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16.6.2006

Presseschau vom 16.06.2006

Heute dreht sich in der Presseschau (fast) alles um den 1:0-Erfolg der deutschen Mannschaft gegen Polen. Außerdem: Brasilien erfüllt bislang kaum seine Erwartungen als Favorit. Und TV-Kommentator Marcel Reif kritisiert Zinedine Zidane.

Heute dreht sich in der Presseschau (fast) alles um den 1:0-Erfolg der deutschen Mannschaft gegen Polen. Außerdem: Brasilien erfüllt bislang kaum seine Erwartungen als Favorit. Und TV-Kommentator Marcel Reif kritisiert Zinedine Zidane.

Deutsche Elf

FC Klinsmann

Michael Horeni (Frankfurter Allgemeine Zeitung) erkennt die Prägung Jürgen Klinsmanns:
"Es war ein Auftritt, über den seit zwei Jahren immer wieder geredet wurde, von dem man aber niemals so recht wußte, ob man ihn jemals zu Gesicht bekäme. In Dortmund war nun die leibhaftige Version eines FC Deutschland zu besichtigen, wie ihn sich der Bundestrainer immer vorgestellt hat. Man könnte also auch sagen: Deutschland hat erstmals den FC Klinsmann gesehen."
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Er ist ein Arbeiter

Peter Stützer (Die Welt) fährt den Klinsmann-Kritikern übers Maul:
"Zwei Spiele aus deutscher Sicht ist es alt, und es läßt sich sagen: Klinsmann hat alles richtig gemacht. Sein wichtigstes Credo lautet: agieren statt reagieren. Auf alles vorbereitet sein. Sich nicht überraschen lassen. Klinsmann kalkuliert, blickt voraus, wenn man so will hat er selbst an der gewaltigen Euphorie im deutschen Lande seinen Anteil. Von vorne herein hat er auf den Heimvorteil gesetzt. Doch auch der muß erarbeitet werden. Damit die Leute auf den Stühlen stehen, muß die Mannschaft ein Spiel bieten, das von den Sitzen reißt. Offensiv, riskant, leidenschaftlich. Es ist die gleiche Leidenschaft, mit der Klinsmann als Spieler seine Tore schoß, die gleiche Freude, mit der er sie bejubelte. (...) Er ist ein Arbeiter. Er hat diesen Job nicht gelernt, nicht in einem Lehrgang an der Deutschen Sporthochschule. Aber er hat ihn perfekt vorbereitet. Wer kolportiert, Klinsmann sei lieber Strandgänger an seinem Wohnort Huntington Beach als Stadionbesucher in der deutschen Bundesliga, wer ihm gar Müßiggang unter kalifornischer Sonne unterstellt, der hat schlecht recherchiert. Fleiß, Vorbereitung, Methodik – auch das ist das System Klinsmann. (...) Er muß nicht gleich Weltmeister werden. Gewonnen hat Jürgen Klinsmann auch so."
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Marko Schumacher (Stuttgarter Zeitung) lobt den Mannschaftsgeist:
"Wer den Jubel der Ersatzspieler nach dem Siegtreffer gesehen hat, der glaubt an die These der verschworenen Gemeinschaft – und das ist der Grund dafür, dass die Fans so bedingungslos hinter dieser Mannschaft stehen. Selten ist einer deutschen Auswahl eine solch große Sympathie entgegengeschlagen. Man muss immer vorsichtig sein. Schon im Achtelfinale könnte Schluss sein. Schon jetzt aber hat die Mannschaft mehr bewegt, als ihr viele zugetraut haben."

Die Frankfurter Rundschau ergänzt:
"Seit Steinzeiten hat eine deutsche Nationalmannschaft nicht mehr so geschlossen und konstruktiv Fußball gespielt."

Klinsmannschaft

Ludger Schulze (Süddeutsche Zeitung) markiert den Sieg als großen Entwicklungsschritt Klinsmanns:
"Einfach traumhaft. Das ist nicht nur für Klinsmann eine Freude, weil seine Elf möglicherweise den entscheidenden Anstoß für einen großen Turnierauftritt erhalten hat. Es ist auch für die ganze Veranstaltung ein Glück, weil die WM-Stimmung nun mindestens bis zum Achtelfinale in acht Tagen ihr Niveau halten wird. (...) Dieses 1:0 ist das Werk einer typischen Klinsmannschaft. Seine Handschrift und die seines Assistenten Joachim Löw sind deutlich geworden: kerniger Teamgeist, offensive Grundordnung und eine bei deutschen Mannschaften lange vermisste Fitness bis unter die Zehennägel. Klinsmann hat die Erwachsenenwelt der internationalen Trainergemeinschaft betreten."

Andreas Lesch (Berliner Zeitung) pflichtet bei:
"Der Mittwoch ist einer jener Tage gewesen, an dem ein Trainer alles richtig gemacht hat. Er hat das Spiel beherbergt, und am Ende hat sich dieses Spiel als lupenreines Jürgen-Klinsmann-Spiel entpuppt. Es stützte so ziemlich jedes Prinzip, das der Bundestrainer propagiert. Es gab ihm, zumindest an diesem Tag, derart auffällig Recht, dass er problemlos bestreiten konnte, dabei Genugtuung gespürt zu haben. Klinsmann war bei der WM eine Art Mitarbeiter des Tages."
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Sturm, Drang, Freude, Mut

Jan Christian Müller (Frankfurter Rundschau) traut seiner Ergriffenheit nicht ganz:
"Vielleicht ist es nie zuvor in der über hundertjährigen DFB-Historie in einem deutschen Fußballstadion lauter gewesen als an diesem 14. Juni 2006. Als die Spieler schon längst in den Kabinen verschwunden waren, haben die Menschen in der gewaltigen Arena immer noch das Letzte aus ihren Stimmbändern herausgeholt. Es ist nur schwer in Worte zu fassen, welch ungeheure Kraft der Fußball in diesen Zeiten einer Weltmeisterschaft im eigenen Land besitzt. In Dortmund begab sich die Leidenschaft von den Rängen hinab auf den Platz, von dort wieder hoch auf die steilen Tribünen und sogleich wieder hinunter. (...) Wer mit so viel Sturm und Drang, Freude und Mut Fußball spielt wie die deutsche Mannschaft, muss nicht Weltmeister werden, um die Menschen für sich einzunehmen. Die Realität kennt im Moment keine Grenzen. Aber in einer Kathedrale des Fußballs kann die Wahrnehmung auch täuschen. Sie schafft eine Nähe, die die Sinne vernebelt."
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Klinsmann hat den Deutschen den Spaß am Spiel wiedergegeben

"Wer stand noch mal in sieben von siebzehn WM-Endspielen?", fragt Jens Weinreich (Berliner Zeitung) rhetorisch und verweist auf das Gewicht der Sekundärtugenden:
"Es geht bei so einem Championat nie darum, die auf Dauer weltbeste Mannschaft zu küren. Im Turnier wird vielmehr jenes Team belohnt, das es schafft, auf viele komplizierte Einzelfragen die passenden Antworten zu geben. Eine Mannschaft, die Lösungen findet, lernfähig ist, sich steigert und an sich glaubt, die kann belohnt werden. Der Weltmeister muss nicht zwangsläufig Brasilien heißen. Der Weltmeister muss nicht die Weltrangliste anführen, seine Spieler müssen nicht in den stärksten Ligen der Welt brillieren und den Transfermarkt dominieren. Ein WM-Finalist muss das auch nicht. Klinsmann hat den Deutschen den Spaß am Spiel wiedergegeben, die Lust am Zuschauen und die Last des Leidens. Vielleicht hat er den Spaß für dieses Fußballland auch neu erfunden. (...) Es sei ein nüchterner Blick empfohlen: Ecuador, dessen Team sich zum großen Teil aus den Spielern eines abgelegenen Anden-Tales zusammensetzt, hat beide Spiele höher gewonnen als die Deutschen."
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Enthusiasmus und Talent

Auch die Times ist begeistert vom deutschen Spiel:
"Deutschland glaubt. Das war lange Zeit nicht der Fall, aber als Neuville das Tor schoß, erhob sich der patriotische Eifer, der seit dem Turnierbeginn durch Deutschland schwappt (...) Die siegreichen Spieler machten eine Ehrenrunde und niemand sollte dies Klinsmanns jungen Mannen mißgönnen, die bei dem Wettbewerb mit Enthusiasmus und Talent begeistern." Die Times greift den Bild-Artikel um Michael Ballack auf und fragt sich, ob die Deutschen wieder patriotisch sein dürfen: "Ballack startet heute mit dem deutschen Trikot mit der Nr. 13. Das ist ein wichtiger Fakt, da Ballack letztes Wochenende mit einem Shirt der Italiener fotografiert worden ist und die Bild-Zeitung eine nationale Identitätskrise hervorrief. War es falsch, das Italien-Shirt zu tragen? Können Deutsche wieder Nationalstolz ausdrücken, ohne verlegen zu werden? Das sind die Themen, mit denen sich die Gastgeber der WM beschäftigen, gefolgt von einer Welle von flaggenschwingendem Patriotismus, der in seinem Maß viele überrascht." Der Independent beschreibt den Effekt der Siege gegen Costa Rica und Polen: "Die Freude war grenzenlos, als ob Deutschland auf dem Weg wäre, Weltmeister zu werden. Vielleicht werden Sie es auch. Sie fühlen sicher, daß sie einen Lauf haben, obwohl das Team wenig Qualität hat, ist es sehr bemüht. Und getrieben durch den Heimvorteil scheint es, als ob sie daran zu glauben beginnen." Mehr in timesonline.co.uk ... und timesonline.co.uk ... und sport.independent.co.uk ...

Altersloser Leichtfuß

Die Einzelkritik stellt Oliver Neuville und Philipp Lahm heraus. Michael Ashelm (Frankfurter Allgemeine Zeitung) preist die Bescheidenheit Neuvilles:
"Unter den vielen 'Alpha-Tieren' des Fußballgeschäfts würde der mit 33 Jahren älteste deutsche Feldspieler im Kader überhaupt nicht auffallen, wenn er nicht von Zeit zu Zeit auf dem Platz einen echten Treffer landen würde. Neuvilles Tore haben öfter eine größere Bedeutung, sie kommen überraschend und meist dann, wenn niemand mehr mit ihnen rechnet. Auch nach seinem Treffer gegen Polen und einer mäßigen Partie seines jungen Angriffskollegen Lukas Podolski würde er sich nie motiviert sehen, Stimmung zu machen gegen ein Mitglied der Mannschaft. Im Gegenteil. Neuville ordnet sich zu hundert Prozent unter."

Christof Kneer (Süddeutsche Zeitung) stimmt ein:
"Obwohl er der älteste Feldspieler in Klinsmanns Kader ist, sieht er von fern manchmal aus wie der kleine Junge, der im großen Stadion verloren gegangen ist und darauf wartet, dass die Eltern ihn abholen. Dass Neuville Deutschland immer noch retten darf, kommt ja wirklich überraschend. Er hat 2002 eine gute WM gespielt, und im Finale hat er einen Freistoß geschossen, dass der Pfosten in Yokohama vermutlich heute noch wackelt. Dann aber sind dem Land die Kuranyis und Lauths erschienen, junge Siegfriede, für die 2006 die Heldenrolle vorgesehen war. Anschließend wurde Neuville von Rudi Völler aus dem Kader für die Euro 2004 gestrichen, das war schon nicht sehr nett, aber besonders gemein war, dass stattdessen Thomas Brdaric mitdurfte. Und am Ende hat ihm auch noch sein Arbeitgeber Bayer Leverkusen eröffnet, 'dass meine Zeit vorbei ist, dass ich nicht mehr schnell genug bin'. Wahrscheinlich aber ist Oliver Neuville so schnell wie nie zuvor. Der alterslose Leichtfuß hat sich in Klinsmanns Stürmerhierarchie schneller emporgearbeitet, als er selbst das für möglich gehalten hätte. Als Stürmer Nummer vier hat er die WM-Vorbereitung aufgenommen. Jetzt ist er schon Nummer zweieinhalb."
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WM-Ausnahmezustand

Ludger Schulze (Süddeutsche Zeitung) besingt Philipp Lahm:
"Lahm vollzieht augenblicklich einen Aufstieg zum Weltstar. Er hat die gesamte Fußballkunst in den Genen, zwei gleichstarke Füße und bei jeder Aktion einen Plan B im Kopf. Wann hatte Deutschland zuletzt einen solch wunderbaren Spieler? Endlich einmal traf es den Richtigen, als die Fifa den 'Mann des Spiels' wählte."

Philipp Selldorf (Süddeutsche Zeitung) kann sich an Lahm nicht sattsehen:
"Nach dem Spiel gegen Costa Rica dachte man, dass er nun wieder auf sein gewöhnliches (hohes) Niveau heimkehren würde. Das war aber ein Irrtum. Lahm machte ein fast perfektes Spiel. Ständig musste man Ah! und Oh! rufen. Atemraubende Zweikampftechnik: stahl den Gegnern die Bälle wie ein Taschendieb den U-Bahn-Passagieren die Brieftaschen. Übersicht, als säße er auf einem Pferd. Auf seiner linken Seite war er beides: Verteidiger und Angreifer, und in beiden Rollen überzeugte er. Auch seine moralische Verfassung gibt zu erkennen, dass sich Lahm im WM-Ausnahmezustand befindet: Zwar war er mit allen Sinnen im Spiel, und nie ließ er den gebotenen Respekt vor der Bedeutung der Partie vermissen – aber er strahlte durch seine Spielfreude eine Leichtigkeit aus, als ob er mit seinen Freunden bei den Garagentoren kicken würde." Arne Friedrich hingegen "gab den Zuschauern bei seinen Flankenversuchen Rätsel auf: Das muss doch Ecke gewesen sein, dachte man, weil der Ball so weit ins Nichts driftete. Stimmte aber nicht."

Autorität des deutschen Spiels

Die Süddeutsche Zeitung tritt der Behauptung entgegen, Michael Ballack hätte allenfalls durchschnittlich gespielt:
"Nach dem Spiel werden wohl wieder einige Zuschauer fragen, wo denn jetzt die bestimmenden Akzente des Kapitäns geblieben sind. Die Antwort lautet: Sie waren in jeder Minute des Spiels vorhanden, auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick nicht immer sichtbar waren. Der Forderung nach mehr Disziplin und defensivem Bewusstsein hat er sich selbst unterworfen. Das führte dazu, dass er tief im Mittelfeld stand und nicht ständig im gegnerischen Strafraum in Mittelstürmerposition lief, demzufolge also im Angriff weniger präsent war als sonst. Als Anspielstation war er dagegen wie ein Magnet. Schleppte viele Bälle nach vorn, schlug einige schöne Pässe. Insgesamt eine starke Vorstellung als Autorität des deutschen Spiels."

Adrenalin-Flut

Ausgerechnet der gelassene Per Mertesacker ist nach dem Spiel durch Drohgebärden gegenüber der Presse aufgefallen. Ralf Wiegand (Süddeutsche Zeitung) empfiehlt ihm, solche Triumphgesten zu unterlassen:
"Als Mertesacker am Ende der Ehrenrunde durch das leicht aus den Fugen geratene Westfalenstadion bei den Medienplätzen ankam, verfinsterte sich plötzlich sein Blick. Das Lächeln starb, während er beim Trab an der Tribüne vorbei jedes Pressetischchen einzeln zu fixieren schien. Nachdem er schon eine aggressive Geste am Rande der Obszönität vorweg geschickt hatte, ließ er schließlich noch jene rudernde Armbewegung folgen, mit der Spieler gewöhnlich ein müdes Pubikum anzuheizen versuchen. Dass er sich im Stadion tatsächlich darüber echauffiert hatte, wie er den Journalisten vorhielt, 'dass ihr sitzen geblieben seid', während das glückstrunkene Publikum der Mannschaft stehend huldigte, will man kaum glauben. Vielmehr dürfte seine Gestik doch Ausdruck einer für einen Augenblick übermächtigen Genugtuung gewesen sein – seht her, die 'Schlappwehr' (Bild) kann es doch! Wäre Per Mertesacker ein Akku – er hätte sich wegen Überladung selbst entzündet. Vielleicht müsste Mertesacker einfach mal für einen Tag nach Hause fahren dürfen, um den Vorrat an Ausgleich und Normalität wieder aufzufüllen. Auch Pattensen wird in diesen Tagen keine WM-freie Zone sein, aber es scheint doch weit genug weg zu sein vom Westfalenstadion, das ein unwirklicher Ort war an diesem Abend. Dort stießen 65.000 Besucher so viel Adrenalin aus, dass das ganze Land bis zur übernächsten WM damit versorgt werden könnte."

Berliner Zeitung: Per Mertesacker rügt die überzogene Kritik an der deutschen Defensive
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Frankfurter Rundschau: Mertesacker tritt nach
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Ball und Buchstabe

Eine Wucht

Timm Kraegenow (Financial Times Deutschland) kommentiert die Ausschreitungen in Dortmund:
"Die Gewalttäter von Dortmund haben es nicht geschafft, dem bisher sensationell friedfertig und entspannt verlaufenden deutschlandweiten Fußballfest ihren Stempel aufzudrücken. Vieles am Sicherheitskonzept funktioniert: Gewaltbereite 'Fans' werden schon vor Spielbeginn von szenekundigen Beamten lokalisiert und festgesetzt. Die Personalisierung der Tickets für die Stadien hält Hooligans fern – auch wenn in der Praxis die Personalausweise kaum kontrolliert werden. Entscheidend aber für das Gelingen einer friedlichen Weltmeisterschaft ist, wie sich die Masse der Fans verhält. In Dortmund war die Polizei überrascht, dass sich viele normale Fans spontan mit den Hooligans solidarisierten. Das aber ist bisher und zum Glück die ganz große Ausnahme. Bei allen anderen Spielen und in allen anderen Städten waren die Fans eine Wucht."
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Deutschland knutscht und flirtet, es singt und trinkt

Peter Heß (Frankfurter Allgemeine Zeitung) kämpft sich durch Berlins Straßen und Fahnen:
"Was treibt die Deutschen auf die Straßen? Partylaune, ein Wir-Gefühl oder das Bestreben, die Gunst der Stunde zu nutzen und endlich einen dumpfen Patriotismus ausleben zu dürfen? Wer die abziehenden Fanmassen von der Berliner Fanmeile gesehen hat, wer sich durch die Autokorsi in der Berliner Innenstadt geschlagen hat, kommt zum Urteil, daß die Gefahr eines aufziehenden falschen Nationalstolzes am Fußball-Horizont eher gering einzuschätzen ist. Zwar boomt die deutsche Flaggen-Industrie, die Produktion hat sich verzehnfacht, aber die Fans sehen die Deutschlandfarben eher wie eine Vereinsfahne. Das Publikum schwenkt nicht stolz und ehrfurchtsvoll, sondern wild und unbekümmert. Es verhält sich nicht viel anders als bei der Love Parade, obwohl die Bedröhnung durch Musik längst nicht so umfassend ist. Es knutscht und flirtet, es trinkt und singt. In dieser Berliner Nacht erscheint es unverhältnismäßig, wegen ein paar unverbesserlichen Freunden rechten Gedankengutes und einiger aggressiver Störenfriede die Party im 'Klub Deutschland' schlecht zu reden. Es bleibt zu hoffen, daß sich an diesem Eindruck nichts ändert."

Bescheidenheit statt Arroganz

Die Neue Zürcher Zeitung bilanziert eine Woche Deutschland:
"Schwerer Stand für Deutschland. Beim kleinen Bruder ist das Land der Dichter und Fussballer noch immer nicht in grosser Gunst. Wer dieser Tage in Schweizer Gesellschaft WM-Spiele der Deutschen verfolgt, ist als Sympathisant der Gastgeber allein gelassen. So wälzte jemand während des Spiels gegen Polen ein hinlänglich bekanntes Vorurteil. Betreff? Deutsche Hochnäsigkeit. Allein – wo ist sie geblieben? Die Ur-Einwohner Bad Bertrichs empfingen die Schweizer Gäste mit einem Hauch von Demut. Und wer sagt denn, er wolle Weltmeister werden? Der Schweizer Handballer Alex Frei oder der deutsche Pistenblitz David Odonkor? Odonkor sprach nach dem Sieg fast so schnell, wie er zu rennen pflegt, und bedankte sich bei X und Y in z-facher Ausführung für den Erfolg. Bescheidenheit statt Arroganz. Umdenken tut offenbar not."
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Den Abend vermiest

Oskar Beck (Stuttgarter Zeitung) lacht Lothar Matthäus aus, der an Klinsmann nach wie vor kein gutes Haar lässt:
"Falls auch Sie zu uns entfesselten Deutschen gehören, die seit dem Polenspiel vor dem Fernseher vierfache Salti schlagen, halsbrecherisch auf dem Sofa tanzen und mit dem hohen Risiko des blutigen Genickbruchs an die Decke springen, geben wir Ihnen einen guten Rat: Buchen Sie ein Premiere-Abo! Dort spricht Lothar Matthäus. Unser Rekordnationalspieler versteht es, Sie von Wolke sieben wieder herunterzuholen. Als Sachverständiger saß der kommende Hilfstrapattoni von Red Bull Salzburg nach dem Spiel zwischen den Koryphäen Hitzfeld und Rehhagel – oder besser: Wie ein übel gelaunter Experte, dem das 1:0 den Abend verhagelt hatte. Jedenfalls hat er vor einem Millionenpublikum auf die Frage, wie er den deutschen Auftritt fand, ein Gesicht gemacht wie sieben Tage Sauwetter. Matthäus, muffig: 'Es war ganz sicher kein gutes Spiel.' Hoffentlich ist uns nachträglich niemand böse, aber sicherheitshalber haben wir auf der Stelle hinübergezappt zur ARD und zum Sportskameraden Delling, der gerührt schwärmte: 'Das war mitreißender Fußball.' 'Erstklassiger Fußball', nickte Günter Netzer, 'ich bin begeistert.' Na also, es geht doch. Den Grimmepreis hat sich wieder einmal das Duo Delling/Netzer verdient, und zwar diesmal unter dem Motto: Vier Augen sehen mehr als Matthäus. Jedenfalls fragen sich viele: Schaut sich Lothar die WM mit den Hühneraugen an – um nicht erleben zu müssen, dass sein Lieblingsfeind Klinsmann einen Geist entwickelt hat, der womöglich Berge versetzt?"

Tageszeitung: Debatte Patriotismus
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Gruppe A

Nur ein paar Meter höher als Hamburg

3:0 gegen Costa Rica – Jörg Schindler (Frankfurter Rundschau) über die überraschend starken Ecuadorianer:
"So kann man sich täuschen. Gerade mal sechs Meter über dem Meeresspiegel, machten die Höhenkicker den größten Erfolg ihrer 82-jährigen Fußballgeschichte perfekt. Sie bezwangen die Mannschaft aus Costa Rica mühelos. (...) Wenn es nach Trainer Suárez geht, kann es nun so weiter gehen. Respekt habe er vor den Gastgebern – aber keine Angst. Wieso auch? Immerhin liegt Berlin noch ein paar Meter höher als Hamburg."

Axel Kintzinger (Financial Times Deutschland) betreibt Fußball-Zoologie:
"Von Muhammad Ali ist die Strategie überliefert, wie ein Schmetterling um den Gegner herumzuflattern, um dann wie eine Biene zuzustechen. Ecuador macht es etwas anders: Das Team tapert wie ein Bär im Mittelfeld umher – und schlägt dann zu wie ein Falke, der sich aus heiterem Himmel auf das Kaninchen stürzt."
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Ecuador wird mutig

Tobias Schall (Stuttgarter Zeitung) wirft ein:
"Das Team, dem Experten kaum Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde eingeräumt hatten, ist mutig geworden – und seine Auftritte geben dazu durchaus Anlass. Wenngleich das wahre Leistungsvermögen ein wenig im Dunkeln bleibt, lieferten doch sowohl die Polen als gestern auch Costa Rica, vorsichtig formuliert, äußerst durchschnittlichen Fußball ab. Das ist freilich nicht die Schuld der defensiv gut organisierten und technisch bisweilen ansehnlich spielenden Mannschaft, die auch gestern eiskalt ihre Chancen nutzte. Ob dies aber für mehr als das Achtelfinale reicht, ist fraglich."

Gruppe B

Kein prickelnder Wein aus lauem Wasser

Sie hätten "die konditionell beste Mannschaft" aller Zeiten, auch vom "besten Mittelfeld" war die Rede. Doch nach den bisherigen Spielen ist Ernüchterung eingetreten. Frank Junghänel (BLZ) zweifelt nun an der Weltmeisterlichkeit der Engländer:
"England konnte zwar mit Mühe und Not gewinnen und den Einzug in das Achtelfinale sichern, einen kommenden Weltmeister stellt man sich jedoch anders vor. Ein richtig schöner Sieg täte den Engländern Not, wenn man ihre Titelambitionen ernst nehmen soll. Bis jetzt konnten sie noch nicht überzeugen."
Die Tageszeitung ist durch das 2:0 gegen Trinidad und Tobago enttäuscht von der englischen Mannschaft:
"Was das Publikum sah, war ein grottenmieser Kick, bei dem die Engländer ihren Kontrahenten allenfalls ebenbürtig waren. Ein konfuser Haufen, diese Stars. Und ein moralisches Fiasko für jene Mannschaft, der man selbst nach dem glücklichen 1:0 gegen Paraguay zutraute, es in diesem Turnier ganz weit zu bringen. Stattdessen unterstrichen die karibischen Kicker, dass man aus einer stabilen Abwehr heraus englische Ansprüche mehr oder weniger elegant totlaufen lassen kann. Alle Juwelen Englands versagten wie Memmen." Im selben Artikel wird die Wirkung Wayne Rooneys auf das englische Spiel und die englischen Fans erläutert: "Auch der eben fußgenesene Heiland hatte kein Rezept, die Seinen, die glorios favorisierte Elf von England, über Trinidad & Tobago siegen zu lassen. Auch er konnte aus lauem Wasser keinen prickelnden Wein machen: Rooney, erst nach zwei Dritteln der Spielzeit eingewechselt, vermochte das Niveau der Partie nur unwesentlich zu heben. Aber er sah in der Schwüle des Abends wenigstens motiviert aus – lief und bot sich an, flankte und dirigierte sein Team: Kein Wunder, dass man ihn liebt und den Song 'Let It Be' für ihn umgetextet hat: 'Wayne Roo Ney'!"
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Sie warteten

Christian Zaschke (Süddeutsche Zeitung) beschreibt die Taktik der Mannschaft aus Trinidad und Tobago:
"Die Engländer hatten sich offenbar keine Gedanken über den Gegner gemacht. Das mag daran gelegen haben, dass all ihre Gedanken um Wayne Rooneys lange verletzten Fuß kreisten. Es wäre allerdings sinnvoller gewesen, sich mit der Auswahl von Trinidad & Tobago zu beschäftigen, denn die war erneut keineswegs der kleine Gegner, den man im Vorbeigehen besiegt. Wie in der Partie gegen die Schweden standen sie gut gestaffelt und begegneten den englischen Angriffen wie ein Segelboot, das einen Sturm abwettert. Jeder Segler weiß, dass jeder Sturm irgendwann vorübergeht, und die Spieler von Trinidad agierten in dem Wissen, dass England nicht ewig würde anrennen können an diesem heißen Abend. Sie warteten."

Peter Heß (Frankfurter Allgemeine Zeitung) hofft nach dem 1:0 Schwedens gegen Paraguay auf England als Achtelfinalgegner der Deutschen:
"Nach den bisherigen Leistungen sollte es die deutsche Nationalelf vor allem vermeiden, auf Schweden zu treffen. Die Skandinavier trafen bisher zwar erst einmal. Aber irgendwann muß ihr Schußpech einmal enden. Wie gegen Trinidad und Tobago spielte sich Lagerbäcks Mannschaft zahlreiche Gelegenheiten heraus und hätte einen höheren Sieg verdient gehabt. Dabei spielten und kämpften sie besser als es die Engländer bei ihren beiden Siegen taten."

Gruppe F

Der 12. Juli 1998

Ronaldo spielte schlecht, das sagen und schreiben alle. Experten wie Günter Netzer tönten (und Olaf Thon tönt noch immer) im Fernsehen, dass er zu dick sei. Beckmann spielte während seines Kommentars "Ronaldo-Bashing". Wiebke Hollersen (Berliner Zeitung) gibt zu bedenken:
"Faul sei er gewesen, gedrückt habe er sich, vielleicht sitze er längst wieder beim Essen, lästerten die Journalisten. Dass es ihm nicht gut gehen könnte, auf diese Idee kam keiner, trotz der erschreckend schlechten Form, die man ihm angesehen hatte (...). Er weiß wohl selbst, dass er seit jenem Finale ein Spieler ist, dem nicht einfach mal unwohl sein kann, schon gar nicht bei einer WM. Zu stark ist die Erinnerung an den 12. Juli 1998."

Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung) über Ronaldo, sein schwaches Spiel, seine Vorbereitung und die wachsende Kritik innerhalb des Teams:
"Das Resultat der galoppierenden Verbitterung war beim 1:0 der Seleção gegen Kroatien zu besichtigen: Ein Mann ohne Bindung zu Spiel und Mitspielern, eine monolithische Erscheinung, die das eigene Team auf zehn Akteure reduzierte. Eine apathische Randfigur, auf die der Schiedsrichter vor dem Wiederanpfiff warten musste, bis er aus der Kabine kam, allein und verspätet. Ein Stürmer, dem die wenigen Bälle versprangen, die ihn erreichten, und der – nach seinem einzigen Schuss aufs Tor – flehend zur Trainerbank blickte: Bitte, Senhor Parreira, lassen Sie mich noch mitmachen! (...) Tatsächlich ist es so, dass er Tage vor dem WM-Auftakt noch bei der Schnellkraftübung mit einem um den Leib geschlungenen Gummiband in der Sandkiste erschöpft aufgab – der einst Unwiderstehliche schaffte es nicht heraus aus dem Treibsand. Die Kollegen beobachten ihn mit wachsender Sorge."
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Zum Schwarzmalen nach Brasilien

Frank Hellmann (Frankfurter Rundschau) spiegelt die uneinige Stimmung im kroatischen Lager:
"Die kroatische Auswahl weiß selbst mit etwas Abstand immer noch nicht so richtig, wie das Auftaktspiel gegen den Weltmeister zu bewerten ist. Sich grämen, weil man zu lange zu wenig riskiert hat, weil man nach Ansicht des unerschrockenen Robert Kovac erst in der zweiten Halbzeit 'richtig in die Zweikämpfe gekommen ist'? Oder sich Zutrauen einzureden, weil man so gut mitgehalten hat. Ivan Klasnic, in der verbalen Aufarbeitung wesentlicher präsenter als auf dem Platz, fand, man habe vieles richtig gemacht. 'Finden Sie, dass wir verdient verloren haben?', stellte er die Gegenfrage. Zum Schwarzmalen solle man zu den Brasilianern gehen."
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Gruppe G

Fußball kennt keine Dankbarkeit

Marcel Reif (Tagesspiegel) leidet an und mit Zinédine Zidane:
"Er tanzt nicht mehr. Er schwebt nicht mehr. Er muss sich von allenfalls mäßig begabten Schweizern anrempeln lassen, anpöbeln, anfassen. Er hat traurige Augen. Es ist ja auch zum Heulen. Es ist Götterdämmerung. Zidane, der dem Fußball so unendlich viel gegeben hat, hat nichts mehr zu geben. Er hat es gewusst, er hat nicht mehr gewollt, sie haben ihn überredet. Aber dankt der Fußball ihm so viel Pflichterfüllung? Der Fußball kennt keine Dankbarkeit, er kennt auch keinen Respekt, er rollt einfach weiter, getreten, manchmal auch gedemütigt von anderen."
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Gruppe H

Zur Schönheit gezwungen

Ronald Reng (Financial Times Deutschland) erkennnt beim 4:0 gegen die Ukraine das Erfolgsmuster der Spanier, den FC Barcelona:
"Spanien kopiert all die Grunddaten, die den diesjährigen Champions-League-Sieger zu solch einer ungewöhnlichen Elf machten: das elegante Kurzpassspiel, die unglaubliche Kunst des Mittelfelds, den Ball zu schützen, drei Stürmer, die ständig die Positionen wechseln. Trainer Aragonés sah sich zur Schönheit gezwungen."

Peter Heß (Frankfurter Allgemeine Zeitung) kennt das Rezept Spaniens:
"Daß eine Mannschaft, in der der älteste Spieler 29 Jahre alt ist, mit jugendlichen Tugenden wie Kraft und Dynamik glänzt, durfte man erwarten. Der Grad der Reife überraschte. Der Weise aus Hortaleza hat gläubige Jünger um sich geschart. Es ist auch kein Wunder, daß die Stars auf ihn hören: In den 23 Spielen mit Aragones auf der Trainerbank hat Spanien noch nie verloren."

Men of the match

Jörg Schindler (Frankfurter Rundschau) hat Mitleid mit den Ukrainern:
"Zur Ehrenrettung des WM-Neulings Ukraine sei eingewandt: Vermutlich hätten die meisten Turnierteams an diesem Tag und diesem Ort alt gegen die Jungspund-Combo aus Spanien ausgesehen. Die spielte im brütend heißen Zentralstadion, als gelte es, binnen 90 Minuten alle Blamagen und Erniedrigungen der vergangenen 40 Jahre vergessen zu machen. Statt eines 'Man of the Match' hätte es 'Men of the Match' geben müssen. Zehn Nominierungen hätte es gegeben. Leer ausgegangen wäre nur Torhüter Casillas – wegen Beschäftigungslosigkeit."
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Er musste spielen

Ronny Blaschke (Süddeutsche Zeitung) über die Probleme Oleg Blochins, des Trainers der Ukrainer:
"Er kündigte harte Konsequenzen für den Fall an, dass seine Auswahl im zweiten Spiel gegen Saudi-Arabien eine vergleichbare Leistung zeigen sollte. Oft hatte er betont, nur Spieler aufbieten zu wollen, die in ihrem Klub regelmäßig zum Einsatz kommen. Schaut man sich seinen Kader allerdings näher an, kommt man um den Schluss nicht herum, dass dies schlichtweg unmöglich ist. So stand Andrej Schewtschenko, der einzige Weltklassespieler, wieder in der Startelf. Wochenlang hatte er über Beschwerden im linken Knie geklagt. Und fit ist er noch immer nicht. Doch er spielte, weil er spielen musste."

Michael Reinsch (Frankfurter Allgemeine Zeitung) fügt hinzu:
"Will die Ukraine weiterkommen, sollte das Team vor den Begegnungen mit Saudi-Arabien und Tunesien aus seiner körperlichen und geistigen Behäbigkeit erwachen (...). Über den Elfmeter zum 0:3 und den Platzverweis für Wladislaw Waschtschuk mochte niemand klagen, doch die Fifa hat mit der Sperre für nur ein Spiel die Entscheidung kommentiert."

Wiedergutmachung

2:2 gegen Tunesien – Andreas Burkert (Süddeutsche Zeitung) schildert die Mängel des saudisch-arabischen Spiels:
"Ein wenig Furcht hat der Fußball-spielende Hofstaat der Scheichs schon gehabt vor dem ersten Auftritt bei diesem Turnier, denn vor vier Jahren in Asien ging das Entrée recht spektakulär daneben: 0:8 gegen die Deutschen. 'Damals habe ich mich unendlich geschämt, ich hatte meinen Blick lange nur auf dem Boden', berichtet Sami al-Jaber nach der halbwegs geglückten Rehabilitation. Vermutlich hätten ihn die hier im Dutzend angereisten Prinzen überhäuft mit Gold, Diamanten und Dollars, wenn sein kurz nach der Einwechselung kühl markiertes 2:1 bis zum Abpfiff Bestand gehabt hätte. Bei seinem Besuch in der Kabine stellte der Sultan seinen Spielern und Betreuern trotz Radhi Jaidis Kopfball zum 2:2 eine fürstliche Prämie in Aussicht. (...) Europäischen Ordnungssinn oder wenigstens afrikanischen Übermut vermochten die Saudis noch nicht ansatzweise zu imitieren; es mangelt an Technik und Strukturen."

Auch Elisabeth Schlammerl (Frankfurter Allgemeine Zeitung) befasst sich mit der saudischen Vergangenheitsbewältigung:
"Für die Saudis war das 2:2 ein kleiner Erfolg. Zumindest haben sie damit die Fans daheim versöhnt für die lausige WM vor vier Jahren. Eigentlich hätten die Saudis verärgert sein müssen, daß sie kurz vor dem Abpfiff noch den Sieg herschenkten, aber bei ihnen schien die Freude am Ende doch zu überwiegen, weil sie die Aufgabe, nämlich Wiedergutmachung für die Schmach von Sapporo, erfüllt haben. Nur der Trainer sprach von 'zwei verlorenen Punkten'."

freistösse des tages

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