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21.1.2009

Glossar

76 Stichwörter stellen wesentliche Begriffe zum Thema Umwelt vor und erklären ihre Bedeutung.

Arides Klima



Bedeuted sehr trockenes Klima; man spricht von aride, wenn die potenzielle Verdunstung den Niederschlag einer Region übersteigt.

Atmosphäre



Bezeichnet allgemein die gasförmige Umgebung um einen Himmelskörper. Sie setzt sich meist aus verschiedenen Schichten zusammen, in denen unterschiedliche Gasgemische und infolgedessen auch verschiedene Druckzustände herrschen.

Bionik



Bei diesem interdisziplinären Wissenschaftszweig versuchen Ingenieure, Geistes- und Naturwissenschaftler die Natur als Vorbild für technische oder architektonische Lösungen zu nutzen (Bio – Biologie/nik – Technik). Eines der bekanntesten Beispiele ist der Klettverschluss, für den die Klettpflanze Pate stand.

Biotopverbund



Der Biotopverbund oder die Biotopvernetzung soll die Lebensräume von Arten (Biotope) zu einem Netz verbinden und damit ihr Überleben sichern.

Boreale Wälder



Borealer Wald ist die nördlichste Vegetationszone der Erde, in der Wachstum von Wäldern möglich ist, sie liegt zwischen dem 50. und 70. Breitengrad. Die Vegetation im kaltgemäßigten Klima besteht aus Nadelwald und Mooren. Die borealen Wälder bilden die größten zusammenhängenden Wälder der Erde und erstrecken sich über 13 Prozent der weltweiten Landfläche.

BSE



bovine spongiforme Enzephalopathie (etwa "schwammartige Gehirnkrankheit des Rindes") auch Rinderwahn genannt; anzeigepflichtige, tödliche Tierseuche. Ursachen sind nicht eindeutig geklärt, ebenso wenig die Vermutung, dass die neue Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch hervorgerufen wird.

Bundesweite Bodenzustandserhebung (BZE)



Deutschlandweite Stichprobeninventur (ca. 2000 Punkte) im Turnus von 15-20 Jahren zur Überwachung des Bodenzustands, der Baumernährung und der Vegetationsentwicklung in Wäldern; dient zur Dokumentation der Folgen von Schadstoff- und Säureeinträgen sowie von Klima- und Bewirtschaftungseinflüssen auf Waldböden und Waldvegetation (gemeinsames Grundnetz mit der Waldzustandserhebung WSE).

Chlorose



Helle Verfärbung von normalerweise grünem Blatt- bzw. Nadelgewebe als Folge von Chlorophyllabbau oder verminderter Chlorophyllneubildung.

Cyanide



Cyanide ist das Salze der Blausäure und sehr giftig. Sie werden unter anderem bei der Produktion von Medikamenten, Farben und Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesetzt.

Dobson Unit



Die Einheit Dobson Unit (DU) beschreibt die Höhe der Ozongesamtsäule. 1 DU entspricht einer Höhe von 0,01 mm bei einem Luftdruck von p = 1013 hPa und einer Temperatur von T = 0 °C. Im globalen Mittel beträgt die Ozongesamtsäule ca. 300 DU, also einer Höhe von 3 mm.

Dolly



Dolly war ein Schaf und das erste Tier, das durch Klonen in einem britischen Labor entstand.

Elektromagnetische Welle



s. Elektromagnetisches Feld

Elektromagnetisches Feld



Elektromagnetische Felder sind gekoppelte elektrische und magnetische Felder.

End-of-Pipe-Lösungen



Von einer End-of-Pipe-Lösung spricht man allgemein, wenn eine Maßnahme am Ende einer Prozesskette steht. Im Umweltschutz können damit zum Beispiel Filteranlagen am Ende eines Schornsteins gemeint sein, die Ruß aus den Abgasen entfernen. Im Gegensatz zur End-of-Pipe-Lösung stehen vorsorgende Lösungen, bei denen ein Produktionsprozess so gestaltet ist, dass der Ruß erst gar nicht anfällt.

Energie- und Materialproduktivität



Der relative Verbrauch von Energie bzw. Rohstoffen im Verhältnis zur Wertschöpfung.

Enquete-Kommission



Untersuchungskommission des Bundestages zu einem wichtigen aktuellen Thema, sie besteht zu gleichen Teilen aus Experten und Abgeordneten.

Erbgut



Der Bauplan eines Lebewesens, der an die Folgegeneration weitergegeben wird. Das Erbgut von Pflanzen und Tieren besteht aus langen Molekülen der sogenannten Desoxyribonukleinsäure (DNA).

EU Level II



Von der Europäischen Union in Kooperation mit den Mitgliedstaaten, den deutschen Bundesländern und dem Internationalen Kooperationsprogramm Wälder (ICP Forest) initiiertes Programm zur intensiven Umweltbeobachtung von Wäldern (860 ausgewählte Flächen in Europa, 86 Flächen davon in Deutschland); dient der kontinuierlichen Erfassung von Reaktionen der Wälder auf Umweltänderungen sowie der Beobachtung von Änderungen ihres Stoff- und Wasserhaushalts und ergänzt die europäische Waldzustandserhebung (Level I).

Ex situ



Bedeuted außerhalb des natürlichen Lebensraums eines Tieres; wird in der Medizin auch für "außerhalb des Körpers" benutzt.

Extensive Landwirtschaft



Die Nutzung von Böden mit geringem Eingriff des wirtschaftenden Menschen in den Naturhaushalt, meist ohne oder mit nur geringfügiger Düngung.

Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie



Die 1992 verabschiedete FFH-Richtlinie ist eine Naturschutz-Richtlinie der EU. Gemeinsam mit der europäischen Vogelschutz-Richtlinie bildet sie die Grundlage für das Natura 2000-Netzwerk von Schutzgebieten von europäischer Bedeutung.

Formalin



Eine 5-prozentige Lösung von Formaldehyd in Wasser, die früher zur Konservierung von Leichenteilen eingesetzt wurde. Formaldehyd ist krebserregend, deshalb verwendet man heute meist reinen Alkohol.

Fruchtfolgesysteme



Die systematische Abfolge von Kulturen; sie wiederholt sich innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Die Bedeutung liegt darin, dass systematisch die Eigenschaften der einzelnen Pflanzen berücksichtigt werden (beispielsweise in der Fähigkeit, Beikräuter zu unterdrücken, der Arbeitsorganisation des Betriebes entgegenzukommen u.v.m.).

Gene



Informationsabschnitte im Erbgut. Ein Gen enthält in der Regel den Bauplan für ein bestimmtes Eiweiß. Damit dieser Plan gelesen und umgesetzt wird, muss das Gen aktiviert sein.

Genfer Luftreinhaltekonvention (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution, CLRTAP)



Das "Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung" der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE) mit derzeit sieben Luftreinhalteprotokollen bekämpft europaweit die grenzüberschreitende Luftverunreinigung; Vertragsstaaten sind heute ca. 46 europäische Staaten sowie die Europäische Gemeinschaft, aber auch die USA und Kanada.

Göpeltechnik



Mittelalterliche Technik, bei der starke Zugtiere wie Pferde oder Rinder Förderbänder oder ähnliche Vorrichtungen antrieben, mit denen Lasten bewegt werden konnten.

Gradation



Massenvermehrung einer pflanzenfressenden Insektenart; diese negative Entwicklung wird häufig begünstigt, wenn der Waldbestand ausschließlich aus einer Baumart besteht.

Grundwasserkörper



Nach der Begriffsbestimmung der Wasserrahmenrichtlinie (Artikel 2) ist ein Grundwasserkörper ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter.

Grüne Gentechnik



Unter Grüner Gentechnik werden heute ausschließlich Anwendungen gentechnischer Verfahren im landwirtschaftlichen Bereich und hier auch nur an Pflanzen (Herstellung transgener Pflanzen) verstanden. Rote Gentechnik beinhaltet dagegen die Erkennung und Heilung von Krankheiten, während die Herstellung von Insulin oder Impfstoffen aus gentechnisch verändertem Material der industriellen Gentechnik, der Weißen Gentechnik, zugeordnet wird. Daneben gibt es auch die Blaue Gentechnik, sie bezieht sich auf Anwendungen bei marinen Organismen, unter anderem Fischen.

Halogene



Chemische Elemente wie Fluor, Chlor, Brom, Jod und Astat, die in Verbindung mit Metallen Salze bilden. Je nach Halogen liegt eine unterschiedliche Giftigkeit für Lebewesen vor.

Hochfrequente elektromagnetische Felder



Elektromagnetische Felder mit Frequenzen von mehr als 30.000 Hertz.

Huminstoffe



Bestandteile des Humus, die im Boden aus abgestorbenen Pflanzen neu gebildet werden; sie regulieren Wasserbindung, Gefügebildung, Wärmehaushalt und Nährstoffhaushalt des Bodens.

Hydrosphäre



Teil der Atmosphäre, der Lithosphäre, der Biosphäre und der Pedosphäre; bezeichnet sämtliche Wasservorkommen der Erde, sowohl unter- wie auch oberirdische. Sie hat durch ihren Einfluss auf die Verteilung von Kohlenstoff auch Auswirkungen auf das Klima.

Indigene



Indigene Völker sind die Nachfahren der Erstbesiedler einer Region, die im Laufe der Zeit durch Kolonisierung aus ihrem angestammten Gebiet vertrieben und politisch, sozial und wirtschaftlich an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Sie verstehen sich selbst als eigenständiges Volk und unterscheiden sich sprachlich, kulturell, sozial, wirtschaftlich und ethnisch von der nationalen Mehrheitsgesellschaft.

Internationales Kooperationsprogramm Wälder (International Co-operative Programme Forests, ICP Forests)



Unter der Genfer Luftreinhaltekonvention gestartetes Kooperationsprogramm zur Dokumentation und Erforschung von Schäden durch Luftverunreinigungen an Wäldern.

IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)



In Deutschland meist kurz als "Weltklimarat" bezeichneter zwischenstaatlicher Ausschuss des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP); beurteilt die Risiken der globalen Erwärmung und schlägt Vermeidungsstrategien vor.

Katalytische Reaktion



Bei einer katalytischen Reaktion beeinflusst ein Stoff (der Katalysator) die Reaktionsgeschwindigkeit, ohne dass er dabei selbst vermindert oder verändert aus der Reaktion hervorgeht, indem er die Aktivierungsenergie – also die Energie, die nötig ist, um die Reaktion in Gang zu setzen – herabsetzt.

Klonen



Ein Klon ist die identische Kopie eines Lebewesens. Bei Tieren entstehen natürliche Klone nur durch Zwillingsbildung im Mutterleib. Für einen künstlichen Klon muss das vollständige Erbgut aus einer Tierzelle in eine Eizelle gebracht und dann in ein Muttertier verpflanzt werden.

Kontinentalschelf (auch Schelf, Festlandssockel)



Bezeichnet den flachen küstenahen Meeresboden, der ca. 200 m (vor den Küsten der Antarktis ca. 500 m) unter dem Meeresspiegel liegt. Am Rand des Schelfs, ca. 50-200 km vor den Küstenlinien, fällt der Meeresboden über den Kontinentalhang zum Tiefseeboden in 3000-5000 m Tiefe ab.

Kryokonserviert



Bei sehr tiefen Temperaturen (um -190 °C) eingefroren. Am häufigsten ist die Kryokonservierung in flüssigem Stickstoff.

Leguminosen



Werden auch Schmetterlingsblütler genannt; haben die Eigenschaft, über die Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, Stickstoff aus der Luft zu binden und dadurch als Nährstoff zu nutzen. Sie ermöglichen es durch diese Eigenschaft, die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen.

Makrofauna



Tierarten, die mit bloßem Auge sichtbar sind.

Membranverfahren



Verfahren zur Entfernung von feinsten Partikeln bis hin zu gelösten Stoffen aus Wasser oder Abwasser mittels eines auf einer Stützschicht aufgebrachten sehr feinen Filters. Membranverfahren erlauben eine Feinreinigung des Abwassers ohne Anwendung von Chemikalien.

Meridionale Zirkulation (MOC)



Die MOC ist eine Strömung, die im Atlantik entlang der Meridiane fließt, also in Süd-Nord-Richtung (oder umgekehrt). Im Gegensatz zur thermohalinen Zirkulation (ein theoretisches Konzept) kann die MOC im Ozean gemessen werden.

Mesofauna



Tiere, v.a. Bodenorganismen, die kleiner als 2 mm sind, zum Beispiel Springschwänze.

MHz (Megahertz)



Einheit für die Frequenz (1 MHz = 1.000.000 Hertz)

Mikroorganismen



Mikroskopisch kleine Lebewesen, auch Mikroben genannt; die meisten sind Einzeller, es gibt aber auch Mehrzeller. Zu den Mikroben zählen zum Beispiel Bakterien, Pilze und Mikroalgen. <

Mutagene



Chemikalien, die Veränderungen am Erbgut (Mutationen) verursachen können. Ein bekanntes Beispiel ist die Feminisierung ("Verweiblichung") von männlichen Fischen (bis hin zur Produktion von Eiern!) durch synthetische Östrogene der Antibabypille, die über den weiblichen Organismus ins Abwasser gelangen. Heutige Kläranlagen können diese Chemikalien nicht entfernen.

Nekrose



Dunkle Verfärbung von Blättern oder Nadeln durch das Absterben von Gewebeteilen.

Neophyten, Neozoen



Pflanzen oder Tiere, die seit 1500 (in etwa Beginn des weltweiten Handels) absichtlich oder unabsichtlich aus fremden Gebieten eingeführt wurden.

Permafrost



Böden, die aufgrund ihrer geografischen Lage das ganze Jahr über gefroren bleiben und höchstens an der Oberfläche vorübergehend auftauen.

Phänologie



Im engeren Sinne die Beobachtung sichtbarer Lebensäußerungen (Blattaustrieb, Blüte, Fruchtbildung) von Bäumen (bzw. Pflanzen) im Jahreslauf; schließt häufig die Beobachtung des Verlaufs von Schadereignissen wie zum Beispiel Blattfraß durch Insekten mit ein.

Phenole



Gruppenbezeichnung für aromatische Hydroxy-Verbindungen, die in der Natur weit verbreitet sind und als Bestandteile von ätherischen Ölen, Farb-, Gerb-, Riech- und Geschmacksstoffen genutzt werden. Im menschlichen Organismus entstehen Phenole als normale Stoffwechselprodukte, unter anderem von aromatischen Fremdstoffen wie Pharmaka.

Plankton



Plankton ist die Bezeichnung für die frei im Wasser treibenden und schwebenden Organismen.

Primärenergie



Ein Primärenergieträger ist ein Ausgangsrohstoff für die Energiegewinnung, zum Beispiel Erdöl oder Steinkohle. Demgegenüber stehen Sekundärenergieträger, wie zum Beispiel künstlich erzeugter Wasserstoff. Für seine Erzeugung muss Energie aufgebracht werden. Ein Wasserstoffauto etwa ist also nur dann wirklich umweltfreundlich, wenn sein Treibstoff mithilfe regenerativer Energien erzeugt wurde und nicht durch fossile Brennstoffe wie Steinkohle.

Prioritäre Stoffe



Um den "guten chemischen Zustand" zu erreichen, fordert Artikel 16 der Wasserrahmenrichtlinie spezifische Maßnahmen gegen die Gewässerverschmutzung durch einzelne Schadstoffe oder Schadstoffgruppen, die ein erhebliches Risiko für die aquatische Umwelt und durch die aquatische Umwelt (ggf. für den Menschen) darstellen. Diese Schadstoffe oder Schadstoffgruppen wurden in der Liste prioritärer Stoffe, die nach Artikel 16 Absatz 2 der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bestimmt werden, festgelegt und sind im Anhang X der Wasserrahmenrichtlinie aufgeführt.

Prozessschutz



Der Prozessschutz ist eine Naturschutzstrategie, die im Wesentlichen zum Ziel hat, nicht in die natürlichen Prozesse von Ökosystemen einzugreifen.

Rote Liste (gefährdeter Arten)



In der Roten Liste gefährdeter Arten listet die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) die Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Die Liste wird jährlich aktualisiert und von vielen Staaten um die jeweiligen lokalen Besonderheiten ergänzt.

Schadstofffahne



Darunter wird das Grundwasservolumen im Abstrom einer Schadstoffquelle verstanden, in dem gelöste Schadstoffe in Stoffkonzentrationen über der jeweiligen Geringfügigkeitsschwelle vorliegen.

Schlaufenreaktor-Technik



Ein Schlaufenreaktor besteht aus einem zylindrischen, schlanken Behälter, in dem weitere Einbauten die Strömung der flüssigen Phase lenken. Durch die Einbauten entsteht eine räumliche Trennung zwischen aufwärts gerichteter Strömung und abwärts gerichteter Strömung. Schlaufenreaktoren optimieren ein klassisches biologisches Reinigungsverfahren zu einer Hochleistungstechnologie mit höherer Reinigungsleistung und niedrigerem Energieverbrauch.

Schwermetalle



Metalle, die von der Dichte her oberhalb der Gruppe der Leichtmetalle liegen. Zu dieser größeren Gruppe der Metalle gehören Blei, Cadmium, Chrom, Eisen und Quecksilber. Einige Schwermetalle sind als Spurenstoffe für den Stoffwechsel von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren lebensnotwendig, andere sind giftig.

Sequencing Batch Reactor



Sequenzielles biologisches Reinigungsverfahren, in dem das Belebungsbecken (Biologie) auch als Absetzbecken (für den Schlammaustrag) genutzt wird.

Sequenzieren



Sequenzieren ist das Bestimmen der Abfolge von Elementen; im Erbgut ist die Sequenz die Reihenfolge der vier Bausteine A, C, G und T. Die Buchstaben bezeichnen bestimmte chemische Verbindungen.

Stammzellen



Zellen, die noch nicht vollständig spezialisiert, das heißt in Bezug auf ihre spätere Funktion noch nicht entwickelt sind und sich noch zu verschiedenen Zelltypen entwickeln können. Das größte Potenzial haben embryonale Stammzellen aus wenige Tage alten Embryonen. Sie können alle Zelltypen bilden. Aber auch fast jedes erwachsene Organ enthält noch Stammzellen, die sich zu einer kleineren Auswahl von Zellen entwickeln können.

Stratosphäre



Schicht der Atmosphäre; an die Troposphäre, in der sich das Wettergeschehen abspielt, schließt sich die Stratosphäre an, sie erstreckt sich über einen Höhenbereich von ca. 10-50 km.

Thermohaline Zirkulation (THC)



Die THC ist eine Theorie aus der Ozeanographie für das Zusammenspiel von Meeresströmungen, die die vier Ozeane miteinander verbinden. Dabei treibt sehr schweres Wasser (dichtes Wasser mit niedrigen Temperaturen und hohem Salzgehalt) die thermohaline Zirkulation an, indem es zum Beispiel im Nordatlantik südlich von Island von der Meeresoberfläche in die Tiefsee absinkt, durch den tiefen Atlantik und Südozean strömt, im Pazifik wieder auftreibt und oberflächennah durch den Indik in den Atlantik zurückströmt ("globales ozeanisches Förderband").

Torf



Torf ist ein organisches Sediment, das in Mooren entsteht. Er bildet sich aus der Ansammlung nicht oder nur unvollständig zersetzter pflanzlicher Substanz.

Transgene Pflanzen



Pflanzen, denen genetisches Material unter Bedingungen übertragen wurde, wie sie in der Natur nicht möglich sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das genetische Material mit den wünschenswerten Eigenschaften aus Mikroorganismen oder aus nicht miteinander kreuzbaren Pflanzen stammt.

Treibhausgas



Dieser Begriff umfasst alle Gase, deren Vorkommen in der Atmosphäre einen Einfluss auf das Klima unserer Erde hat. Je nachdem, aus welchen Gasen sich die Atmosphäre zusammensetzt, gelangen mal mehr, mal weniger Sonnenstrahlen durch diese Schicht hindurch zur Erdoberfläche. Auf dem umgekehrten Weg können dann mal mehr, mal weniger Strahlen die Atmosphäre wieder verlassen und zurück ins Weltall gelangen. Dieses (fehlende) Abstrahlen wird auch als Treibhauseffekt bezeichnet. Zu den Treibhausgasen zählen als bekanntestes Kohlendioxid, aber auch Methan oder Stickstoff.

Troposphäre



Schicht der Atmosphäre, die, gemessen ab Erdboden, an den Polen rund 8 km, am Äquator rund 18 km in die Höhe reicht. In diesem Bereich bildet sich ein Großteil der wetterlichen Schwankungen, deshalb bezeichnet man sie auch als "Wetterschicht".

Verbraucherinformationsgesetz



Gesetz zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation; trat am 1. Mai 2008 zeitgleich mit der Verbraucherinformationsgebührenverordnung (VIGGebV) in Kraft, die die Gebühren für Anfragen an betreffende Bundesstellen regelt.

Vertragsnaturschutz



Ein Instrument des Naturschutzes, in dem Vereinbarungen zwischen der für den Naturschutz zuständigen Behörde und dem Landbesitzer oder dem Bewirtschafter (meist Landwirte oder Naturschutzorganisationen) getroffen werden. Die Vereinbarungen können handlungsorientiert sein, dann wird eine Prämie für bestimmte Pflegearbeiten gezahlt, zum Beispiel das Mähen von Wiesen zu bestimmten Zeitpunkten, oder sie können ergebnisorientiert sein, dann wird für die naturschutzfachliche Qualität eine Prämie gezahlt, zum Beispiel für das Vorkommen vieler typischer Pflanzenarten in einer Wiese oder die Anzahl der Nester von Wiesenbrütern.

Virtueller Wasserverbrauch



Neben dem Wasser, das die Menschen direkt konsumieren, indem sie es zum Trinken, Kochen oder Waschen verwenden, ist auch Wasser nötig, um bestimmte Produkte zu erzeugen. So wird zum Beispiel Gemüse bewässert, aber auch um den Stahl für eine Autokarosserie herzustellen, wird viel Wasser benötigt. Diesen auf den ersten Blick "unsichtbaren" Wasserbedarf bezeichnet man als virtuellen Wasserverbrauch.

Waldsterben



Verbreitete Baumschäden, die auf Schadstoffemissionen zurückgehen, die insbesondere als Saurer Regen wirksam werden.

Waldzustandserhebung (WSE)



Deutschlandweite jährliche Stichprobeninventur zum Kronenzustand von Waldbäumen; dient der jährlichen Dokumentation von Reaktionen der Waldbäume auf Luftverunreinigung und Klima- bzw. Witterungseinfluss (gemeinsames Grundnetz mit der Bundesweiten Bodenzustandserhebung, BZE). Ist Teil der europäischen Waldzustandserhebung auf 6000 Flächen (Level I).

Wassereinzugsgebiet



Das Areal, aus dem ein Gewässer seine Wasserzufuhr bezieht, bildet sein Einzugsgebiet. Landseitig wird das Einzugsgebiet durch die Wasserscheide begrenzt.

Wasserrahmenrichtlinie



Kurzbezeichnung für die "RICHTLINIE 2000/60/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik". In der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Richtlinie werden EU-weit Vorgaben zum Schutz der Gewässer formuliert. Wichtigstes Umweltziel ist der gute Zustand der Oberflächengewässer in ökologischer und chemischer Sicht, der bis zum Jahr 2015 erreicht werden soll. Beim Grundwasser bezieht sich der gute Zustand auf die quantitative Nutzung und die chemische Beschaffenheit.

Wirkungspfade



Wirkungspfade sind mögliche oder tatsächliche Wege, die ein Schadstoff aus dem Boden einer Verdachtsfläche oder Altlast bis zur Einwirkung auf ein Schutzgut und zum Ort einer möglichen Wirkung zurücklegt. Bei altlastverdächtigen Flächen und Altlasten besonders relevant sind die Wirkungspfade "Boden-Mensch", "Boden-Nutzpflanze" und "Boden-Grundwasser".

Zwischenfrüchte



Als Zwischenfrucht bezeichnet man Nutzpflanzen, die nicht zu Nahrungszwecken, sondern zur Regeneration des Bodens ausgebracht werden. Die Pflanzen werden entweder untergepflügt (Gründünger) oder als Futter geerntet.
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