletzt so überschwenglich mit seinen Kickern mitgefiebert? Der mutige, dynamische, druckvolle, temporeiche und riskante Einsatz der Elf ist sicher der Ausgangspunkt der allgemeinen Begeisterung. Voran ging Klinsmanns selbstbewußter Weg der politischen Unkorrektheit gegenüber dem Fußball-Establishment, welches sich darauf verlegt hat, lieber alten Heldengeschichten nachzuhängen als Änderungen einzuleiten für die Zukunft. Klinsmann hat sich jetzt schon verdient gemacht am Abbau von Vorurteilen gegen Deutsche. Womit er und sein größter Kritiker Franz Beckenbauer, der ewig gutgelaunte WM-Oberbeauftragte, sich näher sind, als sie denken mögen."

Gottheit mit dem Vornamen Jürgen

Radio- und TV-Moderator Jörg Thadeusz (Berliner Zeitung) mokiert sich über den Beifall für Klinsmann von denen, die ihn bis vor kurzem auf den Mond schießen wollten, allen voran Franz Beckenbauer und der Bild-Zeitung:
"Jetzt, wo Berliner Polizisten mit hochgekrempelten Kampfanzugshosen am Einsatzwagen lehnen, weil sie sich vor allem Sorgen um ihren Teint machen müssen. Wo sich in kunterbunten, rappelvollen Stadien kein Mensch um die Geldgier von Fifa-Blatter schert, weil die La Ola-Wellen dazu überhaupt keine Zeit lassen. Und wo ein Trainerteam offenbar in der Lage war, deutsche Verteidiger wirkungsvoll nachzuschulen. Im kaiserlichen Zentralorgan ist aus dem kalifornischen Gastarbeiter Klinsmann nach dem Polen-Spiel schon wieder 'Klinsi' geworden. Seine Majestät selbst lässt sich mit den Worten zitieren, dass die Spieler 'Jürgens Philosophie umgesetzt haben'. Es geht also nicht mehr um Gummibänder, sondern um Gedanken, die sich 'der Jürgen' gemacht haben könnte. Zum Beispiel auch über die Nachnominierung von Odo-Wer?, also von dem David Odonkor, der auf das Erlöser-Füßchen von Neuville flankte. Uns Medienmenschen bietet sich jetzt die wunderbare Gelegenheit in die entgegengesetzte Richtung zu übertreiben. Nach komplett ausgekosteter Miesmacherei jetzt die unkritische Verherrlichung des Personals. Wenn ein Oliver zum Titan werden konnte, muss es doch wohl eine Gottheit geben, die mit dem Vornamen Jürgen leben kann."
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Alles ist möglich

Ludger Schulze (Süddeutsche Zeitung) mahnt seine Kollegen, das deutsche Spiel und den deutschen Trainer maßvoll zu beurteilen:
"Die Anhängerschaft, die auf knapp 80 Millionen angeschwollen zu sein scheint, hat den schwer erkämpften Sieg emphatischer gefeiert als etwa die WM-Triumphe von 1954, 1974 oder 1990. Eine Steigerung auf der Jubel-Skala ist kaum noch denkbar, Deutschland befindet sich im schwarz-rot-goldenen Vollrausch, weswegen derzeit Mäßiger mancherorts als Miesmacher bezeichnet und als Partysprenger an den Pranger gestellt werden. (Natürlich von denen, die zuvor kaum ein gutes Haar am Bundestrainer und seiner Auswahl ließen.) Inhaltliche Debatten sind verpönt, weil sie als Verstoß gegen die deutsche Sache missgedeutet werden. (...) Klinsmanns Mannschaft hat einen wunderbaren Turnierstart hingelegt, wie es sich alle für ein Gelingen der Weltmeisterschaft gewünscht haben. Das Zeugnis ihrer Reife muss sie noch ablegen. Alles ist möglich – alles."

Ohne Tradition

Michael Horeni (Frankfurter Allgemeine Zeitung) schildert die schwierige Ahnensuche Philipp Lahms:
"Der hiesige Medien- und Werbe- und Marketingzirkus bedient sich mit Vorliebe der zwei 'Schweinoldis', um das Bild einer jung-dynamischen Mannschaft zu präsentieren. Schweinsteiger und Podolski sind Kult, wie man wohl sagt. Lahm ist ein Verteidiger. Abwehrspieler in Deutschland haben zudem die Schwierigkeit, daß für sie kein modernes Rollenbild bereitliegt, mit dem sie sich identifizieren können. Der Kultur des technisch versierten, spielerisch intelligenten und taktisch klugen Abwehrspiels fehlt in der Nation der Kohlers und Försters die Tradition. Es ist daher wohl auch kein Wunder, daß Lahm sein Vorbild auch in Paolo Maldini gefunden hat, dem italienischen Abwehrstrategen."

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Frankfurter Rundschau: Porträt Philip Lahm
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Tagesspiegel: Interview mit Wolfgang Overath über Netzers starke Fernsehauftritte, die gemeinsame WM 1974 und die Chancen der deutschen Elf 2006
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Ball und Buchstabe

Uns selbst besser kennenlernen

Alexander Marguier (Frankfurter Allgemeine Zeitung) deutet die WM als Deutschlands Spiegel:
"In diesen Tagen staunt Deutschland vor allem über sich selbst. Soviel Weltoffenheit, solch eine Unbeschwertheit, eine derart unverkrampfte Gastfreundschaft hätten wir uns gar nicht zugetraut. Klinsmanns Team spielt munteren Offensivfußball, nicht einmal auf das Wetter scheint noch Verlaß: Die hochsommerliche Atmosphäre versetzt das angeblich notorisch trübe Gemüt eines angehenden Globalisierungsverlierers geradezu in Wallung. Sind wir am Ende gar nicht so, wie wir glaubten zu sein? Die große Chance dieser Weltmeisterschaft liegt nicht im gestiegenen Absatz von Turnschuhen, Erfrischungsgetränken, Staubsaugerbeuteln, Schwarzwälder Schinken, Dinkelbrötchen oder was neuerdings sonst noch über eine behauptete Nähe zum Thema Fußball unters Volk gebracht wird. Und natürlich ist das sportliche Großereignis eine zwar nicht einmalige, aber gewiß seltene Möglichkeit, sich dem Ausland als einigermaßen entspannte Nation zu präsentieren, in der Organisation auch ohne Ordnungswahn funktioniert. Der wahre Segen aber besteht darin, daß wir uns bei dieser Gelegenheit selbst ein bißchen besser kennenlernen und vielleicht das eine oder andere Vorurteil in eigener Sache korrigieren können. Der Blick unserer Besucher auf unser Land ist genau dafür ein wertvolles Gastgeschenk: Nicht nur Reisen bildet, sondern auch, besucht zu werden."

Zwiespalt

Auch Gustav Seibt (Süddeutsche Zeitung) kommentiert die Patriotismus-Debatte:
"Junge Deutsche sind heute so kosmopolitisch und vielsprachig wie in keiner Epoche früher; der hartnäckige Fremdenhass einer Minderheit gehört zur hässlichen Symptomatik eines verhockten, oft regional beschränkten Verlierertums wie in den anderen Industrienationen auch. Mit der Spaßgesellschaft in Schwarzrotgold hat er wenig zu tun. Wer im Jahr des Mauerfalls geboren wurde, macht in Kürze Abitur – und hatte wenig Anlass und Gelegenheit, 'an Deutschland zu leiden', dafür nicht selten ein reiches Beobachtungsfeld im Ausland, wo keineswegs alles besser ist, aber immer noch viele antideutsche Ressentiments blühen. Und darum sind es derzeit auch weniger die Professoren und Historiker, die wie einst in den achtziger Jahren das Wort des Patriotismus führen, als vielmehr jüngere, agile und oft weitgereiste Publizisten, die ein mechanisches Deutschland-Bashing mit gutem Grund abgestanden finden. Unangenehm wie je ist dabei nur der zuweilen markige Tonfall. Historisches Bewusstsein lehrt, dass Nationalismus immer auch Krieg sein konnte, wie der große Patriot François Mitterrand sagte, weil er sich in der Abgrenzung von Feinden stabilisierte; andererseits bleibt er eine wichtige moderne Form überindividueller, also großherziger Gefühle. Diesen ewigen Zwiespalt spielerisch aufzulösen, dafür ist jetzt gute Gelegenheit. Der Zeichenwelt der Trikoloren muss Ritterlichkeit nicht fremd bleiben, und wenn die Massenkommunikation beim Fußball dazu beiträgt, ganze Völker dafür zu gewinnen, dann hat sich die teure Party gelohnt."

Der gute alte Schwarzmarkt

Felix Reidhaar (Neue Zürcher Zeitung) fühlt sich gut aufgehoben:
"So und nicht anders hat man sich die Weltmeisterschaft bei unserem Nachbarn im Norden vorgestellt. Abermillionen vor den Bildschirmen, Hunderttausende auf den Strassen der Städte, vornehmlich in Dortmund, Berlin und München, den Heimstätten des Gastgeberteams. Überall volle Arenen mit neugierigen Menschen, natürliche und erfrischende Freundlichkeit, wohin man blickt, und bis jetzt eine Organisation, die – wen wundert's bei deutscher Gründlichkeit – keine Wünsche offen lässt."
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Roland Zorn (Frankfurter Allgemeine Zeitung) verweist auf die Funktion des Schwarzmarkts:
"Dem Fan gehören die Stadien – auch das ist eine angenehme Erkenntnis aus der ersten WM-Woche, nachdem zuvor immer wieder behauptet worden war, es stehe eine Weltmeisterschaft der Bonzen und Bosse mit allerlei Leerstellen in den Arenen bevor. Der gute alte Schwarzmarkt hat die Dinge im Sinne des Fußballs reguliert."

Den Teufel an die Wand malen, um ihn zu bannen

Markus Wehner (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) durchleuchtet die Funktion von Kritik, Warnung und Miesmacherei:
"Zum ersten Mal seit dem Mauerfall feiert Deutschland sich selbst, ohne nationale Überhebung, aber mit gesundem Selbstbewußtsein. Die Mischung aus Freude und Gelassenheit, Euphorie und Disziplin kommt unangestrengt daher. Selbst Veranstaltungen mit 500.000 Fans auf der Straße des 17. Juni werden so zu einem friedlichen Fest. Daß die Stimmung sensationell ist, hat auch mit der sportlichen Leistung der deutschen Mannschaft zu tun. Klinsmanns junge Elf zeigt begeisternde Spielfreude, setzt auf Risikobereitschaft statt auf Versicherungsmentalität und Wahrung des Erreichten. Das ist auch anders, als wir uns bisher sahen. Bis kurz vor der WM ergingen sich Medien und Fachleute vor allem in der Beschreibung ihrer möglichen Probleme: Die einen pflegten Schreckensvisionen, in denen Horden britischer und polnischer Hooligans das Land brandschatzen, die anderen sahen braune Rotten auf dem Nürnberger Reichstagsgelände aufmarschieren, mit deutschem Gruß dem iranischen Führer huldigend, wieder andere warnten vor Polizeifestspielen im Hochsicherheitstrakt Deutschland, in dem jeder Bürger ausgeforscht und seine Daten mißbraucht würden. Doch wenig davon ist bisher wahr geworden. Selbst das Verkehrschaos ist ausgeblieben. Deutschland ist nicht das, was manche Phantomdiskussion den Bürgern als Zerrbild vorgaukelt. Aber vielleicht gehört auch das zu uns: daß wir stets den Teufel an die Wand malen, in der Hoffnung, ihn so am sichersten bannen zu können."

Selbstzweifel

Die Lehrergewerkschaft GEW fordert, die Nationalhymne abzuschaffen, und Berthold Kohler (Frankfurter Allgemeine Zeitung) rauft sich die Haare:
"Man muß schon ein außerordentlich problematisches Verhältnis zum Konzept des Nationalen und zu seinen Symbolen sowie eine sehr selektive Sicht der deutschen Geschichte haben, um dieser Deutung die Behauptung entgegenzustellen, Strophe drei sei ein nationalistischer Evergreen. Es gibt in modernen Gesellschaften nicht mehr viele Möglichkeiten, sich öffentlich zu der Nation zu bekennen, der man angehört. Doch existiert offenkundig ein solches Bedürfnis. Sind Plätze voller jubelnder Menschen und hupender Autos andererseits schon Beleg für einen neuen deutschen Bekenntnispatriotismus? Ein Grund, in die alten Rituale des nationalen Selbstzweifels zurückzufallen, sind sie jedenfalls nicht."
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Süddeutsche Zeitung: So viel Schwarz-Rot-Gold war nie: Für viele Fans sind die Nationalfarben vor allem ein buntes Kostüm zum Feiern, den patriotischen Druck spüren die Spieler dafür umso mehr
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Frankfurter Rundschau: Waffenstillstand während der WM – ungeachtet des Konflikts sehen die Menschen in Nahost begeistert Fußball, der "die Welt vereint"
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Neue Zürcher Zeitung: In Afrikas Fußballteams prallen Erste und Dritte Welt aufeinander
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Stilkritik an den TV-Bildern: Vielen Deutschen ist die Dominanz der Totalen zu wenig emotional
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Tagesspiegel: Welche Taktik dominiert die WM? Ein Zwischenfazit
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Tageszeitung: Schauen Frauen wirklich anders Fußball? Interview mit der Ethnologin Almut Sülzle
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Ascheplatz

Bonus nimmt ab

Konrad Mrusek (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erforscht den Ruf der Fifa in Zürich und der Schweiz:
"Daß die Fifa eine Geldmaschine ist, sieht man gleich hinter der Tür: Solch ein riesiges Foyer und derart üppige Ledersessel haben nicht einmal Zürcher Großbanken. Auch die Einfahrt in die Tiefgarage wurde so großzügig bemessen, daß selbst Stretch-Limousinen schwungvoll vorfahren können. Zwar wurde das Gebäude in der Nähe des Zoos in eine künstliche Bodensenke gestellt, damit man seine Dimensionen nicht auf Anhieb erkennen kann. Dennoch runzelten bei der Eröffnung etliche Zürcher die Stirn, weil der Prachtbau samt der aufwendigen Gartenarchitektur 153 Millionen Euro kostet und dennoch in frivoler Bescheidenheit 'Home of Fifa' genannt wird. Außerdem hat der Verband am Zürichberg bereits ein sehr nobles 'Home', das nicht nur einen prächtigen Blick auf den Zürichsee bietet, sondern auch ein Restaurant offeriert, in dem die Fußballfunktionäre gerne fürstlich tafeln. Die Behörden in Zürich sind stolz darauf, daß die Fifa, die heute mit 207 Mitgliedsverbänden größer als die Vereinten Nationen ist, seit 1932 ihren Sitz in der Stadt hat. Sie versprechen sich davon einen ähnlichen Imagegewinn wie Lausanne vom IOC. Zürich ist daher dem Verband stets zu Diensten, etwa bei der Grundstückssuche oder bei den sehr niedrigen Fiskalabgaben. Die Stadt bewilligte jetzt sogar eigens für den Neubau eine Fifa-Straße. Wegen all dieser, völlig unschweizerischen Aufschneidereien sind die Eidgenossen weit weniger Fifa-Fans als die Politiker. Sie sind zwar nicht ganz so kritisch wie die Deutschen, weil Fifa-Präsident Blatter schließlich ein Landsmann ist – das verschafft ihm einen gewissen Bonus, wenn er im Ausland attackiert wird. Doch dieser wird kleiner, auch wenn sich Blatter in Interviews weiterhin mit 'Sepp' anreden läßt. Sein volkstümliches Getue kann nicht verbergen, daß selbst in seinem Heimatkanton Wallis die Kritik am selbstherrlichen Gebaren des Präsidenten zunimmt."

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung billigt den Entschluss der Justiz, das Begehren der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abzuwehren, den üblichen Ladenschluss während der WM wiedereinzuführen:
"Zum Glück ist Verdi gescheitert. Deutschland ist in diesen Tagen ein einziges Fest, von mittags bis nachts sind die Straßen und Fußgängerzonen voll mit gutgelaunten Menschen. Spätestens seit der famosen Stimmung um das Spiel Deutschland gegen Polen sollte jedem klar sein: Ist die Welt zu Gast bei Freunden, dürfen Geschäftsleute nicht gezwungen werden, ihre Türen zu einer bestimmten Zeit abzuschließen. Laßt die Kaufleute ihre Geschäfte öffnen, wann sie es für richtig halten. Und wenn der Testlauf positive Ergebnisse bringt und die Händler auch nach der WM andere Öffnungszeiten wollen – bitte schön, dann hat diese WM noch einige Sieger mehr."

Neue Zürcher Zeitung: Interview mit dem ehemaligen Spieler Gianni Rivera über den Skandal in Italien
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Gruppe B

Mit der Eleganz einer pubertierenden Giraffe

Raphael Honigstein (Süddeutsche Zeitung) erlebt beim 2:0 Englands gegen Trinidad und Tobago die Wandlung eines Stürmers:
"Peter Crouch ist ein ausgesprochen netter Kerl, man kann das immer nur wieder betonen. 'Peter Crouch ist ein sehr netter Kerl', hat auch sein Vereinstrainer Rafael Benitez oft festgestellt, meistens mit einem leicht verzweifelten Schulterzucken. Englische Stürmer dürfen nicht nett sein, Crouch aber tut auf dem Platz keinem weh, weil er in der Regel genug zu tun hat, seine langen Beine und Arme im Gleichklang zu bewegen, und zweitens so etwas einfach nicht macht. In Nürnberg blieb der kulante Gigant 83 Minuten lang seiner Linie treu, weh tat er nicht den Gegenspielern, dafür aber Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt. Uninspiriert, schludrig und teilweise hochgradig peinlich war sein Auftritt, genau wie der seiner Mannschaft. Seine beste Chance, ein unbedrängter Volley, vergab er 'mit der Eleganz einer pubertierenden Giraffe', monierte der Daily Telegraph. Der Ball ging in etwa in Richtung Eckfahne. Crouch wusste, dass die Zeit besonders ihm persönlich weglief, genau wie seine Mannschaft gab er jedoch nicht auf. Als eine etwas schlaffe David-Beckham-Flanke aus dem Halbfeld auf ihn zusegelte, entschloss er sich, einen Moment lang weniger nett zu sein. Mit einer Hand zupfte er Brent Sancho unsanft am Rastalocken-Pfederschwanz, mit der anderen drückte er den Trinidader runter; ziemlich unfair war das, im Grunde gar nicht nötig und äußerst effektiv. Crouchs Tor erlöste England."

Christian Eichler (Frankfurter Allgemeine Zeitung) grübelt warnend:
"Was soll man nun von diesen Engländern halten? Als WM-Mitfavorit angetreten, zum zweiten Mal mit müder Darbietung, aber andererseits auch Schritt für Schritt erfolgreich. Wer es regelmäßig schafft, daß die Resultate besser sind als die Leistung, kann es weit bringen – eine Übung, die deutsche WM-Teams den Engländern mehrfach vorgemacht haben. In Deutschland beginnt man sie bereits abzuschreiben. Doch das wäre fahrlässig."

Image verbessert

Elisabeth Schlammerl (Frankfurter Allgemeine Zeitung) bewundert die Leistung des Trainers von Trinidad und Tobago:
"Leo Beenhakker hat die Spieler nicht nur taktisch geschult, sondern ihnen auch Disziplin beigebracht, und das dürfte noch wesentlich schwieriger gewesen sein. Denn die Spieler kommen aus einem Land, in dem die liebste Beschäftigung der Leute das Nichtstun, das Rumhängen ist. Erstaunlich gut kam die Mannschaft gegen Schweden und England mit dem viel höheren Tempo zurecht, als sie es gewohnt ist. Beenhakker weiß aber auch, daß sie am Limit spielt. Trinidad und Tobago hat eine ganze Menge getan. Für die Fans daheim auf der Karibikinsel, für die die WM-Spiele ihrer Mannschaft ein Fest sind. Wenn die 'Soca Warriors' spielen, sitzen fast alle vor dem Fernseher. Die Mannschaft hat einiges für ihr Image getan, der eine oder andere Spieler ist nun vielleicht auch interessant für erstklassige Teams."

Christian Zaschke (Süddeutsche Zeitung) berichtet vom Spiel:
"Es entwickelte sich eine Stimmung wie bei einem Pokalspiel, in dem das Publikum bemerkt, der FV Weinheim kann tatsächlich den FC Bayern besiegen. Die Fans des Favoriten aus England begannen nun allerdings nicht, ihre Mannschaft wegen der bescheidenden Leistung auszupfeifen, sondern feuerten sie um so intensiver an. So entwickelte sich eine mitreißende Stimmung rund um ein nicht hochklassiges, aber spannendes Spiel."

Ähnlich

Nach dem 1:0 gegen Paraguay – Peter Heß (Frankfurter Allgemeine Zeitung) beschreibt die Schweden als Verwandte der deutschen Elf:
"Falls die deutsche Nationalmannschaft im Achtelfinale auf Schweden treffen sollte, wird sie ihrem Spiegelbild begegnen. Leicht verzerrt vielleicht, aber die Konturen der Teams von Jürgen Klinsmann und Lars Lagerbäck stimmen überein. Beide Mannschaften besitzen eine überragende Physis, eine hohe Moral und die Bereitschaft, mutig nach vorn zu spielen. Der kleine Unterschied: Die Deutschen wirken in der Offensive eine Spur durchschlagskräftiger, die Schweden in der Defensive einen Hauch stabiler und geordneter. (...) Wie gut ist nun das schwedische Team vom Jahrgang 2006? Kaum jemand weiß das besser zu beurteilen als Verteidiger Lucic. Schon 1994 gehörte er zum WM-Aufgebot, er bestritt gegen Paraguay sein 83. Länderspiel. 'Wir sind gut genug, die Vorrunde zu überstehen und im Achtelfinale jeden möglichen Gegner aus der Deutschland-Gruppe zu bezwingen. Dann muß man sehen.' Das heißt nicht, daß Lucic keine gute Meinung vom deutschen Team hätte. 'Die schwedischen Fans unterschätzen Klinsmanns Team, ich nicht. Die Deutschen haben bisher gut gespielt. Sie können Weltmeister werden, aber das können viele andere Teams auch.' Angst müßte Schweden jedenfalls nicht vor den Deutschen haben. Dazu sind sie sich zu ähnlich."

Berliner Zeitung: Schwedens Nationalmannschaft präsentiert sich innerlich zerstritten – der Sieg über Paraguay kann dies nur kaschieren
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Tageszeitung:
Von der alles ändernden Kraft des Torerfolgs: Kann das Glück des 1:0-Siegs gegen Paraguay eine bislang zerstrittene schwedische Nationalmannschaft harmonisieren und durchs Turnier tragen?
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Gruppe C

Klasse fehlt

Jens Weinreich (Berliner Zeitung) fasst die "Todesgruppe" zusammen:
"Die Holländer, die neuerdings so gern und sogar ganz passabel verteidigen, vor allem aber die Argentinier versprechen noch viel in diesem Turnier. Dass sich die Serben und Montenegriner verabschieden, dürfte außerhalb Belgrads kaum jemanden interessieren, und es ist auch kaum von Belang für den Fortgang des Titelkampfes. Sie können jetzt in aller Freundschaft darüber diskutieren, ob es sich hier um eine Fußball- oder eine Box-Weltmeisterschaft gehandelt hat. Im Training haben sie sich jedenfalls geprügelt, so wurde kolportiert. Schade ist es nur um die Elfenbeinküste. Gerade das Team um Kapitän Didier Drogba hatte so viel versprochen. Die Ivorer haben sich prächtig gewehrt gegen Argentinien und Holland, doch man muss auch sagen, dass sie als Mannschaft nicht die Klasse hatten, um mehr auszurichten."
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Extraklasse

Thomas Klemm (Frankfurter Allgemeine Zeitung) applaudiert den Argentiniern beim 6:0 gegen die Serben:
"Gegen eine serbisch-montenegrinische Defensive, die das Auftreten des Gegners mehr bewunderte als störte, bewiesen die Argentinier eine Extraklasse, mit der sie sich bei dieser WM bislang aus allen Konkurrenten herausheben. Wann immer sie ein Tor schießen wollten, so schien es, trafen sie auch."

Bernd Müllender (Tageszeitung) über eine Art göttlichen Auftritt:
"Beim Einlaufen der Teams hatte sich die gesamte Haupttribüne noch respektlos vom Rasen abgewandt. Die aktuellen Stars? Egal! Denn er war erschienen: Diego Armando Maradona. Und die vergötterte Legende gab wieder den kaspernden Fäusteschwinger, tausende Jünger huldigten dem hüpfenden Maskottchen. Zur Entourage des faxenden VIP-Prolls im argentinischen 10er-Trikot gehörte auch eine sonnenbebrillte Gestalt wie aus dem Box-Comic. 'Bei dem', lachte ein Polizist kopfschüttelnd, 'würden unsere Drogenhunde sofort anschlagen, woll!' Und bei jedem Tor drehten sich immer wieder Hunderte um, zum Jubel mit dem Idolissimo. Zwölf Jahre spielt Maradona schon nicht mehr, die Zahl seiner Skandale passen auf keine Richterskala. Aber immer noch ist die '10' das häufigste Fantrikot – und Maradona steht häufiger drauf als der aktuelle Mittelfeldherrscher Riquelme. Die desolaten und hölzernen Serben, völlig überfordert, und ihr montegrinischer Torwart Jevric dürfen sich verabschieden. Schon vor dem Duell in der Schalke-Halle hatte in ihrem Land der Pessimismus regiert. Nach dem 0:1 gegen Holland gab es Reibereien, angeblich im Team sogar Handgreiflichkeiten und Streit um die Defensivtaktik. Gestern gab es noch nicht einmal Defensive."
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Berliner Zeitung: Mit zauberhaftem Kombinationsspiel und sechs traumhaften Toren gewinnt Argentinien gegen Serbien-Montenegro
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Berliner Zeitung: Oranje erfindet sich neu – ein bisschen deutsch, ein bisschen holländisch
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Berliner Zeitung: Adieu, ihr Elefanten – die Elfenbeinküste kann ihr Versprechen nicht einlösen
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Gruppe E

Saubermann mit eigenem Kopf

Birgit Schönau (Süddeutsche Zeitung) porträtiert Luca Toni als Pfand Italiens:
"Früher hätte der Commissario Tecnico einen wie Toni mit seinen 1,93 Metern als Stopper eingesetzt, doch nicht in der Attacke. Vorn spielten Fliegengewichte wie Paolo Rossi oder Toto Schillaci, selbst Gigi Riva war einen Kopf kleiner als Toni und zehn Kilogramm leichter. Der klassische attaccante all'italiana hatte den Körper eines Chorknaben – mager, schmächtig, wendig. Der Chorknabe im Angriff entwischte den gegnerischen Verteidigern, anstatt sich gegen sie durchzusetzen, er umdribbelte die mächtigen, aber hölzernen Abwehrtürme von Briten, Deutschen und Skandinaviern oder rannte ihnen davon, er spezialisierte sich auch gern auf Abstaubertore und scheute den Schwalbenflug nicht. Dann kam 1998 Christian Vieri, ein Koloss von 1,85 Metern. Sie nannten ihn 'Widder'. Vieri blieb bei internationalen Turnieren glücklos, aber als Stürmer der Squadra Azzurra symbolisiert er trotzdem eine Zeitenwende. Lippi stellt dem starken Toni inzwischen sogar einen zweiten Turm zur Seite, denn Vincenzo Iaquinta hat ein ähnliches Format. Und Alberto Gilardino, der Dritte im Bunde, ist auch nicht viel schmächtiger. Filippo Inzaghi könnte noch weiter auf der Bank schmoren, denn er passt Nationaltrainer Marcello Lippi viel zu sehr ins Italien-Klischee der Ausländer. Der Trainer ist allergisch gegen Schwalben. Wenigstens bei der WM. Wenigstens in Deutschland. Es geht diesmal ums Ganze. Nämlich ums Image. Lippis Kraftprotze sind deshalb diszipliniert und bodenständig. Und der bodenständigste von allen ist Toni. Die Ruhe in Person. Keine schillernde Diva, sondern ein bravo ragazzo, ein anständiger Junge. Einer, der sich nach oben gekämpft hat, dem nichts geschenkt wurde. Toni kennt die Niederungen der zweiten und dritten Liga. Toni ist allen, auch den gegnerischen Fans, sympathisch. Ein Saubermann mit eigenem Kopf, der keine fertigen Sätze von sich gibt, sondern sagt, was er denkt. Nie hatte ihn Italien so nötig wie heute."

Melange aus Heimatliebe und internationalem Anspruch

Richard Leipold (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erklärt die Popularität Francesco Tottis:
"Die Bedeutung des Römers läßt sich nicht allein an Toren, Taktik oder Temperament messen, obwohl diese drei Zutaten zu den wichtigsten Bestandteilen des Fußballs gehören. Totti ist das Gesicht des Calcio, ein Held von nationalem Rang. Er verleiht einem Fußball-Land Identität und gibt ihm Hoffnung, einem Land, dessen Nationalelf seit fast einem Vierteljahrhundert bei den großen Turnieren keinen Titel errungen hat. 'Der Gladiator ist zurück', jubelt La Repubblica. Der römischen Vorstadt im Herzen treu geblieben, ist er so etwas wie der geborene italienische Fußball-Außenminister, elegant und beliebt. Daß er kein Englisch spricht und sich daheim bei Muttern (oder in deren Nachbarschaft) am wohlsten fühlt, scheint ihm sogar zuträglich. Totti ist nie aus Rom weggegangen, nach Mailand oder Turin. Er symbolisiert eine Melange aus Heimatliebe und internationalem Anspruch."

Tageszeitung: Trainer Marcello Lippi wäre wegen des Wettskandals fast entlassen worden; jetzt schenkt er Italien neue Hoffnung
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Gruppe F

Umflattert

Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung) schreibt über das Umfeld der brasilianischen Elf:
"Die Seleção ist ein hochsensibles Gebilde, umflattert von Wissenschaftlern und Scharlatanen, gehätschelt von Zauber- und Seelendoktoren, zum Erfolg verdammt von Landsleuten, die diesen Sport gern wie eine Droge konsumieren, in Ermangelung anderer Stimmungsaufheller fürs Gemeinwohl. Und über allem herrscht der mächtige Ausrüster Nike, der schon beim Finale 1998 ins Gerede kam und auch diesmal alles auf Grün-Gelb gesetzt hat, sowie ein mafiöser Verbandsboss: Ricardo Teixeira kann in der Heimat nur mit ständigen Erfolgen überleben. Bisher konnte die Seleção immer, wenn die Sportwelt höchste Erwartungen hegte, nicht liefern: 1950 und 1966, 1982 und 1998. Diesmal liegt ihre Chance darin, dass die Schwachstellen früh ersichtlich werden. Wenn es stimmt, dass Brasiliens zweiter Anzug überall sonst auf dem Planeten erste Wahl wäre, braucht sie nichts zu fürchten. Und der Genießer hoffentlich auch nicht."

Ruhm als Fluch

Thomas Klemm (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) warnt die Brasilianer vor Hochmut:
"Es ist das Brasilien-Gen, auf das die Südamerikaner setzen; also jene quasi naturgegebene Begabung für die Körperbeherrschung, die unmöglich erscheinende Fußballtricks möglich macht, an der sich Brasilianer ebenso berauschen wie der Rest der Welt. Nur sie beherrschen 'ginga', jene akrobatische Übung, die aus dem anspruchsvollen Kampftanz Capoeira kommt. Daß das Brasilien-Gen aber beim Fußball durch einen Gegner manipuliert werden kann, daß es Konkurrenten gibt, die den Ballzauber stören oder sogar – wie die Argentinier – selbst Fußball in künstlerischer Vollendung zeigen können, das paßt nicht so recht ins Selbstverständnis der Brasilianer. Aber inwieweit kann sich eine Mannschaft auf sich selbst konzentrieren, wenn sie von Abermillionen Fans rund um die Welt verfolgt wird? Die Gefahr, daß der Ruhm zum Fluch werden kann, erkennt immerhin der eine oder andere aus dem Team."
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Provokateur

Wie gehen die Japaner mit Kritik um, wer darf sie äußern?, fragt Gregor Derichs (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Nakata, der Topstar, der für Perugia, AS Rom, Parma, Bologna und Florenz gespielt hat, ehe er im vorigen Sommer zu Bolton Wanderers wechselte, kritisiert das Fehlen einer größeren Eigenmotivation und verlangt mehr Härte. Ein gut funktionierendes Team müsse aus starken Einzelkämpfern bestehen, meint Nakata. Zu viel Anpassung bringe keine starken, konkurrenzfähigen Typen hervor. Das spielerische oder taktische Vermögen seiner Kollegen aber stellt er nicht in Frage. Auch Zico äußerte vor einigen Tagen, daß seine Mannschaft schwer zu trainieren sei, weil es an Führungskräften fehle. Dies sagte er allerdings nur den Medien seiner brasilianischen Heimat. Gegen über den Japanern verbietet es die Höflichkeit, diesen Mangel klar und öffentlich anzusprechen. Also ist Nakata der einzige, der das Problem beim Namen nennt. Aber nicht jeder in der Heimat nimmt ihn, den Einzelgänger, ernst. Ältere Japaner lehnen ihn ab, allein schon, weil er sich lange Zeit die Haare rot färben ließ. Der Profi, den junge Fans wie einen Popstar anhimmeln, paßt nicht richtig in die allseits gepflegte Konsensgesellschaft. Das markante Eigenprofil und den Ausbruch aus den gesellschaftlichen Normen finden seine Fans cool. Nationaltrainer Philippe Troussier, der nach der WM 2002 aufgehört hat, und Zico haben ihm wiederholt Egoismus vorgeworfen. Da Nakata polarisiert, wird seine Kritik oft als Provokation abgetan."

Frankfurter Rundschau: Trainer Guus Hiddink gilt in Australien bereits als Genie
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freistösse des tages

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