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4.6.2020

Chronik: Covid-19-Chronik, 19. Mai – 1. Juni 2020

Die Ereignisse vom 19. Mai bis zum 01. Juni 2020 in der Covid-19-Chronik.

Datum Offiziell bestätigte Covid-19-Fälle/Todesfälle* Ereignis
19.05.2020 19.268/948 Gesundheitsminister Łukasz Szumowski kündigt an, dass in den Krankenhäusern die für Covid-19-Patienten bereitgestellten Betten schrittweise reduziert werden sollen. Außerdem stellt er die Wiederaufnahme der Tätigkeiten von Sanatorien und Kureinrichtungen für Mitte Juni in Aussicht.
20.05.2020 19.739/962 Außenminister Jacek Czaputowicz nimmt an einer Videokonferenz zur schrittweisen Öffnung der Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten teil, zur der Bundesaußenminister Heiko Maas eingeladen hat. Polen werde seine Grenzkontrollen abhängig von der Entwicklung der Corona-Epidemie nur in Absprache mit dem Gesundheitsministerium lockern, so Czaputowicz.
21.05.2020 20.143/972 Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Entwicklung, teilt mit, dass bisher ca. 1,5 Mio. Unternehmen finanzielle Unterstützung zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Epidemie erhalten haben. 28 Mrd. Zloty seien im Rahmen des staatlichen "Schutzschildes" ausgezahlt worden und 12 Mrd. Zloty hätten Institutionen wie zum Beispiel die Sozialversicherungsanstalt und die Arbeitsämter übernommen.
22.05.2020 20.619/982 Marlena Maląg, Ministerin für Familie, Arbeit und Sozialpolitik, sagt auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak, dass für Alten- und Pflegeheime (Dom Pomocy Społecznej) 1 Mrd. Zloty zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Epidemie zur Verfügung stünden. 380 Mio. Zloty seien bereits abgerufen worden. Von den 824 Alten- und Pflegeheimen stünden aktuell 25 unter Quarantäne. Verteidigungsminister Błaszczak teilt mit, dass 536 Alten- und Pflegeheime von den Militäreinheiten der Territorialen Verteidigung (Wojska Obrony Terytorialnej – WOT) unterstützt würden, beispielsweise bei Lebensmittellieferungen, Gebäudedesinfektionen oder der Evakuierung von Personen.
23.05.2020 20.931/993
24.05.2020 21.326/996
25.05.2020 21.631/1.007 Der Unterricht für die Klassen 1 bis 3 wird wieder aufgenommen sowie der Unterricht in den Prüfungsfächern der Abiturienten und der 8. Klassen. An den Hochschulen kann der Lehrbetrieb für die letzten Studienjahre und für Fächer, die nicht als Fernunterricht stattfinden können, wieder beginnen. Der Grund für die Einführung des Fernunterrichts war die Corona-Epidemie.
26.05.2020 22.074/1.024
27.05.2020 22.473/1.028 Ministerpräsident Mateusz Morawiecki begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission zur finanziellen Unterstützung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Demnach soll Polen 63,8 Mrd. Euro als Subventionen (37,7 Mrd. Euro) und Kredite (25,1 Mrd. Euro) erhalten, das sind 8,5 % der vorgesehenen Gesamtsumme. Polen folgt damit auf die Empfängerländer Italien, Spanien und Frankreich. Morawiecki sagt, der Entwurf zeige, dass die Vorschläge Polens von den westeuropäischen Partnern wahrgenommen würden und Polen eine starke Stimme in Europa habe.
28.05.2020 22.825/1.038 Der Vizeminister für Staatliche Aktiva, Artur Soboń, stellt die Grenzöffnung, die auch Flugverbindungen einbezieht, für den 15. Juni in Aussicht. Die Entscheidung sei jedoch von der Entwicklung der Corona-Epidemie abhängig und liege bei Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Zurzeit sind an ausgewiesenen Kontrollpunkten Grenzübertritte in die Nachbarländer möglich. Personen, die nach Polen einreisen, müssen sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, bestimmte Gruppen, die von Berufs wegen pendeln, sind ausgenommen.
29.05.2020 23.155/1.051 Das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen gibt bekannt, dass 99 Hochschulen höhere Subventionen erhalten, insgesamt handele es sich um 256 Mio. Zloty. Die Hochschulen haben infolge der Corona-Epidemie weniger Einnahmen, weil sie u. a. die Studiengebühren aufgrund des online-Studiums teilweise reduziert haben, die Studentenwohnheime weniger belegt sind und keine Räume für Konferenzen vermietet werden.
30.05.2020 23.571/1.061 Es beginnt die vierte Etappe der Aufhebung der infolge der Corona-Epidemie verhängten Schutzmaßnahmen. Im Freien gilt nun ein Abstandsgebot von zwei Metern; ein Mund-Nasen-Schutz muss nicht getragen werden. In Behörden, Geschäften und auf Märkten gilt keine Beschränkung der Personenanzahl mehr, es muss aber ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In gastronomischen Betrieben gilt ein Abstand von zwei Metern bis zum Nachbartisch, die Maskenpflicht ist nur am Tisch aufgehoben. Es gelten strenge Desinfektionsregeln.
31.05.2020 23.786/1.064 Die durch die Corona-Epidemie bedingte Beschränkung der Personenanzahl in Gottesdiensten wird aufgehoben. Außerdem sind Versammlungen und Veranstaltungen im Freien sowie Hochzeiten bis zu 150 Teilnehmern wieder erlaubt.
01.06.2020 23.987/1.065 Bildungsminister Dariusz Piontkowski teilt mit, dass im laufenden Schuljahr infolge der Corona-Epidemie kein regulärer Präsenzunterricht im Klassenverband mehr stattfinden wird. Die Lehrer stehen nach Voranmeldung weiter in Sprechstunden zur Verfügung. Das Schuljahr endet am 26. Juni 2020. Ursprünglich sollte der Fernunterricht nur bis zum 7. Juni durchgeführt werden.
01.06.2020 Der praktische Unterricht in Berufsschulen sowie die praktische Ausbildung beim Arbeitgeber und der Fahrunterricht der 3. Klassen des Technikums kann unter Beachtung von Corona-Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden.
01.06.2020 Bildungsminister Dariusz Piontkowski informiert über die Richtlinien und Hygienemaßnahmen für Kinder-Ferienfreizeiten in den Sommerferien. Die Infektionslage der Corona-Epidemie lasse Ferienlager aktuell zu, so Piontkowski, es müsse aber mit Änderungen gerechnet werden. Er kündigt an, dass sein Ressort 28 Mio. Zloty zur Finanzierung der Fahrten bereitstellt, die vor allem Pflegekindern, Kindern aus kinderreichen Familien und Kindern mit Erkrankungen zugutekommen sollen.
* Daten der Johns-Hopkins-University Stand: 01.06.2020, 11:32 Uhr MESZGemeinsam herausgegeben werden die Polen-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.
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